đŸ•ŠïžÂ T o l e r a n z   f ĂŒ r   V i e l f a l t   u n d   F r i e d e n đŸ•Šïž
statt Hass und Hetze, damit sich Geschichte nicht wiederholt


 P o p i s y   v   č e ơ t i n ě   n a   k a s e t a . d e / t e s l a
G e r À t e   a u s   T s c h e c h i e n   u n d
d e r   S l o w a k e i   ( E x -Č S S R )

P r a g

Das tschechische Unternehmen TESLA entstand aus der 1921 in Prag gegrĂŒndeten Firma ELEKTRA. Im Jahr 1932 ĂŒbernahm ELEKTRA die tschechische PHILIPS und produzierte bis 1945 Lampen, Röhren, Radios und MilitĂ€rtechnik. 1946 wurden dann die Firmen Always Praha, Elektrotechna Praha, Metallix-Roentgen Praha, Mikrofona, Modry Bod, Prchal-Ericson, Radioelektra Praha, Radiotechna, Siemens-Halske, Siemens Radio Bratislava, Telefunken, Telegrafia Praha & Pardubice, Triotron Praha und Tungsram Bratislava zum tschechoslowakischen Staatsunternehmen TESLA zusammengefasst. Der Name leitet sich hierbei vom Wissenschaftler Nikola Tesla ab, gleichzeitig ist es die Kurzform von „technika slaboproudá“ (Schwachstromtechnik). Ab 1958 produzierte TESLA die ersten Transistorradios. Parallel baute der Hersteller unter anderem TonbandgerĂ€te in Pardubice und dem benachbarten Pƙelouč, die auch in grĂ¶ĂŸerem Umfang in die DDR gingen. Hier wurde die Produktion in einem gemeinsamen Übereinkommen wiederum weitestgehend eingestellt. Ähnliches galt auch fĂŒr die Ende der 1980er Jahre gestartete Produktion von CD-Playern. Bereits vor der Wende wurde in der DDR mit der Entwicklung eines CD-Players begonnen, dessen Produktion wohl bei TESLA geplant war, jedoch nicht mehr zustande kam. TESLA LIVOTEL hat ab 1986 CD-Player in die GeschĂ€fte der ČSSR geliefert. Diese wurden gegen inlĂ€ndische WĂ€hrung vertrieben. Kurze Zeit spĂ€ter haben TESLA und PHILIPS eine gemeinsame Firma gegrĂŒndet, die AVEX. AVEX mit Sitz in Bratislava hat bereits vor der politischen Wende CD-Player und Videorecorder produziert. Parallel hat TESLA auch schon Plattenspieler wie den Lenco NC 470, NC 500, L 300, L 450, SL 301, NAD 5120 oder die Boxen Lenco LB 22 fĂŒr den Westexport gebaut. Im Jahr 1991 erfolgte dann die Privatisierung von TESLA als Aktiengesellschaft, deren grĂ¶ĂŸten Anteil eine irische Finanzgruppe hielt, bevor TESLA im Jahr 2012 wieder in tschechische HĂ€nde kam.

TESLA  Minisystem 710 A

Das Minisystem TESLA 710A wurde von 1981 bis 1986 fĂŒr den tschechoslowakischen Binnenmarkt produziert und stellte wohl das GegenstĂŒck zur RFT S 3000, zur polnischen Unitra-Diora Mini-Line (bruns mini), der ungarischen ORION mini hifi 1025, der russischen ЭлДĐșŃ‚Ń€ĐŸĐœĐžĐșа ОрбОтa 002 (Elektronika Orbit 002) und der rumĂ€nischen ELECTRONICA 3220 mini system dar. Die TESLA-Kombination besteht aus dem Tuner T 710, dem StereoverstĂ€rker Z 710 sowie dem Kassettendeck M 710 und lĂ€sst sich durch den Stereoplattenspieler G 710 erweitern. Zur TESLA 710 gehörten außerdem die 2-Wege-Kompaktboxen TESLA ARS 9206.

Tesla T 710

Der Stereotuner TESLA T 710 empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl im Bereich von 87,5 bis 108 MHz (CCIR), als auch in dem zu dieser Zeit in der ČSSR ĂŒblichen Bereich von 66 – 73 MHz (OIRT). Außerdem besitzt das GerĂ€t einen Kurzwellentuner, eine LED-Signalanzeige, drei UKW-Festspeicher, eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC), einen Stereo/Mono-Umschalter und je einen 75Ω- sowie 300Ω-Antennenanschluss.


Tesla Z 710 – StereoverstĂ€rker Zesilovač 710
Tesla M 710 – Stereo-Kassettendeck Magnetofon 710
Tesla G 710 – Stereo-Plattenspieler Gramofon 710 mit Laufwerk HC 43
Tesla ARS 9206 – 2-Wege-Kompaktbox mit 25 VA / 8 Ω

NIKOLA TESLA HIFI Tuner AS 203Y,
HIFI Amplifier WS 310Y & HIFI Cassette Deck MDS 412Y

Die HiFi-Kombination Mini-Line des polnischen Herstellers UNITRA DIORA wurde in der ČSSR unter dem Markennamen NIKOLA TESLA vertrieben. Der Tuner AS 215, VerstĂ€rker WS 315 und das Kassettendeck MDS 415 trugen hierbei die Typenbezeichnungen HIFI Tuner AS 203Y, HIFI Amplifier WS 310Y und HIFI Cassette Deck MDS 412Y. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt komplett. Die Beschriftung der silbernen oder schwarzen Komponenten erfolgte frontseitig in englischer Sprache, rĂŒckseitig auf Tschechisch. Zur Anlage gehörten die 2-Wege-Kompaktboxen Mini 30 von UNITRA TONSIL. NĂ€here Beschreibungen zu den einzelnen Komponenten habe ich unter polnische GerĂ€te erstellt.

Tesla K 103 (ANP 471) – Stereo-Kompaktanlage mit 2x10 VA / 4 Ω, UKW OIRT/CCIR & Kassettendeck
Tesla SM 580 – Stereo-Kompaktanlage mit 2x10 VA, UKW OIRT/CCIR, Plattenspieler (HC30) & Kassettenlaufwerk
Tesla AZS 223 – HiFi-StereoverstĂ€rker mit 2x25 VA / 4 Ω, 4 EingĂ€ngen (4x Cinch + 1x Diode/DIN) & 1x2 LautsprecherausgĂ€ngen
Tesla AZS 224 – HiFi-StereoverstĂ€rker mit 2x40 VA / 8Ω, 5 EingĂ€ngen (5x Cinch + 1x Diode/DIN) & 2x2 LautsprecherausgĂ€ngen
Tesla AZS 225 – HiFi-StereoverstĂ€rker mit 2x15 VA / 8Ω, auch als ETA 2477 vertrieben
Tesla-VrĂĄble Disco 240 H (AZK 188) – Stereo-PA-VerstĂ€rker mit 2x75 VA / 8 Ω, 1x150 VA / 4 Ω oder 1x100 VA / 8 Ω, 7-Band-Graphic-Equalizer
Tesla-VrĂĄble Disco 240 S (AZK 188) – Stereo-PA-VerstĂ€rker mit 2x50 VA oder 1x100 VA / 8 Ω, 7-Band-Graphic-Equalizer
Tesla Discomix 8-480 (AZK 195) – 8-Kanal-Stereo-PA-VerstĂ€rker mit 2x150 VA / 4 Ω
Tesla Studio EQ 131 (ASO 301) – 9-Kanal-Equalizer mit Klinken- & Diodeneingang (DIN)
Tesla SM 260 – HiFi-Stereo-Kassettendeck mit analoger Pegelanzeige
Tesla SM 261 – HiFi-Stereo-Kassettendeck mit LED-Pegelanzeige
Tesla ETR 032 – Studio-Mischpult fĂŒr 3 Mikrofone mit analoger dB-Anzeige, Monitor- & Kopfhöreranschluss

Tesla ARS 8105

Die nur 2,5 kg schweren Lautsprecherbox ARS 8105 ist mit dem 15VA/4Ω-Breitbandlautsprecher TESLA ARO 4505 bestĂŒckt. ErgĂ€nzt wurde dieser noch um den 5VA/4Ω-Hochtöner TESLA ARV 161, der in Reihe mit einem 4,7ÎŒF-Elko direkt am VerstĂ€rkereingang anliegenden Hauptlautsprecher verbunden ist. Das nur 160 x 290 x 150 mm große GehĂ€use besteht aus einem Plastik-Korpus mit Plastik-Frontblende. Die seitlichen Frontöffnung dienten wohl auch mehr der Optik als einem wirklichen Bassreflex. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber ein Klemmbord an der RĂŒckseite. Die ARS 8105 wurden offensichtlich um 1990 hĂ€ufig zusammen mit dem DDR-SteuergerĂ€t RFT SR 3930/1 vertrieben. Zumindest habe ich diese Paarung oft auf NĂŒrnberger FlohmĂ€rkten gesehen und dann aber aus Unwissenheit ĂŒber die tschechische Herkunft immer nur den SR 3930 erworben. Die Produktion der ARS 8105 erfolgte noch bis mindestens 1994, spĂ€ter jedoch mit den Nachfolge-Chassis ARX-130-20/4 und ARV-089-00/4 der tschechischen TVM acoustics.

Lenco LB 22 (Tesla ARS 8105)

Die tschechischen 2-Wege-Boxen ARS 8105 wurden in Deutschland noch bis mindestens 1994 als Lenco LB 22 vertrieben. Sie dienten hierbei als ErgÀnzung zum Plattenspieler Lenco SL 301 (TESLA NZC 300). Auf dem gesamten GehÀuse finden sich ansonsten keine Hersteller- oder Herkunftsangaben.


Tesla B 3 Sonet (ANP 212) & Sonet Duo (ANP 210) – Mono-Röhren-TonbandgerĂ€te

Tesla B 4 (ANP 220 & ANP 221)













Tesla B 5
(ANP 230)



Tesla B 41 Transistor (ANP 225)

Das mit nur 315 x 300 x 120 mm auffĂ€llig kleine TransistorgerĂ€t wurde von 1966 bis 1970 auf Basis des B 4 bei TESLA in Pƙelouč (nahe Pardubice) produziert. Die Bedienung gestaltet sich relativ einfach. Es steht eine Start-, eine Aufnahme-Tasten, eine kombinierte Vor-/RĂŒckspul-/Stop-Taste und eine Pausenfunktion zur VerfĂŒgung. Die Aufnahmepegelanzeige erfolgt ĂŒber ein beleuchtetes Analoginstrument. Die Spannungsversorgung kann aus dem 120V- oder 230V-Wechselspannungsnetz erfolgen. Das hierzu benötigte Netzkabel befindet sich fest installiert in einem Fach mit Klappdeckel an der Unterseite.

Tesla B 42 (ANP 223)








Tesla B 43 Stereo (ANP 250)








Tesla B 43-A (ANP 250A), B 44 (ANP 226) & B 45 (ANP 224) – Mono-Transistor-RöhrengerĂ€te


Tesla B 46 Stereo (ANP 253)

In der Beschreibung des TESLA B46 STEREO (ANP 253) heißt es: „StereotonbandgerĂ€t in Vierspurtechnik mit Bandgeschwindigkeit 9,53 cm/s. Stereobetrieb in Verbindung mit Stereo-RundfunkgerĂ€t oder Stereo-VerstĂ€rkeranlage. Soll das GerĂ€t als selbststĂ€ndige Einheit stereophon betrieben werden, so ist ein zweiter EndverstĂ€rker anzuschließen. Verwendbare Spulendurchmesser max. 150 mm.“. Das mit nur 315 x 300 x 120 mm und 7 kg auffĂ€llig kleine und leichte GerĂ€t wurde von 1967 bis 1970 auf Basis des B4 bei TESLA in Pƙelouč (bei Pardubice) produziert. Neben den kompakten Abmessungen zeichnet es sich durch die zu dieser Zeit bei HeimgerĂ€ten eher noch unĂŒbliche Stereoaufnahme- und -Wiedergabemöglichkeit aus. Gemeinsam mit allen anderen TESLA-GerĂ€ten hat es auch wieder die sehr gute Verarbeitung. So funktionierte auch das abgebildete, 50 Jahre altes FlohmarktgerĂ€t mit unbeschĂ€digten Garantiesiegeln und erstem Riemensatz auf Anhieb sofort. Die Bedienung gestaltet sich realitiv einfach. Neben einer Tonspurauswahl steht eine Start-, zwei Aufnahmetasten, eine kombinierte Vor-/RĂŒckspul/Stop-Taste und eine Pausenfunktion zur VerfĂŒgung. Die Aufnahmepegelanzeige erfolgt ĂŒber ein beleuchtetes Analoginstrument. Des Weiteren besitzt das B46 ein vierstelliges BandzĂ€hlwerk. Neben den Germanium-Transistoren OC72 und OC30 kamen in dem GerĂ€t noch ein 104NU70, ein 105NU70 sowie acht 106NU70 zum Einsatz. Die TESLA-eigene Typenbezeichnung 10xNU70 setzt sich hierbei aus der Ordnungszahl (z.B. 106
) ergĂ€nzt um die Definition als „FlĂ€chentransistor“ (
NU
) mit MetallgehĂ€use (
70) zusammen. Wie bei RöhrengerĂ€ten lĂ€sst sich die BestĂŒckung auf der Deckel-Innenseite nachvollziehen. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 120V- oder 230V-Wechselspannungsnetz erfolgen. Das hierzu benötigte Netzkabel befindet sich fest installiert in einem Fach mit Klappdeckel an der Unterseite. In der DDR wurde das B46 fĂŒr 850,- M vertrieben.

Tesla B 47 Student (ANP 229)

konzipiert fĂŒr die Verwendung in Schulen

Tesla B 53 Stereo (ANP 230) – Mono-Transistor-RöhrengerĂ€t


Tesla B 54 (ANP 230A)










Tesla B 56 Stereo (ANP 256)







Tesla B 57 (ANP 237)







Tesla B 58 (ANP 230B) – Mono-Transistor-RöhrengerĂ€t
Tesla B 60 (ANP 280) & B 63 Stereo (ANP 285) – Stereo-Kassettendecks

Tesla B 70 Monofonic (ANP 260)

Das 4-Spur-Mono-TonbandgerĂ€t B 70 Monofonic (ANP 260) wurde Mitte der 1970er Jahre als transportables GegenstĂŒck zum B 100 Stereo bei TESLA in Pƙelouč produziert und startete eine neue GerĂ€teserie, in der spĂ€ter das B 700 und die StereogerĂ€te B 73 und B 730 folgten. Das 450 x 300 x 140 mm große und 10 kg schwere B 70 verfĂŒgt neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme ĂŒber eine Tonspurauswahl, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen regelbarer Aufnahmepegel mittels 270°-Poti und Anzeige ĂŒber ein Drehspul-Messinstrument. Des Weiteren existiert neben der LautstĂ€rkeregelung eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung ĂŒber drei weitere Potis. Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen kann zwischen 4,76 und 9,53 cm / sec gewĂ€hlt werden. Das GehĂ€use mit klappbarem Griff wurde komplett aus Plastik gefertigt und verfĂŒgt ĂŒber eine Plexiglashaube und je ein Batterie- und Netzfachkabel an der Oberseite.

Tesla B 73 Hi-Fi Stereo (ANP 265)

Das HIFI-Stereo-TonbandgerĂ€t B 73 (ANP 265) wurde um 1987 auf Basis des B 70 bei TESLA in Pƙelouč produziert. Das 500 x 310 x 160 mm große und 13 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme ĂŒber ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber zwei beleuchtete Drehspul-Messinstrumente. Die eigentlichen Besonderheiten dieses GerĂ€tes stellen die Hinterbandkontrolle mit drei Tonköpfen und die 4-Spur-Aufnahme- und Wiedergabemöglichkeit dar, bei der alle vier Spuren gleichzeitig genutzt werden. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t einen integrierten VollverstĂ€rker mit einer Ausgangsleistung von 4x10 VA (4 Ω). Die LautstĂ€rke kann ebenfalls ĂŒber zwei Flachbandregler gewĂ€hlt werden. Außerdem existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier 270°-Potis. An das GerĂ€t lassen sich neben den vier Lautsprechern noch zwei Stereomikrofone (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ) und RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen kann zwischen 9,53 und 19,05 cm / sec gewĂ€hlt werden. Eine Auswahl fĂŒr 4,76 fehlt genauso wie ein PrĂŒflautsprecher oder ein Fernbedienungsanschluss. Das GehĂ€use wurde komplett aus Plastik gefertigt und mit einer abnehmbaren Plexiglasabdeckung versehen. Die recht massive Kunststoffzarge trĂ€gt hierbei eine Lackierung in Holzoptik.

Tesla B 83

Beim HiFi-Stereo-TonbandgerĂ€t TESLA B 83 handelt es sich offensichtlich nur um einen Prototyp mit optischer Ähnlichkeit zum B 73 und komplett elektronischer Laufwerksteuerung.

Tesla B 90 (ANP 290)

Das Mono-TonbandgerĂ€t B 90 (ANP 290) wurde parallel zum nachfolgend beschriebenen B93-Stereo bei TESLA in Pƙelouč produziert. Das AuffĂ€lligste an dem ansonsten mittelmĂ€ĂŸig ausgestatteten GerĂ€t stellt hierbei wohl das flache GehĂ€use mit den diagonal versetzten Bandspulen dar. Durch die geringe GehĂ€usetiefe und die entsprechenden Ösen an der RĂŒckseite lĂ€sst sich das B 90 wie ein Bild an der Wand montieren oder mittels rĂŒckseitigem MetallbĂŒgel im 45°-Winkel aufrichten. Technisch bietet das 590 x 340 x 115 mm große, komplett transistorbestĂŒckte GerĂ€t neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme eine Tonspurauswahl, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber ein Drehspul-Messinstrument. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen integrierten VollverstĂ€rker mit einer Ausgangsleistung von 4 VA (4 Ω) und ĂŒber einen 1,5VA/8Ω-PrĂŒflautsprecher. Die LautstĂ€rke kann ĂŒber einen Flachbandregler neben der Aussteuerung gewĂ€hlt werden. Des Weiteren existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier weiterer Flachbandregler. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben dem Lautsprecher ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ) und RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen kann zwischen 4,76 und 9,53 cm / sec gewĂ€hlt werden.

Tesla B 93 Stereo (ANP 295)

Das Stereo-TonbandgerĂ€t B93-Stereo (ANP 295) wurde um 1979 auf Basis der zuvor beschriebenen Mono-Bandmaschine B 90 bei TESLA in Pƙelouč produziert. Das AuffĂ€lligste an dem ansonsten mittelmĂ€ĂŸig ausgestatteten GerĂ€t stellt hierbei wohl das vom B 90 ĂŒbernommene flache GehĂ€use mit den diagonal versetzten Bandspulen dar. Durch die geringe GehĂ€usetiefe und die entsprechenden Ösen an der RĂŒckseite lĂ€sst sich das B 93 wie ein Bild an der Wand montieren oder mittels rĂŒckseitigem MetallbĂŒgel im 45°-Winkel aufrichten. Technisch bietet das 590 x 340 x 115 mm große und 12 kg schwere GerĂ€t neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme eine Tonspurauswahl (links 1-4, rechts 2-3, Stereo 1-2), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber zwei Drehspul-Messinstrumente. Des Weiteren verfĂŒgt das in der DDR fĂŒr 1150,- M vertriebene GerĂ€t ĂŒber einen integrierten Stereo-VollverstĂ€rker mit zwei IC-VerstĂ€rkern des Typs MBA810, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x4 VA (4 Ω, 50 – 15.000 Hz, k = 5%) sorgen. Zur Kontrolle besitzt das B 93 einen kleinen 1,5VA/8Ω-PrĂŒflautsprecher des Typs ARZ488, der bei Tonspurauswahl „Stereo“ lediglich den linken Kanal wiedergibt. Die LautstĂ€rke kann ebenfalls ĂŒber zwei Flachbandregler gewĂ€hlt werden. Des Weiteren existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier 270°-Potis. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben den zwei Lautsprechern ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ) und RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen ist auf 9,53 cm / sec festgelegt. Eine Auswahl fĂŒr 4,76 oder 19,05 cm / sec fehlt noch genauso wie eine Hinterbandkontrolle (je ein Stereo-Kombi- und Löschkopf), ein Fernbedienungsanschluss oder eine ganz banale Messinstrumente-Beleuchtung. Das GehĂ€use wurde im Gegensatz zum technisch Ă€hnlichen, aber hochwertigeren B100 Stereo komplett aus Plastik gefertigt. Trotz dieser vermeintlich gĂŒnstigen Materialwahl wirkt es durch die Holzfurnier-Lackierung der massiven Zarge und das auffĂ€llige Design recht hochwertig. Das abgebildete GerĂ€t gehörte zu einer ZIPHONA-HiFi-Kombination plus passendem MA 224-Plattenspieler und weißen B 9321 aus einem Raucherhaushalt. WĂ€hrend die Kunststoffteile und die weiße Lackierung der anderen Komponenten durch den Nikotineinfluss komplett vergilbt und stumpf sind, ließ sich das B 93 wunderbar reinigen und hat auch den Geruch fast komplett verloren. Selbst die Plexiglasscheibe weist keinerlei Ähnlichkeit mit der stumpfen Haube des MA224-Plattenspielers auf, was fĂŒr die QualitĂ€t des gewĂ€hlten Kunststoffs spricht. Alles in allem ist das TESLA B93-Stereo ein schönes GerĂ€t, das wohl neben den spĂ€teren TESLA-Talisman-Radios zu einen der tschechischen Designklassiker gehört.

Tesla B 100 Stereo (ANP 270A)

Das Stereo-TonbandgerĂ€t TESLA B100-Stereo (ANP 270A) wurde parallel zum zuvor beschriebenen B 90 produziert und entspricht technisch bereits weitestgehend dem spĂ€teren B93-Stereo. Neben der geĂ€nderten Anordnung der Bedienelemente unterscheidet sich das B 100 vom B 93 durch die schon beim B 90 verwendeten und nun auch beleuchtete Drehspul-Messinstrumente. Des Weiteren ersetzt ein kombinierter Drehregler mit zwei Ebenen die getrennten Wiedergabe- und Vor-/RĂŒckspul-Drehknöpfe, was eine zĂŒgige Einhandbedienung ermöglicht. Die B90-Plastikzarge weicht beim B 100 einem sehr schön lackierten HolzgehĂ€use mit auffĂ€llig massiver Plexiglashaube und vollflĂ€chiger Aluminium-Bedientafel. Hierdurch wirkt das 470 x 320 x 140 mm große GerĂ€t hochwertiger, wenn auch das Design nur sehr klassisch gehalten ist. Neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme besitzt das B 100 eine Tonspurauswahl (links 1-4, rechts 2-3, Stereo 1-2), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mit ebenfalls getrennter Anzeige. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen integrierten Stereo-VollverstĂ€rker mit einer Ausgangsleistung von 2x4 VA (4 Ω). Zur Kontrolle besitzt es einen kleinen 1,5VA/8Ω-PrĂŒflautsprecher, der bei Tonspurauswahl „Stereo“ lediglich den linken Kanal wiedergibt. Die LautstĂ€rke kann ebenfalls ĂŒber zwei Flachbandregler gewĂ€hlt werden. Des Weiteren existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier 270°-Potentiometer. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben den zwei Lautsprechern ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ) und RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) anschließen. Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen ist auf 9,53 cm / sec festgelegt. Eine Auswahl fĂŒr 4,76 oder 19,05 cm / sec fehlt noch genauso wie eine Hinterbandkontrolle oder ein Fernbedienungsanschluss. Die BestĂŒckung der Platinen erfolgte beim B 100 noch komplett mit Transistoren, wĂ€hrend im spĂ€ter gebauten B 93 zumindest schon IC-VerstĂ€rker zum Einsatz kamen.

Tesla B 101 Stereo (ANP 272)

Das Stereo-TonbandgerĂ€t TESLA B101-Stereo (ANP 272) entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger B 100, lediglich das GehĂ€use wurde ĂŒberarbeitet. So finden sich hier bereits die vom B 113/115/116 bekannten Bedienelemente mit schwarzem Plastikbedienfeld und verĂ€nderter Plexiglashaube. Außerdem wurde die Endstufe ĂŒberarbeitet und – wie beim B 93 – mit zwei IC-VerstĂ€rker des Typs MBA810 bestĂŒckt.

Tesla B 113 High Fidelity Stereo (ANP 266)

Mit dem B 113 HIFI (ANP 266) startete 1980 eine neue Serie von TESLA-TonbandgerĂ€ten, die durch ihren Frequenzbereich von 50 bis 20.000 Hz erstmals die HiFi-Norm erfĂŒllten. Auch die hier bereits integrierte Stereo-Endstufe erreicht die nach damaliger TGL- und DIN-HiFi-Norm notwendigen 2x10 VA (Impedanz: 4 Ω). Ansonsten bietet das 410 x 430 x 190 mm große und 13 kg schwere GerĂ€t – neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme – eine Tonspurauswahl (links 1-4, rechts 2-3, Stereo 1-2), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber zwei Drehspul-Messinstrumente plus Tonspur-LEDs. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber den bereits angesprochenen Stereo-VollverstĂ€rker. Auf einen internen Lautsprecher wurde hier erstmals verzichtet. Die LautstĂ€rke der beiden Boxen-AusgĂ€nge kann ĂŒber zwei Flachbandregler gewĂ€hlt werden. Außerdem existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier weiterer Regler. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben den Lautsprechern ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ), RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) und eine spezielle Fernbedienung anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen lĂ€sst sich mittels Druckschalter zwischen 9,53 und 19,05 cm / sec wĂ€hlen. Die eigentliche Besonderheit des GerĂ€tes stellt wohl die Hinterbandkontrolle durch die verwendeten drei Tonköpfe dar. Der Betrieb des GerĂ€tes kann liegend oder stehend erfolgen, weshalb sowohl an der Unter- als auch RĂŒckseite entsprechende StandfĂŒĂŸe angebracht sind.

Tesla B 115 High Fidelity Stereo (ANP 268)

Das 4-Spur-HiFi-Stereo-TonbandgerĂ€t TESLA B 115 entspricht techniasch und optisch dem zuvor beschriebenen B 113. Nachdem der VorgĂ€nger bereits sehr servicefreundlich aufgebaut war, wurde das letzte Manko beim B 115 jetzt auch ausgebessert. So befindet sich vor den Tonköpfen eine separate Abdeckung, die sich ĂŒber zwei Zierschrauben leicht entfernen lĂ€sst, was die Reinigung der drei Köpfe deutlich erleichtert. Beim B 113 musste hierzu erst die RĂŒckwand entfernt werde, um anschließend im GerĂ€t drei Schrauben an der Oberseite zu lösen und nach Abnahme der Drehknöpfe die obere Frontabdeckung komplett zu entfernen. Eine zweite Änderung betrifft die GerĂ€tefĂŒĂŸe fĂŒr den stehenden Betrieb, die beim B 115 etwas höher ausgefĂŒhrt sind. Eventuell hat sich auch die Beschaltung der Platinen im B 115 leicht geĂ€ndert. Mir ist aber diesbezĂŒglich bei einem B 113 neben einem B 115 nichts aufgefallen. SpĂ€ter wurde das B 115 als CM 130 weiterentwickelt und produziert.

Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde das TESLA B 115 auch im GENEX-Katalog angeboten. Über die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses fĂŒr den DDR-Außenhandel wohl sehr eintrĂ€gliche GeschĂ€ft wurde ĂŒber die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dĂ€nischer Landesvorwahl betreute. Hier war z.B. das B 115 fĂŒr 990,- DM erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heißt es hierzu: „Mehr Freude am guten Ton – HIFI-TonbandgerĂ€t B 115 – Ein vierspuriges TonbandgerĂ€t mit Netzanschluss und Bandgeschwindigkeiten von 9,53 cm / s und 19,5 cm / s; Ausgangsleistung 2 x 10 Watt; Schieberegler fĂŒr Aufnahme und Wiedergabe, Höhen, Tiefen und LautstĂ€rke; Pausentaste; vierstelliges BandzĂ€hlwerk; Aussteuerungsanzeige durch zwei Instrumente; Funktionsanzeige durch Leuchtdioden; Mithörkontrolle bei Aufnahme sowie bei schnellem Vor- und RĂŒcklauf; Cue mittels Drehschalter; Vor- und Hinterbandkontrolle; Bandrissautomatik verbunden mit selbststĂ€ndigem Auslösen mechanischer und elektrischer Funktionen; Langlebensdauer-Tonköpfe; Anschlussbuchsen fĂŒr Rundfunk, TA und Mikrofon; GehĂ€use aus Kunststoff mit Klarsichtabdeckhaube; senkrechte und waagerechte Betriebslage möglich; Maße (BHT) 428 x 404 x 187 mm“.

Tesla B 116 High Fidelity Tape Deck (ANP 269)

Das HIFI-Stereo-Tonbanddeck TESLA B 116 entspricht komplett dem B 115, verfĂŒgt aber nicht mehr ĂŒber die integrierte Stereoendstufe, da bereits ein Diodenausgang (DIN) existiert und GerĂ€te in dieser Klasse ohnehin meist als Einzelkomponente zu einer vorhandenen HiFi-Anlage verwendet werden. SpĂ€ter wurde das B 116 als CM 160 weiterentwickelt und produziert.





Tesla B 116A High Fidelity Tape Deck

Das HIFI-Stereo-Tonbanddeck TESLA B 116A entspricht komplett dem zuvor beschriebenen B 116, verfĂŒgt aber ĂŒber die einfacheren Tonköpfe ANP937 und ANP938.

Tesla B 117 (ANP 238) – Transistor-TonbandgerĂ€t

Tesla B 135

Beim HiFi-Stereo-TonbandgerĂ€t TESLA B 135 handelt es sich offensichtlich nur um einen Prototyp mit optischer Ähnlichkeit zum B 115 und komplett elektronischer Laufwerksteuerung.


Tesla B 200 & B 202A – Radio-Kassetten-Kombinationen
Tesla B 400 (ANP 222), B 444 Lux (ANP 240), B 444 Lux Super (ANP 240A) & Tesla B 588 (ANP 236) – Transistor-TonbandgerĂ€te

Tesla B 700 (ANP 262)

Das 4-Spur-Mono-TonbandgerĂ€t B 700 (ANP 262) wurde Anfang der 1980er Jahre auf Basis des B 70 bei TESLA in Pƙelouč produziert. Das 460 x 310 x160 mm große und 10 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme ĂŒber eine Tonspurauswahl, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie eine automatische Aussteuerung alternativ zum manuell regelbaren Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber ein Drehspul-Messinstrument. Des Weiteren existiert neben der LautstĂ€rkeregelung eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels weiterer Flachbandregler. Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen kann zwischen 4,76 und 9,53 cm / sec gewĂ€hlt werden. Das GehĂ€use mit klappbarem Griff wurde komplett aus Plastik gefertigt und verfĂŒgt ĂŒber einen klappbaren Tragegriff und eine Plexiglashaube. SpĂ€ter wurde das B 700 als B 730 weiterentwickelt und produziert.

Tesla B 730 Stereo Tape Recorder (ANP 275)

Das 4-Spur-Stereo-TonbandgerĂ€t B 730 (ANP 275) wurde um 1987 auf Basis des B 73 Stereo bei TESLA in Pƙelouč produziert. Das 500 x 330 x 160 mm große und 12 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme ĂŒber eine Tonspurauswahl (links 1-4, rechts 2-3, Stereo 1-2), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler und Anzeige ĂŒber zwei beleuchtete Drehspul-Messinstrumente. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t einen integrierten Stereo-VollverstĂ€rker mit zwei IC-VerstĂ€rkern des Typs MBA810, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2 x 3,5 VA (4 Ω, 50 – 14.000 Hz) sorgen. Zur Kontrolle besitzt das B 730 einen kleinen PrĂŒflautsprecher, der bei Tonspurauswahl „Stereo“ lediglich den linken Kanal wiedergibt. Die LautstĂ€rke kann ebenfalls ĂŒber zwei Flachbandregler gewĂ€hlt werden. Des Weiteren existiert eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung mittels zweier 270°-Potentiometer. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben den zwei Lautsprechern ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ) und RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen ist auf 9,53 cm / sec festgelegt. Die 4-Spur-Aufnahme/Wiedergabe-Möglichkeit des B 73 fehlt genauso wie eine Auswahl fĂŒr 4,76 oder 19,05 cm / sec, eine Hinterbandkontrolle (je ein Stereo-Kombi- und Löschkopf) oder ein Fernbedienungsanschluss. Das GehĂ€use wurde komplett aus Plastik gefertigt. Die recht massive Kunststoffzarge trĂ€gt hierbei eine anthrazitfarbene Lackierung. Als transportables GegenstĂŒck zu den HiFi-GerĂ€ten B 113 / 115 / 117 erhielt das GerĂ€t neben der Plexiglashaube noch eine zusĂ€tzliche Transporthaube aus schwarzem Plastik. Die HiFi-Norm erfĂŒllt das GerĂ€t aufgrund der Tonköpfe und Endstufen jedoch nicht.

Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde das TESLA B 730 auch ĂŒber die GENEX Geschenkdienst GmbH in Westdeutschland angeboten. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschließender Lieferung an den angegebenen GeschenkempfĂ€nger in der DDR. So wurde der B 730 im GENEX-Katalog von 1986 fĂŒr 650,- DM angeboten. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Stereo-TonbandgerĂ€t B 730 – Ein vierspuriges TonbandgerĂ€t mit Netzanschluss und einer Bandgeschwindigkeit von 9,53 cm/s; stereofonische sowie monofonische Wiedergabe und Aufnahme; abschaltbarer Kontroll-Lautsprecher; Mithörkontrolle bei Aufnahme; automatische Bandendabschaltung; Schnellstoptaste; vierstelliges ZĂ€hlwerk mit Nullstelltaste; Aufnahme von allen laufenden Programmquellen möglich; Anschlussbuchsen fĂŒr Lautsprecherboxen, Kopfhörer und Mikrofone; Gewicht ca. 10 kg; Maße (BHT) 500 x 160 x 310 mm“.

Tesla CM 130 Stereo Tape Recorder (ANP 273)

Das HIFI-Stereo-TonbandgerĂ€t CM 130 (ANP 273) entspricht inklusive internem VerstĂ€rker eigentlich dem VorgĂ€nger B 115 HIFI, dessen Laufwerk und VerstĂ€rker auch fast komplett ĂŒbernommen wurde. Neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Wiedergabe, Vor-, RĂŒckspulen, Pause und Aufnahme bietet das GerĂ€t eine Tonspurauswahl (links 1-4, rechts 2-3, Stereo 1-2), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie einen getrennt regelbarer Aufnahmepegel mittels Flachbandregler. Außerdem existiert eine getrennte LautstĂ€rke-, Höhen- und Tiefenregelung mittels weiterer Regler. An das GerĂ€t lĂ€sst sich neben den Lautsprechern ein Mikrofon (0,8 mV / 7,5 kΩ), ein Kopfhörer, Plattenspieler (300 mV / 1 MΩ), RundfunkempfĂ€nger (4 mV / 12 kΩ) und eine spezielle Fernbedienung anschließen. Die Verbindung erfolgt ĂŒber die zu dieser Zeit immer noch ĂŒblichen Dioden-, WĂŒrfel- und Strich/Punkt-Stecker (DIN). Die Bandgeschwindigkeit fĂŒr die maximal 180 mm großen Tonbandspulen lĂ€sst sich mittels Druckschalter zwischen 9,53 und 19,05 cm / sec wĂ€hlen. Die eigentliche Besonderheit des GerĂ€tes stellt wohl die Hinterbandkontrolle durch die verwendeten drei Tonköpfe und die gegenĂŒber dem B 115 neuen LED-Anzeigen dar. Diese stammt mitsamt der zugehörigen ICs des Typs A277D aus DDR-Produktion. Auch verschiedene Transistoren im VerstĂ€rker wurden gegenĂŒber dem B 115 durch neuere Typen ersetzt. Der Betrieb des GerĂ€tes kann liegend oder stehend erfolgen, weshalb sowohl an der Unter- als auch RĂŒckseite entsprechende StandfĂŒĂŸe angebracht sind.

Tesla CM 160 Stereo Tape Recorder (ANP 274)

Das HIFI-Stereo-Tonband-Deck TESLA CM 160 (ANP 274) entspricht komplett dem CM 130, es fehlt aber – wie schon der VorgĂ€nger B 116 HIFI – die integrierte Stereo-Endstufe.


Tesla Uran (ANP 401), Start (ANP 402), Pluto (ANP 404) & Blues (ANP 405) – Transistor-TonbandgerĂ€te
Tesla ZK 246 (ANP 810) – Transistor-TonbandgerĂ€t, entspricht dem polnischen Unitra-ZRK ZK 246
Tesla EAM 340 – Transistor-Studio-TonbandgerĂ€t



Telegrafia Talisman & Tesla Talisman

Das Röhren-Kleinstsuper Talisman wurde von 1944 bis 1949 bei TELEGRAFIA in Pardubice hergestellt. Ab 1946 erfolgte die Produktion hierbei bereits unter dem spĂ€teren Markennamen TESLA. Das nur 170 mm hohe und 260 mm breite GerĂ€t empfĂ€ngt je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband ĂŒber die Stahlblech-RĂŒckwand als interne Antenne und einen zusĂ€tzlichen externen Antennenanschluss. Der gewĂŒnschte Empfangsbereich kann ĂŒber den rechten Drehschalter ausgewĂ€hlt werden. Der Netzschalter ist in den linken LautstĂ€rkeregler integriert. Im einteiligen BakelitgehĂ€use wurde ein Chassis mit zwei Röhren des Typs UCH21, einer UBL21 und einer UY1N verbaut. Die Besonderheit gegenĂŒber vielen spĂ€teren GerĂ€ten: Es handelt sich noch um ein AllstromgerĂ€t, also ein Radio, das sowohl an Wechsel- als auch Gleichspannung betrieben werden kann. Die Gefahr bei der Nutzung des GerĂ€tes liegt im fehlenden Transformator, da Gleichspannung nicht transformiert werden kann. Somit liegt je nach Drehrichtung des Netzsteckers die volle Netzspannung am Chassis des GerĂ€tes an, auch wenn dieses durch das nichtleitende BakelitgehĂ€use und die Regler ansonsten isoliert ist. Weiterhin ist zu beachten, dass die beiden 7V/100mA-Skalenlampen (ersatzweise: 6,3V/100mA) gleichzeitig als Sicherung dienen, da diese in Reihe zu den HeizfĂ€den der Röhren liegen. So leuchten die Lampen auch wĂ€hrend des AufwĂ€rmens der Röhren erst sehr schwach und spĂ€ter mit voller StĂ€rke. Des Weiteren setzt eine defekte Skalenlampe das komplette GerĂ€t außer Betrieb. An der RĂŒckseite des EmpfĂ€ngers findet sich neben der Antennen- und Erdbuchse ein Spannungswahlschalter (120 V / 220 V). Das GerĂ€t wurde in der Ex-ČSSR fĂŒr 2820,- Kčs vertrieben.

Tesla Talisman 304 U

Beim Talisman 304 U handelt es sich um die zeitgleich produzierte ExportausfĂŒhrung des nachfolgend beschriebenen 305 U fĂŒr den polnischen Markt, bei der lediglich auf das Kurzwellenband verzichtet wurde.

Tesla Talisman 305 U

Der Talisman aus Pardubicer Herstellung wurde von 1949 bis 1950 als Talisman 305U im TESLA-Werk in Prag-Hloubětin weiterproduziert. Das GerĂ€t blieb hierbei – vom geringfĂŒgig verĂ€ndert Mittel- und Langwellenbereich abgesehen – offensichtlich unverĂ€ndert. Auch das GehĂ€use des „Ur“-Talisman wurde ĂŒbernommen.

Tesla Talisman 305 U-2, 305 U-3, 305 U-6 & 305 U-7

Die fĂŒr den Export vorgesehenen Talisman 305 U-2, U-3, U-6 und U-7 unterscheiden sich vom 305-U durch die abweichenden FrequenzbĂ€nder.

Tesla Talisman 306 U

Der von 1951 bis 1952 in Prag-Hloubětin produzierte Talisman 306 U entspricht technisch offensichtlich komplett dem VorgĂ€nger 305 U. Das GerĂ€t erhielt lediglich ein ĂŒberarbeitetes zweifarbiges BakelitgehĂ€use mit Rundskala und wurde in der ČSSR fĂŒr 5370,- Kčs vertrieben.

Tesla Talisman 306 U-3, 306 U-5 & 306 U-7

Neben dem Taliman 306-U gab es noch die ExportausfĂŒhrungen 306 U-5 und 306 U-7 mit einem weiteren Kurzwellenband bei Wegfall des Langwellenbandes. Die Skala des 306 U-7 ist hierbei in kHz sowie MHz statt Meter ausgewiesen und enthĂ€lt keine Senderangaben.

Tesla Talisman 306 U-9 & Tesla Talisman 306 U-10

Beim Talisman 306 U-9 kann die Spannungsversorgung wahlweise ĂŒber 150 oder 220 V erfolgen. Beim 306 U sind es noch 110 und 220 V.

Tesla Talisman 307 U

Das von 1952 bis 1953 in Prag-Hloubětin produzierte Talisman 307 U entspricht technisch auch wieder dem 305 U, erhielt aber erneut ein ĂŒberarbeitetes zweifarbiges BakelitgehĂ€use mit Rundskala.

Tesla Talisman 307 U-3 & Tesla Talisman 307 U-7

Beim Talisman 307 U-3 und 307 U-7 handelt es sich um ExportausfĂŒhrungen mit vom 307 U abweichenden FrequenzbĂ€ndern.

Tesla Talisman 308 U

Auch das von 1953 bis 1958 in Bratislava und Orava produzierte Talisman 308 U entspricht technisch wieder dem 305 U. Es erhielt eine erneute optische Überarbeitung. Diese am weitesten verbreitete Talisman-AusfĂŒhrung war in der ČSSR fĂŒr 630,- Kčs erhĂ€ltlich.

Tesla Talisman 308 U-5 & 308 U-7

Beim Talisman 308 U-5 und 308 U-7 handelt es sich um ExportausfĂŒhrungen mit vom 308 U abweichenden FrequenzbĂ€ndern.

Tesla Talisman 309 U, 309 U-2, 309 U-5 & 309 U-7

Beim TESLA 309 U handelt es sich um die ExportausfĂŒhrung des Talisman 308 U mit einem weiteren Kurzwellenband bei Wegfall der Langwelle. Auch beim 309 U-2, U-5 und U-7 weichen die FrequenzbĂ€nder von der tschechischen AusfĂŒhrung ab.

Tesla Talisman 310 U-2

Beschreibung folgt

Tesla 312A Junior

Das Kleinst-Röhrensuper TESLA 312A Junior wurde von 1959 bis 1960 bei TESLA in KolĂ­n produziert. Es empfĂ€ngt je ein Kurz- und Mittelwellenband. In dem reinen WechselspannungsgerĂ€t (120 & 220 V) kamen die Röhren ECH81, EBF89, ECL82 und EZ80 zum Einsatz. Auch dieses GerĂ€t ist etwas mit Vorsicht zu betreiben. Es handelt sich zwar nicht mehr um ein AllstromgerĂ€t, erhĂ€lt seine Betriebsspannung aber dafĂŒr noch ĂŒber einen Spartrafo ohne galvanische Netztrennung, sodass auch hier die volle Netzspannung am Chassis anliegen kann. Wie bei fast allen TESLA-Röhrenradios ist die Spannungsversorgung schon an der Typenbezeichnung zu erkennen. Die Endung „
A“ steht hierbei fĂŒr ein WechselspannungsgerĂ€t, „
U“ fĂŒr Allstrom. Das einteilige BakelitgehĂ€use des 312A ist mit 145 x 240 mm nur geringfĂŒgig kleiner ausgefĂŒhrt als das des TESLA Talisman.

Tesla Menuet 2










Tesla Contura 2500

Das Kofferradio Stern Contura 2500 aus dem VEB Stern-Radio Berlin wurde fĂŒr den Export in die ČSSR auch mit einem UKW-Empfangsteil nach OIRT-Norm (66 bis 73 MHz) produziert und als TESLA Contura 2500 vertrieben. Das Das Stern-Radio-Logo auf der Lautsprecherabdeckung blieb hierbei unverĂ€ndert erhalten.

Tesla K 203 Diamant (ANP 461)

Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder TESLA K 203 Diamant wurde in Kooperation mit Unitra-LubartĂłw in Polen entwickelt und dort auch als baugleicher Unitra Daria RM 803 S vertrieben. Das von Anfang bis Mitte der 1980er Jahre bei UNITRA in LubartĂłw produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz (OIRT) sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (mit Pause-Taste und Bandsortenwahl, aber ohne BandzĂ€hlwerk), zwei integrierte Kondensator-Mikrofone und AnschlĂŒsse fĂŒr eine externe Tonquelle, ein Mikrofon, zwei externe Lautsprecher, einen Kopfhörer und eine externe Antenne. Außerdem stehen eine Klang- und getrennte LautstĂ€rkeregelung ĂŒber drei Schieberegler, zwei LEDs zur Stereo- und Abstimm-/Batteriestands-Anzeige, eine Automatische Scharfabstimmung (AFC) sowie ein Stereo/Mono-Umschalter zur VerfĂŒgung. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R14-Batterien. Das 360 x 205 x100 mm große KunststoffgehĂ€use gab es in den Farben Grau/schwarz und komplett Schwarz mit optisch abweichenden Lautsprechergittern. (Bild von der ExportausfĂŒhrung ITC RM 805 S)

Tesla K 304 Condor (ANP 842)

Der bei TESLA in Pardubice produzierte Stereo-Kassetten-Radiorecorder K 304 Condor (ANP 842) wurde in Kooperation der ČSSR mit Polen entwickelt und dort auch als Unitra-LubartĂłw RM 820S Condor vertrieben. Das ab Mitte der 1980er Jahre produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl nach OIRT- als auch CCIR-Norm (65,5 – 73 MHz und 87,5 – 104 MHz), des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Außerdem verfĂŒgt der 590 x 250 x 140 mm große und 6,8 kg schwere Recorder ĂŒber ein zweimotorige Kassettenlaufwerke, eine 2x6-LED-Pegelanzeige (Ansteuerung ĂŒber 2x RFT A277), einen 2x10VA-VerstĂ€rker (2x TESLA TBA810) und ein Stereo-2-Wege-Lautsprechersystem bestehend aus je zwei TESLA-Tief- und Unitra-TONSIL-Hochtönern. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒberzehn R20-Batterien erfolgen.

Tesla SKR 700

Den Stereo-Radiorecorder RFT skr 700 aus DDR-Produktion gab es in der Ex-ČSSR wohl auch etwas abgespeckt als TESLA SKR 700. Der Frequenzbereich des UKW-Tuners reicht von 87,5 bis 108 MHz. Des Weiteren ist der Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang möglich. Als Kassettenlaufwerk kam ein einmotoriges, motorgestĂŒtztes Laufwerk des Typs MU300 zum Einsatz. Dieses verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören wĂ€hrend des Spulens möglich. Des Weiteren besitzt der TESLA SKR 700 eine AM-Ferritantenne, eine UKW-KW-Dipolantenne, zwei getrennte AnschlĂŒsse fĂŒr externe Tonquellen, getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen sowie Balanceregelung, eine zuschaltbare Raumklangschaltung (Wide), Empfangspegelanzeige mittels zweier Mini-LEDs im Skalenzeiger, eine Stereoanzeige, zwei fest eingebaute Mikrofone, einen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, ein BandzĂ€hlwerk und eine Bandsortenwahl. Die im RFT skr 700 noch als Aufnahmepegelanzeige verwendete 6-LED-Kette dient hier nur zur Batteriekontrolle und die etwas abgespeckte Hauptplatine wurde wohl in tschechischer Sprache beschriftet. (Bild  vom RFT skr 700 in der selben GehĂ€usefarbe)

Tesla SKR 701 (ANP 492)

Der Berliner Stereo-Radiorecorder RFT SKR 701 wurde teilweise auch unter dem Markennamen TESLA gelabelt und in der ČSSR vertrieben. Technisch unterscheidet sich das GerĂ€t lediglich durch das OIRT-UKW-Band von 65 bis 73 MHz. SpĂ€tere Recorder ab 1989 besaßen einen CCIR-EmpfĂ€nger von 87,5 bis 108 MHz, nachdem das UKW-Band zu dieser Zeit auch in der ČSSR umgestellt wurde. An dem auch als TESLA ANP 492 bezeichneten GerĂ€t wurde die Dipolantenne des TESLA SKR 700 durch eine einzelne Teleskopantenne ersetzt und es fehlen die Batteriekontrolle, das zweite Mikrofon und BandzĂ€hlwerk.

Tesla Data Recorder KP 311 (ANP 948) – Mono-DiktiergerĂ€t mit integriertem Mikrofon & einmotorigem Laufwerk
Tesla Arioso 2 – Kofferradio mit UKW OIRT/CCIR, Kurz- & Mittelwelle
Tesla 1902 B – Kassetten-Autoradio
Tesla AM-FM Car Radio 2116 B – Autoradio mit UKW OIRT/CCIR, KW, MW & 2x7VA/8Ω-Stereo-Endstufe
Tesla AM-FM Car Radio 2117 B – Autoradio mit UKW OIRT/CCIR, Mittelwelle & 15VA/8Ω-Mono-Endstufe

Tesla MR 411, MR 413, MR 609, MR 610 & OKU 209

Die Taschenrechner MR 411, MR 412, MR 413, MR 609 und MR 610 aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” MĂŒhlhausen wurden auch mit meist identischer Typenbezeichnung ĂŒber TESLA in der Ex-ČSSR vertrieben (Ausnahme: RFT MR 412 > TESLA OKU 209). Der einzige Unterschied zur DDR-AusfĂŒhrung besteht im höheren GehĂ€use mit leicht angewinkelter Front, Ă€hnlich den DDR-Tischrechnern. Die Front blieb hierbei (meist inklusive Beschriftung) komplett unverĂ€ndert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich ĂŒber zwei R6-Mignonbatterien. (Bild des Originalrechners RFT MR 611)

Tesla MR 4110, MR 4130, MR 511 & MR 6090

Die Tisch- und Taschenrechner MR 4110, MR 4130, MR 511 und MR 6090 aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” MĂŒhlhausen wurden auch in der Ex-ČSSR ĂŒber TESLA mit identischer Typenbezeichnung vertrieben. (Bild des Originalrechners RFT MR 4130)

Tesla BK 127

Der Gleichspannungsregler BK 127 wurde ab 1988 bis vermutlich 1992 bei TESLA produziert. Das 170 x 93 x 220 mm große und 2,5 kg schwere GerĂ€t liefert einen stabilisierte Gleichspannung von 0 bis 30V mit einem Ausgangsstrom von bis zu 1A. Die Ausgangsspannung und die Strombegrenzung können ĂŒber zwei 270Âș-Potis eingestellt werden, die Anzeige erfolgt ĂŒber ein umschaltbares Drehspulmessinstrument. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t einen LED-Netzanzeige und eine weitere LED fĂŒr die Strombegrenzung. Das stabile AluminiumgehĂ€use besteht aus einer Frontplatte, RĂŒckwand, Ober- und Unterschale. Auf einen Tragegriff wurde leider verzichtet. Im Inneren findet sich neben zwei Schaltkreise des Typs MAA723 und MA741 noch zwei Transistoren KF506. Der Leistungstransistor TESLA KD606 wurde auf dem rĂŒckseitigen KĂŒhlkörper montiert. Die Schwachstelle des ansonsten recht robusten GerĂ€tes sind neben der etwas geringen Stromleistung wohl die filigranen Strom- und Spannungspotentiometer mit Plastikachse.

Voltcraft BK 127 C TNG 20

Der Gleichspannungsregler TESLA BK 127 wurde auch ĂŒber CONRAD electronic als VOLTCRAFT BK 127 C in Westdeutschland vertrieben. Das TESLA-Typenschild an der GehĂ€userĂŒckseite fehlt bei diesen GerĂ€ten jedoch. Auf der Front wurde lediglich die CONRAD-Eigenmarke VOLTCRAFT vermerkt. Der ursprĂŒngliche Hersteller lĂ€sst sich jedoch noch am von außen sichtbaren Leistungstransistor TESLA KD606 und an den beiden seitlichen TESLA-Garantieplomben erkennen. Auch der kombinierte Schukostecker nach tschechischer und deutscher Norm war zu dieser Zeit in Deutschland noch eher unĂŒblich. Im CONRAD-Katalog von 1990 heißt es zum abgebildeten VOLTCRAFT BK 127 C, das hier als NetzgerĂ€t TNG 20 mit der Bestell-Nr. 518310 fĂŒr 67,50 DM angeboten wurde: „Stabilisiertes NetzgerĂ€t. Ausgangsspannung und Ausgangsstrom stufenlos verstellbar, elektronische Strombegrenzung bei 1,1 A gegen Kurzschluss und Überlast (dauerkurzschlussfest). Ein Instrument zeigt Spannung oder Strom an. Technische Daten: Eingangsspannung 220 V~ / 50 Hz ±10 % / 50 Hz, Ausgangsspannung 0 – 20 V= stufenlos einstellbar, Ausgangsstrom 1 A (8 – 20 V), Strombegrenzung einstellbar von 0,1 bis 1 A, SpannungsstabilitĂ€t bei NetzspannungsĂ€nderung ±0,15 % bei LastĂ€nderung ±20 mV, Restwelligkeit 20 V / 1,0 A <10mV eff, Abmessungen (B x H x T) 175 x 90 x 190 mm, Gewicht 3 kg.“ Des Weiteren gab es das TESLA BK 127 C auch noch im CONRAD-Katalog von 1992 zusammen mit der DDR-Lötstation DELTA LS 60 E, einem Digital-Multimeter, Printhalter mit Lupe, einer Entlötsaugpumpe, Lötdraht und zwei Spezialzangen als komplettes Elektronik-Einsteigerpaket fĂŒr 219,- DM.


L i v o t e l

Tesla-Livotel GE 072

Der Stereo-Plattenspieler GE 072 wurde um 1980 bei TESLA Livotel produziert. Das nur 120 x 250 x 345 mm große und 3,5 kg schwere KoffergerĂ€t ermöglicht das Abspielen von Langspielplatten und Singles ĂŒber den integrierten MonoverstĂ€rker und Deckel-Lautsprecher oder alternativ die Stereowiedergabe mittels extern angeschlossenem VerstĂ€rker. Die Inbetriebnahme erfolgt etwas ungewohnt durch Rechtsschwenkung des Tonarms vor dem Auflegen. An der rechten Seite lĂ€sst sich die Geschwindigkeit zwischen 33 und 45 Umdrehung wechseln sowie ĂŒber zwei Schieberegler die LautstĂ€rke und der Klang einstellen. Zur Spannungsversorgung verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber ein 230V-Netzteil mit fest installiertem Kabel. In dem Plattenspieler kam der Stereo-Tonabnehmer TESLA HC71; die Transistoren GC511/K, GC521/K, KC148, KC508 sowie KY131R und der Lautsprecher ARE 4804 zum Einsatz. Neben den GerĂ€ten fĂŒr den tschechoslowakischen Binnenmarkt wurden die GE 072 auch ĂŒber die ARTIA Prag exportiert und in Westdeutchland vertrieben. So ging das abgebildete GerĂ€t am 15.11.1980 fĂŒr 59,- DM im Karstadt Warenhaus NĂŒrnberg ĂŒber den Ladentisch.

Tesla-Livotel NZC 041

Der halbautomatische Stereo-Plattenspieler NZC 041 wurde um 1985 bei TESLA-Livotel produziert. Das 415 x 140 x 360 mm große und 5 kg schwere GerĂ€t mit weiß lackierter Holzzarge verfĂŒgt ĂŒber ein riemengetriebenes Laufwerk des Typs HC 30 mit Schwenk-Tonarm und dem keramischen Abtaster RFT CS24 aus DDR-Produktion. Es können Langspielplatten und Singles mit 33,3 und 45 Umdrehungen abgespielt werden. Der Plattenspieler besitzt einen integrierten 5VA/4Ω-StereoverstĂ€rker, ausgestattet mit einem Höhen-, Tiefen- sowie Balanceregler und bestĂŒckt mit zwei IC-VerstĂ€rkern des Typs TESLA MBA 810 sowie sehr hochwertig wirkenden Potentiometern. Die Bedienung gestaltet sich etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, da nur ein Netzschalter und ein Wahlhebel fĂŒr 33 oder 45 Umdrehungen zur VerfĂŒgung stehen. Das GerĂ€t startet bei Netzzuschaltung sofort und senkt den Tonarm wenig spĂ€ter gedĂ€mpft ab, zum Stoppen vor dem Plattenende wird der Tonarm wieder angehoben sowie manuell ĂŒber den Endpunkt der Platte hinausbewegt und anschließend auf die Auflage gesetzt, da ansonsten der 24V~-Motor (SMR300-100) einfach weiterlĂ€uft. Die Spannungsversorgung erfolgt aus dem 230V-Netz.

neuco SL 140 (NZC 041)

Der Tesla-Livotel NZC 041 wurde in Westdeutschland auch als neuco SL 140 vertrieben. Auf sÀmtliche Hersteller- und Herkunftsverweise wurde hierbei komplett verzichtet.






Tesla-Livotel NC 300

Der halbautomatische Stereo-Plattenspieler NC 300 wurde von 1985 bis 1990 bei TESLA-Livotel produziert. Das 400 x 120 x 325 mm große und 3,5 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein riemengetriebenes Laufwerk des Typs HC 30 mit Schwenk-Tonarm und einem magnetischem HiFi-Abtaster TESLA VM 2204. Es können Langspielplatten und Singles mit 33,3 und 45 Umdrehungen abgespielt werden. Der Tonarm mit einstellbarer Skatingkraft wird am Plattenende automatische angehoben und der Motor abgeschaltet, außerdem ĂŒber einen DĂ€mpfer bewusst langsam abgesenkt (eventuell thermoelektrisch). Auf eine weitere Automatik wurde hingegen genauso verzichtet wie auf einen integrierten VorverstĂ€rker. Die Bedienung gestaltet sich etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, da nur ein Wahlhebel 33/45 Umdrehungen und ein Absenk/Anhebe-Regler zur VerfĂŒgung stehen. Gestartet wird der Antrieb ĂŒber die BetĂ€tigung „Anheben“, abgespielt nach Festlegen des Aufsetzpunktes und „Absenken“. Zum Stoppen vor dem Plattenende wird der Tonarm wieder angehoben sowie manuell ĂŒber den Endpunkt der Platte hinausbewegt und anschließend auf die Auflage gesetzt, da ansonsten der Motor einfach weiterlĂ€uft. Der Anschluss zum VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber ein Diodenkabel (DIN), die Spannungsversorgung aus dem 230V-Netz.

Lenco L 300 (Tesla NC 300)

Der tschechische Stereo-Plattenspieler Tesla-Livotel NC 300 wurde in Westdeutschland auch als Lenco L 300 vertrieben. Der TESLA-Schriftzug auf dem Tonabnehmer wurde hierbei durch ein Lenco M 350 ersetzt. Auch ansonsten fehlen auf dem gesamten GerÀt sÀmtliche Herkunfts- und Herstellerangeben.

Tesla-Livotel NZC 300

Der Stereo-Plattenspieler NZC 300 entspricht technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen NC 300, besitzt aber zusĂ€tzlichen einen integrierten Stereo-VollverstĂ€rker. Dieser erreicht eine Sinus-Ausgangsleistung von 2x5 VA (Musik 2x10 VA) mit einer Impedanz von 4Ω, besitzt einen Tandemregler zur LautstĂ€rke- und Balanceregelung, einen Höhen- und Tiefenregler, einen zusĂ€tzlichen Tuner-, Tape- und Mikrofoneingang sowie einen Kopfhöreranschluss und einen Ausgang fĂŒr einen externen VerstĂ€rker. Als Anzeige steht lediglich einen Netz-LED zur VerfĂŒgung. Das 400 x 145 x 374 mm große und 5,6 kg schwere GerĂ€t erinnert fĂŒr RFT-Sammler wohl am ehesten an eine Mischung aus Ziphona Opal, PA 2030 und LT-CS 01. Das halbautomatische Laufwerk des Typs HC 30 wurde erstaunlich aufwendig ausgefĂŒhrt, der StereoverstĂ€rker ist dagegen leider recht unterdimensioniert und das GehĂ€use wurde – wie beim RFT LT-CS 01 – aus zwei Plastikschalen mit konventioneller Plexiglashaube gefertigt. Die Bedienelemente bestehen ebenfalls aus Plastik. FrĂŒhe GerĂ€te besaßen senkrecht angeordnete Tasten, spĂ€ter waren diese – etwas eleganter – waagerecht angeordnet. Die Anschlussbuchsen (außer Kopfhörer) befinden sich deutlich zurĂŒckversetzt an der Front-Unterseite und unteren RĂŒckseite. Der NZC 300 wurde in der ČSSR fĂŒr 4.200,- Kčs vertrieben.

Lenco SL 301 (Tesla NZC 300)

Der tschechische Stereo-Plattenspieler Tesla-Livotel NZC 300 wurde noch bis mindestens 1994 mit den ebenfalls tschechischen 2-Wege-Bassreflexboxen ARS 8105 ĂŒber LENCO in Deutschland vertrieben. Inwieweit die GerĂ€te bereits vor 1990 in Westdeutschland verkauft wurden, ist mir nicht bekannt. Das abgebildete GerĂ€t mit der Seriennummer 12904 vom 17.08.1994 besitzt statt des Abtasters VM2204, den auch aus den meisten RFT-HiFi-Plattenspielern bekannten TESLA VM2103. Der TESLA-Schriftzug wurde hierbei durch ein etwas an das sĂ€chsische Wappen erinnerndes Logo ersetzt. Auch ansonsten fehlen auf dem gesamten GerĂ€t sĂ€mtliche Herkunfts- und Herstellerangeben. Die VerstĂ€rker-Ausgangsleistung wurde (Export-typisch) mit 2x10 VA statt 2x5 VA angegeben. Die im Jahr 1994 nicht mehr wirklich zeitgemĂ€ĂŸen Dioden- (DIN) und Strich/Punkt-AnschlĂŒsse blieben hingegen völlig unverĂ€ndert. Auf der von der Unterseite zugĂ€nglichen VerstĂ€rkerplatine finden sich noch viele der bekannten TESLA- und RFT-Teile. Auf den recht großen und hochwertig wirkenden Potis findet sich vom alten TESLA-Schriftzug jeweils nur noch die mittleren Buchstaben „ES“.

AndĂ­com AW 4000 (Tesla NZC 300)

Der Stereo-Plattenspieler Tesla-Livotel NZC 300 wurde Anfang der 1990er Jahre auch ĂŒber die Andicom GmbH Pirna in Deutschland vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hier die Typenbezeichnung AndĂ­com AW 4000.

Tesla-Livotel NC 470

Der HiFi-Plattenspieler TESLA NC 470 wurde 1983 aus einer tschechisch-britischen Kooperation heraus durch die HiFi-Entwickler Jiƙi Janda und Erik Edvardsen fĂŒr den britischen Markt konzipiert. Hinter dem unkonventionellen Design verbirgt sich ein klassisches TESLA-Laufwerk mit Riemenantrieb und magnetischem Abtaster VM2103. Optisch orientiert sich der 420 x 110 x 350 mm große Plattenspieler an das sehr puristische Design der britischen Marke NAD (New Acoustic Dimension). Besonders auffĂ€llig ist hierbei die zur zusĂ€tzlichen Versteifung seitlich hochgezogene Zarge aus Kunststoff, der aus selbem Grund extrem flache Tonarm mit aufgedampften Leiterbahnen an der Oberseite und die Reduzierung auf nur ein Bedienelement an der GehĂ€usefront.

NAD 5120 (Tesla NC 470)

Der NAD 5120 findet sich 1990 auf einem Foto in der britischen Zeitschrift WHAT HI-FI? Neben einem inhaltlich völlig abweichenden Text.







Das GerĂ€t wurde 1989 u.a. in den britischen Hi-Fi Markets fĂŒr 89,- ÂŁ angeboten.











Lenco L 800 & Lenco L 802 (Tesla NC 470)

Der Tesla-Livotel NC 470 wurde auch als LENCO L 800 sowie L 802 vertrieben und war mit Kunststoff- oder HolzgehÀuse erhÀltlich.

Tesla-Livotel NC 500 hifi – Stereo-HiFi-Plattenspieler mit Riemenantrieb & Abtaster VM2103, nur 33,3 UpM

Tesla-Livotel HC 58

Das HiFi-Plattenspieler-Laufwerk HC 58 wurde zwischen 1987 und 1990 bei TESLA im tschechischen Livotel produziert (heute: SEV Livotel s.r.o.). Es verfĂŒgt ĂŒber einen 1,6 kg schweren 280mm-Teller, Riemenantrieb (Peese: 160 x 4 x 4 mm), Synchronmotor, Aluminium-Tonarm, stufenlos einstellbares Auflagegewicht und Antiskating, hydraulischen Tonarmlift, eine manuelle oder automatische Endabschaltung und einen magnetischem Stereo-Tonabnehmer TESLA VM2103. Die Geschwindigkeit kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewĂ€hlt werden, die Spannungsversorgung erfolgt aus dem 230V-Netz und der VerstĂ€rkeranschluss per Diodenstecker (DIN).

Lenco L 43 CH (Tesla HC 58)

Das TESLA-Laufwerk HC 58 wurde fĂŒr den Export auch als Lenco L 43 CH vertrieben. In der VÖLKNER-Sonderliste 1/1987 heißt es zum „LENCO-HiFi-Stereo-Laufwerk L-43-CH“, das mit der Bestell-Nr. 801190 fĂŒr 189,50 DM angeboten wurde: „Riemengetrieben und wie alle LENCOs stabil und funktionell. 1,6 kg schwerer Teller, Ø 280 mm; unverwĂŒstlicher Synchronmotor; Leichttonarm (Alurohr); Auflagegewicht und Antiskating stufenlos einstellbar; hydraulischer Lift; abnehmbarer Schlitten fĂŒr alle œ“-Systeme (justierbar); werkseigenes Magnetsystem M-100 (1,5 P, 20 – 20.000 Hz) eingebaut, Netz 220 V / 50 Hz; 33 und 45 UpM; Gleichlauf 0,10 %; Endabschaltung wahlweise manuell oder automatisch mit LiftbetĂ€tigung; Netzkabel 1,5 m; Phono-Anschluss mit 5-poligem DIN-Stecker, schwarzes mit Aluteilen abgesetztes MetallgehĂ€use; B x H x T 390 x 110 x 290 mm; Einbautiefe 50 mm; einbaufertig mit Magnetsystem“.

Im CONRAD-Katalog von 1990 heißt es zum TESLA HC 58, das mit der Bestell-Nr. 341070 fĂŒr 159,- DM angeboten wurde: „Ein LENCO-HiFi-Laufwerk mit Riemenantrieb, zweiteiligem Plattenteller und Synchronmotor. Endabschaltung automatisch oder manuell. Ein LENCO-QualitĂ€tserzeugnis, das auch besonders in Diskotheken, Bars, Tanzschulen und Aerobic-Studios seinen Einsatz findet. Technische Daten: AusfĂŒhrung Auto-Stop, Drehzahl 33 & 45 U/min, Motor synchron, Antrieb Belt-Drive, Gleichlaufschwankung ±0,10 %, Plattenteller-Ø 280 mm, Plattentellergewicht 1,6 kg, Betriebsspannung 220 V / 50 Hz, Leistungsaufnahme 20 VA, Abmessungen (B x H x T) 390 x 110 x 290mm, Gewicht 4,2 kg, Lieferung komplett mit Magnetsystem.“.

Tesla-Livotel NC 580

Der HiFi-Plattenspieler NC 580 wurde zwischen 1987 und 1990 bei TESLA LIVOTEL produziert. In dem GerĂ€t wurde das zuvor beschriebene Laufwerk TESLA HC 58 mit Riemenantrieb und magnetischem Stereo-Tonabnehmer verbaut. Die Geschwindigkeit kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewĂ€hlt werden. Der VerstĂ€rker-Anschluss erfolgt ĂŒber einen Diodenstecker (DIN). Die Zarge gab es mit schwarzem und braunem Holzfurnier.

Lenco L 435 GT (Tesla NC 580)

Der TESLA-Plattenspieler NC 580 wurde fĂŒr den Export auch als Lenco L 435 GT vertrieben. In der VÖLKNER-Sonderliste 1/1987 heißt es zum LENCO-HiFi-Stereo-Plattenspieler L-435, der mit der Bestell-Nr. 803893 fĂŒr 279,50 DM angeboten wurde: „Riemenangetriebenes Laufwerk; abgefederter Synchronmotor; Rohrtonarm in S-Form mit abnehmbarem Tonkopf; Tonarmlift mit DĂ€mpfung; Auflagegewicht und Antiskating einstellbar; Lenco-Magnetsystem M-300; Auflagegewicht 12 – 15 mN; 20 – 18.000 Hz; Betriebsspannung 220 V / 50 Hz; Drehzahlschwankung ± 0,15 %; Endabschaltung; komplett inkl. Ersatzriemen und Bedienungsanleitung; B x H x T 420 x 115 x 330 mm.“.


Im CONRAD-Katalog von 1990 heißt es zum Lenco Plattenspieler L435, der mit der Bestell-Nr. 341088 fĂŒr 228,- DM angeboten wurde: „Ein LENCO-HiFi-Laufwerk mit Riemenantrieb, zweiteiligem Plattenteller und Synchronmotor. Endabschaltung automatisch oder manuell. Ein LENCO-QualitĂ€tserzeugnis, das auch besonders in Diskotheken, Bars, Tanzschulen und Aerobic-Studios seinen Einsatz findet. Technische Daten: AusfĂŒhrung Auto-Stop, Drehzahl 33 & 45 U/min, Motor synchron, Antrieb Belt-Drive, Gleichlaufschwankung ±0,10 %, Plattenteller-Ø 280 mm, Plattentellergewicht 1,6 kg, Betriebsspannung 220 V / 50 Hz, Leistungsaufnahme 20 VA, Abmessungen (B x H x T) 420 x 320 x 115 mm, Gewicht 5,8 kg, eingebaut in eine Holzzarge, Abdeckhaube: Rauchglasabdeckung, AusfĂŒhrung: Schwarz“.

Tesla-Livotel MC 901

Bereits vor der Wende wurde in der DDR mit der Entwicklung eines CD-Players begonnen, dessen Produktion aber wohl bei TESLA in der ČSSR geplant war und auch nicht mehr zustande kam. TESLA Litovel hat ab 1986 CD-Player in die GeschĂ€fte der ČSSR geliefert. Diese wurden gegen inlĂ€ndische WĂ€hrung vertrieben. Kurze Zeit spĂ€ter haben TESLA und PHILIPS eine gemeinsame Firma gegrĂŒndet, die AVEX. AVEX mit Sitz in Bratislava hat bereits vor der Wende CD-Player und Videorecorder produziert. Zum Sortiment gehörte der MC 901 (Bild), der in der ČSSR fĂŒr 10.000 Kčs verkauft wurde.



S t r o p k o v   ( S t r o p p k a u )


Tesla TP 25

Der Feldfernsprecher TP 25 war das weitverbreiteste Feldtelefon der Tschechoslowakischen Armee. Das GerĂ€t zeichnet sich gegenĂŒber anderen Feldtelefonen besonders durch den geringen Stromverbrauch und die sehr hohe Reichweite aus. Diese betrĂ€gt bei einer leichten Feldleitung (Klingeldraht) bis zu 28 km, bei Nutzung einer Kupferdraht-Freileitung mit Doppelglocken-Isolatoren sogar bis zu 500 km. Die Spannungsversorgung des TP 25 erfolgt werkseitig ĂŒber eine PrimĂ€rzelle des Typs AS 4 mit 1,4 V. Alternativ hierzu kann diese aber auch durch eine konventionelle R14-Batterie mit entsprechender Halterung ersetzt werden. Der Stromverbrauch bei gedrĂŒckter Sprechtaste liegt bei nur 45 mW. Nach Lösen dieser Taste ist die Batterie sogar komplett stromfrei geschaltet. Das LĂ€utwerk wird ohnehin durch den Kurbelinduktor versorgt. Die originale Mikrofonkapsel mit sehr niedrig gewĂ€hlter Impedanz – und somit entsprechend geringem Stromverbrauch – darf hierbei nicht durch eine konventionelle Hörkapsel ersetzt werden und reagiert auch recht empfindlich auf eine Versorgungsspannung ĂŒber 1,7 V. Das TESLA TP 25 kann natĂŒrlich auch mit jedem anderen Feldtelefon verbunden werden, da diese grundsĂ€tzlich untereinander kompatibel sind.

V o j e n s k é   T e l e g r a f n í   D í l n y   v   P r a z e

VTD Typ. I-D 37

Die Batteriebox I-D 37 wurde in den MilitĂ€rischen Telegrafenwerken Prag (VojenskĂ© TelegrafnĂ­ DĂ­lny v Praze) produziert und diente wohl als zusĂ€tzlichen Spannungsversorgung fĂŒr Feldtelefone und/oder FunkgerĂ€te. Die Produktion erfolgte vermutlich bereits in den 1930er Jahren. Zumindest deutet die Typenbezeichnung I-D37 und die mit Schlagbuchstaben eingestanzte Kombination "TEL 38" darauf hin. Zum GerĂ€t gehört eine Ledertasche. Es besitzt eine 5-polige Anschlussbuchse, einen Kippschalter mit der Beschriftung "Z" und "V" sowie zwei KlemmanschlĂŒsse.

M e t r a   B l a n s k o   ( B l a n z )

METRA Milli-Voltmeter ML 20

Das Milli-Voltmeter ML 20 ermöglich die Spannungsmessung in zwei Bereichen bis 60 mV und 3 V. Das 200 x 260 x 100 mm große und 3,2 kg schwere LaborgerĂ€t besitzt keinen Bereichswahlschalter. Der Bereich wird durch den Anschluss an die Buchsen „+“ und „60 mV / 10 ℩“ oder „+“ und „3 V / 1500 ℩“ gewĂ€hlt. Neben dem abgebildeten GerĂ€t gab es noch das Voltmeter ML 20, das Volt-Amperemeter ML 20 und das Mikroamperemeter ML 20 mit identischem GehĂ€use.


METRA Volt/Ampere-Meter

Das abgebildete tschechische Volt/Ampere-Meter (ohne erkennbare Typenbezeichnung) wurde am 27.04.1977 bei METRA in Blansko produziert. Das 144 x 80 x 164 mm große GerĂ€t besitzt ein prĂ€zises Dreheisen-Messinstrument mit Spiegelskala. Über zwei Drehschalter an der linken und rechten Seite kann zwischen Gleich- sowie Wechselspannungsmessung und den Messbereichen 3 V, 30 V, 75 V und 300 V gewĂ€hlt werden. Neben der Spannungsmessung kann mit dem GerĂ€t auch ein Gleichstrom bis 450 ÎŒA und ein Wechselstrom bis 3 mA gemessen werden. Eine eigene Spannungsversorgung benötigt das MessgerĂ€t aufgrund der analogen Anzeige nicht. Zum Lieferumfang gehört ein schwarze Kunstledertasche mit grĂŒnem Samtbezug auf der Innenseite.

METRA Volt-, Ampere- und Wattmeter

Neben dem zuvor beschriebenen Volt/Ampere-Meter gab es mit selbem GehĂ€use auch noch fĂŒnf verschiedene Gleichspannungs-Voltmeter (15 / 30 mV, 20 / 50 mV, 65 / 130 V, 250 / 500 V & 1,2 / 2,4 / 12 / 24 / 120 / 240 / 600 V), vier Gleichspannungs-Amperemeter (0,006 / 0,024 / 0,06 / 0,24 / 1,2 / 6 A; 2 / 10 A; 10 / 50 A & 5 / 20 / 100 A), drei verschiedene Wattmeter (60 V / 5 A; 60 – 120 - 240 V / 2,5 - 5 A & 120 - 240 – 360 V / 2,5 – 5 A) und das nachfolgend beschriebene TemperaturmessgerĂ€t PU 391/1. Das abgebildete 600V-Voltmeter war laut Inventarschild im VEB Elektromotorenwerk Hartha im Einsatz. Dieser Betrieb lieferte u.a. Antriebsmotoren fĂŒr einige DDR-TonbandgerĂ€te.

METRA PU 391/1

Beim PU 391/1 handelt es sich um ein PrĂ€zisions-TemperaturmessgerĂ€t des Herstellers METRA aus dem tschechischen Blansko (deutsch: Blanz). Die Anzeige von -20°C bis +180°C lĂ€sst sich ĂŒber einen Drehschalter in drei Messbereichen umschalten (bis 60 °C, 120 °C und 180 °C). Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber eine R14-Batterie. Zum Messen wird der passende Tastkopf PU 391-2 benötigt, der sich ĂŒber einen 8–poligen Stecker (Ă€hnlich dem Laufwerkstecker des RFT R 160-Recorders) anschließen lĂ€sst. Neben diesem gehört noch eine Kunstledertasche zum Lieferumfang.

E L E K T R O P L A S T   P r e ƥ o v   ( P r e s c h a u )

ELEKTROPLAST SkĂșĆĄačka SN 1

Der SkĂșĆĄačka napĂ€tia SN 1 (SpannungsprĂŒfer SN 1) wurde um 1984 bei Elektroplast (EP) im slowakischen PreĆĄov produziert. Das GerĂ€t kombiniert ein einfaches Voltmeter fĂŒr Gleich- und Wechselspannung bis 500V mit einem PhasenprĂŒfer. Hierzu wurde es zweiteilig aufgebaut mit zwei Sichtfenstern an der Front und je zwei Schraubbuchsen an der Ober- sowie Unterseite. Zum Lieferumfang gehörte eine schraubbare PrĂŒfspitze und eine Zweite mit Messkabel und Schraubanschluss. FĂŒr die Spannungsmessung besitzt der SN 1 im rechten Sichtfenster eine elektromagnetische Anzeige mit Markierungen fĂŒr die ĂŒblichen 110 V, 220 V, 380 V und 500 V. Das Messkabel und die PrĂŒfspitze mĂŒssen hierzu in die rechte obere und untere Kontaktbuchse geschraubt werden. FĂŒr die PhasenprĂŒfung verfĂŒgt es ĂŒber eine kleine Glimmlampe im linken Sichtfenster, die bei Phase vom oberen zum unteren Kontakt (A > B) leuchtet und umgedreht (B > A) nicht leuchtet. Zuvor mĂŒssen das Messkabel und die PrĂŒfspitze in die linke obere und untere Kontaktbuchse (A und B) geschraubt werden. ZusĂ€tzlich ist wĂ€hrend der Messung die BerĂŒhrung des Massekontaktes an der GehĂ€userĂŒckseite notwendig. Auf dem GehĂ€use finden sich folgende Hinweise in tschechischer Sprache: fĂŒr den PhasenprĂŒfer „poradi fĂĄz A-B svieti“ (Phasenfolge A-B leuchtet) sowie „poradi fĂĄz B-A nesvieti“ (Phasenfolge B-A leuchtet nicht) und fĂŒr den SpannungsprĂŒfer „sĂ­Ć„ovĂœch napĂ€tĂ­ do 500V“ (Netzwerkspannung bis 500V) sowie „meraĆ„ max. 10 sec“ (Messung fĂŒr höchstens 10 sec). Technisch ist das GerĂ€t recht simpel aufgebaut. FĂŒr die Spannungsmessung wurde nur eine Magnetspule mit Zugmagnet und Feder zwischen den oberen und unteren rechten Kontakt geschaltet. FĂŒr die den PhasenprĂŒfer findet sich ein 3,3nF-Kondensator plus 560kΩ- und 1,2MΩ-Widerstand in Reihe. Zwischen den beiden WiderstĂ€nden wurde wiederum die Glimmlampe plus 1,2MΩ-Widerstand in Reihe abgezweigt, die zum Massekontakt an der RĂŒckseite fĂŒhren.

Probleme kann man niemals
mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein