đŸ•ŠïžÂ T o l e r a n z   f ĂŒ r   V i e l f a l t   u n d   F r i e d e n đŸ•Šïž
statt Hass und Hetze, damit sich Geschichte nicht wiederholt

G e r À t e   a u s   U n g a r n ,
R u m Ă€ n i e n   u n d   E x – J u g o s l a w i e n

u n g a r i s c h e   G e r À t e

Neben dem wohl auch nur durch den in die DDR importierten MK 27 bekannten Hersteller BRG (Budapesti RĂĄdiĂłtechnikai GyĂĄr) gab es noch die Marken ORION und VIDEOTON, die fĂŒr den ungarischen Binnenmarkt HiFi-Komponenten und Lautsprecherboxen produzierten. Daneben gab es recht hochwertige und ausgereifte MessgerĂ€te sowie Netzteile des Herstellers EMG (Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra) und eine Vielzahl an Röhren sowie Transistoren des Herstellers TUNGSRAM.

O R I O N   B u d a p e s t

Die ungarische HiFi-Produktion beschrÀnkt sich offensichtlich auf nur zwei Serien: zum einen die 455 mm breiten und 147 mm hohen Komponenten der 240/250/260er Reihe, zum zweiten die 250 mm breiten und 56/115 mm hohen Mini-HiFi-Komponenten der 1025er-Reihe. ErgÀnzt wurde das Ganze noch um ein SteuergerÀt und eine Kompaktanlage auf Basis der S 1025 sowie den VerstÀrker SE 1030. Daneben gab es diverse 2- bis 4-Wege-Boxen. Ein Export in RGW-LÀnder oder unter abweichenden Markennamen nach Westeuropa erfolgte offensichtlich nicht.

ORION ST 240 SztereĂł Tuner

Der HiFi-Stereo-Tuner ST 240 SztereĂł Tuner wurde in den 1980er Jahren bei ORION fĂŒr den ungarischen Binnenmarkt produziert und empfĂ€ngt das UKW-OIRT-Band von 65 bis 74 MHz, das UKW-CCIR-Band von 87,5 bis 108 MHz sowie je einen Kurz- und Mittelwellenbereich. Über acht ProgrammspeicherplĂ€tze können UKW-Sender fest belegt werden. Die Auswahl erfolgt – wie beim REMA toccata 940 oder Radiotehnika Salut 001 – ĂŒber Sensortasten mit integrierter Anzeige-LED. Die hierrunter befindliche Speichereinheit weist eine verdĂ€chtige Ähnlichkeit mit der des RFT-Fernsehers Colormat 4510/4516 auf und stammt vermutlich auch aus DDR-Produktion. Zur Empfangspegel- und Feinabstimmanzeige besitzt der Tuner zwei Analoginstrumente in der Skala, jeweils mit Links- und Mittenanschlag. Über sieben Kippschalter kann zwischen UKW und AM gewĂ€hlt werden, zwischen UKW OIRT und UKW CCIR, zwischen Kurz- und Mittelwelle, zwischen UKW-Stereo und Mono sowie AFC an und aus. Des Weiteren lĂ€sst sich ein Kopfhörer anschließen.

ORION SE 240 Integrált Sztereó ErƑsitƑ

Der HiFi-Stereo-VerstĂ€rker SE 260 IntegrĂĄlt SztereĂł ErƑsitƑ wurde in den 1980er Jahren bei ORION fĂŒr den ungarischen Binnenmarkt produziert und liefert eine Ausgangsleistung von 2 x 60 VA an 4Ω. Das GerĂ€t besitzt neben dem LautstĂ€rkeregler einen Balance-, Höhen- und Tiefenregler, vier SignaleingĂ€nge, zwei analoge Ausgangsleistungsinstrumente mit Beleuchtung, verschiedene Klangwahlfunktionen und einen Kopfhöreranschluss.

ORION SE 260 IntegrĂĄlt SztereĂł ErƑsitƑ – HiFi-StereoverstĂ€rker auf Basis des SE 240

ORION SM 250 SztereĂł KazettĂĄs MagnĂł Deck

Das Stereo-Kassettendeck SM 250 SztereĂł KazettĂĄs MagnĂł Deck wurde in den 1980er Jahren bei ORION fĂŒr den ungarischen Binnenmarkt produziert. In dem Deck kam offensichtlich ein zweimotoriges Laufwerk des japanischen Herstellers ALPINE zum Einsatz.

ORION SM 250 B SztereĂł KazettĂĄs MagnĂł Deck

Das Stereo-Kassettendeck SM 240 SztereĂł KazettĂĄs MagnĂł Deck entspricht technisch und optisch wohl weitestgehend dem zuvor beschriebenen SM 250, verfĂŒgt aber ĂŒber ein abweichendes Laufwerk. Dieses weist eine große Ähnlichkeit zu dem auch in den RFT-Decks SK 3930 und SDK 3930 verbauten MU300 aus SANKYO-Lizenz auf.

ORION SL 230 – HiFi-Stereo-Plattenspieler

ORION mini hifi 1025

Die Mini-HiFi-Kombination ORION mini hifi 1025 wurde von 1981 bis 1985 fĂŒr den ungarischen Binnenmarkt produziert und stellte wohl das GegenstĂŒck zur RFT S 3000, zur polnischen UNITRA DIORA Mini-Line (bruns mini), der tschechischen TESLA 710A, der sowjetischen ЭлДĐșŃ‚Ń€ĐŸĐœĐžĐșа ОрбОтa 002 (Elektronika Orbit 002) und der rumĂ€nischen ELECTRONICA 3220 mini system dar. Die ORION-Kombination besteht hierbei aus dem Tuner T 1025, dem StereoverstĂ€rker E 1025 sowie dem Kassettendeck M 1025.

ORION Stereo Casseiver SC 1025
Neben der Mini-HiFi-Kombination ORION mini hifi 1025 gab es noch die Kompaktanlage Stereo Casseiver SC 1025, bei der jeweils der Tuner T 1025, der VerstÀrker E 1025 und das Kassettendeck M 1025 in einem gemeinsamen GehÀuse untergebracht wurden.

ORION Stereo Receiver SR 1025

Neben der Mini-HiFi-Kombination ORION mini hifi 1025 gab es noch das SteuergerÀt Stereo Receiver SR 1025, bei dem jeweils der Tuner T 1025 und der VerstÀrker E 1025 in einem gemeinsamen GehÀuse untergebracht wurden.

ORION SE 1030

Der um 1990 produzierte HiFi-Stereo-VerstÀrker ORION SE 1030 wurde auf Basis das SE 260 entwickelt. Er liefert eine Ausgangsleistung von 2x 30 VA an 4 Ω.

ORION HS 9 Mambo – HiFi-2-Wege-Regalbox
ORION Boleró HS 40 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 9 Mambo – HiFi-2-Wege-Regalbox
ORION HS 100 – HiFi-2-Wege-Regalbox
ORION HS 180 – HiFi-2-Wege-Regalbox
ORION HS 200 – HiFi-3-Wege-Regalbox
ORION Rumba HS 280 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 282 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 288 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 400 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 480 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 500 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 501 – HiFi-4-Wege-Standbox
ORION HS 511 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION HS 700 – HiFi-3-Wege-Standbox
ORION AC 1010 – Stereo-Radio-Kassetten-Monosuper

V i d e o t o n   S z é k e s f e h é r v å r


Videoton RT 6300 S – HiFi-Stereotuner
Videoton RT 6303 S – HiFi-Stereotuner
Videoton RT 7300 S – HiFi-Stereotuner
Videoton EA 6380 S – HiFi-StereoverstĂ€rker
Videoton EA 6383 S – HiFi-StereoverstĂ€rker

Videoton EA 7386 S

Der HiFi-StereoverstĂ€rker EA 7368 S wurde um 1988 bei VIDEOTON in SzĂ©kesfehĂ©rvĂĄr produziert (zwischen Budapest und Plattensee). Der VerstĂ€rker ist mit einer Nennleistung von 2x30 VA (2x50 VA Musik), einer Impedanz von 8 ℩, einem Frequenzbereich von 15 Hz bis 40 kHz und einem Klirrfaktor von 0,06 % (bei 2x30 VA, max. 0,09 %) angegeben. Das 440 x 330 x 75 mm große GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber je einen Tape-, Tuner- und CD- (500 mV / 100 k℩) sowie einen Phono-Eingang (5 mV / 47 k℩). AusgefĂŒhrt sind die EingĂ€nge teilweise mit Cinch-, teilweise mit Diodenbuchsen (DIN) und teils kombiniert. Des Weiteren verfĂŒgt der EA 7386 S ĂŒber einen 6,3mm-Klinken-Kophörerausgang (720 mV / 16 ℩). Die LautsprecherausgĂ€nge sind ausschließlich mit Strich-Punkt-Buchsen ausgefĂŒhrt. Über einen Monitoranschluss kann – unabhĂ€ngig vom Eingangswahlschalter – eine andere Signalquelle angehört werden (z.B. bei Aufnahmen). Außerdem ermöglicht diese Funktion eine Hinterbandkontrolle bei angeschlossenem Dreikopf-TonbandgerĂ€t. Dem Phono-Eingang wurde ein Entzerrer-VorverstĂ€rker (Hitachi HA12017) nachgeschaltet. Der Klang kann ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler sowie ein Linear-, Mute- und Mono-Taste eingestellt werden. Der Ausgangspegel wird ĂŒber ein VFD-Display des Typs FUTABA BG-189Z dargestellt. Dieses besteht aus einer transparenten Glasfront und Basisplatte (ebenfalls aus Glas), die fest miteinander verschmolzen sind. Zwischen diesen befindet sich ein Hochvakuum. Die einzelnen Segmente bestehen wiederum aus oxidbeschichtetem Wolfram-Heizdraht. Vorteil des Vacuum Fluorescent Displays gegenĂŒber LED ist die sehr klare Anzeige auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen. Der Aufbau und die optische Gestaltung des EA 7386 S erinnert mich mit einer Breite von 440 mm, den kombinierten DIN/Chinch-AnschlĂŒssen und 8℩-AusgĂ€ngen etwas an die polnischen GerĂ€te Unitra DIORA WS 432/440. Im GehĂ€useinneren kam ein Ringkerntrafo, jeweils ein BD809 und BD910 als Endstufe, ein Philips TDA1029 als Eingangswahlschalter, ein Hitachi HA12017 als Phono-VerstĂ€rker, zwei Erfurter B082D als VorverstĂ€rker, ein Hitachi HA12019 zur Ansteuerung der VFD-Anzeige sowie diverse polnische, sowjetische und DDR-Bauteile zum Einsatz.

bekton Keyboard VerstÀrker 50 (EA 7386 S)

Der HiFi-StereoverstĂ€rker Videoton EA 7386 S wurde in Westdeutschland auch als bekton Keyboard VerstĂ€rker 50 vertrieben. Die Marke bekton gibt mir noch etwas RĂ€tsel auf. So findet sich heute im Internet unter diesem Namen lediglich ein Jugendblasorchester aus dem ungarischen BalmazĂșjvĂĄros, welches allerdings sogar ein identisches Logo verwendet. Vielleicht wurde hier der zu dieser Zeit eventuell vorhandene Bekanntheitsgrad fĂŒr die deutsche Vermarktung genutzt. Die Beschriftung des GerĂ€tes erfolgte grĂ¶ĂŸtenteils in englischer Sprache, die Sicherheitshinweise sind jedoch in deutscher Sprache ausgefĂŒhrt. Ein Hersteller- oder Herkunftsverweis fehlt komplett.

Videoton RA 6360 S – HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t
Videoton RA 6363 S – HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t
Videoton Cleopatra RA 6380 S – HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t
Videoton SPA 300 – 2x150VA-Stereo-LeistungsverstĂ€rker
Videoton GSW 5720 – HiFi-Stereo-Doppelkassettendeck
Videoton Altus F0 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Altus F1 – HiFi-3-Wege-Box
Videoton Altus F2 – HiFi-3-Wege-Box
Videoton Altus F3 – HiFi-4-Wege-Box
Videoton Altus F4 – HiFi-4-Wege-Box
Videoton D 93 Musical Encyclopedia – HiFi-3-Wege-Box in Buchform
Videoton DB 1312 A – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton DB 1600 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton DB 3048 – HiFi-3-Wege-Bassreflexbox
Videoton DC 1680 – HiFi-3-Wege-Box

bekton BL 380 (DC 1680)

Die 3-Wege-Standbox bektron BL 380 wurden offensichtlich zusammen mit dem bekton Keyboard VerstĂ€rker 50 ausgeliefert und entspricht der zuvor beschriebenen Videoton DC 1680. der 600 x 350 x 250 mm große Lautsprecher ist mit einer Nennbelastbarkeit von 60 VA, einer Musikbelastbarkeit von 80 VA, einer Impedanz von 8 ℩ und einem Übertragungsbereich von 45 – 20.000 Hz angegeben.

Videoton DC 1828 – HiFi-3-Wege-Box
Videoton DC 2000 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton DC 2040 A – HiFi-3-Wege-Bassreflexbox
Videoton DC 2540 – HiFi-3-Wege-Box
Videoton DC 2580 – HiFi-3-Wege-Box
Videoton DC 3011 A – HiFi-3-Wege-Bassreflexbox
Videoton DC 4588 – HiFi-3-Wege-Bassreflexbox
Videoton DCR 3090 – HiFi-3-Wege-Bassreflexbox
Videoton MenĂŒett B 12 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Preludium B 31 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Preludium B 32 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Saphir 1 DP 202 A – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton SL-QB 451 – HiFi-4-Wege-Box
Videoton Solo B 20 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Solo B 21 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Solo B 22 – 2-Wege-Kompaktbox
Videoton Telstar RM 4620 – Mono-Kassettenrecorder
Videoton Star RM 4620 – Umbenennung des RM 4620 aufgrund NASA-Namensrecht fĂŒr Telstar
Videoton Star De Luxe RM 4624 – Mono-Kassettenrecorder
Videoton Europa RM 4630 – Mono-Kassettenrecorder
Videoton RM 4640 – Mono-Kassettenrecorder
Videoton Capri RC 4622 S – Mono-Kofferradio
Videoton Pluto RC 4623 – Mono-Kofferradio

Videoton RM 5632 S 

Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder RM 5632 S wurde von 1983 bis 1986 in der VIDEOTON Radio es Televiziogyar (spĂ€ter Videoton Elektronikai Vallalat) produziert. Das 450 x 250 x 110 mm große und 5,2 kg schwere GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl nach der in Ungarn zu dieser Zeit ĂŒblichen OIRT-Norm von 65,8 bis 74 MHz als auch nach der westeuropĂ€ischen CCIR-Norm von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren zwei Kurzwellen- und ein Mittelwellenband ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Es verfĂŒgt ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine Stereo-LED und analoge Abstimmanzeige. Letztere dient auch zur ÜberprĂŒfung der Batteriespannung oder des Aufnahmepegelanzeige bei manueller Aussteuerung. Der integrierter StereoverstĂ€rker besitzt eine Balance- sowie Klangregelung und eine zuschaltbarer Stereo-Differenzsignal-Erweiterung fĂŒr rĂ€umlicheren Klang. Das vom nachfolgend beschriebenen BRG MK 27 ĂŒbernommene und etwas modifizierte Kassettenlaufwerk verfĂŒgt neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen Abspielen, Vorlauf, RĂŒcklauf, Aufnahme, Stopp und Pause noch ĂŒber eine automatische Bandendabschaltung, zwei getrennte Mikrofone fĂŒr Stereoaufnahmen, eine Bandsortenwahl (Fe2O3 und CrO2), ein dreistelliges mechanisches BandzĂ€hlwerk sowie eine automatische oder manuelle Aufnahmepegelregelung. Es lassen sich ein Plattenspieler, ein TonbandgerĂ€t, ein externes Mono- oder Stereomikrofon, zwei 8Ω-Lautsprecher und ein Stereokopfhörer anschließen. Außerdem besitzt das GerĂ€t eine Timerschaltung zur automatischen Zeitabschaltung des RadioempfĂ€ngers oder Kassettenbetriebs nach 30 Minuten bei C60-Kassetten und 45 Minuten bei C90-BĂ€ndern. Die Spannungsversorgung des RĂĄdiĂł KazettĂĄs magnĂł 5632 SztereĂł kann wahlweise ĂŒber das 230V-Netz, acht R20-Batterien oder ein 12V-Netzteil erfolgen. Etwas ungewöhnlich ist die Stromversorgungbuchse, in der der 230V- und 12V-Anschluss kombiniert wurden, wobei sich trotzdem ein Netzkabel mit klassischen Doppelnutstecker ohne Sicherheitsrisiko anschließen lĂ€sst. Die GehĂ€usebeschriftung erfolgte in englischer Sprache mit rĂŒckseitigen Angaben in Ungarisch.

Videoton Europa Stereo RM 5642 S

Der zuvor beschriebene RM 5632 S wurde im Jahr 1986 durch den RM 5642 S abgelöst. Neben der optischen Überarbeitung kam bei diesem GerĂ€t nun das modifizierte Kassettenlaufwerk des BRG MK 29 Juno zum Einsatz, wodurch der Recorder neben Fe2O3- und CrO2- auch MetallbĂ€nder abspielen kann. Außerdem wurden die beiden Lautsprecher HA 12/8 durch zwei HC 12/1018 ersetzt. Die beiden beschriebenen Recorder blieben bis zur politischen Wende 1990 offensichtlich die einzigen tragbaren StereoempfĂ€nger aus ungarischer Produktion. Danach sind mir nur einfache Kompaktanlagen bekannt, die PHILIPS in Ungarn bauen ließ.

Q u a l i t o n

Calypso M8, Qualiton M8 & Revue M2 – Röhren-TonbandgerĂ€t
Qualiton Junior M9 – Transistor-TonbandgerĂ€t mit Röhre EM80 als Aussteuerungsanzeige
Qualiton M10 – Röhren-TonbandgerĂ€t
Qualiton M11 – Transistor-TonbandgerĂ€t
Qualiton M14 – Transistor-TonbandgerĂ€t mit Röhre EM80 als Aussteuerungsanzeige
Calypso M20 & Qualiton HiFi M 20 – Transistor-TonbandgerĂ€t
Calypso M40 – Transistor-TonbandgerĂ€t

B R G   B u d a p e s t

BRG MK 27 IC automatic

Der Mono-Kassettenrecorder MK 27 wurde ab Mitte der 1970er Jahre in den Budapester Radiowerken (Budapesti RĂĄdiĂłtechnikai GyĂĄr, kurz BRG) produziert. Das AuffĂ€lligste am MK 27 ist wohl das spritzwassergeschĂŒtzte GehĂ€use mit abnehmbarem Griff. Ansonsten handelt es sich um einen klassischen Mono-Kassettenrecorder mit einmotorigem Laufwerk, der ab 1977 auch in der DDR vertrieben wurde und hier wegen seines eigenwilligen Designs ganz gerne den Spitznamen „U-Boot“ trug. Die Laufwerktasten befinden sich hinter einer durchgehenden Gummimatte und auch ansonsten ist das GehĂ€use an vielen Stellen gummiert. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber fĂŒnf R14-Batterien oder ein passendes 12V-Steckernetzteil. Das GerĂ€t besitzt ansonsten noch einen Aufnahme/Wiedergabe-Anschluss mittels Diodenbuchse (DIN) und einen kleinen 0,5VA/6Ω-Lautsprecher, jedoch kein integriertes Mikrofon. Die Zusatzbezeichnung IC automatic bezieht sich auf den einzigen verbauten Schaltkreis des Typs TBA820. Neben der abgebildeten gĂ€ngigsten FarbausfĂŒhrung des MK 27 gab es das GerĂ€t auch in Schwarz/Gelb, GrĂŒn/Orange oder Rot/Gelb.

BRG MK 29 Juno

Der Monorecorder MK 29 Juno wurde ab 1984 als Nachfolger des MK 27 in den Budapester Radiowerken (Budapesti RĂĄdiĂłtechnikai GyĂĄr, kurz BRG) produziert und hierbei komplett ĂŒberarbeitet. Das GerĂ€t besitzt ein einmotoriges Vollplast-Laufwerk mit den ĂŒblichen Funktionen inklusive Pausentaste und BandzĂ€hlwerk. Bei BetĂ€tigung der Starttaste wird das GerĂ€t automatisch zugeschaltet, wodurch ein separater Netzschalter entfĂ€llt. Neben dem Klang-Schieberegler gibt es einen kombinierten Regler fĂŒr die WiedergabelautstĂ€rke und den Aufnahmepegel. Die Aufnahme wird ĂŒber eine LED angezeigt, der Aufnahmepegel ĂŒber vier weitere LEDs. Der Pegel kann aber auch nach Umschalten der ALC-Taste automatisch geregelt werden (Automatic Level Control). Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein integriertes Mikrofon, einen herausziehbren Tragegriff und einen Überspieleingang mittels Diodenbuchse (DIN). Neben dieser Buchse besitzt es eine Klinken-Kopfhörerbuchse und eine weitere Buchse, die mit „COMP.“ beschriftet ist (vermutlich zur Nutzung als Datenspeicher wie beim RFT Datacord). Im GerĂ€t wurde der tschechische 2VA/4Ω-Lautsprecher TESLA ARO 464 verbaut, der aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe fĂŒr einen guten Klang sorgt. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz oder sechs R14-Batterien.

Waltham MK 3000 (MK 29)

Der MK 29 Juno wurde ĂŒber die Waltham Electronic GmbH MĂŒnchen auch in Westdeutschland vertrieben. Die GerĂ€te tragen hierbei die Typenbezeichnung Waltham MK-3000. Ein Verweis auf den ungarischen Hersteller fehlt leider komplett.





Waltham MK 3001 (MK 29)

Beim Waltham MK 3001 handelt es sich um die zweite Serie des MK 29 Juno, die sich optisch nur durch die minimal andere Klang-/Abstimmregler-Skalierung unterscheidet. Auch im Inneren des um 1987 produzierten GerĂ€tes finden sich nur minimale Unterschiede im mechanischen Aufbau des Laufwerks und in der abweichenden BestĂŒckung der Laufwerkplatine.



Der Vertrieb des BRG MK 29 Juno erfolgte in Westdeutschland auch ĂŒber die Deutscher BĂŒcherbund GmbH & Co. aus Leinefelde-Echterdingen. Das GerĂ€t ist hierbei mit Waltham MK 3001 ohne weitere Hersteller- oder Herkunftsangabe beschriftet. Der Hersteller verrĂ€t sich lediglich auf der deutschen Bedienungsanleitung mit dem rĂŒckseitigen Aufdruck der ungarische Außenhandelsorganisation HUNGEXPO Budapest und dem Herstellerlogo der BRG auf der Styroporverpackung. Gesehen habe ich den MK 29 auch schon einmal in einem kompletten Sprachlernpaket, bestehenden aus dem Recorder und mehreren Kassetten. Aufgrund der wenigen GerĂ€te, die auf NĂŒrnberger FlohmĂ€rkten auftauchen, vermute ich, dass diese Kombination auch der einzige Vertriebsweg des ungarischen Recorders in der Bundesrepublik war.

BRG MC Tape Drive System 3810

Das einmotorige Kassettenlaufwerk MC Tape Drive System 3810 wurde um 1984 als DatenaufzeichnungsgerĂ€t fĂŒr den COMMODORE bei der Budapesti RĂĄdiĂłtechnikai GyĂĄr (BRG) in Budapest produziert.

Waltham MC 3810

Das BRG MC Tape Drive System 3810 wurde ĂŒber die Waltham Electronic GmbH MĂŒnchen auch in Westdeutschland vertrieben. Die GerĂ€te tragen hierbei die Typenbezeichnung Waltham MC 3810.

M e c h l a b o r

Studio-TonbandgerÀte

E l e k t r o n i k u s   M Ă© r ö k Ă© s z ĂŒ l Ă© l e k   G y ĂĄ r a   ( E M G )

Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra (EMG) war der grĂ¶ĂŸte Hersteller von MessgerĂ€ten, Netzteilen und Signalgeneratoren in Ungarn. Parallel wurden hier aber auch TischrechengerĂ€te, Medizin- und Nukleartechnik produziert.

EMG 18135 Power Supply

Das kurzschlussfeste LabornetzgerĂ€t 18135 Power Supply liefert eine stabilisierte Gleichspannung von 0 bis 30 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu 2,5 A. Der Ausgangsstrom sowie die Spannung lassen sich ĂŒber zwei 270°-Potis stufenlos einstellen und werden ĂŒber jeweils ein 3œ-stelliges 7-Segment-LC-Display ohne Beleuchtung angezeigt. Das GerĂ€t entspricht dem in Deutschland mit deutscher Beschriftung vertriebenen Voltcraft DIGI 35 (Bild, nicht zu verwechseln mit dem statron-GerĂ€t DIGI 35 S).


EMG 18142 Power Supply

Das EMG 18142 Power Supply entspricht dem zuvor beschriebenen EMG 18135, ist aber mit zwei Drehspulinstrumenten ausgestattet. In Deutschland erfolgte der Vertrieb als Voltcraft TNG 35.

EMG 18143 Power Supply (Voltcraft TNG 40)

Der kurzschlussfeste Gleichspannungsregler EMG 18143 Power Supply liefert eine stabilisierte Gleichspannung von 0 bis 40 V mit einem Ausgangsstrom von bis zu 5 A. Die Ausgangsspannung und Strombegrenzung lassen sich ĂŒber zwei Tandempotentiometer mit Grob- und Feinregelung stufenlos einstellen und werden auch separat ĂŒber zwei Drehspulmessinstrumente angezeigt. Des Weiteren steht je eine LED zur Anzeige der Spannungs- bzw. Strombegrenzung zur VerfĂŒgung. Im Inneren des 185 x 160 x 350 mm großen StahlblechgehĂ€uses findet sich ein großer Ringkerntransformator, drei 4.700ÎŒF-Siebelkos, einem Gleichrichter des Typs International Rectifier 26MB40B, zwei Leistungstransistoren 2N3442, einem Transistor BD137, zwei DDR-OperationsverstĂ€rkern B2761D, zwei Drehspulmessinstrumenten des Typs M4263.2 (40 V) sowie M4263.4 (5 A) und zwei Relais Millionspot H200F12-1-C, die die Leistungsstufen bei Überschreitung von 14 V und 28 V Ausgangsspannung zuschalten. Das GerĂ€te wurde ĂŒber CONRAD electronic auch unter der Bezeichnung VOLTCRAFT LabornetzgerĂ€t TNG 40 in Deutschland vertrieben (Bild). Parallel zu diesem GerĂ€t gab es noch das an sich baugleiche LabornetzgerĂ€t DIGI 40 mit LC-Displays statt Analoginstrumenten.

EMG 18144 Power Supply

Das EMG 18144 Power Supply entspricht dem zuvor beschriebenen EMG 18143, ist aber mit zwei 3œ-stelligen LC-Displays ausgestattet. Das GerĂ€t entspricht dem in der Bundesrepublik mit deutscher Beschriftung vertriebenen Voltcraft DIGI 40.

EMG 18145 Power Supply

Das LabornetzgerĂ€t 18145 Power Supply liefert an zwei getrennten AusgĂ€ngen jeweils eine Gleichspannung von 0 bis 30 V mit einem Ausgangsstrom von jeweils bis zu 2,5 A. Die Ausgangsspannung und der Ausgangsstrom lassen sich ĂŒber je zwei 270°-Potentiometer separat regeln und werden auch separat ĂŒber insgesamt vier Drehspulinstrumente angezeigt. Das GerĂ€t entspricht dem in der Bundesrepublik mit deutscher Beschriftung vertriebenen Voltcraft TNG 235.

EMG 18148 Power Supply

Das EMG 18148 Power Supply entspricht dem zuvor beschriebenen EMG 18145, verfĂŒgt aber ĂŒber einen zusĂ€tzlichen 5V/3A-Festspannungsausgang und ist mit insgesamt vier 3œ-stelligen LC-Displays ausgestattet.

EMG 18158 Power Supply

Das EMG 18158 Power Supply entspricht dem zuvor beschriebenen EMG 18145 (mit Drehspulinstrumenten), verfĂŒgt aber ĂŒber einen zusĂ€tzlichen 5V/3A-Festspannungsausgang.

EMG 18165 (Voltcraft Vorschalt-Transformator 400VA)

Der VOLTCRAFT Vorschalt-Transformator 400VA wurde Anfang bis Mitte der 1990er Jahre bei Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra (EMG) in Ungarn fĂŒr den deutschen CONRAD-Versand produziert. EMG war der grĂ¶ĂŸte Hersteller des Landes fĂŒr MessgerĂ€te, Netzteile und Signalgeneratoren. Parallel wurden hier aber auch TischrechengerĂ€te, Medizin- und Nukleartechnik gebaut. Der 400VA-Transformator ermöglicht die Spannungswandlung von 110, 130, 150, 220 oder 240 V in eine Ausgangsspannung von 110, 130, 150 oder 240 V, z.B. zum Betrieb amerikanischer 120V-GerĂ€te im deutschen 230V-Netz. Das 6 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt lediglich ĂŒber je eine von außen zugĂ€ngliche 4A-PrimĂ€r- sowie SekundĂ€rsicherung und ĂŒber je einen nur mit Schraubendreher verstellbaren Ein- und Ausgangsspannungsregler. Auf einen Netzschalter, eine Betriebsanzeige oder ein Messinstrument hat der Hersteller aufgrund des Dauerbetriebs solcher GerĂ€te bewusst verzichtet. Die Beschriftung des 150 x 120 x 210 mm großen GehĂ€uses erfolgte komplett in deutscher Sprache und – wie bei CONRAD ĂŒblich – ohne Herstellerverweis. Im Inneren findet sich lediglich ein Spartransformator ohne Netztrennung. Ein Betrieb als Trenntrafo wĂ€re somit nicht möglich. Im CONRAD-Katalog von 1992 heißt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestell-Nr. 517534 fĂŒr 109,- DM angeboten wurde: „Vorschalt-Transformator 400 VA - Zur ein- und ausgangsseitigen Umschaltung auf 110 / 130 / 150 / 220 / 240 V~ durch 2 von außen bedienbare SpannungswĂ€hl-Schalter bei einer Durchgangsleistung von 400 W“. SpĂ€tere leicht modifizierte GerĂ€te mit weißem GehĂ€use und europĂ€ischer plus amerikanischer Netzsteckdose trugen die Zusatzbezeichnung „Voltcraft Typ 18165“, was zu den typischen 5-stelligen EMG-Bezeichnungen passt (181
 & 182
). Auch der teilweise verbaute typische EMG-GerĂ€tegriff deutet wieder auf eine ungarische Entwicklung und Produktion hin.

EMG 18166 (Voltcraft Vorschalt-Spartransformator 1kVA)

Der VOLTCRAFT Vorschalt-Spartransformator 1kVA wurde parallel zur kleineren 400VA-AusfĂŒhrung bei Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra (EMG) in Ungarn produziert. Der 1kVA-Transformator ermöglicht die Spannungswandlung von 110, 130, 150, 220 oder 240 V in eine Ausgangsspannung von 110, 130, 150 oder 240 V ĂŒber einen Spartransformator ohne galvanische Netztrennung. Zum Betrieb als Trenntrafo ist das GerĂ€t somit also nicht geeignet. Der Aufbau des 190 x 160 x 250 mm großen und 6,1 kg schweren Netzteils ist sehr ĂŒberschaubar gehalten. Dem fest installierten Netzkabel wurde eine von außen zugĂ€ngliche 10A-Sicherung nachgeschaltet, der dann der 5-fach-PrimĂ€r-Umschalter folgt. Hier hinter findet sich wiederum der Ringkern-Spartransformator und auf der SekundĂ€rseite erfolgte die selbe BestĂŒckung in umgedrehter Reihenfolge. Auch bei diesem GerĂ€t wurde auf einen Netzschalter, eine Betriebsanzeige und ein Messinstrument verzichtet. Das bereits am Voltcraft LabornetzgerĂ€t TNG 40 (EMG 18143) verbaute Stahlblech-GehĂ€use ist komplett in deutscher Sprache beschriftet und nur mit dem Markennamen VOLTCRAFT versehen. Die eigentliche Herkunft des GerĂ€tes lĂ€sst sich nur an der ungarischen Beschriftung „1kVA autotranszformĂĄtor“ sowie der Herstellerbezeichnung „EMG r.sz.: 3810021210“ auf der Trafospule und dem typischen EMG-GerĂ€tegriff erkennen. In Ungarn wurde das GerĂ€t offensichtlich mit weißem GehĂ€use als Typ 18166 vertrieben.

EMG 18210 AC/DC Power Supply

Das LabornetzgerĂ€t 18210 AC/DC Power Supply liefert an lediglich einem Ausgang eine stufenlos regelbare Gleichspannung von 0 bis 25 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu 5 A, an einem zweiten Ausgang in Stufen regelbare 0 bis 25 V Wechselspannung mit 5 A und zusĂ€tzlich feste 5 V / 5 A. Der Ausgangsstrom sowie die Spannung werden ĂŒber zwei 3œ-stelliges 7-Segment-LC-Displays angezeigt.

EMG 18212 Power Supply

Das LabornetzgerĂ€t 18212 Power Supply liefert an zwei AusgĂ€ngen eine Gleichspannung von 0 bis 40 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu (2x) 5 A. Der Ausgangsstrom sowie die Spannung lassen sich ĂŒber je zwei 270°-Potentiometer stufenlos einstellen und werden ĂŒber insgesamt vier 3œ-stellige 7-Segment-LC-Displays angezeigt.

EMG 18213 Power Supply

Das EMG 18213 Power Supply entspricht dem zuvor beschriebenen EMG 18212, ist aber mit insgesamt vier Drehspulinstrumenten ausgestattet.

EMG 18214 AC Power Supply

Das kurzschlussfeste LabornetzgerĂ€t 18214 AC Power Supply entspricht prinzipiell dem 18135, dem GerĂ€t fehlt jedoch der integrierte Gleichrichter. Es liefert somit eine stabilisierte Wechselspannung von 0 bis 30 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu 2 A. Der Ausgangsstrom sowie die Spannung lassen sich ĂŒber zwei 270°-Potentiometer stufenlos einstellen und werden ĂŒber jeweils ein 3œ-stelliges 7-Segment-LC-Display ohne Beleuchtung angezeigt.

EMG 18220 Laboratory Switch Mode Power Supply 40V/5A

Das kurzschlussfeste LabornetzgerĂ€t 18220 Laboratory Switch Mode Power Supply 40V/5A liefert eine stabilisierte Gleichspannung von 0 bis 40 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu 5 A. Der Ausgangsstrom sowie die Spannung lassen sich digital regeln und werden ĂŒber ein gemeinsames 3œ-stelliges 7-Segment-LC-Display ohne Beleuchtung angezeigt.

EMG 18222 Power Supply Laboratory Switch Mode Power Supply 30V/10A

Das EMG 18222 Laboratory Switch Mode Power Supply 30V/10A entspricht dem zuvor beschrieben 18220, liefert jedoch eine Gleichspannung von 0 bis 30 V bei einem Ausgangsstrom von bis zu 10 A.

EMG 18226 Laboratory Switch Mode Power Supply 2x40V/5A

Beim EMG 18226 Laboratory Switch Mode Power Supply 2x40V/5A wurden zwei EMG 18220 in einem GehÀuse untergebracht. Es liefert somit 2x 40 V / 5 A mit jeweils getrennter Strom-/Spannungsregelung und -anzeige.

EMG 18228 Laboratory Switch Mode Power Supply 2x30V/10A

Beim EMG 18228 Laboratory Switch Mode Power Supply 2x30V/10A wurden zwei EMG 18222 in einem GehÀuse untergebracht. Es liefert somit 2x 30 V / 10 A mit jeweils getrennter Strom-/Spannungsregelung und -anzeige.

EMG 18406 Unilader

Der fĂŒr den CONRAD-Versand ursprĂŒnglich im VEB STATRON FĂŒrstenwalde entwickelte und seit mindestens 1986 produzierte VOLTCRAFT UNILADER (Modell 2246) ermöglicht die Ladung von 1,2V- bis 12V-Akkus, wobei sich das GerĂ€t automatisch der Ladespannung des Akkus anpasst. Über ein 270°-Potentiometer lĂ€sst sich der Ladestrom von 50 mA bis 1,4 A regeln, die Ladeanzeige erfolgt ĂŒber eine LED. Das GerĂ€t ist kurzschussfest ausgefĂŒhrt, verfĂŒgt aber noch nicht ĂŒber einen Überladeschutz. Parallel zur ĂŒblichen DDR-AusfĂŒhrung (statron Typ 2246 & Typ 2251) mit klassischem Manteltransformator gab es noch GerĂ€te mit Ringkerntransformator. Auf der an sich identischen Hauptplatine findet sich der Vermerk „Type 18406“. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese GerĂ€te bei EMG in Ungarn produziert wurden. Leider finden sich keine konkreten Hinweise im GerĂ€t. FĂŒr eine ungarische Produktion spricht aber neben der typischen 18xxx-Bezeichnung das vom DIGI 35 bekannte Poti, der typische Reglerknopf, die feinere GehĂ€use-Pulverbeschichtung und das Seriennummernschild auf der Unterseite.

EMG Oszilloskop 1532

Das 5MHz-Einstrahl-Oszilloskop Voltcraft 1532 wurde Anfang der 1990-er Jahre bis mindestens 1996 bei EMG (Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra) in Budapest produziert und ĂŒber CONRAD electronic in Deutschland vertrieben. Auch wenn ein entsprechender Herstellerverweis fehlt, finden sich im GehĂ€useinneren viele Hinweise auf die ungarische Produktion. So trĂ€gt die Hauptplatine die Bezeichnung EMG 4350009421. Außerdem finden sich neben diversen Fernost-Importteilen, ein ungarischer Siebelko, polnische Tasten, verschiedene DDR-Elkos (REMIX) sowie eine Bildröhre des Typs RFT B7S2 aus DDR-Produktion. Diese kam bereits in den DDR-Oszilloskopen EO 1/74, EO 201 und EO 211 zum Einsatz. Das GerĂ€t zeichnet sich trotz seiner recht einfachen Ausstattung vor allem durch seine geringen Abmessungen von nur 190 x 100 x 230 mm aus.

EMG Oszilloskop 1536

Das 2MHz-Einstrahl-Oszilloskop Voltcraft 1536 wurde Anfang der 1990-er Jahre bei EMG (Elektronikus MĂ©rökĂ©szĂŒlĂ©lek GyĂĄra) in Budapest produziert und ĂŒber CONRAD electronic in Deutschland vertrieben. Auch wenn ein entsprechender Herstellerverweis fehlt, finden sich im GehĂ€useinneren viele Hinweise auf die ungarische Produktion. So trĂ€gt die Hauptplatine die Bezeichnung EMG 4350009421 und der Trafo die Beschriftung „Primer- szekunder 3 kV eff – vel vizsgĂĄlva MEO 800“ (PrimĂ€r – sekundĂ€r 3 kV eff - mit PrĂŒfung MEO 800). Außerdem kamen neben diversen Fernost-Importteilen eine Bildröhre des Typs Tungsram ARTK-561, ein ebenfalls ungarischer Siebelko, polnische Tasten, verschiedene DDR-Elkos (REMIX) und viele russische Bauteile zum Einsatz. Durch die gegenĂŒber dem EMG 1532 kleinere Tungsram-Bildröhre konnte das GehĂ€use noch weiter auf 183 x 85 x 200 mm reduziert werden. Die Anordnung der Bedienelemente blieb fast unverĂ€ndert, es entfiel jedoch die Taste „x1 / x5“ fĂŒr die Bandbreitenauswahl.

Im CONRAD-Katalog von 1992 heißt es zum EMG 1536, das mit der Bestell-Nr. 132713 fĂŒr 248,- DM angeboten wurde: „Optimal in Preis und Leistung! – Das Oszilloskop Typ 1536 findet seine Anwendung im Service, bei Amateuren und im Schulunterricht. Die geringen Abmessungen und wenig Gewicht ermöglichen einen problemlosen Transport. Die Elektronenstrahlröhre verfĂŒgt ĂŒber eine NutzschirmflĂ€che von 4,8 x 6 cm. Das GerĂ€t besitzt einen Vertikalkanal und einen Zeitablenkungsgenerator. Der separate X-Eingang ermöglicht auch eine X-Y-Ablenkung. Die spezielle Triggerschaltung sichert eine leichte Bedienung. ..."

"... Technische Daten: Elektronenstrahlröhre: DG 7-132; SchirmflĂ€che 8 x 10 div (1 div = 6 mm); Eingangskopplung AC, DC; Eingangsimpedanz 1 MΩ II 4 pF; Bandbreite: DC.. 2 MHz (-3 dB); Anstiegszeit 350 ns; Empfindlichkeit: 100 mV..10 V / div, Umfang der stetigen Regelung 1:10, Genauigkeit 5 %, Triggerung intern 1 div, Horizontalablenkung – Eingangsimpedanz 1 MΩ II 4 pF, Bandbreite 10 Hz .. 2 MHz (-3 dB), Empfindlichkeit 100 mV / div, Zeitablenkungsgenerator 1 us / div ... 100 ms / div, Umfang der stetigen Regelung 1:10, Stromversorgung 220 V, 50 Hz, 28 VA, Abmessungen 183 x 85 x 200 mm, Gewicht 1,8kg, Farbe: schwarz“. Das Bild zeigt auf der linken Seite das kleine EMG 1536 mit der Bildröhre EMG ARTK-561 von 1991 im Vergleich zum immer noch sehr kompakten EMG 1532 mit RFT B7S2 von 1996 auf der rechten Bildseite.

H í r a d å s t e c h n i k a   S z ö v e t k e z e t   B u d a p e s t

Híradåstechnika Szövetkezet PAL/SECAM TV Tester TR-0631/T045

Der PAL/SECAM TV Tester TR-0631/T045 wurde mindestens von 1983 bis 1987 bei HĂ­radĂĄstechnika Szövetkezet (Kommunikationsgenossenschaft) in Budapest produziert. Das mit 210 x 60 x 145 mm sehr kompakte GerĂ€t ermöglicht die PrĂŒfung von Farb- und Schwarz/weiß-Fernsehern mit PAL- und SECAM-Decoder. Die Bedienung des 1,5 kg schweren GerĂ€tes gestaltet sich auch fĂŒr Laien recht selbsterklĂ€rend. Der TV-Tester besitzt einen Video- und einen Rundfunk/Fernseh-Ausgang mittels Koaxbuchse. Der RF-Ausgang wird mit der Antennenbuchse des zu prĂŒfenden GerĂ€tes verbunden. Danach kann am Farbgenerator das UHF- oder VHF-Band ausgewĂ€hlt werden und bei Bedarf die Frequenz eingestellt werden. Nun muss am Fernseher einfach das gleiche Band und die gleiche Frequenz eingestellt werden und auf der Bildröhre erscheint ein Testbild. Beim Testbild kann jetzt am TR-0631 zwischen sechs Schwarz/weiß- sowie zwei Farb-Muster gewechselt und ein Testton zugeschaltet werden. Neben der Frequenz lĂ€sst sich noch der RF-Pegel einstellen und mit der Auswahl „BW“ (black & white) statt „colour“ lassen sich weitere zwei Schwarz/weiß-Testbilder zuschalten. Das abgebildete GerĂ€t mit der Seriennummer 83003 wurde 1983 produziert und gehörte offensichtlich zu einem der ersten GerĂ€te. SpĂ€tere GerĂ€te besitzen BNC- statt Koax-AusgĂ€nge und eine grĂ¶ĂŸere Farb-Musterauswahl, die sich bei BetĂ€tigung der BW-Taste auch im Schwarz/weiß-Betrieb nutzen lĂ€sst. Zu erkennen sind diese GerĂ€te am weiß/braunen bzw. weiß/grauen GehĂ€use und an den quadratischen Tasten. Im TR-0631/T045 kamen insgesamt 17 Schaltkreise (4x DIP40 des Typs HTM0001/-2/-3 + 9x DIP14/16 des Typs HEF40xx) und drei Leistungstransistoren zum Einsatz. Es finden sich neben ungarischen Bauteilen auch viele Importteile (z.B. aus Spanien und Indonesien). Aus DDR-Produktion stammen nur diverse gelbe Keramik-Kondensatoren und das typische KRANIA-Netzkabel. Parallel zum TV Tester TR-0631/T045 gab es noch den PAL-SECAM Pattern Generator TR-0836/046 und den TV Minitester TR-0750/A/T039 mit gleichem GehĂ€use.

Grundig PAL/SECAM TV Tester FG 10 (HT TR-0631/T045)

Der ungarische HT PAL/SECAM TV Tester TR-0631/T045 wurde Mitte 1984 in der Zeitschrift Funkschau 15/1984 als GRUNDIG-Neuentwicklung vorgestellt. Vermutlich wurde das GerÀt aber nur in Ungarn eingekauft und umgelabelt, nachdem die Produktion unter dem Markennamen HT (Híradåstechnika Szövetkezet) ja schon mindestens ein Jahr erfolgte.

T e l e f o n g y å r   T E R T A   B u d a p e s t

ORIONTON BR-1064

Das Kofferradio ORIONTON BR-1064 wurde ab 1964 in den Telefonwerken Budapest (TelefongyĂĄr TERTA) produziert. In dem 240 x 180 x 80 mm großen und 2 kg schweren GerĂ€t kommen sieben Transistoren zum Einsatz. Es empfĂ€ngt das Kurz-, Mittel sowie Langwellenband (5,9 – 12,3 MHz; 520 – 1.620 kHz & 150 – 310 kHz) ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Das Einschalten und die Bandauswahl erfolgen ĂŒber die oberen vier Schalter, die LautstĂ€rke kann ĂŒber den linken Drehregler eingestellt werden, die Abstimmung erfolgt ĂŒber den rechten Regler. Des Weiteren steht eine zweistufe Klangauswahl ĂŒber einen kleinen Hebel hinter dem LautstĂ€rkeregler und ein Autoantennenanschluss zur VerfĂŒgung. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber zwei 4,5V-3R10-Flachbatterien. Der Vertriebspreis lag in Ungarn bei 1.800 Forint. Parallel wurde das BR-1064 durch die VillamossĂĄgi TelevĂ­ziĂł Ă©s RĂĄdiĂłkĂ©szĂŒlĂ©kek GyĂĄra (VTRGy – Fabrik fĂŒr elektrische Fernseh- und RadiogerĂ€te) als ORIONTON BR-1064 II und VIDEOTON BR-1064 II gebaut (zu erkennen am VT- spĂ€ter VT-TV-Logo in der Skala). Diese Variante unterscheidet sich auch durch die geĂ€nderte Bandauswahl mit zwei Kurz- und einem Mittelwellenband. Die Produktion wurde 1968 nach ca. 200.000 StĂŒck wieder eingestellt.

Terta A 41 M

Das A 41 M wurde als Standard-Feldfernsprecher der Ungarischen Armee in den Budapester Telefonwerken (TelefongyĂĄr Rt., kurz Terta) produziert. Das AuffĂ€lligste an dem abgebildeten GerĂ€t von 1960 ist wohl die ausklappbare Hörergabel, auf der sich der Hörer auch bei geschlossenem GehĂ€use auflegen lĂ€sst. Auf der linken Oberseite des BakelitgehĂ€uses mit Tragegriff findet sich der Hinweis „Vigyazz az ellenseg lehallgat“ (Vorsicht, Feind hört mit), rechts das ungarische Buchstabieralphabet. Im Inneren des Deckels wurden auf zwei Blechschildern die StromlaufplĂ€ne gedruckt. Ansonsten Ă€hnelt das A 41 M im Aufbau den Feldtelefonen anderer Armeen.

V e r l a g   d e s   K u n s t f o n d s   C O L O R V O X   B u d a p e s t

COLORVOX Tonpostkarten

Der Verlag des Kunstfonds Budapest COLORVOX produzierte ab dem 8. Dezember 1959 in der Budapester Plattenfabrik fĂŒr zirka zehn Jahre Tonpostkarten. Diese wurden mit entsprechenden Motiven ĂŒber den VEB Deutsche Schallplatte Berlin auch in der DDR vertrieben. Die 200 x 150 mm großen Karten waren in der Regel mit einem Musiktitel bespielt, der sich mit 45 Umdrehungen an einem konventionellen Plattenspieler abspielen ließ. Als Bildmotive dienten zumeist Landschaften und SehenswĂŒrdigkeiten, teilweise aber auch Persönlichkeiten oder beworbene KonsumgĂŒter. So finden sich auf den abgebildeten Colorvox-Karten einmal das Opernhaus Leipzig mit dem Titel „Gefangenen-Chor aus Nabuco“ des Chors Berliner Rundfunk Horst Stein und des Weiteren das Röhrenradio Jalta 5060 mit Tanzmusik von Werner PfĂŒller mit Studiobesetzung. Der Vertriebspreis fĂŒr die Karten lag in der DDR bei zwei Mark (ausgenommen Werbekarten).

r u m À n i s c h e   G e r À t e

Was man aufgrund der sehr einfachen CORA-Importradios kaum vermuten sollte: In RumĂ€nien wurden auch hochwertige HiFi-Komponenten produziert, die das Land aber wiederum kaum verlassen haben und wohl nur der oberen FĂŒhrung vorbehalten waren. Produktionskosten bis in den Bereich eines DACIA-Neuwagens spielten fĂŒr den Diktator Ceausescu hierbei offensichtlich keine Rolle. Parallel gab es aber auch die etwas einfacheren HiFi-GerĂ€te der Marke ELECTROMURES, bei denen es sich teilweise um UNITRA-Lizenzen handelte.

I . E . I .   B u c u r e s t i

Electronica Industriala T-350

Der Stereotuner T-350 wurde um 1986 bei M.I.M.U.E.E. - I.E.I. in Bukarest als ErgĂ€nzung zum HiFi-VerstĂ€rker A-350 produziert. Die etwas fragwĂŒrdige Herstellerbezeichnung M.I.M.U.E.E. - I.E.I. steht hierbei fĂŒr Ministerul Industriei de Masini si Unelte Electrice si Electronica - Intreprinderea de Electronica Industriala, zu Deutsch in etwa Ministerium fĂŒr die Industrie der elektrischen Maschinen & Werkzeuge & Elektronik – Unternehmen fĂŒr Industrieelektronik. Der offensichtlich sehr hochwertig verarbeitete HiFi-Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl nach OIRT- als auch nach CCIR-Norm (65,5 bis 73 MHz & 87,5 bis 108 MHz), des Weiteren je einen Mittel- und ein Langwellenbereich. Zur Abstimmung besitzt das GerĂ€t neben der ĂŒblichen Skala eine analoge Pegelanzeige. Über sechs ProgrammspeicherplĂ€tzen können UKW-Sender fest vorbelegt werden. HierfĂŒr verfĂŒgt der Tuner ĂŒber eine ausziehbare Schublade mit beleuchteten Auswahltasten an der Front und Abstimmskalen auf der nur im geöffneten Zustand sichtbaren Oberseite.

Electronica Industriala A-350

Die Besonderheit des ebenfalls sehr hochwertigen HiFi-StereoverstĂ€rkers A-350 stellt wohl die Ausgangsleistungsvorwahl dar. Hierzu besitzt das GerĂ€t vier Tasten zur Auswahl zwischen 10, 40, 75 und 100 % Maximalleistung. Die Feinregelung erfolgt dann ĂŒber den ĂŒblichen LautstĂ€rkeregler. Des Weiteren verfĂŒgt der VerstĂ€rker ĂŒber eine Loudness-Taste und einen RauschunterdrĂŒckungsfilter (Taste „F“). Über fĂŒnf Diodenbuchsen können neben dem Tuner zwei Kassetten-/TonbandgerĂ€te, ein Plattenspieler mit magnetischem Abtaster und eine weitere Tonquelle (AUX) angeschlossen werden. Der frontseitige Kopfhöreranschluss lĂ€sst sich manuell zu- und abschalten.

Electronica Industriala EQ-350

Der Stereo-Graphic-Equalizer EQ-350 ist die einzige HiFi-Komponente aus RumĂ€nien, die ich bisher ĂŒberhaupt zu Gesicht bekommen habe. Der Diktator Nicolay Ceausescu hat HiFi-Technik offensichtlich nur fĂŒr sich und seinesgleichen entwickeln sowie produzieren lassen, sodass diese kaum fĂŒr das gemeine rumĂ€nische Volk erreichbar war und schon gar nicht in den Export ging. Umso mehr freut mich dieser Sammlungszugang aus dem NĂŒrnberger Rot-Kreuz-Möbellager. Der EQ-350 dient als ErgĂ€nzung zum zuvor beschriebenen Tuner T-350 und VerstĂ€rker A-350. Außerdem gab es wohl auch noch ein passendes Kassettendeck und einen Plattenspieler, zu denen mir aber nĂ€here Infos fehlen. Die Ausstattung des Equalizers beschrĂ€nkt sich eigentlich auf das Notwendigste. Er verfĂŒgt ĂŒber 2x10 Schieberegler (bei 31, 63, 125, 250, 500 Hz, 1, 2, 4, 8 und 16 kHz, Schleifbahn je 50 mm lang); des Weiteren ĂŒber einen Linearschalter sowie einen Equalizer/Tape-Umschalter. Außerdem besitzt das GerĂ€t einen beleuchteten Netzschalter, eine LED zur Anzeige von PegelĂŒberschreitungen (Overload) und rĂŒckseitig einen Schiebeschalter zur Eingangspegelabsenkung um 10 oder 20 %. An der RĂŒckseite findet sich außerdem vier Diodenbuchsen (Input, Input/Output, Output & Tape).

Die eigentliche Besonderheit des Equalizers stellen jedoch die verbauten LC-Filter dar. Diese waren ansonsten höchstens bei analogen StudiogerĂ€ten ĂŒblich, wĂ€hrend in HeimgerĂ€ten fast ausschließlich kostengĂŒnstige RC-Filter zum Einsatz kamen. Durch die Verwendung von Drosselspulen statt WiderstĂ€nden in den einzelnen Frequenzfiltern arbeitet der Equalizer so gut wie rauschfrei. Das 310 mm tiefe GehĂ€use wurde komplett aus Stahlblech gefertigt und mit einer 440 mm breiten und 70 mm hohen lackierten Kunststofffront versehen. Die Schieberegler und Tasten bestehen ebenfalls aus verchromtem Kunststoff. Auf die bei den anderen Komponenten verwendete geschliffene Alufront hat der Hersteller beim Equalizer leider verzichtet. Die Beschriftung erfolgte komplett in englischer Sprache. Die rumĂ€nische Herkunft ist nur rĂŒckseitig an der Herstellerbezeichnung „I.E.I. Bucuresti“ zu erkennen.

ELECTRONICA 3220 mini system

Die Mini-HiFi-Kombination ELECTRONICA 3220 mini system wurde fĂŒr den rumĂ€nischen Binnenmarkt produziert und stellte wohl das GegenstĂŒck zur RFT S 3000, zur polnischen UNITRA DIORA Mini-Line (bruns mini), der tschechischen TESLA 710A, der ungarischen ORION mini hifi 1025 und der sowjetischen ЭлДĐșŃ‚Ń€ĐŸĐœĐžĐșа ОрбОтa 002 (Elektronika Orbit 002) dar. Die ELECTRONICA-Kombination besteht hierbei aus dem Tuner 3220, VerstĂ€rker Amplificator Stereo 3220 sowie Kassettendeck Casetofon Deck Stereo 3220 und wurde komplett in rumĂ€nischer Sprache beschriftet.

E L E C T R O M U R E S

ELECTROMURES Amplituner Stereo Delia AWS-303 (Unitra-Diora  AWS 303)

Das polnische Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 „Tosca”  (Bild) wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Amplituner Stereo Delia AWS-303 in RumĂ€nien vertrieben. Der 440 x 90 x 260 mm große und 7 kg schwere Receiver empfĂ€ngt neben dem UKW-Band (vermutlich mit geĂ€ndertem CCIR-Band von 87,5 bis 108 MHz) noch zwei Kurzwellen-, je einen Mittel- und Langwellenbereich (150 – 285 kHz, 525 – 1605 kHz, 5,95 – 11,975 MHz & 15,1 – 21,75 MHz). HierfĂŒr stehen zwei AntennenanschlĂŒsse (75 Ω & 300 Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne an der RĂŒckseite zur VerfĂŒgung. Neben der manuellen Einstellung lassen sich noch vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze fest belegen. Zur Abstimmung stehen eine Stereo-LED und eine dreistellige Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Des Weiteren besitzt das Tosca eine Flutlichtskala, eine UKW-Rauschsperre, eine Mono/Stereo-Umschaltung und eine Automatische Scharfabstimmung (AFC). Der VerstĂ€rker besitzt zwei externe ToneingĂ€nge mittels Diodenbuchsen (DIN, fĂŒr ein Kassettendeck/Tonband und einen Plattenspieler ohne VorverstĂ€rker) sowie einen Kopfhöreranschluss (6,3 mm Klinke). Als Endstufen kamen – wie beim HiFi-VerstĂ€rker WS 432 – jeweils zwei 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die hier fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x 20 VA sorgen (leider mit einer Impedanz von 8 Ω statt der bei DDR-ĂŒblichen 4 Ω). Der VerstĂ€rker verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler. An der RĂŒckseite des GerĂ€tes befindet sich eine durchgeschliffene Euro-Netzbuchse zum Anschluss einer weiteren Komponente. Im Gegensatz zu vielen DDR-GerĂ€ten aus dieser Zeit wurde das AWS 303 „Tosca“ noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. Die einzige Ausnahme bildet der UKW-ZF-VerstĂ€rker des Typs Unitra-CEMI UL1200. So sparsam die polnischen Ingenieure mit dem Einsatz von Schaltkreisen waren, so großzĂŒgig waren sie mit Schmelzsicherungen: Neben der von außen zugĂ€nglichen Hauptsicherung finden sich noch weitere sechs StĂŒck auf den Platinen.

Electromures Amplifier AS 75202 (Unitra-Diora  WS 432)

Der HiFi-StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 432 wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Amplifier AS 75202 in RumĂ€nien vertrieben.

Electromures Stereo Tuner Tip: „Anda“ (Unitra-Diora AS 442)

Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 442 wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Stereo Tuner Typ „Anda“ in RumĂ€nien vertrieben.

Electromures Stereo Cassette Deck EM 2004-SP (Unitra-Diora MDS 442)

Das HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 442 wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Stereo Cassette Deck EM 2004-SP in RumĂ€nien vertrieben.

 Tehnoton cora & cora II


Zum cora gibt es nicht wirklich viel zu sagen, da es sich um einen einfachen MittelwellenempfĂ€nger ohne technische Besonderheiten handelt. Das GerĂ€t verfĂŒgt seitlich ĂŒber einen LautstĂ€rkeregler mit Ausschalter und ĂŒber einen Abstimmregler, an dem der einteilige Zeiger mit Schieber direkt befestigt ist. Hierdurch entfĂ€llt der Bandzug. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber drei R6-Mignonbatterien. Das GerĂ€t wurde zwischenzeitig einmal modifiziert und war mit 69,50 M das „gĂŒnstigste“ in der DDR erhĂ€ltliche Radio. Die verbauten 0,3VA/8Ω-Lautsprecher wurde bei den letzten GerĂ€ten durch einen japanischen Lautsprecher mit 0,1 VA und 5 Ω ersetzt. Als Zubehör war noch eine Tasche erhĂ€ltlich.

j u g o s l a w i s c h e   G e r À t e

Aus Ex-Jugoslawien sind mir bisher lediglich LizenzgerĂ€te aus Polen, der DDR und Sowjetunion bekannt. Parallel hat aber auch PHILIPS fĂŒr den Westexport dort produziert. Eine Besonderheit stellte das UKW-Frequenzband da. Dieses entsprach lediglich in der DDR und Jugoslawien der westeuropĂ€ischen CCIR-Norm mit einer Bandbreite von 87,5 bis 108 MHz (VHF II), wĂ€hrend in allen anderen osteuropĂ€ischen LĂ€ndern die OIRT-Norm mit einer Frequenz von 65,8 bis 74 MHz und feinerem Frequenzraster (10 statt 50 kHz) galt.

R a d i o i n d u s t r i j a   Z a g r e b   ( R I Z )

riz Stereo Hi Fi Kombinacija SK 0340 (Unitra-Diora AWS 303)

Das polnische HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 „Tosca” wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo Hi Fi Kombinacija SK 0340 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Der 440 x 90 x 260 mm große und 7 kg schwere Receiver empfĂ€ngt neben dem UKW-Band (vermutlich mit geĂ€ndertem CCIR-Band von 87,5 bis 108 MHz) noch zwei Kurzwellen-, ein Mittel- und ein Langwellenband (150 – 285 kHz, 525 – 1605 kHz, 5,95 – 11,975 MHz & 15,1 – 21,75 MHz). HierfĂŒr stehen zwei AntennenanschlĂŒsse (75Ω & 300Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne an der RĂŒckseite zur VerfĂŒgung. Neben der manuellen Einstellung lassen sich noch vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze fest belegen. Zur Abstimmung steht eine Stereo-LED und eine dreistellige Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Des Weiteren besitzt das Tosca eine Flutlichtskala, eine UKW-Rauschsperre, eine Mono/Stereo-Umschaltung und eine Automatische Scharfabstimmung (AFC). Der VerstĂ€rker besitzt zwei externe ToneingĂ€nge mittels Diodenbuchsen (DIN, fĂŒr ein Kassettendeck/Tonband und einen Plattenspieler ohne VorverstĂ€rker) sowie einen Kopfhöreranschluss (6,3mm-Klinke). Als Endstufen kamen – wie im HiFi-VerstĂ€rker WS 432 – jeweils zwei 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die hier fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x20 VA sorgen (leider mit 8Ω statt der DDR-ĂŒblichen 4Ω). Der VerstĂ€rker verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler. An der RĂŒckseite des GerĂ€tes befindet sich eine durchgeschliffene Euro-Netzbuchse zum Anschluss einer weiteren Komponente. Im Gegensatz zu vielen DDR-GerĂ€ten aus dieser Zeit wurde das AWS 303 „Tosca“ noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. Die einzige Ausnahme bildet der UKW-ZF-VerstĂ€rker des Typs Unitra-CEMI UL1200. So sparsam die polnischen Ingenieure mit dem Einsatz von ICs waren, so großzĂŒgig waren sie mit Schmelzsicherungen: Neben der von außen zugĂ€nglichen Hauptsicherung finden sich noch weitere sechs StĂŒck auf den Platinen.

riz Stereo HiFi Pojačalo P 3060 (Unitra-Diora-Diora WS 432)

Der polnische HiFi-StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 432 wurde im gesamten Ex-Jugoslawien ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Pojačalo P 3060 vertrieben. Das mindestens seit 1985 produzierte GerĂ€t Ă€hnelt in der Ausstattung sehr dem in der DDR produzierten RFT HMK-V 100. Das gegenĂŒber dem HMK etwas grĂ¶ĂŸere GehĂ€use wurde komplett in Metall ausgefĂŒhrt und ist recht hochwertig verarbeitet. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf ToneingĂ€nge, 2x2 getrennt schaltbare LautsprecherausgĂ€nge (Klemmanschluss, ≄8Ω) und einen Klinken-Kopfhöreranschluss. Als Endstufen kamen zwei 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x35 VA sorgen. Die AnschlĂŒsse „Phono“, „Tuner“ und „Tape“ verfĂŒgen sowohl ĂŒber eine Dioden- als auch eine Cinchbuchse. Der Anschluss „Aux“ ist ausschließlich in Cinch und „Tape 2“ ausschließlich als Diodenbuchse (DIN) ausgefĂŒhrt. An der RĂŒckseite des GerĂ€tes befinden sich drei Euro-Netzbuchsen zum Anschluss weiterer Komponenten, von denen eine schaltbar ausgefĂŒhrt wurde. Die Ausgangsleistung wird ĂŒber zwei 5-LED-Ketten angezeigt, deren Ansteuerung noch ĂŒber zehn einzelne Transistoren erfolgt. Das gesamte Skalenfeld ist in Anlehnung an den Tuner zusĂ€tzlich mit zwei LĂ€mpchen ausgeleuchtet. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler, zwei Klangwahltasten sowie eine Range-Taste, deren Funktion mir noch RĂ€tsel aufgibt. Zur GerĂ€teserie gehören des Weiteren der Equalizer FS 032, das Kassettendeck MDS 432 und der Tuner AS 632.  (Bild der abweichenden AusfĂŒhrung Visonik V 8503)

riz Stereo HiFi Tuner T 3130 (Unitra-Diora AS 632)

Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 632 wurde im gesamten Ex-Jugoslawien ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Tuner T 3130 vertrieben.

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020 (Unitra-Diora MDS 432)

Das polnische HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 432 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das mindestens seit 1985 produzierte GerĂ€t wurde als ErgĂ€nzung zum VerstĂ€rker WS 432 und Tuner AS 632 produziert. Das recht schwere und hochwertig wirkende GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber eine frontseitige, elektronisch öffnende Schublade mit horizontal eingebautem zweimotorigem Laufwerk. Ansonsten besitzt das Deck neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen ein Rauschminderungssystem (Dolby NR) mit Anzeige-LED, einen automatischen Stopp am Bandende mit Anzeige-LED, eine Bandsortenwahl (Fe/CrOÂČ/Metal), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk, stufenlos regelbare Aufnahmeaussteuerung mit Anzeige ĂŒber 2x6 LEDs und Aufnahme-LED-Anzeige, einen Mikrofon- und Kopfhörer-Klinkenanschluss. Der Anschluss des VerstĂ€rkers bzw. der Tonquelle kann wahlweise ĂŒber die rĂŒckseitige Diodenbuchse (DIN) oder Cinchbuchsen erfolgen. Über die AUX-Taste kann das Signal zwischen einer nur am Cinch-Eingang des Decks angeschlossenen Tonquelle direkt zum VerstĂ€rker erfolgen, was auch im ausgeschalteten Zustand funktioniert. (Bild der westdeutschen Variante Visonik SCD 8504)

riz Stereo HiFi Pojačalo P 4060 (Unitra-Diora WS 440)

Der polnische HiFi-StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 440 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Pojačalo P 4060 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das mindestens seit 1989 produzierte GerĂ€t basiert auf dem zuvor beschriebenen WS 432, dem es auch technisch weitestgehend entspricht. Das GehĂ€use wurde nun im Stil der frĂŒhen 1990er Jahre komplett schwarz lackiert, wodurch das nach wie vor hochwertige MetallgehĂ€use auf den ersten Blick recht billig wirkt. Statt der matt verchromten Alutasten kamen grĂ¶ĂŸere schwarze Plastiktasten zum Einsatz und die Range-Funktion entfĂ€llt. DafĂŒr besitzt das GerĂ€t zwei Equalizer-Ein- und AusgĂ€nge mittels Cinchbuchsen, die werkseitig durch zwei abnehmbare MetallbĂŒgel gebrĂŒckt wurden. Außerdem werden die beiden Klangwahlfunktionen und die zugeschaltete Tonquelle mit jeweils einer LED angezeigt. Zur GerĂ€teserie gehören neben dem Equalizer FS 040 noch das Kassettendeck MDS 440 sowie der Tuner AS 641. (Bild der westdeutschen Variante Crown WS 440)

riz Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000 (Unitra-Diora FS 040)

Der polnische Stereoequalizer Unitra-Diora FS 040 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das mindestens seit 1988 produzierte GerĂ€t wurde als Nachfolger des FS 032 produziert und optisch an den VerstĂ€rker WS 440 angepasst. Die schmalen Tasten des FS 032 wurden hierbei jedoch noch unverĂ€ndert ĂŒbernommen, nur bestehen sie jetzt lediglich aus schwarzem Plastik statt verchromten Aluminiums. Technisch entspricht das noch diskret aufgebaute GerĂ€t wohl komplett dem VorgĂ€nger. Der sehr einfach ausgestattete Graphic Equalizer besitzt fĂŒr jede Seite fĂŒnf Regler mit 60, 250 Hz, 1, 4 und 16 kHz, außerdem eine Netzanzeige sowie jeweils eine Taste zum unverĂ€nderten Durchschleifen des Wiedergabe- und Tonband-Aufnahmesignals. Der Netzschalter steht gegenĂŒber dem des WS 440 etwas hervor, so dass er im eingeschalteten Zustand die gleiche Position wie der Netzschalter des VerstĂ€rkers im ausgeschalteten Zustand hat. Dieses war offensichtlich beabsichtigt. Schließt man den Equalizer an die geschaltete Netzbuchse des VerstĂ€rkers, kann dieser den Equalizer mit einschalten und es passt optisch trotzdem alles zusammen. Der Anschluss an den VerstĂ€rker und das Kassettendeck erfolgt ĂŒber Cinchkabel. Zu beachten ist hierbei, dass die EingĂ€nge des VerstĂ€rkers auch mit den EingĂ€ngen des Equalizers zu verbinden sind und Selbiges fĂŒr die AusgĂ€nge, auch wenn der Ausgang des VerstĂ€rkers ja technisch gesehen der Eingang des Equalizers ist und umgedreht. (Bild der westdeutschen Variante Crown FS 040)

riz Stereo HiFi Tuner T 4130 (Unitra-Diora AS 642)

Der analoge HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 642 aus Polen wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Tuner T 4130 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das GerĂ€t entspricht prinzipiell dem nachfolgend beschriebenen AS 641, verfĂŒgt jedoch nur ĂŒber eine analoge Frequenzanzeige. Zur Abstimmung stehen neben der beleuchteten Skala noch eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegelanzeige, eine Stereo-LED und eine einstellige LED-Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Es können neben der manuellen Abstimmung noch sieben zusĂ€tzliche UKW-Sender fest belegt werden. Die entsprechende Auswahl wird ĂŒber acht LEDs angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine zuschaltbare UKW-Rauschsperre (Muting), eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) und einen Stereo/Mono-Umschalter. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise ĂŒber ein Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen.

riz Stereo HiFi Tuner T 5130 (Unitra-Diora AS 641)

Der polnische HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Tuner T 5130 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Die Besonderheit des GerĂ€tes stellt wohl die digitale Abstimmanzeige dar, obwohl es sich beim AS 641 eigentlich noch um einen klassischen Analogtuner handelt. HierfĂŒr wurde ein 3œ-stelliges 7-Segment-VFD-Display verbaut (Vacuum Fluorescent Display – Vakuum-Fluoreszenzanzeige). Dieses einteilige Display besteht aus einer transparenten Glasfront und Basisplatte (ebenfalls aus Glas), die fest miteinander verschmolzen sind. Zwischen diesen befindet sich ein Hochvakuum. Die einzelnen Segmente bestehen wiederum aus oxidbeschichtetem Wolfram-Heizdraht. Der Vorteil des VFDs gegenĂŒber LEDs liegt in der sehr klaren Anzeige auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen. Ein Nachteil der Kombination aus Analogtuner und digitalem Display ist wiederum aber auch eine teilweise recht hohe Ungenauigkeit der angezeigten Frequenz. Das 440 x 90 x 260 mm große GerĂ€t empfĂ€ngt neben dem CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz noch je einen Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber zwei externe AntennenanschlĂŒsse (75 Ω und 300 Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne. Zur Abstimmung stehen neben dem Frequenzdisplay mit Bandanzeige (AM/FM) noch eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegelanzeige, eine Stereo-LED und eine einstellige LED-Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Es können neben der manuellen Abstimmung noch sieben zusĂ€tzliche UKW-Sender fest vorbelegt werden. Die entsprechende Auswahl wird ĂŒber acht LEDs angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine zuschaltbare UKW-Rauschsperre (Muting), eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) und ĂŒber einen Mono/Stereo-Umschalter. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise per Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen. Im AS 641 kamen neben dem FM-ZF-VerstĂ€rker Unitra-CEMI UL1200 und dem AM-EmpfĂ€nger UL1203 auch schon viele importierte Schaltkreise von SIEMENS, MOTOROLA und SANYO zum Einsatz (hauptsĂ€chlich fĂŒr die digitale Abstimmanzeige). Ansonsten finden sich fast ausschließlich polnische Komponenten in diesem GerĂ€t. (Bild der westdeutschen Variante Crown AS 641)

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020 (Unitra-Diora MDS 440)

Das polnische HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 440 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Es verfĂŒgt ĂŒber ein frontseitiges, elektronisch öffnendes Schubfach mit horizontal eingebautem zweimotorigem Laufwerk. Ansonsten besitzt das Deck neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen mit LED-Anzeigen ein Rauschminderungssystem (Dolby NR), einen automatischen Stopp am Bandende mit Anzeige-LED, eine Bandsortenwahl (Fe / CrOÂČ / Metal), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk, stufenlos regelbare Aufnahmeaussteuerung mit Anzeige ĂŒber 2x6 LEDs und Aufnahme-LED-Anzeige, außerdem einen Mikrofon- und Kopfhörer-Klinkenanschluss. Der Anschluss des VerstĂ€rkers bzw. der Tonquelle kann wahlweise ĂŒber die rĂŒckseitige Dioden- (DIN) oder Cinchbuchsen erfolgen. Über die AUX-Taste lĂ€sst sich das Signal zwischen einer nur am Cinch-Eingang des Decks angeschlossenen Tonquelle direkt zum VerstĂ€rker erfolgen, was auch im ausgeschalteten Zustand funktioniert. (Bild der westdeutschen Variante MacWatt MDS 440)

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020 (Unitra-Diora MDS 445)

Das polnische HiFi-Stereo-Doppelkassettendeck Unitra-Diora MDS 445 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Am MDS 445 ist das rechte Deck als reines Wiedergabedeck ausgefĂŒhrt, wĂ€hrend das linke Deck auch Aufnahmen ermöglicht. So besitzt das rechte „Deck 2“ alle ĂŒblichen Wiedergabe-Funktionen. Der Pegel wird ĂŒber zwei 5-LED-Ketten angezeigt, es steht ein Rauschminderungssystem (Dolby B NR) sowie eine Kopfhörerbuchse zur VerfĂŒgung. Das linke „Deck 1“ verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber eine Aufnahmemöglichkeit von „Deck 2“, vom zuschaltbaren Mikrofoneingang oder extern, außerdem ĂŒber ein dreistelliges BandzĂ€hlwerk. Beide Decks lassen sich automatisch nacheinander abspielen (CONT PLAY) und es besteht die Möglichkeit, eine Kassette 1 zu 1 auf die andere zu ĂŒberspielen (DUBBING). Bei Aufnahmen jeder Art kann der Aufnahmepegel und die Aufnahmebalance ĂŒber zwei 270°-Potentiometer eingestellt werden. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber vier Cinch-Buchsen, auf die Parallelbeschaltung mit einer Diodenbuchse – wie noch bei den VorgĂ€ngern – wurde hier verzichtet. Auch der Mikrofon- und Kopfhöreranschluss erfolgt ĂŒber 6,3mm-Klinken- statt WĂŒrfelbuchsen. (Bild der westdeutschen Variante Crown MDS 445)

riz rama 4100 (RFT R 4100)

Der im VEB Stern Radio Berlin produzierte Stern-Recorder R 4100 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als rama 4100 IBBN 7-14585 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das Front- und Oberteil ist hierbei komplett in kroatischer Sprache beschriftet. Die RĂŒckwand wurde hingegen komplett von der DDR-Version ĂŒbernommen (inkl. Herstellerbezeichnung) und lediglich um einen Papieraufkleber mit kroatischen Sicherheitshinweisen ergĂ€nzt. Technisch gibt es offensichtlich keine Abweichungen zur DDR-AusfĂŒhrung. Das GerĂ€t empfĂ€ngt UKW, zwei KurzwellenbĂ€nder und Mittelwelle ĂŒber die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Das Kassettenlaufwerk verfĂŒgt ĂŒber die ĂŒblichen Grundfunktionen inklusive Pausentaste und schaltet bei BetĂ€tigung der Abspieltaste den RadioempfĂ€nger automatisch ab. Des Weiteren besitzt der Recorder einen Mikrofonanschluss, TA/TB-Anschluss, Autoantennenanschluss, 4Ω-Außenlautsprecheranschluss, eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung, Batteriekontrolle ĂŒber Empfangsanzeige und ein fest eingebautes Mikrofon. Das Netzanschlusskabel ist fest am GerĂ€t installiert und in einem separaten Fach untergebracht. (Bild der DDR-AusfĂŒhrung RFT R 4100)

riz rama 8320

Stereo-Kassetten-Radiorecorder mit CCIR-UKW- (87,5 – 108 MHz), Mittel- und Langwellentuner, einmotorigem Laufwerk und 2-Wege-Lautsprechersystem

riz RM 8482 (Unitra-LubartĂłw RM 820 S)

Der polnische Stereo-Kassetten-Radiorecorder Unitra-LubartĂłw RM 820 S Condor wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als RM 8482 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das ab Mitte der 1980er Jahre produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl nach OIRT- als auch CCIR-Norm (65,5 – 73 MHz und 87,5 – 104 MHz), des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Außerdem verfĂŒgt der 590 x 250 x 140 mm große und 6,8 kg schwere Recorder ĂŒber ein zweimotoriges Kassettenlaufwerk, einen 2x10VA-VerstĂ€rker (2x TESLA TBA 810), eine 2x6-LED-Pegelanzeige (2x RFT A277) und ein Stereo-2-Wege-Lautsprechersystem bestehend aus je zwei TESLA-Tief- und Unitra-TONSIL-Hochtönern. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise ĂŒber das 230V-Netz oder zehn R20-Batterien.

riz akord 140 (Unitra-Eltra Alicja R 603)

Das polnische Kofferradio Unitra-Eltra Alicja R 603 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als akord 140 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Es wurde ab 1983 im polnischen Bydgoszcz (Bromberg) produziert und empfĂ€ngt das UKW-, Kurz-, Mittel- und Langwellenband ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Die Spannungsversorgung kann wahlweise ĂŒber das 230V-Netz oder fĂŒnf R6-Batterien (Mignon) erfolgen. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Kopfhöreranschluss an der GehĂ€userĂŒckseite. Eine Klangregelung fehlt wiederum. Als Lautsprecher wurde der GD8/1 von Unitra-TONSIL mit 1VA (8Ω) verbaut und lediglich ein IC (UL1211) von Unitra-CEMI, der den kompletten AM/FM-Radiokreis beinhaltet. (Bild der bundesdeutschen AusfĂŒhrung Nordmende essex 2014)

ĐœĐžĐœŃĐș Đ Đ°ĐŽĐžĐŸ Selena B 210

Das mindestens von 1977 bis 1979 in den Minsker Radiowerke (ĐœĐžĐœŃĐșĐžĐč Đ Đ°ĐŽĐžĐŸĐ·Đ°ĐČĐŸĐŽ) produzierte Selena B210 wurde unter anderem auch nach Jugoslawien exportiert. Auf dem GerĂ€t ohne abweichenden Markennamen finden sich auf der Skala die Sender „PriĆĄtina, Ljubljana, Skopje, Sarajevo, Belgrad, Novi Sad, Zagreb" sowie „Titograd“ (heute: ĐŸĐŸĐŽĐłĐŸŃ€ĐžŃ†Đ° - Podgorica, Hauptstadt von Montenegro). Außerdem wurden die FrequenzbĂ€nder mit "UKT, KT, ST“ sowie „OT" vermerkt. Die Abstimmanzeige erfolgte ansonsten teilweise mit kHz/MHz-Angaben, teilweise aber auch in Meter-Angaben, die restliche Beschriftung in englischer Sprache. An der RĂŒckseite findet sich ein Etikett mit dem Vermerk „RSO atest E 7705074“ (vermutlich die jugoslawische PrĂŒfnummer).

I s k r a   L j u b l j a n a

Iskra-UNITRA emilia RM 312 automatic (IBBN 7-13919)

Der polnische Mono-Radiorecorder Unitra-RzeszĂłw emilia RM 312 wurde ĂŒber den slowenischen Elektronikhersteller Iskra-Elektroakustika p.o. auch im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Nachdem ISKRA seit den 1960er-Jahren in Ljubljana nur noch E-Motoren, Anlasser, Lichtmaschinen, StromzĂ€hler, Telefone, Computer und FernsehgerĂ€te produziert, wurde dieser Recorder in Polen zugekauft. Das GerĂ€t empfĂ€ngt UKW und Mittelwelle ĂŒber die integrierte Teleskopantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und BandzĂ€hlwerk) sowie ĂŒber einen Kopfhöreranschluss. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise ĂŒber das 230V-Netz oder fĂŒnf R14-Batterien. Technisch unterscheidet sich der Iskra emilia RM-312 (IBBN 7-13919) von der polnischen Binnenmarktvariante lediglich durch das CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (statt 65,8 – 74 MHz). Vermutlich löste das GerĂ€t den Anfang der 1980er Jahre aus der DDR importierten riz rama 4100 (IBBN 7-14585) ab. (Bild des Unitra emilia RM 315 mit abweichender Lackierung & Beschriftung)

Iskra-UNITRA RM-222


Iskra PHYWE Volt/Amperemeter 07021.00

Das in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana gefertigte analoge Ampere-/Voltmeter Iskra PHYWE 07021.00 ermöglicht die Messung von Gleichspannung bis 0,6; 6; 60 und 600 V; Wechselspannung bis 6; 60 und 600V bei 20 Hz bis 10 kHz; Gleichstrom bis 0,6; 6; 60; 600 mA und 6A sowie Wechselstrom bis 6; 60; 600 mA und 6A. Eine Spannungsversorgung benötigt das 100 x 165 x 55 mm große GerĂ€t aufgrund der fehlenden Widerstandsmessung nicht.






Iskra PHYWE Multimeter 07026.00

Das 100 x 165 x 55 mm große Analog-Multimeter Iskra PHYWE 07026.00 ermöglicht die Messung von Gleichspannung bis 0,3; 1; 3; 10; 30; 100; 300 und 1.000 V; Wechselspannung bis 1; 3; 10; 30; 100; 300 und 1.000 V; Gleichstrom bis 0,1; 1; 3; 10; 30; 100; 300 mA; 1 und 10 A sowie Wechselstrom bis 1; 3; 10; 30; 100; 300 mA; 1 und 10 A.

j a p a n i s c h e   G e r À t e 

Y A M A H A   C o r p o r a t i o n   H a m a m a t s u

YAMAHA Natural Sound Stereo Receiver RX-596

Bei dem abgebildeten HiFi-Stereo-Receiver YAMAHA RX-596 handelt es sich um eine US-amerikanische Version mit 120V/60Hz-Anschluss und amerikanischem Netzstecker. Das sehr gut erhaltene GerĂ€t aus dem Jahr 2004 habe ich 2019 auf einem SperrmĂŒllhaufen gefunden und durch simplen Austausch der Hauptsicherung wieder zum Leben erweckt. Leider lĂ€sst sich das SteuergerĂ€t nur mittels Spannungswandler am europĂ€ischen Stromnetz betreiben. Die hierdurch bereitgestellten 120V mit einer Netzfrequenz von 50 statt 60 Hz stellen wiederum kein Problem dar. Die meisten international vertriebenen HiFi-GerĂ€te besitzen – wie schon fĂŒhere VERMONA-VerstĂ€rker – einen Netztrafo mit zwei getrennten PrimĂ€rspulen, die je nach Exportland parallel (100 – 120V) oder in Reihe (220 – 240V) geschaltet wurden. Somit lassen sich diese oft komplett umrĂŒsten. Hierbei können aber unter UmstĂ€nden trotzdem Bauteile in der Peripherie etwas abweichen. Vorherige Internetrecherchen sind also immer angebracht. Des Weiteren ist zu beachten, dass die meisten VerstĂ€rker und Receiver fĂŒr den Standby-Betrieb ĂŒber einen zweiten Netztrafo verfĂŒgen, der entweder ersetzt werden muss oder die Platine wird mit RelaisĂŒberbrĂŒckung komplett außer Betrieb gesetzt. Da es sich beim RX-596 jedoch um ein rein amerikanisches Modell mit nur einer PrimĂ€rspule handelt, war mir eine UmrĂŒstung leider nicht möglich. Ansonsten gibt es beim Betrieb US-amerikanischer GerĂ€t nichts zu beachten. Die UKW-Frequenz entspricht der europĂ€ischen CCIR-Norm (87,5 – 108 MHz) mit der bei uns ĂŒblichen Koaxbuchse. Die Lautsprecherimpedanz des RX-596 liegt bei mindestens 6Ω, was den Betrieb mit den meisten DDR-Boxen (4Ω) leider ausschließt. Ansonsten fĂ€llt am 435 x 150 x 390 mm großen und 9,5 kg schweren RX-596 nur die fehlende RDS-Funktion auf, obwohl das GerĂ€t ansonsten recht umfangreich ausgestattet ist. Offensichtlich hat sich diese Anfang der 2000er Jahre in den USA immer noch nicht so durchgesetzt wie in Europa bereits zehn Jahre zuvor.

t a i w a n e s i s c h e   G e r À t e

W A N G I N E   T a i p e i

Wangine WPA-600 PRO

Der Stereo-LeistungsverstĂ€rker WANGINE WPA-600 PRO wurde ab 1988 oder 1989 durch die Wangine Electronics Co., Ltd im taiwanesischen Taipei produziert und ĂŒber CONRAD electronic und VÖLKNER bis mindestens 1992 in Deutschland vertrieben. Das 422 x 120 x 295 mm große und 10,5 kg schwere GerĂ€t liefert ĂŒber zwei StereoausgĂ€nge eine Sinusleistung von 2x80 VA und eine Maximalleistung von 2x260 VA bei einer Impedanz von mindestens 4℩. Der Ausgangspegel kann – etwas unpraktikabel – ĂŒber zwei 270°-Potis fĂŒr beide StereokanĂ€le getrennt geregelt werden.

Eine zusĂ€tzlich Klangregelung besitzt das GerĂ€t nicht. Der VerstĂ€rker konnte hierzu aber auch noch um den optisch passenden 2x10-fach-Graphic Equalizer WANGINE WVQ-600 PRO erweitert werden. Der sehr solide aufgebaute WPA-600 PRO besitzt einen 1,5V/33k℩-CD-Direct- und einen 0,8V/50k℩-Pre/Line-Anschluss mit Cinchbuchsen, eine Soft-Clipping-Funktion mit Anzeige-LEDs, Ausgangskanal-Auswahl sowie einen 6,3mm-Stereo-Kopfhöreranschluss.Was mir am WPA-600 PRO positiv auffĂ€llt, ist der krĂ€ftige und warme Klang an DDR-HiFi-Boxen, die sonst an vielen – auch leistungsstarken – Japan-VerstĂ€rkern der 1990er Jahre meist deutlich dĂŒnner klingen. Nicht so schön finde ich das – bedingt durch den hohen Trafo – etwas ĂŒberdimensionierte GehĂ€use und die ziemlich willkĂŒrliche Anordnung der Bedienelemente. Ansonsten ist der WPA-600 PRO aber eine kostengĂŒnstige Möglichkeit, auch große 3- und 4-Wege-Boxen wie die RFT B 150, B 200 oder B 9393 zu betreiben. Im Jahr 1986 wurden bei CONRAD electronic bereits verschiedene VorgĂ€nger des WPA-600 PRO angeboten. So finden sich hier die VerstĂ€rker WANGINE WSA-120, WNA-120 und WPA-120 sowie der Synthezisertuner WQT-120 und das Kassettendeck WSK 120.

Im Katalog heißt es hierzu: „WANGINE 
 die HIFI-Hochleistungskombination 120 – Spitzentechnologie der modernen Unterhaltungselektronik, vereint mit hervorragender QualitĂ€t, Ausstattung und Bedienungskomfort. Entwickelt und gebaut fĂŒr CONRAD von einem der grĂ¶ĂŸten HiFi-Produzenten in Fernost. Gedacht fĂŒr CONRAD-Kunden, die mehr Wert auf leistungsfĂ€hige innere Technik legen.“. Vermutlich als VorgĂ€nger des Wangine WPA-600 PRO wurde um 1986 ĂŒber VÖLKNER noch der fast baugleichen Renkforce HVM-7070 mit VU-Metern statt Soft-Clipping-Schaltung vertrieben. Neben diesem finden sich in der Sonderliste 1987 noch die VerstĂ€rker Renkforce HVA-6060, HVM-7080 und HVA-9080, die Equalizer-VorverstĂ€rker HVPE-4040, der Graphic-Equalizer HVE-2020, die Mischpulte HVM-5040 und HVM-5050, das Analog-EchogerĂ€t HVN-5060, der HiFi-Receiver HVR-1050 und die Infrarot-Fernbedienung HVR-FB.

Renkforce HVM-4050 (Wangine)

Bei dem durch VÖLKNER in Deutschland vertriebenen Stereomischpult Renkforce HVM-5040 handelt es sich ziemlich offensichtlich um ein GerĂ€t des taiwanesischen Herstellers WANGINE. Zumindest sprechen die viele vom WPA-600 PRO bekannte Details hierfĂŒr. Das kleine Mischpult verfĂŒgt ĂŒber zwei StereoeingĂ€nge, diese wiederum ĂŒber jeweils einen Eingang mit und ohne Plattenspieler-EntzerrervorverstĂ€rker. Des Weiteren steht ein Stereo-Mikrofoneingang zur VerfĂŒgung. Die Ein- und AusgĂ€nge wurden mit Cinchbuchsen realisiert. ZusĂ€tzlich kann ĂŒber die 6,3mm-Klinkenbuchse an der Front noch ein Stereo-Kopfhörer angeschlossen werden.

c h i n e s i s c h e   G e r À t e

D E T O N   Z e n g c h e n g

Deton D75W & thomann the t.amp S 75

Der abgebildete thomann the t.amp S 75 Professional Power Amplifier gehört zu einem der wenigen GerĂ€te, die eigentlich nicht wirklich in meine VERMONA-Sammlungen passen, ihren Platz aber doch erst einmal gefunden haben. Eigentlich gefiel mir nur die Optik und der ausgesprochen gute Zustand, als ich ihn auf dem Flohmarkt gesehen und fĂŒr kleines Geld mitgenommen habe. Auf dem ersten Blick weist er mit seinem typischen 19‘‘-EinschubgehĂ€use eine optische Ähnlichkeit zum K.M.E. spa 240 auf, auch wenn das FernostgerĂ€t auf dem zweiten Blick nicht mehr so viel mit dem Klingenthaler VerstĂ€rker gemeinsam hat. Aber fĂŒr seinen ursprĂŒnglich sehr niedrigen Neupreis macht es dann doch einen ganz ordentlichen Eindruck. Produziert wurde der S 75 offensichtlich durch die Guandong Zhaoqing Deton C. Ltd. in Zengcheng, einem Vorort von Guangzhou (nahe Hongkong). Der Eigenvertrieb erfolgte unter der Bezeichnung DETON D75W, der Verkauf in Deutschland als Thomann the t.amp S-75. Das nur 483 x 44 x 330 mm große und 7,5 kg schwere GerĂ€t (19‘‘ 1HE) liefert eine Leistung von 2x75 VA an 4 Ω, 2x45 VA an 8 Ω oder 1x150 VA an 8 Ω. Der VerstĂ€rker mit klassischer KonvektionskĂŒhlung verfĂŒgt ĂŒber getrennte Eingangspegelregler fĂŒr beide KanĂ€le mit PEAK-LED zur Überlastanzeige, des Weiteren ĂŒber je eine LED zur Netzanzeige (ON), zur Anzeige der Parallel-Funktion („PAR“, BrĂŒckung der beiden EingĂ€nge mit Schiebschalter an der RĂŒckseite), der Bridge-Funktion („BR“, BrĂŒckung der beiden AusgĂ€nge) und der aktivierten Schutzschaltung (PRO). An der RĂŒckseite finden sich zwei EingĂ€nge mit je einer 6,3mm-Klinken- und XLR-Buchse sowie zwei AusgĂ€nge mit je einer speakON-Buchse und Rohkabelanschluss. Die ab Anfang der 1990er Jahre in der professionellen Tontechnik etablierten speakON-Steckverbinder zeichnen sich gegenĂŒber Klinken- und XLR-Buchsen durch ihre grĂ¶ĂŸeren KontaktflĂ€chen und einen sicheren BerĂŒhrungsschutz aus. Im Inneren des S-75 fallen als Erstes der Ringkerntrafo des Typs DT 6001-25-A und die sechs 4.700ÎŒF-Siebelkos auf. Als Endstufentransistoren kam je ein 2SC5200 und ein 2SA1943 von TOSHIBA zum Einsatz, die zusammen mit den Vorstufen aus C4793 und A1837 direkt auf dem frontseitig angebrachten KĂŒhlkörper montiert wurden. Die Spannungsversorgung kann wahlweise mit 100 bis 120V oder 220 bis 240V erfolgen und lĂ€sst sich ĂŒber einen Schalter an der GehĂ€useunterseite auswĂ€hlen. Technisch wurde dieses ĂŒber zwei PrimĂ€r-Transformatorspulen realisiert, die je nach Schalterauswahl parallel (100 – 120V) oder in Reihe (220 – 240V) geschaltet wurden.

T H O M A N N   B u r g e  b r a c h

thomann the t.amp TSA 4-1300

Der 4-Kanal-VerstĂ€rker t.amp TSA 4-1300 Pro Power Amplifier wurde offensichtlich von 2009 bis Ende der 2010er Jahre fĂŒr die Thomann GmbH aus Treppendorf bei Bamberg produziert. Der eigentliche Hersteller – vermutlich aus China – ist mir nicht bekannt. Thomann vertreibt offensichtlich recht erfolgreich Instrumente und PA-Technik in ganz Deutschland. Nachdem Burgebrach nicht weit weg von NĂŒrnberg liegt, haben wir dort das Keyboard unseres Sohnes gekauft. Der kleine Ortsteil Treppendorf besteht eigentlich nur aus wenigen HĂ€usern und gegenĂŒber dem Dorfteich befindet sich ein Ă€ußerlich noch recht unscheinbares GeschĂ€ft, das im Inneren aber ungeahnte GrĂ¶ĂŸe aufweist. Die großen Versandhallen liegen dann auf einem HĂŒgel direkt hinter dem Ort. Irgendwie fand ich es bewundernswert, wie der FirmengrĂŒnder trotz des großen Erfolges seiner Firma dem kleinen Dorf mit GeschĂ€ft im Einfamilienhaus dann doch treu geblieben ist. Den abgebildeten TSA 4-1300 habe ich wie ĂŒblich fĂŒr kleines Geld auf einem Flohmarkt in NĂŒrnberg mitgenommen, nachdem mir eigentlich nur die recht solide Optik gefiel und KME-VerstĂ€rker hier nur recht selten zu finden sind. Das 482 x 88 x 380 mm große und 12 kg schwere 19‘‘-2HE-EinschubgerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber vier getrennte KanĂ€le mit einer Ausgangsleistung von jeweils 810 VA an 4 ℩ (4x 930VA / 2 ℩, 4x490 VA / 8 ℩). Die Stromversorgung erfolgt aufgrund der hohen Leistung ĂŒber ein Schaltnetzteil. Zum Anschluss des Netzkabels wurden bei den ersten GerĂ€ten noch eine KaltgerĂ€tebuchse verbaut. Bei den meisten VerstĂ€rkern findet sich aber eine verriegelbare powerCON-Buchse (Entwicklung von Neutrik, auch Power Twist oder True1 genannt), die ĂŒblicherweise ab einer Stromleistung jenseits der 10 A verbaut wird. Zur WĂ€rmeabfuhr besitzt das GerĂ€t neben klassischer KonvektionskĂŒhlung drei CPU-LĂŒfter an der GehĂ€userĂŒckseite. Als ToneingĂ€nge kamen vier XLR-Buchsen zum Einsatz, die ĂŒber entsprechende Schiebeschalter an der RĂŒckseite paarweise oder insgesamt gebrĂŒckt werden können. Der Eingangspegel kann ĂŒber vier 270°-Potis an der Front eingestellt werden und wird mittels LED-Ketten dargestellt. Diese vier 8-LED-Ketten bestehen wiederum jeweils aus einer Betriebsanzeige (Power), Eingangspegel (Signal, -20, -15, -10 & -5dB), KanalĂŒbersteuerung (Clip) und Defekt (Fault). Der Anschluss der Lautsprecher erfolgt ĂŒber je eine verriegelbare speakON-Buchse pro Kanal (Entwicklung von Neutrik, auch Speaker Twist genannt).

Wir haben schon zu lange gewartet
etwas gegen den Klimawandel 
zu unternehmen.
Wir können nicht mehr warten.
Wir sehen ihn mit unseren eigenen Augen.
Wir fĂŒhlen ihn. Es ist Zeit zu handeln!

Joe Biden