K o m b i n a t i o n  H M K  1 0 0
Die von 1986 bis 1989 im VEB Stern-Radio Berlin produzierte Stereo-HIFI-Kombination HMK 100 stellte seinerzeit das Topmodell unter den DDR-Anlagen dar. Sie lĂ€sst sich aus dem Tuner HMK-T 100, dem VerstĂ€rker HMK-V 100, dem Kassettendeck HMK-D 100 und den Plattenspielern HMK-SD 200, HMK-PA 1203 oder HMK-PA 1205 zusammenstellen. AuĂerdem kann sie um die LangzeitprogrammiergerĂ€te LZP 11, LZP 111 oder LZP 112 erweitert werden. Die Kombination gibt es mit transparent beschichteten, fein geschliffenen oder schwarz eloxierten Alufronten; mit silbernen oder schwarzen Reglerknöpfen und mit mattschwarz oder anthrazitglĂ€nzend lackierten Abdeckblechen. Bei der abgebildeten silber/schwarzen Variante kann ich nur die Produktion des Tuners und VerstĂ€rkers sicher bestĂ€tigen. Das Kassettendeck habe ich lediglich selbst kombiniert. Am hĂ€ufigsten gibt es die Komponenten mit transparent beschichteten (silberne) Fronten, silbernen Reglern und anthrazitfarbenen Abdeckblechen. Die âHeim-Mittelklassen-Kombination 100â zeichnet sich neben ihrer guten Ausstattung auch durch die meiner Meinung nach sehr gelungene optische Gestaltung aus. Neben der prĂ€zis aufeinander abgestimmten Anordnung der Bedien- und Anzeigeelemente besticht die Kombination durch ihre Detailverliebtheit (hintergrundbeleuchtete Programmtasten, die sich durch BerĂŒhrung des Abstimmreglers deaktivieren, das beleuchtete Kassettenfach oder der sehr umfangreiche Einsatz von LED-Anzeigen). Etwas nachteilig erweist sich die transparente Beschichtung der silbernen Fronten â die mit der Zeit hĂ€ufig fleckig wird â und die eigentlich sehr schöne, aber stoĂempfindliche anthrazitfarbene Metalliclackierung der Abdeckbleche.
Neben dem regulĂ€ren â völlig unzureichenden â Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde die HMK 100 auch im GENEX-Katalog angeboten. Ăber die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses fĂŒr den DDR-AuĂenhandel wohl sehr eintrĂ€gliche GeschĂ€ft wurde ĂŒber die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dĂ€nischer Landesvorwahl betreute. Hier war z.B. die HMK 100 bestehend aus Tuner, VerstĂ€rker sowie Kassettendeck und ergĂ€nzt um die 2-Wege-Boxen B 9151 fĂŒr 1.450,- DM statt gut 5.000 DDR-Mark erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heiĂt es hierzu: âHervorragende EmpfangsqualitĂ€t. Eine Lösung fĂŒr HIFI-Spezialisten. Im Slim-line-Stil. Tuner H-MKT 100: 4 Wellenbereiche UKW, KW, MW, LW; Tipptasten; Programmspeicher fĂŒr 7 UKW-Sender; optimale Frequenzmessung und âanzeige; diverse LED-Anzeigen, Automatik-AFC und Muting; StörgerĂ€uschunterdrĂŒckung. MaĂe (BHT) 390 x 60 x 260 mm. VerstĂ€rker H-MKV 100: Ausgangsleistung 2x40VA/Musik, 2x25VA/Sinus; schaltbare EingĂ€nge fĂŒr Tuner, Phono, Tape 1 und Tape 2 / CD; Hat die zweifach vollelektronisch gesteuerte LautstĂ€rkeeinstellung und das abschaltbare Loudness. Getrennte aktive Höhen- und Tiefenregelung, zwei 6-teilige LED-Ketten fĂŒr Signal und Aussteuerung (?); kann wahlweise mit 2 und 4 Boxen betrieben werden (Impedanz 4 bzw. 8Ω); Anschlussmöglichkeiten: Kopfhörer, TA/TB 1, TB 2, Tuner, Equalizer. MaĂe (BHT) 390 x 60 x 265 mm. Kassettendeck H-MKD 100: mit Microrechner-Steuerung und 2-Motoren-Antriebssystem, hochwertige Aufnahmetechnik, Eintastenbedienung und spezielles Bandsortenwahlprogramm; Intro-Check, EPSA, Autospace, Dolby-B-System und superschnelle Endabschaltung; BandlĂ€ngenzĂ€hlwerk mit Memory-Stop; vollelektronische Signalumschaltung; Timeranschluss; 5-LED-Funktionsanzeigen (Record, Play, Pause, Power, Dolby-B); regelbarer Kopfhörerausgang; gedĂ€mpfter, groĂflĂ€chiger Kassettenlift; Anschlussmöglichkeiten: RundfunkgerĂ€t, Mikrofon, Plattenspieler, Fernbedienung, Kopfhörer. MaĂe (BHT) 390 x 120 x 265 mm. 2 Boxen: 2-Wege-Boxen HIFI, Typ Merkur, AusfĂŒhrung GehĂ€use Silber metallic. Lieferbar ab Mai (1986)â. Neben der beschriebenen HiFi-Anlage reichte das Sortiment der GENEX von der Kekspackung ĂŒber Kleidung, Möbel, Autos bis hin zu kompletten Eigenheimen. Ein Lada 2107 z.B. â  auf den DDR-BĂŒrger schon mal bis zu 18 Jahre warten durften â wurde hier mit einer garantierten Lieferzeit von maximal zwei Monaten angeboten.
HMK-T 100
Der HiFi-Stereotuner HMK-T 100 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- und Langwellen-Band. Ăber hintergrundbeleuchtete Programmtasten lassen sich sieben UKW-Sender fest vor belegen. Durch einfaches BerĂŒhren des Abstimmreglers kann die Frequenz auch manuell gewĂ€hlt werden. Solange der Regler berĂŒhrt wird, deaktiviert sich die automatische Scharfabstimmung (AFC) und wird danach wieder automatisch zugeschaltet. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine Empfangspegel-, Feinabstimmungs- und Stereoanzeige. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber eine AM-Ferritantenne, UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und einen Mono-Umschalter. Der Tuner hat neben dem ĂŒblichen ausgehĂ€rteten Schmiermittel am AM-Dreko oft den Fehler, dass sich die Spindelregler beim Drehen der Einstellknöpfe fĂŒr die Programmwahl nicht mit drehen oder die beidseitig der Skala montierten LĂ€mpchen durchbrennen.
HK-T 101
Der HiFi-Stereotuner HK-T 101 entspricht offensichtlich komplett dem zuvor beschriebenen HMK-T 100 der ersten Serie mit zweiteiligem Abstimmregler, schwarz eloxierter Front und anthrazitfarbenem Abdeckblech. Warum das GerĂ€t eine abweichende Typenbezeichnung trĂ€gt, ist mir nicht bekannt. Vielleicht wollte der Hersteller von der Bezeichnung âHeim-Mittelklassen-Kombinationâ abkommen, da es bei Stern Radio seinerzeit ja das Top- und nicht Mittelklassen-Modell war.
HMK-V 100
Der HiFi-StereoverstĂ€rker HMK-V 100 liefert eine Ausgangsleistung von 2x30 VA bei einer Impedanz von 4Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr vier Tonquellen, zwei AufnahmeausgĂ€nge sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird mittels zweier 6-LED-Ketten angezeigt. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber eine weitere Taste der Ausgangspegel auf -12dB absenken. Als Endstufentransistoren kamen vier sowjetische ĐĐą819Đ (KT819W) zum Einsatz. Das verbaute Relais GBR 15.2 verursacht teilweise Aussetzer an den LautsprecherausgĂ€ngen, lĂ€sst sich aber mit etwas Vorsicht öffnen und der Fehler dann mit Kontaktspray beheben.
HMK-V 100 IR
Beim HMK-V 100 IR handelt es sich um ein Entwicklungsmuster zur geplanten Kombination HMK 100 IR, das so aber nicht mehr in Serie gegangen ist. Hierbei wurden der serienmĂ€Ăige HMK-V100 mit einer diskret bestĂŒckten Zusatzplatine und eigenem IR-EmpfĂ€nger bestĂŒckt. AuĂerdem sind die einzelnen Funktionstasten beleuchtet.
Mit der zugehörigen Fernbedienung AT tiny 2313 aus Hermsdorfer Produktion lassen sich fĂŒr den VerstĂ€rker das Netz zuschalten, die LautstĂ€rker regeln, der Betrieb zwischen Tuner, Plattenspieler, Deck 1 und Deck 2 wechseln sowie der Monobetrieb und eine Stummschaltung aktivieren. Die am VerstĂ€rker nun zusĂ€tzlich beleuchteten Tasten wurden hierfĂŒr genauso wie der installierte LaustĂ€rkeregler einfach auĂer Betrieb gesetzt. Zur Funktionsanzeige und Batteriekontrolle der Fernbedienung besitzt der VerstĂ€rker ein zusĂ€tzliche blaue LED zwischen den beiden Pegelanzeigen, die vermutlich nur das Empfangssignal der IR-LED in der Fernbedienung eins zu eins wiedergibt.
HMK-V 102
Der HiFi-StereoverstĂ€rker HMK-V 102 entspricht technisch komplett dem VorgĂ€nger HMK-V 100, er wurde jedoch optisch an die seit 1988 produzierte Kombination HMK  200 angepasst. Das ansonsten unverĂ€nderte GehĂ€use des schwarzen HMK-V 100 erhielt lediglich eine ĂŒberarbeitete Beschriftung und den Netzschalter-Knopf der HMK 200. Selbst die geschliffenen Kanten der Frontplatte und Reglerknöpfe wurden beibehalten. Der VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x30 VA bei einer Impedanz von 4Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr vier Tonquellen, zwei AufnahmeausgĂ€nge sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird mittels zweier 6-LED-Ketten angezeigt. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber eine weitere Taste der Pegel um -12dB absenken. Als Endstufentransistoren kamen vier sowjetische ĐĐą819Đ (KT819W) zum Einsatz.
HMK-D 100
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck HMK-D 100 ist mit einem zweimotorigen Laufwerk ausgestattet, das ĂŒber sieben Tipptasten bedient wird. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein beleuchtetes Kassettenfach mit langsam öffnendem Deckel (Soft Eject), eine Pausenlöschfunktion, Titelsuchlauf mit selbststĂ€ndiger Anspielfunktion, getrennt einstellbaren Aufnahmepegel mit Anzeige ĂŒber 2x 12 LEDs, BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem, MPX-Filter, Mikrofon- und regelbarer Kopfhöreranschluss. Die Decks gab es mit transparent beschichteter Front und anthrazitfarbenem Abdeckblech oder mit komplett schwarzem GehĂ€use. Das logikgesteuerte Laufwerk dieses Decks basiert auf dem des SK 3000/3900 aus Sonneberg. So musste der ThĂŒringer Betrieb fĂŒr die zeitgleich gebauten SK/SDK 3930 und SC 1800/1900/1920 auf ein einfaches SANKYO-Lizenz-Laufwerk ausweichen, damit im wohl immer etwas privilegierteren Berliner Werk das hochwertigere Laufwerk verbaut werden konnte.
HMK-SD 200
Der zur HiFi-Kombination HMK 100 passende Plattenspieler HMK-SD 200 verfĂŒgt als erster DDR-Plattenspieler ĂŒber einen Direktantrieb und ist â wie nach TGL-Norm ĂŒblich â mit einem integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker ausgestattet. Als Tonabnehmer kam der magnetischen Abtaster TESLA VM 2103 zum Einsatz. Das GerĂ€t wurde spĂ€ter mit brauner Front und entsprechendem Siebdruck auch als SD 3935 zur Kombination S 3930 vertrieben.
Der Plattenspieler HMK-PA 1203 verfĂŒgt neben dem Direktantrieb und integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker des HMK-SD 200 noch ĂŒber einen Tangentialtonarm. Am Ende des Tonarms befindet sich auĂerdem ein Optokoppler, der die GröĂe der Platte erkennt und den Tonabnehmer somit automatisch am Plattenanfang aufsetzt, wichtig wenn z.B. eine Maxi-Single mit 45 Umdrehung und groĂem Durchmesser aufgelegt wird.
Die Bedienung des GerĂ€tes erfolgt ausschlieĂlich ĂŒber die Tasten an der Front. Der Plattenspieler erkennt auch nicht aufgelegte Platten und fĂ€hrt den Tonarm dann wieder in seine Ausgangsposition zurĂŒck. Die Beschriftung der Front erfolgte anfangs noch mit der Typenbezeichnung HK-PA 1203 (Bild).
HMK-PA 1205
Der HMK-PA 1205 entspricht prinzipiell dem HMK-PA 1203, erkennt aber neben dem Plattenanfang zusĂ€tzlich noch die einzelnen Titelpausen. Er fĂ€hrt die aufgelegte Platte zuerst optisch komplett ab, speichert die Aufsetzpunkte dann und kann die Titel anschlieĂend auch einzeln oder in beliebiger Reihenfolge abspielen. Auch wenn heute eher puristisch ausgestattete Plattenspieler fĂŒr Plattenliebhaber gefragt sind als GerĂ€te mit dem Bedienkomfort eines CD/DVD-Players, finde ich doch die aufwendige technische Umsetzung in diesem GerĂ€t recht beeindruckend.
Bei der HMK 100 IR handelt es sich um ein Entwicklungsmuster, das so nicht mehr in Serie gegangen ist. Hierbei wurden der serienmĂ€Ăige VerstĂ€rker HMK-V100, der Tuner HMK-T 100, das Kassettendeck HMK-D 100 und der optisch stark abweichende Plattenspieler LT-CS 01 jeweils mit einer diskret bestĂŒckten Zusatzplatine und eigenem IR-EmpfĂ€nger bestĂŒckt. Ăber die zugehörige Fernbedienung des Typs AT tiny 2313 aus Hermsdorfer Produktion lassen sich fĂŒr den VerstĂ€rker das Netz zuschalten, die LautstĂ€rker regeln, der Betrieb zwischen Tuner, Plattenspieler, Deck 1 und Deck 2 wechseln sowie der Monobetrieb und eine Stummschaltung aktivieren. Die am VerstĂ€rker nun zusĂ€tzlich beleuchteten Tasten wurden hierfĂŒr genauso wie der installierte LaustĂ€rkeregler einfach auĂer Betrieb gesetzt. Zur Funktionsanzeige und Batteriekontrolle der Fernbedienung besitzt der VerstĂ€rker ein zusĂ€tzliche blaue LED zwischen den beiden Pegelanzeigen, die vermutlich nur das Empfangssignal der Infrarot-LED in der Fernbedienung eins zu eins wiedergibt. FĂŒr den Tuner HMK-T 100 kann mit der AT tiny 2313 zwischen allen sieben ProgrammspeicherplĂ€tzen und der manuellen Abstimmung gewechselt werden. Am Plattenspieler LT-CS 01 lĂ€sst sich der Tangentialtonarm vor- und zurĂŒckfahren sowie auf- und absenken. Des Weiteren kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewechselt werden sowie der Antrieb gestartet und gestoppt werden. FĂŒr das Kassettendeck HMK-D 100 kann das Laufwerk per Fernbedienung gestartet und gestoppt werden, es lĂ€sst sich vor- und zurĂŒck spulen sowie pausieren. AuĂerdem kann die Aufnahme gestartet und ein Intro aktiviert werden. WĂ€hrend der VerstĂ€rker eine etwas aufwendigere Steuerung mit Motorregler und zusĂ€tzlicher Tastenbeleuchtung benötigte, konnte beim Tuner, Plattenspieler und Kassettendeck gröĂtenteils auf die vorhandene Funktionsauswahl und -beleuchtung zurĂŒckgegriffen werden.
HMK 100 (Studie)
K o m b i n a t i o n  H M K  2 0 0
Die HMK 200 erschien 1989 als Nachfolgekombination der HMK 100. Sie wurde technisch nochmals deutlich verĂ€ndert und in den Farben Schwarz, Anthrazit, Silber und Braun ausgeliefert. Die einzelnen Komponenten verfĂŒgen parallel zu den Dioden-Buchsen (DIN) nun auch ĂŒber die international lĂ€ngst ĂŒblichen Cinch-AnschlĂŒsse.
HMK-T 200
Der HiFi-Stereo-Digitaltuner HMK-T 200 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je ein Mittel- und Langwellenband. Die Abstimmung erfolgt ĂŒber eine Vor- und RĂŒcklauftaste und wird in 100kHz-Schritten auf dem LED-Display dargestellt. Neben der manuellen Abstimmung können sowohl fĂŒr das UKW-Band als auch fĂŒr den AM-Bereich (MW & LW) jeweils 15 Programme fest hinterlegt werden. Diese Speicherung kann manuell oder nach BetĂ€tigung der âAuto Memoryâ-Taste auch automatisch aus dem Sendersuchlauf erfolgen. Mit der Funktion âDirect Freqâ lĂ€sst sich die gewĂŒnschte Frequenz auch manuell ĂŒber das Ziffernfeld eingeben. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung fĂŒr UKW (Computer-AFC), eine Rauschsperre (Muting), einen MPX-Filter sowie eine FeldstĂ€rke- und Feinabstimmungsanzeige. Neben der regulĂ€ren 230V-Spannungsversorgung befindet sich an der GehĂ€userĂŒckseite ein Fach fĂŒr drei LR6-Mignonbatterien. Diese dienen zur ĂberbrĂŒckung von StromausfĂ€llen, da das GerĂ€t noch keinen Flash-Speicher besitzt (Ă€hnlich der StĂŒtzbatterie im DAAS des Color 40 oder RC 9140).
HMK-T 210
Beschreibung folgt
HMK-V 200
Der HiFi-StereoverstĂ€rker HMK-V 200 entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger HMK-V 100, verfĂŒgt aber ĂŒber einen elektronischen Quellenumschalter mit Tipptasten und entsprechenden Anzeige-LEDs. Diese LEDs wurden auch fĂŒr die Funktionen Loudness und Mono verwendet. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t einen Equalizer- und Fernbedienanschluss. Neben den zusĂ€tzlich verbauten Cinchbuchsen wurde auch der alte Kopfhörer-WĂŒrfelstecker-Anschluss durch eine 6,3mm-Klinkenbuche ersetzt.
HMK-D 200
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck HMK-D 200 entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger HMK-D 100, verfĂŒgt aber ĂŒber mehrere zusĂ€tzlichen Funktionen. Das an sich unverĂ€nderte Laufwerk wurde mit einem elektronischen BandzĂ€hlwerk ausgestattet. Das Tandempotentiometer fĂŒr den Aufnahmepegel entfĂ€llt zugunsten von zwei getrennten Potis fĂŒr den Pegel und die Balance. Des Weiteren lassen sich mit der Taste âStoreâ gespeicherte Bandpositionen mit der Taste âFindâ wiederfinden. Dasselbe ist in einer Endlosschleife mit den Tasten âPlayâ und âLoop Repeatâ möglich. Die Taste âHoldâ ermöglicht die Anzeige der letzten gespeicherten ZĂ€hlwerkposition. Die Bandsortenwahl erfolgt automatisch und mit der BIAS-Funktion wird die Vormagnetisierung korrigiert. Das GerĂ€t ist mittels HMK-F 200 und RCS 6292 fernbedienbar und sowohl mit Cinch- als auch Diodenbuchsen (DIN) ausgestattet. Der Kopfhörer- und Mikrofonanschluss wurde mit jeweils einer 6,3mm-Klinkenbuchse realisiert.
HMK-F 200
Die nie in Serie produzierte Fernbedieneinheit HMK-F 200 diente als ErgĂ€nzung zur Kombination HMK 200 und ermöglich die Bedienung der wichtigsten Funktionen des Tuners, VerstĂ€rkers, Plattenspielers sowie Kassettendecks mit der zugehörigen IR-Fernbedienung RCS 6292. Das GerĂ€t wird ĂŒber jeweils ein 6-poliges Diodenkabel mit den einzelnen Komponenten verbunden. FĂŒr den VerstĂ€rker HMK-V 200 kann die LautstĂ€rke und die Tonquelle gewĂ€hlt werden, wobei das integrierte LautstĂ€rke-Potentiometer hierbei einfach ĂŒberbrĂŒckt wird. Die LautstĂ€rkeanzeige erfolgt ĂŒber eine sechsstufige LED-Kette an der Front. Hier befinden sich auch noch zwei Tipptasten fĂŒr die LautstĂ€rkeeinstellung bei fehlender oder nicht betriebsbereiter Fernbedienung. Am Tuner kann zwischen UKW, Mittel- und Langwelle umgeschaltet werden und es lassen sich die gespeicherten Programme wechseln, am Kassettendeck die grundliegenden Laufwerkfunktionen. Des Weiteren können am Plattenspieler HMK-PA 2205 alle grundliegenden Funktionen gesteuert werden. Dem HMK-PA 2203 fehlt wiederum ein entsprechender Anschluss. An der GehĂ€userĂŒckseite befinden sich noch vier Netz-Steckdosen zum Ein- und Ausschalten aller Komponenten. Technisch könnte ich mir eine Entwicklung auf Basis des DAAS (Digitalen Abstimm- und Anzeigesystem) in PHILIPS-Lizenz vorstellen, welches auch schon bei den TV-GerĂ€ten Color 40 und RC 9140 verwendet wurde. NĂ€heres hierzu ist mir aber nicht bekannt.
HMK-E 200
Beim abgebildeten HiFi-Stereo-Equalizer HMK-E 200 handelt es sich vermutlich nur um ein Entwicklungsmuster, wobei ein entsprechender Anschluss am VerstĂ€rker HMK-V 200 bereits verbaut wurde. Das lediglich 60 mm hohe GerĂ€t verfĂŒgt offensichtlich ĂŒber eine zehnstufige Klangregelung ohne Trennung der beiden StereokanĂ€le. Die Quellenauswahl erfolgt wohl schon aufgrund der Fernbedienbarkeit des HMK-V 200 nach wie vor ĂŒber diesen und nicht ĂŒber den Equalizer.
HMK-PA 2203
Der HMK-PA 2203 entspricht technisch komplett dem zuvor beschriebenen HMK-PA 1203, wurde aber in der Optik der Kombination HMK 200 lackiert und beschriftet. Der Netzschalter und die Tasten entsprechen wiederum unverÀndert der HMK 100.
Der HMK-PA 2205 entspricht technisch ebenfalls komplett dem zuvor beschriebenen HMK-PA 1205, wurde aber in der Optik der Kombination HMK 200 lackiert und beschriftet. Der Netzschalter und die Tasten entsprechen wiederum unverÀndert der HMK 100.
HMK-TV SAT
Der 1989 entwickelte â aber nicht in Serie produzierte â Analog-Sattelitenreceiver HMK-TV-SAT wurde optisch an die HMK 200 angelehnt. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber eine IR-Fernbedienung, FeldstĂ€rke-LED-Anzeige, Antennen-, Scart-Ausgang und Dioden-Ausgang. Das GehĂ€use und Netzteil wurden wohl vom HMK-T 200 ĂŒbernommen. Inwieweit es sich beim Tuner und Abstimmsystem um eine komplette Eigenentwicklung handelt oder eventuell auf das zu dieser Zeit bereits in StaĂfurter und Radeberger Fernsehern verbaute Digitale Anzeige- & Abstimm-System (DAAS) in PHILIPS-Lizenz zurĂŒckgegriffen wurde, ist mir nicht bekannt (weitere Infos gesucht).
K o m b i n a t i o n  S   3 0 0 0
Die HiFi-Kombination S 3000 wurde von 1982 bis 1986 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Die mit 300 x 60 bzw. 300 x 120 mm sehr kompakten Komponenten wurden fĂŒr Ihre Zeit recht konsequent mit Schaltkreisen realisiert und zeichnet sich durch ihre insgesamt gute Ausstattung und den erstaunlich krĂ€ftigen Klang aus. Die Komponenten wurden noch komplett in deutscher Sprache beschriftet und mit braunen oder silberfarbenen Frontblenden sowie durchgehend braunen GehĂ€useabdeckungen und RĂŒckwĂ€nden versehen. Die ersten S 3000 mit silbergrauer Front (bis 1984) hatten auch silberfarbene GehĂ€useabdeckungen und anthrazitfarbene RĂŒckwĂ€nde.
Parallel zu dieser Kombination fĂŒr den DDR-Vertrieb gab es mit Ă€hnlich kompakten Abmessungen in Polen die UNITRA DIORA S 11 / S 15, die auch als bruns Mini nach Westdeutschland geliefert wurde, des Weiteren die tschechische TESLA 710A, die ungarische ORION mini hifi 1025, die sowjetische ĐлДĐșŃŃĐŸĐœĐžĐșа ĐŃбОŃa 002 (Elektronika Orbit 002) und die rumĂ€nische ELECTRONICA 3220 mini system. Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde die S 3000 auch ĂŒber die GENEX Geschenkdienst GmbH in Westdeutschland angeboten. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschlieĂender Lieferung an den angegebenen GeschenkempfĂ€nger in der DDR. So wurde die S 3000 â bestehende aus Tuner, VerstĂ€rker sowie Kassettendeck und ergĂ€nzt um die Boxen B 3010 â im GENEX Katalog von 1986 fĂŒr 1.270,- DM angeboten, wĂ€hrend die selbe Kombination in der DDR nicht unter 3.500 DDR-Mark erhĂ€ltlich war. Parallel konnten aber auch der Plattenspieler SP 3001 und Equalizer SM 3000 fĂŒr je 250,- bzw. 325,- DM erworben werden.
In der Produktbeschreibung heiĂt es zur kompletten Kombination: âPerfektes Klangerlebnis fĂŒr höchste AnsprĂŒche â Ein komplettes System fĂŒr den HIFI-Kenner â Stereo-HIFI-Minikomponenten - Das konsequente MaĂkonzept erlaubt die beliebige Anordnung aller Komponenten. Jede Zuordnung stimmt und stellt eine optimale Lösung dar. Eine gestalterische Einheit. â HIFI-Kassettendeck SK 3000: Computergesteuertes Laufwerk mit elektronischen Kurzhub-Tipptasten; 7 Bedienungsfunktionen: Start, schneller Vor- und RĂŒcklauf, Pause, Stop und Aufnahme; Mithörkontrolle bei Umspulung; BandlĂ€ngenzĂ€hlwerk mit Memory-Stop; gedĂ€mpfter Kassettenlift; Rauschminderungssystem Dolby. MaĂe (BHT) 300 x 123 X 260 mm â HIFI-VerstĂ€rker SV 3001: Ausgangsleistung 2x25VA/Musik, 2x15VA/Sinus; elektronische Einschaltverzögerung; integrierte Schutzschaltung gegen thermische Ăberlastung; mit elektronischer Schutzschaltung fĂŒr die Boxen sowie elektronischer Einstellung von LautstĂ€rke, Höhen, Tiefen und Balance; Drehregler; Taste Linear und Rauschfilter; LED-Anzeige fĂŒr Betriebsbereitschaft und Aussteuerung; Anschlussmöglichkeiten: Tuner, Kassettendeck oder TB, Plattenspieler, Boxen und Kopfhörer. MaĂe (BHT) 300 x 60 x 260 mm. 310,- DM (statt 740,- DDR-Mark) â HIFI-Tuner ST 3000: 4 Wellenbereiche UKW/KW/MW/LW, Automatische Mono-Stereo-Umschaltung und LED-Anzeige, FeldstĂ€rkenanzeige durch LED-Kette, Muting, FA/AFC, Computer-AFC. MaĂe (BHT) 300 x 60 x 260 mm. 250,- DM (statt 650,- DDR-Mark) â 2 HIFI-Boxen B 3010: Diese 2-Wege-Bassreflexbox verfĂŒgt ĂŒber einen Ăbertragungsbereich von 50Hz â 16kHz. Nennbelastbarkeit 20 Watt. Innenvolumen 7 Liter. MaĂe (BHT) 180 x 250 x 260 mm. 150,- DM (statt 200,- DDR-Mark) â HIFI-MischverstĂ€rker mit Equalizer SM 3000: FĂŒr ein ĂŒberzeugendes Klangerlebnis. Ein MischverstĂ€rker mit Equalizer, der besonders zur Komplettierung des Minikomponenten-Systems S 3000 geeignet ist (Technisch auch fĂŒr Anlage S 3900). Anwendungsbereiche: Der SM 3000 ermöglicht die Mischung bzw. Ăberblendung von 5 Eingangssignalen mit anschlieĂender Klangbeeinflussung in 5 Frequenzbereichen sowohl im Mono- als auch im Stereo-Betrieb. Er kann sowohl vor TBG (Aufnahme) und VerstĂ€rkern als auch vor Tunern, PhonogerĂ€ten, Mikrofonen und TBG (Wiedergabe) geschaltet werden, um differenzierte KlangverĂ€nderungen, Korrekturen sowie eine Optimierung des Frequenzganges zur Verbesserung der ĂbertragungsqualitĂ€t zu erreichen. Breiter Anwendungsbereich, z.B. Vertonung von Film- oder Dia-Serien, Korrektur des Frequenzganges von Tonbandkassetten speziell fĂŒr den Einsatz im PKW oder Anfertigung von Tonbandkopien alter Platten- oder Bandaufnahmen, die in ihrer QualitĂ€t wieder dem Original nahekommen. MaĂe (BHT) 300 x 123 x 260 mm. 325,- DM (statt 595,- DDR-Mark) â HIFI-Phonoautomat SP 3001: Mit vollautomatischer Tragarm-Bewegung und der Möglichkeit zur Programmierung fĂŒr automatisches Wiederholungsabspiel (Stop-Taste), EntzerrervorverstĂ€rker, LED-Funktionsanzeige, magnetisches Abtastsystem und Flachriemenantrieb, elektronisch gesteuerter Synchron-Motor fĂŒr 2 Geschwindigkeiten (33/45 U/min), Endabschaltung und Handlift optimal gedĂ€mpft, Technische Eignung fĂŒr Anlage S 3000 und Einzelkomponenten. MaĂe (BHT) 390 x 130 x 260 mm. 250,- DM (statt 650,- DDR-Mark)â.
ST 3000
Der HiFi-Stereotuner ST 3000 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Das GerĂ€t zeichnet sich durch seinen ausgesprochen guten UKW-Empfang aus, auch wenn die Ausstattung ansonsten recht ĂŒberschaubar gehalten ist.
Zur genauen Abstimmung besitzt der Tuner eine Empfangspegel- und Stereo-LED-Anzeige. AuĂerdem verfĂŒgt es ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung fĂŒr das UKW-Band (AFC), eine zuschaltbare AM-Ferritantenne, eine UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und einen Mono-Umschalter.
Mit dem Stereo-VerstĂ€rker SV 3000 startete eine ganze Serie kompakter HiFi-VerstĂ€rker, die bis 1990 in sechs Varianten bis zum SV 4000 stetig weiterentwickelt wurden. Der SV 3000 sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x15VA (4Ω) und besitzt EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen, einen Aufnahmeausgang sowie einen Kopfhöreranschluss. Das GerĂ€t zeichnet sich in Kombination mit den passenden Boxen B 3010 durch seinen erstaunlich krĂ€ftigen Klang aus. Die Ausgangsleistung wird ĂŒber eine Kette aus sechs LEDs angezeigt. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber die Taste "Rausch" eine Rauschsperre zuschalten. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei tschechische TESLA MDA2020 zum Einsatz.
Das GerĂ€t ist sehr ĂŒbersichtlich aufgebaut, da sich jede Baugruppe auf einer separaten Platine befindet (Netzteil, VorverstĂ€rker, Endstufe etc.). Wie beim HMK-V 100 verursacht das eingebaute Relais GBR 15.2 teilweise Aussetzer an den LautsprecherausgĂ€ngen. Die aus meiner Sicht gröĂte Fehlerquelle findet sich jedoch an der Unterseite des GerĂ€tes. Da die beiden KĂŒhlkörper fĂŒr die IC-VerstĂ€rker im Betrieb ein gewisses Spannungspotenzial aufweisen, dĂŒrfen sie nicht mit dem aus Masse gelegten GehĂ€usechassis leitend verbunden sein. HierfĂŒr wurden sie auf IsolierplĂ€ttchen montiert. An der Unterseite finden sich jedoch vier Befestigungsschrauben, die unter UmstĂ€nden Kontakt mit dem Chassis bekommen können. Ich klebe diese grundsĂ€tzlich mit Isolierband ab, um einem Defekt der IC-VerstĂ€rker gleich vorzubeugen.
SV 3001
Neben dem zuvor beschriebenen SV 3000 gibt es noch den mit groĂem Abstand deutlich hĂ€ufigeren SV 3001. Dieser ist front- und rĂŒckseitig nach wie vor mit SV 3000 beschriftet und lĂ€sst sich nur auf dem Papiertypenschild an der GehĂ€useunterseite als SV 3001 erkennen. Technisch unterscheidet er sich lediglich durch den hochpegeligen Plattenspieler-Eingang ohne Entzerrer-VorverstĂ€rker, da dieser in fast allen DDR-Plattenspielern bereits integriert war. Im SV 3000 kamen zwei OperationsverstĂ€rker B761D zum Einsatz, die beim SV 3001 durch zwei B861D ersetzt wurden. AuĂerdem entfielen im SV 3001 einige Kondensatoren und WiderstĂ€nde fĂŒr den Entzerrer, was sich auf der dadurch nur teilweise bestĂŒckten VorverstĂ€rkerplatine noch gut erkennen lĂ€sst.
SV 3100
SK 3000
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck SK 3000 besitzt ein zweimotoriges Laufwerk, welches mittels sieben Tipptasten bedient wird.
Es verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Pausenlöschfunktion, einen getrennt regelbaren Aufnahmepegel mittels Tandem-Poti und Anzeige ĂŒber 2x 12 LEDs, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, einen Mikrofonanschluss, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem (RMS), Bandsortenwahl (Fe & Cr) und ein gedĂ€mpft öffnendes Kassettenfach (Soft Eject).
Neben AusfĂŒhrung mit gebĂŒrsteter Alufront, braunem Abdeckblech und Chromtasten, gab es spĂ€ter auch die gleiche AusfĂŒhrung mit frontseitig verchromten Tasten aus schwarzem Plastik und GerĂ€te mit braun lackierter Front und Chromtasten.
SM 3000
Der Stereo Mixer- & Equalizer SM 3000 wurde speziell fĂŒr die S 3000 neu entwickelt und ab 1985 produziert. Er verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf Regelstufen fĂŒr die Frequenzen 63, 250 Hz, 1, 4 und 10 kHz, die sich an der rechten Frontseite befinden. Im Gegensatz zu klassischen Graphic-Equalizern können die beiden StereokanĂ€le aber nicht getrennt geregelt werden. DafĂŒr lassen sich an der linken Frontseite die fĂŒnf Tonquellen-EingĂ€nge stufenlos mischen, sodass diese auch nicht mehr am VerstĂ€rker umgeschaltet werden mĂŒssen. Der Eingangspegel wird permanent ĂŒber eine 12-LED-Kette angezeigt.
SP 3000 & SP 3001
Der HiFi-Stereo-Plattenspieler SP 3000 HIFI wurde 1983 im VEB Phonotechnik Pirna/Zittau (ZIPHONA) entwickelt und optisch an die Sonneberger HiFi-Kombination S 3000 angeglichen. Ob und in welcher StĂŒckzahl die GerĂ€te dann wirklich produziert wurden, ist mir nicht bekannt, da parallel der fast baugleiche SP 3001 HIFI folgte. Der vollautomatische SP 3000 verfĂŒgt ĂŒber einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit dem magnetischen Abtaster des Typs TESLA VM 2103 (anfangs RFT MS 27 SD). Er besitzt aber noch keinen integrierten EntzerrervorverstĂ€rker. Hierdurch gingen die GerĂ€te meist mit abgewandelter Markenbezeichnung in den Export, da der SV 3000 und andere DDR-VerstĂ€rker ĂŒber einen hochpegeligen Eingang verfĂŒgen.
Das GerĂ€t besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch BetĂ€tigen des Drehreglers fĂŒr die Geschwindigkeit. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen sowie Endlosbetrieb in beiden Geschwindigkeiten gewĂ€hlt werden. Die Geschwindigkeit und somit der Netzbetrieb werden jeweils mit einer LED signalisiert. Sofern nicht im Endlosmodus oder die STOP-Taste betĂ€tigt wurde, schaltet sich das GerĂ€t nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden. Der gegenĂŒber dem SP 3000 deutlich hĂ€ufigere SP 3001 entspricht diesem optisch und technisch komplett, verfĂŒgt aber ĂŒber einen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker. Das GerĂ€t gibt es mit geschliffener oder braun lackierter Alufront.
K o m b i n a t i o n  S   3 9 0 0
Die HiFi-Kombination S 3900 entspricht technisch komplett der S 3000, wurde aber in der GehĂ€usebreite an den Plattenspieler SP 3000/3001 angepasst. Bei der S 3000 misst die Front 300 mm, bei der S 3900 390 mm, woraus sich auch die beiden Typenbezeichnungen ergeben. Im Gegensatz zur S 3000 wurde die Frontplatte nicht mehr in deutscher Sprache, sondern in Englisch beschriftet und fast ausschlieĂlich braun lackiert. Die Tasten bestehen bei den ersten GerĂ€ten (1982 bis 1986) aus verchromtem Aluminium, bei der zweiten Serie (1986 bis 1987) aus schwarzem Kunststoff mit verchromter Front. Neben den braunen GerĂ€ten gibt es noch eine kleine Erstserie mit komplett silbernem GehĂ€use.
Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurden die S 3900 auch ĂŒber die GENEX Geschenkdienst GmbH in Westdeutschland angeboten. So findet sich die Kombination bestehend aus dem Tuner, VerstĂ€rker, Kassettendeck sowie Plattenspieler und ergĂ€nzt um die Boxen B 3010 sowie das passende Rack im GENEX Katalog von 1986 fĂŒr 1.390,- DM, wĂ€hrend dieselbe Kombination ohne Rack in der DDR nicht unter 4.100,- DDR-Mark erhĂ€ltlich war.
In der Produktbeschreibung heiĂt es hierzu: âHIFI-System S 3900 â Das System der perfekten Lösung. Eine komplette Anlage bestehend aus: Tuner ST 3900: 4 Wellenbereiche UKW/KW/MW/LW, Automatische Mono-Stereo-Umschaltung und LED-Anzeige, FeldstĂ€rkenanzeige durch LED-Kette, Muting, FA/AFC, Computer-AFC. MaĂe (BHT) 390 x 60 x 260 mm. â HIFI-VerstĂ€rker SV 3901: Ausgangsleistung 2x25VA/Musik, 2x15VA/Sinus; elektronische Einschaltverzögerung; integrierte Schutzschaltung gegen thermische Ăberlastung; mit elektronischer Schutzschaltung fĂŒr die Boxen sowie elektronischer Einstellung von LautstĂ€rke, Höhen, Tiefen und Balance; Drehregler; Taste Linear und Rauschfilter; LED-Anzeige fĂŒr Betriebsbereitschaft und Aussteuerung; Anschlussmöglichkeiten: Tuner, Kassettendeck oder TB, Plattenspieler, Boxen und Kopfhörer. MaĂe (BHT) 390 x 60 x 260 mm. â HIFI-Kassettendeck SK 3900: Computergesteuertes Laufwerk mit elektronischen Kurzhub-Tipptasten; 7 Bedienungsfunktionen: Start, schneller Vor- und RĂŒcklauf, Pause, Stop und Aufnahme; Mithörkontrolle bei Umspulung; BandlĂ€ngenzĂ€hlwerk mit Memory-Stop; gedĂ€mpfter Kassettenlift; Rauschminderungssystem Dolby. MaĂe (BHT) 390 x 120 X 260 mm â Plattenspieler SP 3001: Mit vollautomatischer Tragarm-Bewegung und der Möglichkeit zur Programmierung fĂŒr automatisches Wiederholungsabspiel (Stop-Taste), EntzerrervorverstĂ€rker, LED-Funktionsanzeige, magnetisches Abtastsystem und Flachriemenantrieb, elektronisch gesteuerter Synchron-Motor fĂŒr 2 Geschwindigkeiten (33/45 U/min), Endabschaltung und Handlift optimal gedĂ€mpft, Technische Eignung fĂŒr Anlage S 3000 und Einzelkomponenten. MaĂe (BHT) 390 x 130 x 260 mm. â 2 Boxen B 3010: Diese 2-Wege-Bassreflexbox verfĂŒgt ĂŒber einen Ăbertragungsbereich von 50Hz â 16kHz. Nennbelastbarkeit 20 Watt. Innenvolumen 7 Liter. MaĂe (BHT) 180 x 250 x 260 mm. â Rack: Mit Kassetten- und Plattenablage. MaĂe (BHT) 425 x 750 x 340 mm.â.
ST 3900
Der mit dem ST 3000 technisch identische ST 3900 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine 6+1-stellige Empfangspegel- und Stereo-LED-Anzeige. AuĂerdem verfĂŒgt es ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), zuschaltbare AM-Ferritantenne, UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und einen Mono-Umschalter. Auch dieser Tuner zeichnet sich trotz der einfachen Ausstattung wieder durch seinen ausgesprochen guten UKW-Empfang aus.
SV 3900 & SV 3901
Der HiFi-Stereo-VerstĂ€rker SV 3900 entspricht technisch komplett dem zuvor beschriebenen SV 3000. Er sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ω) und besitzt EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen, einen Aufnahmeausgang sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird ĂŒber eine Kette aus sechs LEDs angezeigt. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber die Taste "Squelch" eine Rauschsperre zuschalten. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei TESLA MDA2020 zum Einsatz. Auch bei der Kombination S 3900 gab es neben dem SV 3900 mit Entzerrer-VorverstĂ€rker fĂŒr den TA-Eingang noch den ansonsten identischen SV 3901 ohne Entzerrer-VorverstĂ€rker. Diesen kann man nur am Typenschild auf der Unterseite vom deutlich selteneren VorgĂ€nger unterscheiden, da beide auf der Front einheitlich mit SV 3900 beschriftet wurden.
VS 1800
SK 3900
Das mit dem SK 3000 technisch identische HiFi-Stereo-Kassettendeck SK 3900 besitzt ein zweimotoriges Laufwerk, welches mittels sieben Tipptasten bedient wird. Es verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Pausenlöschfunktion, einen getrennt regelbaren Aufnahmepegel mittels Tandem-Poti und Anzeige ĂŒber 2x12 LEDs, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, einen Mikrofonanschluss, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem (RMS), Bandsortenwahl (Fe & Cr) und ein gedĂ€mpft öffnendes Kassettenfach (Soft Eject).
Die GerĂ€te gab es anfangs mit verchromten Alutasten (1982 â 1986, Bild oben) oder â deutlich seltener â mit transparenten Plastiktasten (1985, Bild) und danach mit verchromten Plastiktasten (1986/1987). Die Regler-, Drehknöpfe und Kassettenfach-Schrauben bestanden durchgehend aus Aluminium. Neben den braunen GerĂ€ten gibt es noch eine kleine Erstserie mit komplett silbernem GehĂ€use.
SM 3900
Der mit dem SM 3000 technisch identische SM 3900 verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf Mono-Regelstufen fĂŒr die Frequenzen 63, 250 Hz, 1, 4 und 10 kHz, die sich an der rechten Frontseite befinden. An der linken Frontseite lassen sich die fĂŒnf Tonquellen-EingĂ€nge stufenlos mischen, sodass diese auch nicht mehr am VerstĂ€rker umgeschaltet werden mĂŒssen. Der Eingangspegel wird permanent ĂŒber eine 12-LED-Kette angezeigt.
U n i v e r s u m  S y s t e m  H I F I  5 0 5 0   ( S  3 9 0 0 )
Die HiFi-Kombination S 3900 wurde 1985 kurzzeitig auch ĂŒber den QUELLE-Versand in Westdeutschland vertrieben und trug hier den Namen Universum System HIFI 5050 (Bestell-Nr. 001.722.3). Die Komponenten gab es nur in komplett braun mit verchromten Alutasten. Offensichtlich beschrĂ€nkte sich der Vertrieb wohl nur auf eine Katalogsaison und die gelieferte StĂŒckzahl war ziemlich niedrig. Zumindest tauchen die GerĂ€te auf meinen regelmĂ€Ăigen Flohmarktbesuchen im Raum NĂŒrnberg so gut wie nie auf und das, obwohl sich hier das Hauptversandlager mit angeschlossenem QUELLE-Kaufhaus befand. Die S 3900 war neben der FERA V 150/500 und dem ĂŒber BRUNS vertriebenen SP 3001 die einzige DDR-Westexport-Anlage. Bei den HiFi-GerĂ€ten sind die bundesdeutschen Importeure meist eher auf polnische GerĂ€te von UNITRA-DIORA ausgewichen, da sich hier vermutlich noch niedrigere Einkaufspreise erpressen lieĂen.
Universum System HIFI 5050 T 152 (ST 3900)
Der Tuner ST 3900 trĂ€gt bei QUELLE die Zusatzbezeichnung T 152. Er wies gegenĂŒber der DDR-AusfĂŒhrung zwei Ănderungen auf, die spĂ€ter beim Nachfolger ST 3930 auch fĂŒr den DDR-Vertrieb umgesetzt wurden: Zum Einen verfĂŒgt der T 152 ĂŒber ein erweitertes UKW-Band bis 108 MHz (statt 104 MHz), zum Zweiten ĂŒber eine 75Ω-Koax-UKW-Buchse. Der RFT-Schriftzug und die Typenbezeichnung auf der Front wurde durch den Namen UNIVERSUM SYSTEM HIFI 5050 ersetzt. Auf der RĂŒckseite findet sich statt der Herstellerangabe nur die QUELLE-Bestellnummer der gesamten Anlage (001.722.3), die Bundespost-Funkentstörnummer und die ĂŒblichen Sicherheitshinweise. Das ausfĂŒhrliche Papierschild mit Herstellerangaben an der Unterseite fehlt komplett.
Universum System HIFI 5050 V 152 (SV 3900)
Der VerstĂ€rker SV 3900 mit komplett braunem GehĂ€use und verchromten Tasten wurde zusammen mit dem ST 3900, SK 3900 und teilweise auch dem SP 3000 ĂŒber den QUELLE-Versand als UNIVERSUM SYSTEM HIFI 5050 vertrieben. Der VerstĂ€rker trĂ€gt hierbei die Zusatzbezeichnung V 152. Wie schon beim Tuner T 152 fehlt auf dem GerĂ€t der Verweis zum ursprĂŒnglichen Hersteller aus Sonneberg. Stattdessen finden sich auf der RĂŒckseite lediglich die FTZ-Nr. der Bundespost und die QUELLE-Bestellnummer. Im Gegensatz zum T 152 wurden beim V 152 gegenĂŒber der DDR-AusfĂŒhrung keine technischen Ănderungen vorgenommen. Zum Vergleich ist jedoch zu sagen: Der V 152 entspricht dem âUrâ-SV 3900, nicht dem in der DDR deutlich verbreiteteren SV 3901 (frontseitig auch mit SV 3900 beschriftet, siehe entsprechende Beschreibung). Somit besitzt das UNIVERSUM-GerĂ€t bereits einen integrierten Plattenspieler-Entzerrer, was sich aber gerade in Verbindung mit anderen Komponenten am TA-Eingang (wie z.B. CD-Player) eher als nachteilig erweist.
Universum System HIFI 5050 C 152 (SK 3900)
Das Kassettendeck SK 3900 mit komplett braunem GehĂ€use und verchromten Tasten wurde zusammen mit dem ST 3900, SV 3900 und teilweise auch dem SP 3000 ĂŒber den QUELLE-Versand als UNIVERSUM SYSTEM HIFI 5050 vertrieben. Das Deck trĂ€gt hierbei die Zusatzbezeichnung C 152. Wie schon beim Tuner T 152 und V 152 fehlt auf dem GerĂ€t der Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller. Stattdessen finden sich auf der RĂŒckseite lediglich die FTZ-Nr. der Bundespost und die QUELLE-Bestellnummer. Im Gegensatz zum T 152 wurden beim C 152 gegenĂŒber der DDR-AusfĂŒhrung keine technischen Ănderungen vorgenommen.
Universum System HIFI 5050 F 152 (SP 3000)
Der Plattenspieler SP 3000 mit komplett braunem GehĂ€use und verchromten Tasten wurde â wie auch der ST 3900, SV 3900 und SK 3900 â ĂŒber den QUELLE-Versand als UNIVERSUM SYSTEM HIFI 5050 vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Zusatzbezeichnung F 152 und konnte wohl unabhĂ€ngig von der Kombination HIFI 5050 bei QUELLE bestellt werden. Das abgebildete GerĂ€t vom November 1984 wurde mit einem Tonabnehmer des Typs TESLA VM 2103 bestĂŒckt, der jedoch keine Beschriftung trĂ€gt. Der VM 2103 lĂ€sst sich an den im Quadrat angeordneten Kontakten erkennen, wĂ€hrend diese beim VM 2102 diagonal versetzt sind (wie ein Parallelogramm). Ob es auch UNIVERSUM-GerĂ€te mit MS 27 SD oder VM 2102 gab, ist mir nicht bekannt.
K o m b i n a t i o n  S   3 9 3 0
Die HiFi-Kombination S 3930 wurde von 1987 bis 1990 als Nachfolge-Kombination der S 3000 und S 3900 von verschiedenen Betrieben in Sonneberg, Stollberg, Leipzig, Zittau und Arnstadt produziert. Die GehÀuse der Komponenten hatten nun durchgehend eine Breite von 390 mm mit brauner oder silberfarbener Frontblende sowie braunem oder beigefarbenem Abdeckblech.
Zu keiner anderen RFT-Kombination gab es so viele verschiedene Komponenten wie zu dieser. Es besteht die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Tunern, drei VerstĂ€rkertypen, drei Plattenspielern sowie einem Einzel- und Doppel-Kassettendeck. AuĂerdem kann die Kombination um einen Mixer/Equalizer und ein LichtsteuergerĂ€t erweitert werden. Statt des Tuners und VerstĂ€rkers kann auch ein passendes SteuergerĂ€t (Receiver) verwendet werden.
Neben dem regulĂ€ren â völlig unzureichenden â Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde die S 3930 auch im GENEX-Katalog angeboten. Ăber die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Hier war die S 3930 bestehend aus Tuner, VerstĂ€rker und Doppelkassettendeck fĂŒr 910,- DM erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1989 heiĂt es hierzu nur kurz: âHIFI-Stereo-System S 3930 bestehend aus Tuner ST 3930, VerstĂ€rker SV 3931 und Doppel-Kassettendeck SDK 3930 fĂŒr individuelle Boxenauswahl / Diese Anlage in ihren Variationsmöglichkeiten kann beliebig ergĂ€nzt bzw. erweitert werden durch den dazu passenden Plattenspieler SP 3930, den Equalizer SM 3930 und durch das Lichteffektgerat SL 3930.â.
ST 3930
Der HiFi-Stereotuner ST 3930 entspricht technisch noch fast komplett dem VorgĂ€nger ST 3900. Die Hauptplatine mit allen Bauteilen wurde lediglich komplett nach rechts verschoben und der Netzschalter mit Anzeige-LED nach ganz links in die ansonsten leere GehĂ€use-Erweiterung. Das GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band nun von 87,5 bis 108 MHz statt 87,5 bis 104 MHz und ist mit einer Koaxial-UKW-Buchse ausgestattet. Zur genauen Abstimmung besitzt es â wie schon der ST 3900 â eine Empfangspegel- und Stereo-LED-Anzeige.
AuĂerdem verfĂŒgt es ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine zuschaltbare AM-Ferritantenne, eine UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und einen Mono-Umschalter. Neben der meistgebauten AusfĂŒhrung mit brauner Front und braunem Abdeckblech wurde der ST 3930 teilweise auch mit silberner Frontblende und beigefarbenem Abdeckblech versehen.
ST 3936
Der HiFi-Stereotuner ST 3936 wurde von 1989 bis 1990 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Das GerĂ€t zĂ€hlt neben dem HMK-T 200 und HMK-T 210 aus dem VEB Stern-Radio Berlin zu den einzigen in der DDR hergestellten Synthesizertunern. Auch im gesamten Ostblock gab es meines Wissens zu dieser Zeit noch keinen weiteren Digitaltuner. Beim ebenfalls ab 1989 produzierten, polnischen Unitra-Diora AS 641 handelte es sich lediglich um einen Analogtuner mit digitaler VFD-Frequenzanzeige. Der RFT ST 3936 empfĂ€ngt â im Gegensatz zum HMK-T 200 â lediglich das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz und keine weiteren AM-BĂ€nder. Die Senderauswahl kann wahlweise per Handabstimmung (Up & Down), ĂŒber den automatischen Sendersuchlauf (Search + Up & Down), die 2x10 fest belegbaren ProgrammspeicherplĂ€tze (Tasten â1â bis â0â bzw. Taste â11-20â plus â1â bis â0â) oder ĂŒber eine direkte Frequenzeingabe mittels zehn Programmspeichertasten (âFreq. Setâ plus â1â bis â0â) erfolgen. Die Frequenz wird ĂŒber ein fĂŒnfstelliges 7-Segment-LED-Diplay mit einer Genauigkeit von 50 kHz angezeigt. Zur genauen Abstimmung stehen eine fĂŒnfstellige LED-Pegelanzeige, eine Stereo-LED und eine dreistellige Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Die Belegung der Festspeicher erfolgt nach Frequenzauswahl ĂŒber die Taste âMemoryâ mit anschlieĂender Programmtastenauswahl. Bei den belegten SpeicherplĂ€tzen wird dann im Display lediglich der Programmplatz ohne Frequenz angezeigt. Um die Speicherbelegung auch bei kompletter Netztrennung sicher zu stellen, benötigt das GerĂ€t noch drei R14-Zellen als StĂŒtzbatterien. Diese lassen sich in ein rĂŒckseitiges Batteriefach einlegen, werden vom GerĂ€t aber nicht nachgeladen. Der ST 3936 verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Mono-Umschaltmöglichkeit mit LED-Anzeige; eine Rauschsperre (Muting), die sich bei manueller Abstimmung automatisch deaktiviert; eine Netz- sowie Search-LED und eine LED-Anzeige fĂŒr die Anwahl der zweiten Speicherebene (11-20). Im ST 3936 wurde ein UKW-Tuner des Typs 7/3, der ZF-VerstĂ€rker A225, der Stereo-Decoder A4511 und der Steuerprozessor UB8811 als HerzstĂŒck der digitalen Abstimmung verbaut.
SV 3930
Der HiFi-StereoverstĂ€rker SV 3930 basiert technisch auf dem zuvor beschriebenen SV 3000 und hat auch dessen Ausstattung gröĂtenteils ĂŒbernommen. So verfĂŒgt das im VEB GerĂ€te- und Reglerwerk Leipzig produzierte GerĂ€t ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang mit Auswahl ĂŒber einen Drehschalter. Der Plattenspieler-Eingang ist hierbei mit einem empfindlichen Entzerrer-VorverstĂ€rker versehen. Die Ausgangsleistung der komplett ĂŒberarbeiteten Endstufen betrĂ€gt nun 2x25 VA (4 Ω) und wird mittels einer sechsstelligen LED-Kette angezeigt, die sich im Bereich bis 8 VA und 30 VA umschalten lĂ€sst. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t wieder einen Rauschfilter (Squelch) und eine abschaltbare Loudness-Funktion. AuĂerdem ist noch ein Mono-Umschalter hinzugekommen.
SV 3931
Die meisten SV 3930 sind an der GehĂ€useunterseite mit SV 3931 beschriftet. Diese DDR-Binnenmarkt-GerĂ€te unterscheiden sich von den âechtenâ SV 3930 eigentlich nur durch ihren hochpegeligen Plattenspieler-Eingang ohne Entzerrer. Dieser wurde nach DDR-Norm immer im Plattenspieler verbaut, was den Vorteil bieten, dass alle Komponenten auch an allen VerstĂ€rkereingĂ€ngen verwendet werden können. Den SV 3931 gab es mit komplett braunem GehĂ€use, mit silbergrauer Front und braunem Abdeckblech sowie mit silbergrauer Front und beigefarbenem Abdeckblech.
SV 3931.1
Der ausschlieĂlich 1989 im VEB GerĂ€te- und Reglerwerk Leipzig produzierte SV 3931.1 entspricht technisch fast komplett dem zuvor beschriebenen SV 3930, verfĂŒgt aber ebenfalls ĂŒber einen hochpegeligen Plattenspieler-Eingang ohne Entzerrer und wurde in der Vorstufe mit einem A1524 statt des A273 und A274 bestĂŒckt. Hierdurch konnte das Grundrauschen deutlich reduziert werden. Die Klangregelung verfĂŒgt jedoch ĂŒber einen geringeren Einstellbereich. Von auĂen sind die GerĂ€te nur an der dreifarbigen LED-Kette (4x grĂŒn, 1x gelb & 1x rot), den leichtgĂ€ngigeren Tasten und dem Typenschild auf der Unterseite zu erkennen. Die Frontbeschriftung SV 3930 wurde auch hier wieder beibehalten. Der Klang dieses VerstĂ€rkers ist im direkten Vergleich zum SV 3931 vielleicht etwas dĂŒnner, wobei die Klangvorlieben ja eher subjektiv sind und der SV 3931.1 trotzdem noch krĂ€ftig klingt.
SV 3935
Der ebenfalls im VEB GerĂ€te- und Reglerwerk Leipzig produzierte HiFi-StereoverstĂ€rker SV 3935 entspricht technisch noch fast komplett dem VorgĂ€nger SV 3901. Die Hauptplatine mit allen Bauteilen wurde lediglich nach rechts versetzt und der Netzschalter mit Anzeige-LED sowie Kopfhörerbuchse nach ganz links in die ansonsten leere GehĂ€use-Erweiterung. Das GerĂ€t liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ω) und besitzt EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen, einen Aufnahmeausgang sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird ĂŒber eine Kette aus sechs LEDs angezeigt. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber die Taste "Squelch" eine Rauschsperre zuschalten. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei TESLA MDA 2020 zum Einsatz.
SV 3938
Der gegenĂŒber dem SV 3931 stark vereinfachte SV 3938 verfĂŒgt ĂŒber die Vorstufen des SV 3931.1 (mit einem A1524), eine neue Eingangsplatine mit OPVs, leichtgĂ€ngige Tasten und Endstufen mit je einem A2005 in BrĂŒckenschaltung. Auf ein Endstufen-Schutzrelais wurde verzichtet und die Schaltkontakte der Kopfhörerbuchse liegen direkt im Signalweg der Lautsprecher. Auch dieses GerĂ€t wurde im VEB GerĂ€te- und Reglerwerk Leipzig produziert.
SR 3930
Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t SR 3930 wurde von 1988 bis 1990 auf Basis des REMA tonica RX 81 im VEB Robotron Rema Stollberg produziert und optisch an die S3930-Serie angepasst. Die verbauten Platinen sind mit dem REMA tonica weitestgehend identisch. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz mit zuschaltbarer RauschunterdrĂŒckung (Stereo NR) sowie je ein Kurz- und Mittelwellenband. Die eingestellte Frequenz wird ĂŒber eine Kette aus 23 LEDs angezeigt. Somit ist eine Anzeige im Abstand von ca. 500 kHz möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine Empfangspegel- und Stereoanzeige mit 6+1 LEDs. AuĂerdem ist das Speichern von neun weiteren Sendern möglich. Das aktuell gewĂ€hlte Programm kann ĂŒber eine 7-Segment-LED-Anzeige abgelesen werden. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x13 VA (4Ω), besitzt EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie zwei AufnahmeausgĂ€nge und einen Kopfhöreranschluss. Als IC-VerstĂ€rker kamen â wie beim SC 1800 und SV-210 â zwei A2030V zum. Auf die bei vielen VerstĂ€rkern ĂŒbliche Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung wurde beim SR 3930 verzichtet. Statt dieser hĂ€ufigen Fehlerquelle sorgen die leichtgĂ€ngigen Tasten fĂŒr AusfĂ€lle (speziell der Netzschalter, problemlos durch anderen Typ ersetzbar). Aus meiner Sicht wird das SR 3930 gegenĂŒber dem REMA tonica gerne etwas unterschĂ€tzt. So zeichnet es sich zum Einen durch die konsequent elektronische Abstimmanzeige ohne mechanischen Zeiger und mit 23 statt 12 LEDs aus, ergĂ€nzt um eine Speicheranzeige mit 7-Segment-Display statt Mini-LEDs ĂŒber den Programmtasten, zum Zweiten durch den â dank des groĂen Trafos â klanglich durchaus ebenbĂŒrtigen VerstĂ€rker ohne fehleranfĂ€lliges Lautsprecherschutzrelais und zum Dritten durch die optische KompatibilitĂ€t zur HiFi-Serie S 3930, die beim optisch eigenstĂ€ndigen tonica leider nicht gegeben ist.
SK 3930
Im HiFi-Stereo-Kassettendeck SK 3930 kam ein einmotoriges, motorgestĂŒtzte Laufwerk des Typs MU300 zum Einsatz. Die besseren zweimotorigen Laufwerke wurden zwar nach wie vor in Sonneberg produziert, nun aber im Berliner HMK-D 100 verbaut. Das MU300 besitzt sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. AuĂerdem ist das Mithören wĂ€hrend des Spulens möglich. Des Weiteren verfĂŒgt das Deck ĂŒber eine Pausenlöschfunktion, einen Titelsuchlauf, getrennt einstellbaren Aufnahmepegel mit Anzeige ĂŒber 2x8 LEDs, eine Pausensuchlaufschaltung (APSS), BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem (RMS), einen Mikrofon- und regelbarer Kopfhöreranschluss.
Neben der meistgebauten Variante mit brauner Frontplatte und braunem Abdeckblech gab es das SK 3930 auch mit silbergrauer Front und braunem Abdeckblech.
Bei einigen GerĂ€ten mit brauner Front kam auch ein beigefarbenes Abdeckblech und eine gleichfarbige RĂŒckwand zum Einsatz. Offiziell trĂ€gt diese Farbe die Bezeichnung âPapyrusâ.
SDK 3930
Das HiFi-Stereo-Doppel-Kassettendeck SDK 3930 wurde ab 1987 parallel zum Einzeldeck SK 3930 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Das linke Deck ist hierbei als reines Wiedergabedeck ausgefĂŒhrt, wĂ€hrend das rechte Deck auch Aufnahmen ermöglicht. So besitzt das linke âDeck 1â alle ĂŒblichen Wiedergabe-Funktionen. Der Pegel wird ĂŒber zwei 6-LED-Ketten angezeigt, es steht ein Rauschminderungssystem (RMS), ein Automatischer Pausensuchlauf (APSS) sowie eine Bandsortenwahl (Cr/Fe) zur VerfĂŒgung. Das rechte âDeck 2â verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber eine Aufnahmemöglichkeit von âDeck 1â, vom zuschaltbaren Mikrofoneingang oder extern, auĂerdem ĂŒber ein dreistelliges BandzĂ€hlwerk mit Memory-Funktion. Beide Decks lassen sich automatisch nacheinander abspielen (CONT PLAY) und es besteht die Möglichkeit, eine Kassette 1 zu 1 auf die andere zu ĂŒberspielen (DUBBING). Bei Aufnahmen jeder Art kann der Aufnahmepegel und die Aufnahmebalance ĂŒber zwei 270°-Potis eingestellt werden. Mit einem Vertriebspreis von 2090,- DDR-Mark war das SDK 3930 die teuerste S3930-Komponente.
SM 3930
Der Stereo-Mixer und Graphic-Equalizer SM 3930 entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger SM 3000. Das im VEB Fernmeldewerk Arnstadt produzierte GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf Regelstufen fĂŒr die Frequenzen 63, 250 Hz, 1, 4 und 10 kHz, die sich an der rechten Frontseite befinden. Im Gegensatz zu den klassischen Graphic-Equalizern können die beiden StereokanĂ€le aber nicht getrennt geregelt werden. DafĂŒr lassen sich an der linken Frontseite die fĂŒnf Tonquellen-EingĂ€nge stufenlos mischen, sodass diese auch nicht mehr am VerstĂ€rker umgeschaltet werden mĂŒssen und der VerstĂ€rker keinen separaten Equalizer-Anschluss benötigt. Die Eingangspegel-Anzeige des SM 3000/3900 mit zwölf LEDs entfĂ€llt bei diesem GerĂ€t leider. Der SM 3930 wurde meines Wissens ausschlieĂlich mit komplett braunem GehĂ€use produziert.
SL 3930 Light Effect Center
Das LichtsteuergerĂ€t SL 3930 wurde um 1988 im VEB Starkstrom-Anlagenbau Leipzig-Halle (VEM) als ErgĂ€nzung zur gleichnamigen HiFi-Kombination produziert. Das GerĂ€t kombiniert ein Lauflicht-SteuergerĂ€t mit einer klassischen Lichtorgel. Ăber die rĂŒckseitigen Schuko-Steckdosen können insgesamt vier Strahler angeschlossen werden. Das Steuersignal fĂŒr die Lichtorgel erhĂ€lt das SL 3930 ĂŒber einen durchgeschliffenen 5MΩ-Diodenanschluss (DIN). Am sinnvollsten ist es, das GerĂ€t zwischen das Kassettendeck und den TB(Tape)-Eingang des VerstĂ€rkers zu schalten, da das SL 3930 ĂŒber den VerstĂ€rker dann trotzdem das Signal aller angeschlossenen Tonquellen erhĂ€lt. Auf der Front des LichtsteuergerĂ€tes finden sich vier Tasten mit den Lauflichtfunktionen âRun 1â, âRun 2â, âPulserâ und âOrganâ, ergĂ€nzt um eine Taste âControlâ zum PrĂŒfen der AusgĂ€nge mit Dauerlicht und einer Taste âManuelâ zum manuellen Takten. Ăber zwei Drehschalter kann zwischen diversen Programmen und der Lichtorgelfunktion gewĂ€hlt werden. Die Geschwindigkeit des Blink- und Lauflichts kann ĂŒber den Regler âSpeedâ eingestellt werden. Die Frontblende des SL 3930 wurde grundsĂ€tzlich braun lackiert, das Abdeckblech und die RĂŒckwand gab es in Braun oder seltsamerweise deutlich hĂ€ufiger in der Farbe âpapyrusâ (beige). Meinen SL 3930 habe ich zufĂ€llig fĂŒr fĂŒnf Euro auf einem NĂŒrnberger Flohmarkt entdeckt und es ist wohl eines der seltensten GerĂ€te in meiner Sammlung. Leider verfĂŒgt auch dieser ĂŒber ein beigefarbenes Abdeckblech, welches sich durch den zusĂ€tzlichen Massenanschluss auch nicht einfach durch das hĂ€ufige braune Blech des ST 3930 ersetzen lĂ€sst.
SL 3936 Light Effect Center
Zum SL 3936 kenne ich leider auch nicht mehr als das nebenstehende Bild. Es scheint sich um eine Erweiterung des SL 3930 in Anlehnung an das AKA LichteffektgerÀt zu handeln und ist so wohl nie in Serie gegangen.
SP 3930
Der HiFi-Stereo-Plattenspieler SP 3930 HIFI wurde 1987 im VEB Phonotechnik Pirna/Zittau (ZIPHONA) entwickelt und entspricht technisch eigentlich noch dem VorgĂ€nger SP 3001. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker, einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit dem magnetischen Abtaster des Typs TESLA VM 2103. Das GerĂ€t besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch BetĂ€tigen des Drehreglers fĂŒr die Geschwindigkeit. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen sowie Endlosbetrieb in beiden Geschwindigkeiten gewĂ€hlt werden. Die Geschwindigkeit und somit der Netzbetrieb werden jeweils mit einer LED signalisiert. Sofern nicht im Endlosmodus oder die STOP-Taste betĂ€tigt wurde, schaltet sich das GerĂ€t nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden.
SP 3935
Der SP 3935 wurde gegenĂŒber dem SP 3930 mechanisch komplett ĂŒberarbeitet. Die Ausstattung ist etwas gestiegen. DafĂŒr wurde der mechanische Aufbau des Laufwerks vereinfacht. So ist die Plattenteller- und Antriebseinheit nicht mehr federnd gelagert. DafĂŒr verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber stoĂausgleichende ResonanzfĂŒĂe. Auch der in den Plattenteller integrierte Single-Adapter entfĂ€llt. Der SP 3935 besitzt wiederum eine Stroboskopanzeige mit Regelung in der Front, die dem SP 3930 noch fehlte. Die restlichen Funktionen sowie der Tonabnehmer entsprechen eigentlich dem SP 3930.
SD 3935
Der SD 3935 entspricht technisch komplett dem HMK-SD 200, wurde aber optisch etwas halbherzig an die Kombination S 3930 angepasst. Hierbei erhielt das GerÀt lediglich die Lackierung und Beschriftung der S 3930, die vertikalen, transparenten Tasten und die HMK-typische Frontblende wurde wiederum beibehalten.
Beim Stereo-Plattenspieler MA 5529 K handelt es sich um einen MA 5529 in der Optik der HiFi-Kombination S 3930. Hierzu wurde das Frontdekor sowie die Tasten und Reglerknöpfe an die Kombination angepasst. AuĂerdem besitzt das GerĂ€t eine zusĂ€tzliche Kopfhörerbuchse, die dem MA 523 und MA 5529 noch fehlte. Der Plattenspieler besitzt einen integrierten StereoverstĂ€rker, der die HiFi-Norm jedoch genauso wenig erfĂŒllte wie der verbaute keramische Tonabnehmer. Er konnte aber zumindest halbwegs optisch passend mit einem ST 3930 oder SK 3930 kombiniert werden.
HiFi-Rack zur S 3930
passendes HIFI-Rack zur S 3900 und S 3930 in der DDR-ĂŒblichen Karat-Schrankwand-Optik
Die nur im Jahr 1990 produzierte HiFi-Kombination S 4000 entspricht technisch komplett der zuvor beschriebenen S 3930, die Komponenten wurden nun jedoch optisch ĂŒberarbeitet und an die international ĂŒbliche Breite von 430 mm angepasst. Um dieses MaĂ zu erreichen, erhielten die Komponenten jeweils zwei 20 mm breite MDF-Seitenteile, die wiederum mit schwarzer Holzdekorfolie ĂŒberzogen wurden. AuĂerdem erhielten die GerĂ€te schwarze ResonanzfĂŒĂe mit Chromring, die von der S 3930 ĂŒbernommenen Frontblenden und Abdeckbleche wurden nun schwarz lackiert und mit weiĂem sowie goldfarbenem Siebdruck beschriftet. Die erste Serie trug auf der Front noch das RFT-Logo, spĂ€ter wurde auf dieses verzichtet und noch spĂ€ter durch den Schriftzug TechniSound ersetzt. Die GerĂ€te mit RFT-Logo und ohne Logo auf der Front wurden rĂŒckseitig mit VEB Stern-Radio Sonneberg beschriftet, bei der TechniSound ist mir dieses nicht bekannt. Die Serie S 4000 besteht aus dem Digitaltuner ST 4000, dem StereoverstĂ€rker SV 4000, dem Doppelkassettendeck SDK 4000 und dem Plattenspieler SP 4000. Der Equalizer und das LichtsteuergerĂ€t wurden zu dieser Serie nicht mehr produziert.
ST 4000
Der HiFi-Stereotuner ST 4000 entspricht technisch komplett dem bereits zuvor beschriebenen Digitaltuner ST 3936. Zum Analogtuner ST 3930 gab es in der S4000-Serie kein GegenstĂŒck mehr. Der ST 4000 empfĂ€ngt nur das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz ohne weitere AM-BĂ€nder. Die Senderauswahl kann wahlweise per Handabstimmung, ĂŒber den automatischen Sendersuchlauf, die 20 fest belegbaren ProgrammspeicherplĂ€tze oder eine direkte Frequenzeingabe erfolgen. Die Frequenz wird ĂŒber ein fĂŒnfstelliges 7-Segment-LED-Diplay angezeigt. Zur genauen Abstimmung stehen eine fĂŒnfstellige LED-Pegelanzeige, eine Stereo-LED und eine dreistellige Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Um die Speicherbelegung auch bei kompletter Netztrennung sicherzustellen, benötigt das GerĂ€t noch drei R14-Batterien, die ĂŒber ein rĂŒckseitiges Batteriefach gewechselt werden können, vom GerĂ€t aber nicht aufgeladen werden. Der ST 4000 verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Mono-Umschaltmöglichkeit mit LED-Anzeige; eine Rauschsperre (Muting), die sich bei manueller Abstimmung automatisch deaktiviert sowie eine Netz-, Search-LED und eine LED-Anzeige fĂŒr die Anwahl der zweiten Speicherebene (11-20).
TechniSound ST 4000
Der ST 4000 wurde 1990 auch unter dem Markennamen TechniSound statt RFT vertrieben. Das GerÀt blieb hierbei technisch und optisch unverÀndert.
SV 4000
Der HiFi-StereoverstĂ€rker SV 4000 entspricht technisch komplett dem bereits zuvor beschriebenen SV 3931.1, wurde aber schwarz lackiert und mit folierten MDF-Seitenteilen versehen. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen sowie ĂŒber einen Aufnahmeausgang. Die Ausgangsleistung betrĂ€gt 2x25 VA an 4Ω und wird mittels einer 6-LED-Kette angezeigt, die sich im Bereich bis 8VA und 30VA umschalten lĂ€sst. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t einen Mono-Umschalter, einen Rauschfilter (Squelch) und eine abschaltbare Loudness-Funktion.
TechniSound SV 4000
Der SV 4000 wurde im Jahr 1990 auch unter dem Markennamen TechniSound statt RFT vertrieben. Das ansonsten unverĂ€nderte GerĂ€t erhielt hierbei lediglich eine 6,3mm-Klinkenbuchse fĂŒr den Kopfhörer, KlemmanschlĂŒsse fĂŒr die Lautsprecher und Plastik-Reglerknöpfe statt der WĂŒrfelbuchse, Strich-Punkt-AnschlĂŒssen und Aluminiumregler.
SDK 4000
Das HiFi-Stereo-Doppelkassettendeck SDK 4000 entspricht technisch komplett dem bereits zuvor beschriebenen SDK 3930, wurde aber schwarz lackiert und mit folierten MDF-Seitenteilen versehen. Es verfĂŒgt auch ĂŒber den gleichen Laufwerkstyp MU300. Das linke Deck wurde hierbei jedoch als reines Wiedergabedeck ausgefĂŒhrt, wĂ€hrend das rechte Deck auch Aufnahmen ermöglicht. So besitzt das linke âDeck 1â alle ĂŒblichen Wiedergabe-Funktionen, der Pegel wird ĂŒber zwei 6-LED-Ketten angezeigt, es steht ein Rauschminderungssystem (RMS), ein Automatischer Pausensuchlauf (APSS) und eine Bandsortenwahl (Cr/Fe) zur VerfĂŒgung. Das rechte âDeck 2â verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber eine Aufnahmemöglichkeit von âDeck 1â, vom zuschaltbaren Mikrofoneingang oder extern, auĂerdem ĂŒber ein dreistelliges BandzĂ€hlwerk mit Memory-Funktion. Beide Decks lassen sich automatisch nacheinander abspielen (CONT PLAY) und es besteht die Möglichkeit, eine Kassette 1 zu 1 auf die andere zu ĂŒberspielen (DUBBING). Bei Aufnahmen jeder Art kann der Aufnahmepegel und die Aufnahmebalance ĂŒber zwei 270°-Potis eingestellt werden.
SP 4000
Der HiFi-Stereo-Plattenspieler SP 4000 entspricht technisch komplett dem SP 3935, wurde aber schwarz lackiert und mit Holzseitenteilen versehen. Zum SP 3930 und SD 3935 gab es in der S4000-Serie kein GegenstĂŒck mehr. Das GerĂ€t wurde mit einem klassischen Riemenantrieb ausgestattet, besitzt einen Schwenk-Tonarm und eine Stroboskopanzeige mit Regelung in der Front.
w e i t e r e   H i F i - K o m b i n a t i o n e n
VerstÀrker HV 15
Der VerstĂ€rker HV 15 liefert eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Des Weiteren besitzt er zwei zusĂ€tzliche Klangregeltasten.
Tuner HV 15
optisch ĂŒberarbeitete, aber technisch weitestgehend identische Version des Ziphona Tuner 920
CX 40
Der VerstĂ€rker CX 40 liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. AuĂerdem besitzt er zwei zusĂ€tzliche Klangregeltasten.
CX 50
Der VerstĂ€rker CX 50 in der Optik des Ziphona Tuner 506 liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. AuĂerdem besitzt er zwei zusĂ€tzliche Klangregeltasten.
HI FI TUNER 506 (optisch passend zum CX 50)
optisch ĂŒberarbeitete, aber technisch weitestgehend identische Version des Ziphona Tuner 920, passend zum VerstĂ€rker CX 50
FERA HIFI 50 (VerstÀrker)
Der StereoverstĂ€rker HIFI 50 sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Des Weiteren besitzt er eine Quadroeffekt-Schaltung sowie zwei zusĂ€tzliche Klangregeltasten.
Er liefert die Basis fĂŒr den nachfolgend beschreibenen FERA V 150. Der FERA HIFI 50 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. In einer Anzeige der Zeitschrift Funkschau 5/1979 heiĂt es zum âStereo-VerstĂ€rker HIFI-50 Quadroeffekt, 70Wâ, der mit der Bestellnummer 310085 fĂŒr 298,- DM angeboten wurde: âEs können 2 weitere 6W-Boxen angeschlossen werden. Frequenzgang: 40 â 18.000Hz; Eingangsempfindlichkeit: Mikrofon 5mV/50kΩ, ..."
"... Spezial 50mV/100kΩ, Phono 250mV/500kΩ, Tuner 250mV/500kΩ, TB 250mV/500kΩ; Klirrfaktor bei 1kHz 0,5%; EdelholzgehĂ€use; 430 x 250 x 100 mm; Lautsprecher-Anschlusswerte: vorne 4-12Ω, hinten 4-6Ωâ. SpĂ€tere GerĂ€te erhielten ein einfacheres Holzfurnier und eine modernere, aber auch schlichtere Front.
FERA HIFI 50 (Tuner)
Beschreibung folgt
COMIX CX 30
Der FERA-VerstÀrker HIFI 50 wurde durch den Pariser Importeur COMIX als CX 30 in Frankreich vertrieben.
COMIX T 430
Der FERA-Tuner HIFI 50 wurde durch den Pariser Importeur COMIX als T 430 in Frankreich vertrieben. Er verfĂŒgt hierbei ĂŒber ein erweitertes UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz. (Bild mit dem VerstĂ€rker FERA HIFI 50)
HI FI TUNER 506 (optisch passend zum HI FI 50)
Den HIFI TUNER 506 gab es auch optisch passend zum VerstĂ€rker HIFI 50. Frontseitig mit TUNER 506 beschriftet, findet sich auf dem rĂŒckseitigen Seriennummer-Aufkleber dann die tatsĂ€chliche Typenbezeichnung REMA Tuner 830 HIFI. Das komplett transistorbestĂŒckte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich, es steht eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine zuschaltbare AM-Ferritantenne und ein Stereo-Umschalter zur VerfĂŒgung. FĂŒr den TUNER 506 war im Fachhandel auĂerdem ein MPX-Filter zum NachrĂŒsten erhĂ€ltlich.
Der Ziphona Tuner 506 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. In einer Anzeige der Zeitschrift Funkschau 14/1978 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 390909 fĂŒr 169,- DM angeboten wurde: âHIFI-Stereo-Tuner 506 mit U / K (41- und 49m-Band) / M / L, 7 AM-Kreise (2 abstimmbar), 17 FM-Kreise (4 abstimmbar), automatische Scharfabstimmung (AFC), Abstimmanzeige durch eingebautes Profilinstrument, mit Stereoanzeige und eingebauter Ferritantenne, elegantes Design: Nussbaum-GehĂ€use mit schwarzer Blende und silbernen Knöpfen, 430 x 95 x 255 mmâ. Inwieweit das UKW-Band fĂŒr den Export auf 87,5 bis 108 MHz erweitert wurde, ist mir nicht bekannt.
FERA HIFI 50 Sinfonie
Der HIFI 50 Sinfonie entspricht technisch wohl weitestgehend dem HIFI 50, wurde aber optisch ĂŒberarbeitet.
rk 5 tuner
Der rk 5 tuner wurde ab 1971 als ErgĂ€nzung zum HiFi-Plattenspieler Sinfonie auf Basis des SteuergerĂ€tes rk 5 sensit bei HELI (Hempel KG Limbach-Oberfrohna) produziert. Die optische Gestaltung ist hierbei eine sehr ungewöhnliche Mischung aus Echtholzfurnier-GehĂ€use und dem hierzu eigentlich völlig gegensĂ€tzlichen Gestaltungskonzept der HELI-Gestalter Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph. Im Widerspruch zum hochwertigen GehĂ€use sind die Regler und die Frontplatte nicht â wie zu erwarten â komplett aus Aluminium gefertigt, sondern bestehen aus schlichtem schwarzem Kunststoff bzw. Stahlblech. Als Kompromisslösung erhielten aber die beiden Abstimmregler und der AFC-Umschalter zumindest grob geschliffene Alukappen, was aber auch dem ursprĂŒnglich beabsichtigten Bedienkonzept widerspricht. So wurden auch die beiden weiĂen Skalen gleichfarbig beschriftet und mit einheitlich roten Zeigern versehen. Die Beschriftung der pulverbeschichteten, schwarzen Front erfolgte mit Siebdruck in deutscher Sprache und ausschlieĂlich in Kleinbuchstaben. Mechanisch wurde das GerĂ€t recht konventionell aufgebaut und erinnert mit seinem Klaviertastensatz, den groĂen SchwungrĂ€dern der Abstimmregler, den wachsbandgebundenen KabelbĂ€umen und der Glas-Skalenscheibe noch sehr stark an das Chassis eines Röhrenradios. DafĂŒr weist der komplett transistorisierte Tuner technisch viele Neuerungen auf, die so auch international kaum zu finden waren. Neu war z.B. die spannungsgesteuerte Frequenzabstimmung fĂŒr den UKW-Bereich, sodass hier kein Dreko mehr benötigt wurde. Dieses ermöglichte erstmals vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze mit jeweils einem separaten Poti zur Abstimmung. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen einfachen UKW-Sendersuchlauf, der mit der entsprechenden Suchlauf-Taste gestartet wird und bei stĂ€rkerem Empfangspegel oder Stereosignal automatisch stoppt. Ansonsten empfĂ€ngt das GerĂ€t den UKW-Bereich â wie zu dieser Zeit in der DDR ĂŒblich â von 87,5 bis 100 MHz, auĂerdem je ein Lang- und ein Mittelwellenband sowie zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Frequenzen fĂŒr den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung ist der Tuner mit einem Empfangspegel-Drehspulmessinstrument russischer Bauart ausgestattet, ergĂ€nzt durch ein UKW-Stereo-LĂ€mpchen in der entsprechenden Skala. AuĂerdem kann der UKW-EmpfĂ€nger bei schwachem Signal auf Mono geschaltet werden und es lĂ€sst sich eine Automatische Scharfabstimmung (AFC) zuschalten. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 110-, 127-, 220- oder 240V-Netz mit 50Hz erfolgen. Parallel zu diesem Tuner wurde im Funkwerk Kölleda der fast baugleiche EmpfĂ€ngereinschub fĂŒr GroĂraum-Beschallungsanlagen RK5E produziert.
Tuner 50
optisch ĂŒberarbeitete, aber technisch weitestgehend identische Version des Ziphona Tuner 920
FERA HIFI Tuner (REMA Motiv 830 & 838)
Der HiFi-Stereotuner REMA Motiv 830 wurde ĂŒber die PGH Fernsehen-Radio Berlin auch als FERA HIFI Tuner vertrieben und hierbei mit dem typischen HolzgehĂ€use der FERA HIFI 50 Serie versehen. Das GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren je ein ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Zur genauen Abstimmung besitzt der Tuner eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige. AuĂerdem lĂ€sst sich eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) zuschalten und das GerĂ€t besitzt einen Stereo-Umschalter sowie eine Flutlichtskala.
Im Inneren zeigt sich der Tuner mit einem Stereodecoder des Typs SD 2.5 und zugehörigem Schaltkreis A290D moderner als von auĂen zu vermuten, wobei das GerĂ€t auch noch bis mindestens 1983 produziert wurde. Neben der ĂŒblichen DDR-AusfĂŒhrung auf Basis des REMA Motiv 830 gab es den FERA HIFI Tuner auch als Westexport-AusfĂŒhrung mit erweitertem UKW-Band bis 108 MHz auf Basis des REMA Motiv 838 (Bild). Die RĂŒckwand mit Herkunfts- und Herstellerverweis blieb hierbei unverĂ€ndert.
F E R A â K o m b i n a t i o n e n
FERA 150
Die Kombination FERA 150 wurde von 1982 bis 1990 in der PGH Fernsehen-Radio Berlin produziert. Die Komponenten besaĂen anfangs einen MDF-Korpus mit lackiertem Echtholzfurnier, grau beschichteter Aluminiumfront, grauen Plastikreglern und -knöpfen sowie PapprĂŒckwand. Ab 1984 erhielten die GerĂ€te ĂŒberarbeitete MDF-GehĂ€use mit silberner oder schwarzer Dekorfolie, grob geschliffener oder schwarz lackierter Aluminium-Front, geschliffenen Aluminium- oder schwarzen Plastikreglern und -knöpfen sowie Papp- oder Aluminiumblech-RĂŒckwand. Gefertigt wurden die GehĂ€use laut Stempel in Oberlichtenau bei Chemnitz. Die Standardkombination aus VerstĂ€rker und Tuner konnte noch um das sehr seltene Kassettendeck GC 6034 FERA (Geracord-Kassettendeck der 60er-Serie im FERA-typischen silbernem GehĂ€use), den Plattenspieler FERA P 229 (anthrazitfarben bzw. schwarz lackierter MA 224 mit Alufrontplatte), den schwarzen oder silbernen Equalizer FERA EQ 150 und die 2-Wege-Kompaktboxen FERA K 150 erweitert werden. FĂŒr den Export in die Bundesrepublik gab es den T 150, V 150 und V 500 auch mit anthrazitfarben lackiertem Korpus und ohne Herstellerangaben.
Der VerstĂ€rker FERA V 150 und der Tuner T 150 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland angeboten. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu den GerĂ€ten, die fĂŒr 199,- DM bzw. 119,- DM angeboten wurden: âDie ideale Zweitanlage fĂŒr Jugendzimmer, Partykeller usw. â HiFi-Stereo-VerstĂ€rker 150 Watt â Deutsches Markenfabrikat mit klarer Frontgestaltung und prĂ€zisem technischen Aufbau; getrennte Regler fĂŒr LautstĂ€rke, Höhen/Tiefen und Balance; Anschluss fĂŒr 2 Lautsprecherpaare; Kopfhöreranschluss 5-polig DIN an der Frontseite; Technische Daten: Frequenzbereich 20 â 20.000 Hz; Ausgangsleistung 2x75 W Musik / 2x50 W Sinus; Ausgangsimpedanz (Lautsprecher A/B) 4 â 12 Ω / 4 â 6 Ω; Klirrfaktor 0,5 %; Eingabe (5-polig DIN) 2x Tonband, Tuner, AUX 220 mV / 470 kΩ, Phono magn. 3,5 mV / 45 kΩ; Abmessungen 436 x 98 x 250 mm; 199,- DM â HiFi-Stereo-Tuner â Hochwertiger UKW/MW Tuner mit hervorragender Empfangseigenschaft; Technische Daten: UKW 87,5 â 104 MHz; TrennschĂ€rfe 55 dB; Klirrfaktor 1 % (UKW-Stereoempfang); MW 510 â 1.620 kHz; TrennschĂ€rfe 35 dB; Empfindlichkeit 1,3 ÎŒV; AFC fĂŒr den UKW-Bereich (automatisch schaltend); AVR fĂŒr den AM-Bereich; Muting; Stereo/Mono; FeldstĂ€rke-Instrument; EdelholzgehĂ€use anthrazit metallic mit silberfarbener Frontplatte; Abmessungen 436 x 98 x 250 mm; 119,- DM â Set-Preis (VerstĂ€rker und Tuner) 298,- DMâ. Auf den Artikelbildern im Katalog sind noch die ausgeweiĂten FERA-SchriftzĂŒge zu erkennen, die auf den OriginalgerĂ€ten dann aber auch nicht mehr aufgedruckt wurden.
FERA T 150
Der HiFi-Stereotuner FERA T 150 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz sowie ein Mittelwellenband. Trotz der recht puristischen Ausstattung und der etwas groĂen Abmessungen von 436 x 98 x 250 mm zeichnet sich das GerĂ€t durch seinen ausgesprochen guten UKW-Empfang aus. Zur genauen Abstimmung besitzt der Tuner eine analoge Empfangspegelanzeige und eine Stereo-LED. AuĂerdem lĂ€sst sich eine UKW-Rauschsperre (Muting) zuschalten, eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) und 5-kHz-Sperre fĂŒr den Mittelwellenbetrieb sind dauerhaft aktiviert. ZusĂ€tzlich besitzt der T 150 einen Stereo-Umschalter mit Anzeige-LED, eine Netz-LED und Skalenbeleuchtung. Im Inneren zeigt sich der Tuner moderner als von auĂen zu vermuten. Ein UKW-ZF-VerstĂ€rker des Typs A225D, der Stereodecoder A290D und der AM-ZF-VerstĂ€rker A244D sorgen hier unter anderem fĂŒr guten Empfang. Die MDF-GehĂ€use gibt es mit silberner oder schwarzer Dekorfolie, mit grob geschliffener oder schwarz lackierter Aluminium-Front, mit geschliffenen Aluminium- oder schwarzen Plastikreglern und -knöpfen sowie mit PapprĂŒckwand. AusschlieĂlich fĂŒr den Export in die Bundesrepublik erhielt der Tuner auch einen anthrazitfarben lackierten Korpus. Auf die Markenbezeichnung an der Front und die Herstellerangabe an der RĂŒckwand wurde hierbei ersatzlos verzichtet.
FERA V 150
Der HiFi-StereoverstĂ€rker FERA V 150 liefert eine Ausgangsleistung von 2x30 VA mit einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie zwei AufnahmeausgĂ€nge und einen Kopfhöreranschluss. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber eine Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung mit vier LautsprecherausgĂ€ngen an zwei Endstufen. Bei dieser Schaltung wird das Differenzsignal zwischen dem rechten und linken Kanal auf das hintere Lautsprecherpaar gegeben. Ăber die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten. Statt der meist ĂŒblichen Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das GerĂ€t zwei Auskoppelkondensatoren.
Der FERA V 150 wurde 1984 optisch komplett ĂŒberarbeitet. Das GerĂ€t verfĂŒgt jetzt ĂŒber ein silbergrau lackiertes GehĂ€use mit verĂ€nderten LĂŒftungsschlitzen. Die verschraubte Blechfront wurde durch eine verklebte Alufront ersetzt und die grauen Plastikregler durch Aluregler, was das GerĂ€t meiner Meinung nach deutlich aufwertet. AuĂerdem wurde die Anordnung der Bedienelemente ĂŒberarbeitet, wodurch die Kopfhörerbuchse sich ĂŒber statt unter dem Netzschalter befindet, die Ein- und Ausgangs-Drehschalter nebeneinander angeordnet sind und die Regler und Schalter sauber in zwei Reihen liegen. Parallel gab es noch eine Version komplett in schwarz. Der silberne V 150 wurde teilweise auch mit einer zwischen Vor- und Endstufe geschalteten Equalizer-Anschlussbuchse ausgestattet.
Der FERA V 150 ging mit anthrazitfarbenem GehĂ€use, grob geschliffener Front und identisch geschliffenen Reglerknöpfen auch in den Westexport. Auf eine Herstellerbeschriftung an der Front und RĂŒckseite sowie auf die Equalizer-Buchse wurde hierbei verzichtet.
FERA V 500
Der VerstĂ€rker FERA V 500 ist eine leistungsstĂ€rkere Weiterentwicklung des FERA V 150, wobei das GerĂ€t neben der etwas ĂŒberarbeiteten Endstufenbeschaltung und dem fehlenden Auskoppelkondensator mit einer Ăbersteuerungs- und Stereoanzeige mittels dreier LEDs ausgestattet ist. Die PapprĂŒckwand des V 150 wurde durch ein schwarz lackiertes Alublech ersetzt.
Der VerstĂ€rker mit schwarzem GehĂ€use konnte mit dem gleichfarbigen Tuner T 150, dem Equalizer EQ 150, dem Kassettendeck GC 6034 und dem Plattenspieler P 229 kombiniert werden. Neben dem erst 1989 angebotenen schwarzen V 500 gingen bereits Mitte der 1980er Jahre anthrazitfarbene GerĂ€te mit geschliffener Alufront in den Westexport. Auf eine Equalizer-Buchse, Ăbersteuerungs- und Stereoanzeige wurde hierbei noch verzichtet. Des Weiteren fehlt dieser Variante die Markenbezeichnungen FERA und RFT sowie die Herstellerangaben auf der GehĂ€userĂŒckwand.
FERA EQ 150
Der Graphic Equalizer FERA EQ 150 wurde von 1986 bis 1990 in der PGH Fernseh-Radio Berlin produziert. Das 436 x 100 x 250 mm groĂe und 4 kg schwere GerĂ€t ermöglicht die getrennte Klangregelung von zwei KanĂ€len (Stereo) in jeweils zehn Frequenzstufen (32, 63, 125, 250, 500 Hz sowie 1, 2, 4, 8 und 16 kHz) und um -10 bis +10 dB. Da der EQ 150 als ErgĂ€nzung zum VerstĂ€rker FERA V 150 entwickelt wurde, erfolgt der Anschluss ĂŒber ein einzelnes Ăberspielkabel (gekreuztes DIN-Diodenkabel) an den bei beiden GerĂ€ten vorhandenen Equalizer-Buchsen. Hierbei schaltet sich der Equalizer genau zwischen den Vor- und EndverstĂ€rker des V 150. Alternativ kann der EQ 150 aber auch an anderen HiFi-VerstĂ€rkern mit entsprechendem Equalizer-Anschluss betrieben werden (z.B. Unitra-Diora WS-440). Um den Equalizer auch an VerstĂ€rkern ohne entsprechenden Anschluss zu verwenden, muss die âMonitorâ-Buchse mit einer gewĂŒnschten Tonquelle verbunden werden und der âEqualizerâ-Anschluss mit dem VerstĂ€rker. Die Zuschaltung in diese Betriebsart erfolgt ĂŒber die âMonitorâ-Taste. Hierbei entfĂ€llt jedoch die Tonquellen-Auswahl am VerstĂ€rker. Des Weiteren steht eine Linear-Funktion (Taste âEQâ) und eine LED-Netzanzeige zur VerfĂŒgung. Trotz des relativ groĂen â schon Mitte der 1980er Jahre nicht mehr ganz zeitgemĂ€Ăen â HolzgehĂ€uses (MDF) erweist sich der EQ 150 im Inneren als recht modern. So finden sich hier neben den ĂŒblichen RC-Filtern insgesamt elf OperationsverstĂ€rker des Typs B082 (5x pro Seite + 1x in der Vorstufe). Den FERA EQ 150 gab es mit geschliffener Alufront, Alu-Bedienelementen und gleichfarbigem oder anthrazitfarbenem Korpus, des Weiteren mit komplett schwarzem GehĂ€use und Plastik-Bedienelementen. Die StĂŒckzahl der produzierten GerĂ€te dĂŒrfte sehr ĂŒberschaubar gewesen sein, nachdem das abgebildete GerĂ€t von 1990 erst die Seriennummer 4420 trĂ€gt. Als typische Fehlerquellen â zumindest an den spĂ€teren GerĂ€ten â erweisen sich die verbauten drei Tastschalter, bei denen bereits die leichtgĂ€ngigere AusfĂŒhrung mit Plastikschaltriegel statt Federblech und Kugel zum Einsatz kam. WĂ€hrend sich der Netzschalter im Fehlerfall durch jeden beliebigen zweipoligen Tastschalter ersetzen lĂ€sst, findet sich fĂŒr den âEQâ-Schalter mit seinen 18 Kontakten, sechs KontaktplĂ€ttchen und Einrastfunktion nur schwer gleichwertiger Ersatz. Hier kann alternativ der in vielen DDR-SchaltersĂ€tzen verbaute 18-polige Schalter verwendet werden, dem aber die Einrastung mit Feder und festen Anschlagpunkten fehlt (somit nur mit vorsichtigem ReindrĂŒcken und Rausziehen zu bedienen).
GC 6034 FERA
Das Stereo-Kassettendeck GC 6034 FERA wurde als ErgĂ€nzung zur FERA-Kombination im VEB Elektronik Gera (Geracord) gefertigt. Technisch entspricht es hierbei komplett dem GC 6031. Das verbaute einmotorige Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. Die Pegelaussteuerung ist ĂŒber zwei Drehregler und 2x10-LED-Anzeigen möglich. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine Netzanzeige mittels LED, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, eine Bandsortenwahl, einen regelbaren Kopfhöreranschluss, Ăberspiel- und Wiedergabeanschluss.
FERA P 229
Der Stereo-Plattenspieler P 229 wurde als ErgĂ€nzung zur FERA-Kombination im VEB Phonotechnik Pirna/Zittau (Ziphona) gefertigt. Technisch entspricht er komplett dem ZIPHONA MA 224. Hierbei wurde die anthrazitfarbene oder schwarze AusfĂŒhrung mit einer geschliffenen oder schwarz lackierten Alufront versehen. Der vollautomatische Plattenspieler verfĂŒgt ĂŒber einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit keramischem Abtaster des Typs CS24. Das gegenĂŒber den anderen FERA-Komponenten etwas schmalere GerĂ€t besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch BetĂ€tigen der jeweiligen Geschwindigkeitstaste. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewĂ€hlt werden. Sobald die STOP-Taste betĂ€tigt wurde, schaltet sich das GerĂ€t nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm natĂŒrlich auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden. Auf Anzeige jeder Art wurde verzichtet. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber das fest installierte Diodenkabel (DIN).
Z I P H O N A â K o m b i n a t i o n e n
HSV 900
Die ZIPHONA-Kombinationen wurden ab 1972 als erste Einzelkomponentenanlagen der DDR produziert. Der Heim-Stereo-VerstĂ€rker HSV 900 liefert eine Ausgangsleistung von 2x6 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Das GerĂ€t ist noch mit den Germanium-Endstufen-Transistoren GD240 bestĂŒckt (anfĂ€nglich sogar noch GD180).
REMA Tuner 830
Der komplett transistorbestĂŒckte REMA Tuner 830 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. AuĂerdem steht eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine zuschaltbare AM-Ferritantenne und ein Stereo-Umschalter zur VerfĂŒgung.
HSV 920
Der HSV 920 liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr fĂŒnf Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. AuĂerdem besitzt er zwei Klangregeltasten.
ZIPHONA Tuner 920
Der komplett transistorbestĂŒckte ZIPHONA Tuner 920 empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. AuĂerdem steht eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine zuschaltbare AM-Ferritantenne und ein Stereo-Umschalter zur VerfĂŒgung.
HSV 921
Der StereoverstĂ€rker HSV 921 liefert eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang.
ZIPHONA Tuner 921
Beim ZIPHONA Tuner 921 handelt es sich um eine optisch ĂŒberarbeitete, aber technisch weitestgehend identische Version des Tuner 920.
HSV 926
Der VerstĂ€rker HSV 926 liefert eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω. Er verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang.
ZIPHONA Tuner 922
Beim ZIPHONA Tuner 922 handelt es sich um eine optisch ĂŒberarbeitete, aber technisch weitestgehend identische Version des Tuner 920.
K o m b i n a t i o n   S - 2 1 0
SV-210
Der nur 270 mm breite StereoverstĂ€rker SV-210 wurde ab 1985 als kleiner ZusatzverstĂ€rker im VEB Stern-Radio Rochlitz produziert. Die erste Serie besitzt ein braunes GehĂ€use mit silberfarbener Stahlblechfront und silbernen Alu- oder schwarzen Plastikreglern. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei A2030V zum Einsatz, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x10 VA bei einer Impedanz von 4 Ω sorgen. Das GerĂ€t verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber zwei KopfhöreranschlĂŒsse und EingĂ€nge fĂŒr zwei Tonquellen, die sich ĂŒber einen separaten Drehknopf stufenlos zuregeln lassen. Des Weiteren lassen sich die Höhen, Tiefen und die Balance einstellen, intern gleichspannungsgeregelt mit Mono-Potentiometern und zwei A274D.
Der Balanceregler ist hierbei invers beschaltet (vermutlich aufgrund des A274D statt A273D). Bei Rechtsdrehung erhöht sich somit die LautstĂ€rke auf der linken Seite und umgedreht. AuĂerdem steht eine Netzanzeige per LED zur VerfĂŒgung. Die zweite â ab 1986 produzierte â Serie der GerĂ€te verfĂŒgt ĂŒber komplett braune GehĂ€use mit schwarzen Plastikreglern und die letzten â erst 1989 gebauten â VerstĂ€rker besitzen ein rotes GehĂ€use mit schwarzer Front und ebenfalls schwarzen Plastikreglern. Die Beschriftung der Bedienelemente erfolgte komplett in deutscher Sprache und der SV-210 konnte noch um den nachfolgend beschriebenen ST-210 ergĂ€nzt werden, ein passendes Kassettendeck gab es jedoch nicht.Â
ST-210
Passend zum braunen SV-210 der zweiten Serie gab es ab 1988 den Stereo-UKW-Tuner ST-210 mit einem Frequenzband von 87,5 bis 108 MHz. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine LED-Feinabstimm- und Stereoanzeige, auf eine Pegelanzeige wurde hingegen verzichtet. Der Tuner zeichnet sich durch seinen sehr guten Empfang aus. Ăber eine Diodenbuchse (DIN) an der RĂŒckseite lĂ€sst sich eine weitere Tonquelle durchschalten. Das GerĂ€t verfĂŒgt auĂerdem ĂŒber drei ProgrammspeicherplĂ€tze, einen Monoumschalter und eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), die sich beim Verstellen der Senderfrequenz selbststĂ€ndig ausschaltet. Die letzten â erst 1989 gebauten â Tuner besitzen ein rotes GehĂ€use mit schwarzer Front und schwarzen Plastikreglern.
e i n z e l n e   V e r s t À r k e r
HELI HS-1
Der 1960 bei der Hempel KG Limbach-Oberfrohna entwickelte HiFi-Stereo-ZusatzverstĂ€rker HS-1 ermöglicht die Wiedergabe-VerstĂ€rkung eines Stereosignals ab 300 Hz aufwĂ€rts. FĂŒr die Basswiedergabe wird ein separater VerstĂ€rker mit Subwoofer benötigt â ein Prinzip, das sich spĂ€ter zunehmend fĂŒr PA- und Surround-Anlagen durchsetzte.
Stereo Star 2
NachfolgeverstÀrker NV 10 mono
Beschreibung folgt
NachfolgeverstÀrker NV 20 stereo
Der NachfolgeverstĂ€rker NV 20-stereo wurde um 1989 im VEB Nachrichtenelektronik âErnst ThĂ€lmannâ Arnstadt produziert. Das GerĂ€t ist fĂŒr den Betrieb in Fahrzeugen mit 12V-Bordnetz konzipiert und konnte z.B. mit den im selben Werk gefertigten Lautsprecherboxen UNI 10 (B 7164) kombiniert werden. Der fĂŒr 165,- DDR-Mark vertriebene StereoverstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x10 VA an 4 Ω ĂŒber zwei IC-VerstĂ€rker des Typs A2030 (TDA2030) und verfĂŒgt ĂŒber eine Ein- und Abschaltautomatik.
â¶ïž e i n z e l n e   K a s s e t t e n d e c k s
Stereokassette 1
Das Stereokassette 1 war â wie der Name schon andeutet â das erste Kassettendeck aus DDR-Produktion, noch mit furniertem MDF-GehĂ€use und Kassettenfach an der GerĂ€teoberseite. Als Laufwerk kam das schon aus dem Stern-Recorder R 160 und Prominent Duo bekannte einmotorige KGB4 zum Einsatz. Es verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Vor- und RĂŒcklauf sowie jeweils eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. Das Laufwerk ist weder mit einer Pausentaste ausgestattet, noch lassen sich die Vor- und RĂŒckspultasten einrasten. Des Weiteren besitzt das Stereodeck einen beim KGB4 ansonsten unĂŒblichen Stereo-Tonkopf, eine automatische Aussteuerung, zwei AufnahmeeingĂ€nge (Phono/Micro & Radio), einen Stereo-Ausgang und ein Klangwahlschalter (Musik & Sprache). Optisch passt das Kassettendeck am ehesten zum REMA andante 840 und REMA arietta 730.
SK 900 HI FI
Das SK 900 HI FI verfĂŒgt â wie das VorgĂ€ngerdeck Stereokassette 1 â ĂŒber ein furniertes MDF-GehĂ€use mit Kassettenfach an der GerĂ€teoberseite. In dem Stereodeck wurde ein einmotoriges, ungarisches Importlaufwerk verbaut. Dieses besitzt fĂŒnf Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. Die Pausentaste wurde separat ausgefĂŒhrt. Des Weiteren verfĂŒgt das SK 900 ĂŒber ein BandzĂ€hlwerk, eine Bandsortenwahl, einen regelbarer Kopfhöreranschluss, eine Pegelaussteuerung und Anzeige ĂŒber zwei Analoginstrumente. Optisch wurde das Deck dem SteuergerĂ€t CARAT S angepasst.
SK 910 HI FI
Beim SK 910 handelt es sich um die FrontladerausfĂŒhrung des zuvor beschriebenen SK 900. Es wurde meines Wissens ausschlieĂlich fest in der Kompaktanlage SC 1700 verbaut.
SK 1201
Das zum SteuergerÀt SP 1201 passende Kassettendeck SK 1201 wurde im Jahr 1982 auf der 9. Kunstausstellung in Dresden vorgestellt, ist jedoch nie in Serie gegangen.
SK 1809
nÀhere Infos & Bild gesucht
GC 6030 Geracord
Die GERACORD-Kassettendecks wurden ab 1984 im VEB Elektronik Gera als ErgĂ€nzung zu verschiedenen REMA- und HELI-SteuergerĂ€ten gebaut. Das GC 6030 war das erste Deck dieser Serie und besitzt noch das typischen Recorder-PlastikgehĂ€use. Das verbaute einmotorige Laufwerk kam auch bei verschiedenen RFT-Radiorecordern zum Einsatz. Es verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. Die Pegelaussteuerung ist ĂŒber zwei Schieberegler und Analoginstrumente möglich. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine Batteriekontrolle und Netzanzeige mittels LED, ein mechanisches BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, eine Bandsortenwahl, ein fest eingebautes Mikrofon, einen regelbaren Kopfhöreranschluss und einen 12V- sowie VerstĂ€rker-Anschluss.
GC 6031
Das GC 6031 entspricht dem GC 6030 trotz seines komplett ĂŒberarbeiteten StahlblechgehĂ€uses mit Aluminiumfront technisch noch fast komplett. Die Pegelaussteuerung erfolgt nicht â wie bei den meisten RFT-Decks â ĂŒber ein Tandem-Potentiometer, sondern ĂŒber zwei getrennte 270Âș-Regler fĂŒr beide StereokanĂ€le. Der Aufnahmepegel wird nun ĂŒber zwei 10-LED-Ketten angezeigt. Als optische Vorlage fĂŒr das GC 6031 diente das SteuergerĂ€t REMA Modus RX 42.
GC 6032
Das technisch und mechanisch mit dem GC 6031 identische GC 6032 wurde optisch wiederum an das SteuergerÀt robotron SR 2400 angepasst.
In einer Neuvorstellung in der Fachzeitschrift FUNKAMATEUR heiĂt es zum GC 6032: âDas Frontlade-KassettengerĂ€t GC 6032 (VEB Elektronik Gera) aus der Rekorderfamilie GC 6000 dient der Komplettierung der StereoempfĂ€nger SR 2400/2410 des VEB Stern-Radio Sonneberg. Die Bedienelemente des KasettengerĂ€ts sind ĂŒbersichtlich angeordnet, die Kontrolle der BetriebszustĂ€nde erfolgt ĂŒber LEDs und LED-Zeilen. Der Kopfhörerausgang ist regelbar. Eingebaut sind ein Rauschminderungsverfahren, Bandsortenumschaltung. Bandendabschaltung und ZĂ€hlwerk mit Memoryâ.
GC 6033
Beim ansonsten mit dem GC 6031 technisch und optisch identischen GC 6033 (Bild unten) wurde zusÀtzlich die Tiefe des Abdeckbleches an das SteuergerÀt REMA Modus RX 42 (Bild oben) angepasst.
GC 6131
Die 61er-Serie wurde gegenĂŒber der 60er-Reihe technisch etwas ĂŒberarbeitet. Die GerĂ€te verfĂŒgen zusĂ€tzlich ĂŒber zwei getrennte MikrofoneingĂ€nge, einen MPX-Filter zur Verbesserung von Radioaufnahmen, eine Pausenlöschfunktion und ein zuschaltbares Rauschminderungssystem (DNR). Das GC 6131 lehnt sich optisch an das SteuergerĂ€t REMA Modus RX 42 an. Wie beim passenden Receiver gibt es das Deck mit silberner oder schwarzer Front.
GC 6132
Das GC 6132 wurde optisch an die SteuergerÀte robotron SR 2400 und SR 2410 angepasst, entspricht aber technisch und mechanisch dem GC 6131.
GC 6132 RX
Das in kleiner Serie produzierte GC 6132 RX auf Basis des GC 6132 wurde optisch an das REMA tonica RX 80 und RX 81 angepasst. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber die gleichen Reglerknöpfe wie das tonica, die Frontplatte des GC 6132 inklusive Schaltertyp blieb hierbei jedoch unverĂ€ndert. Sie wurde lediglich in deutscher statt englischer Sprache beschriftet und mit der geĂ€nderten Typenbezeichnung versehen, wodurch das Deck aber optisch auch nur eingeschrĂ€nkt zum RX 80/81 passt.
REMA KX 80
Anhand der Typenbezeichnung lÀsst sich vermuten, dass es sich um ein optisch an das REMA tonica RX 80/81 angepasstes Kassettendeck handelt. Dieses ist aber wohl nie in Serie gegangen.
Lady Kassettendeck
Passend zum unter SteuergerÀte beschriebenen und abgebildeten Lady Stereo SR 750 wurde ein Kassettendeck entwickelt, das technisch auf dem in vielen Recordern verbauten einmotorigen Laufwerk MU300 basiert. Hierbei handelt es sich jedoch nur um ein Funktionsmuster, welches so nie in Serie ging.
Airbrush-Entwurf des Lady Kassettendecks mit verschiedenen Ansichten und Stellvarianten, erstellt 1989 durch die Stern-Radio-Designerin Frau B. Ehrlich
SR 750 Kassettendeck
Passend zum unter SteuergerÀte beschriebenen und abgebildeten Stereo Receiver 750 wurde ein Kassettendeck entwickelt, das technisch auf dem in vielen Recordern verbauten einmotorigen Laufwerk MU300 basiert. Hierbei handelt es sich jedoch nur um ein Funktionsmuster, das so nie in Serie ging.
B ĂŒ r o d i k t i e r - ,   D a t e n -   &   T e l e f o n m i t s c h n i t t g e r Ă€ t e
In der DDR war der Bedarf an letzteren GerÀten bekanntlich recht hoch.
BDG 2000
BĂŒro-DiktiergerĂ€t BDG 2000 mit zweimotoriges HMK 100 Laufwerk und GERACORD GehĂ€use
CAW-A, CAW-W & CAW-AW
Die CAW-GerĂ€te waren wohl gröĂtenteils bei âHorch & Guckâ im Einsatz, einige GerĂ€t auch bei der Deutschen Reichsbahn zur Aufzeichnung des Streckenfunks. An der Typenbezeichnung lĂ€sst sich eigentlich schon die Verwendung und der Aufbau erkennen. Unterschieden werden hierbei die reinen AufnahmegerĂ€te mit einem Laufwerk (CAW-A), AufnahmegerĂ€te mit zwei Laufwerken (CAW-2A), reinen WiedergabegerĂ€te (CAW-W) und die kombinierten Aufnahme-Wiedergabe-GerĂ€te (CAW-AW). Das abgebildete CAW-AW verfĂŒgt ĂŒber zwei HMK-Laufwerke im typischen GERACORD GehĂ€use.
CAW-E
Deck mit zweimotorigem HMK 100 Laufwerk im EinschubgehĂ€use (âŠ-E)
CAW-2A
reines Aufnahme-Deck mit zwei 2-motorigen HMK 100 Laufwerken und verbreitertem GERACORD GehÀuse
GC 6500
Deck mit zweimotorigem HMK 100 Laufwerk und GERACORD GehÀuse
GCC 6021/6025
Beschreibung folgt
TAB 1
Doppeldeck mit zwei R 4100 Laufwerken
TG 7127
Deck mit zweimotorigem SK 3000 Laufwerk und Einbaurahmen
S t u d i o â   &   H e i m â M i s c h g e r Ă€ t e
HIFI Studio 506
Das Heimstudio-MischgerĂ€t HIFI Studio 506 wurde ab 1978 in der PGH Fernsehen-Radio Berlin (FERA) produziert. An das GerĂ€t lassen sich sechs Tonquellen und zwei Kopfhörer anschlieĂen. Der eingestellte Ausgangspegel wird ĂŒber zwei Analoginstrumente angezeigt.
KSG 625 (Disco 72)
Im AuĂenhandelsprospekt der Elektrotechnik Export-Import Berlin heiĂt es zu diesem GerĂ€t: âDas KleinstudiomischgerĂ€t KSG 625 dient in transportablen oder stationĂ€ren Tonstudioeinrichtungen als zentrales Regiepult. Es besteht aus drei Teilen: dem GrundgerĂ€t, Erweiterungsteil und dem Zusatzteil. Die Kontroll- und Kommandoeinrichtung dient zur Ăberwachung der Aufnahme, zum Einpegeln sowie der akustischen und optischen VerstĂ€ndigung mit zwei Mikrofon-Standorten. 12 VorverstĂ€rker fĂŒr maximal 12 Tonquellen mit beliebigen Pegeln ermöglichen die Mischung in 1 - 3 ProgrammkanĂ€len. Alle PulteinschĂŒbe sind steck- und verschraubbar. Die Aussteuerungsinstrumente können durch schwenkbare Anordnung leicht in blickgerechte Lage gebracht werden. Zur Frequenzbeeinflussung, zum Absenken oder Anheben der Höhen und Tiefen sowie PrĂ€senz sind 4 frequenz- und amplitudenvariable Filter vorhanden, die vor die Einzel- oder Summenpegelsteller geschaltet werden können. FĂŒr den Anschluss einer Abhöreinrichtung ist der Programmwahlschalter und der LautstĂ€rkesteller im GrundgerĂ€t enthalten.Â
Zum Ferneinschalten einer VerstĂ€rkerzentrale ist ein Tastenschalter vorhanden. Zur Stromversorgung ist ein Stromversorgungseinschub mit elektronischer Stabilisierung der Betriebsspannung eingebaut. Bei gleichzeitigem Anschluss der Netz- und der Batteriestromversorgung erfolgt bei Netzausfall automatisch eine elektronische Umschaltung auf Batteriebetrieb.â Das 1120 x 145 x 390 mm groĂe und 28 kg schwere KSG 625 wurde ab 1972 anlĂ€sslich der Weltfestspiele 1973 im VEB Studio-Elektroakustik Leipzig (der heutigen Studio-Elektroakustik GmbH) produziert. Nach Abschluss der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin wurden die auch als Disco 72 bezeichneten GerĂ€te an namhafte Jugendclubs wie den JC Messelektronik / JC Pentacon in Dresden und an Clubs in Rostock und Berlin vergeben.
DISCO 2000
"Disco 2000 ist ein HeimstudiomischgerĂ€t, das die Tonbandamateure oder Besitzer einer Heimstudioanlage bereits mit groĂem Interesse erwarten. Mit Disco 2000 erlangt der Begriff Heimstudio erst seine volle Bedeutung. Sie sitzen gewissermassen am Regietisch und gestalten komplette Unterhaltungsprogramme. Darin werden Sie â vor allem durch die Ă€uĂerst einfach zu bedienenden Flachbahnregler â gewiss bald eine hohe Meisterschaft erreichen. Ihre GĂ€ste werden erstaunt sein, was Sie alles aus Ihren Programmquellen Plattenspieler, TonbandgerĂ€t und RundfunkempfĂ€nger herausholen, wenn Sie Disco 2000 einsetzen." Diese aus heutiger Sicht etwas skurrile Einleitung findet sich in der Bedienungsanleitung des von 1979 bis 1989 produzierten Mono-Heimstudio-MischgerĂ€tes DISCO 2000 aus dem VEB Funkwerk Berlin-Köpenick. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber vier stufenlos regelbare Dioden-EingĂ€nge (Rundfunk, Tonband, Plattenspieler mit Entzerrer-VorverstĂ€rker & Mikrofon). Der Mikrofon-Eingang besitzt zusĂ€tzlich zum Flachbahnregler einen 270°-Poti an der RĂŒckseite als Pegelvorregler. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber drei LR20-Batterien. Auf einen Einschalter wurde aufgrund des zu vernachlĂ€ssigenden Stromverbrauches von 0,6 mA verzichtet. Ansonsten kamen in dem GerĂ€t neben den vier Flachbahnreglern, einigen WiderstĂ€nden und Kondensatoren lediglich drei Transistoren des Typs SC207D zum Einsatz. Der Vertrieb des sehr einfach aufgebauten Mischpultes erfolgte fĂŒr stolze 150 DDR-Mark. Aber wie heiĂt es so schön in der Bedienungsanleitung: "Disco 2000 entspricht mit seinen technischen Möglichkeiten und im Design gut auch den Interessen junger Leute. Hierbei bildet selbstverstĂ€ndlich auch der Preis keine Ausnahme.â.
regie 2000 stereo
Das ab Mitte der 1980er Jahre in Berlin-Köpenick produzierte regie 2000 stereo verfĂŒgt - wie schon das Disco 2000 â ĂŒber vier ToneingĂ€nge, nun jedoch mit jeweils zwei getrennt regelbaren StereokanĂ€len. AuĂerdem lĂ€sst sich hier, neben dem Mikrofon-, auch der Plattenspielereingang ĂŒber ein 270°-Poti an der RĂŒckseite vorregeln.
regie 3000 stereo
Das regie 3000 stereo entspricht prinzipiell dem zuvor beschriebenem regie 2000 stereo, es verfĂŒgt jedoch zusĂ€tzlich ĂŒber einen regelbaren Kopfhöreranschluss.
Tonmixer
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RFT AudioVision CD 9000 (C.E.C. 540 CD)
Der AudioVision CD 9000 wurde im Jahr 1990 als erster und einziger CD-Player unter dem Markennamen RFT vertrieben. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen umgelabelten C.E.C. 540 CD aus Japan, fĂŒr den sich eine deutsche Handelskette die RFT-Markenrechte gesichert hat. Aber bereits vor der Wende wurde in der DDR mit der Entwicklung eines CD-Players begonnen, dessen Produktion jedoch bei TESLA in der Ex-ÄSSR geplant war und auch nicht mehr zustande kam. Der abgebildete CD 9000 lĂ€sst sich mit seinem schwarzen GehĂ€use und seinen Abmessungen von 420 x 90 x 285 mm wohl noch am Ehesten mit der RFT-HiFi-Serie S 4000 kombinieren. Technisch entspricht er dem, was zu dieser Zeit auch bei PHILIPS und SONY ĂŒblich war. Das GerĂ€t besitzt neben den ĂŒblichen Funktionen Play, Pause, Stop, Repeat, Search und Open/Close eine Memory-Funktion sowie einen regelbaren Kopfhöreranschluss. Die Anzeige besteht lediglich aus einem 2x7-Segment-LED-Display zur Titelanzeige sowie je eine Play-, Repeat- und Memory-LED. Die gröĂte Fehlerquelle an dem vielleicht etwas lieblos ausgefĂŒhrten, aber trotzdem recht robusten GerĂ€t dĂŒrfte wohl der Antriebsriemen fĂŒr das CD-Fach sein, der sich aber relativ einfach ersetzen lĂ€sst (siehe Reparaturhinweise).
EAK CD 4000
Beim CD 4000 handelt es sich um einen einfachen Import-CD-Player, der 1990 oder 1991 durch die EAK electronic GmbH aus Sonneberg passend zur S4000-Anlage vertrieben wurde.
T o n b a n d g e r À t e
BG 19-33, KB 100, Diktina & Tonmeister
TonbandgerĂ€te aus DDR-Produktion / Diese wurden Anfang der 1970er Jahre durch ImportgerĂ€te abgelöst, gröĂtenteils von TESLA aus der ÄSSR und UNITRA aus Polen.
BG 19-2Z
Das BG 19-2Z wurde um 1955 als erstes Heim-TonbandgerĂ€t der DDR im VEB MeĂgerĂ€tewerk Zwönitz produziert. In dem GerĂ€t kamen zwei Röhren des Typs EF12 als Mono-WiedergabeverstĂ€rker zum Einsatz (teilweise auch EF12K). Zur Wiedergabe wird jedoch ein zusĂ€tzlicher VollverstĂ€rker mit Lautsprecher benötigt (seiner Zeit in der Regel ein Röhrenradio). Einen AufnahmeverstĂ€rker besitzt das GerĂ€t nicht. Der Anschluss erfolgt direkt am Lautsprecherausgang des VerstĂ€rkers, wodurch sich der Aufnahmepegel dann auch nach der LautstĂ€rkeeinstellung richtet. Der gut 4 kg schwere Antriebsmotor mit integriertem Schwungrad stammt zumeist aus dem VEB Elektromotorenwerk Hartha. Das GerĂ€techassis mit beschichteter Aluminium-Frontplatte in Pultform wurde in einem kunstlederbezogenem SperrholzgehĂ€use mit Tragegriff und Kofferschlössern verbaut. Die Bedienelemente sind nur durch Abnahme des Deckels erreichbar. Der 220V-Netzanschluss sowie Aufnahme- und Wiedergabe-Anschluss findet sich an der RĂŒckseite hinter einem Schiebedeckel.
Smaragd BG 20
Das Röhren-Doppelspur-GerĂ€t Smaragd BG 20 war eigentlich der Klassiker unter den DDR-TonbandgerĂ€ten. Hierbei gibt es insgesamt sechs verschiedene Smaragd-AusfĂŒhrungen, die Anfang bis Mitte der 1960er Jahre im VEB MeĂgerĂ€tewerk Zwönitz produziert wurden. Das abgebildete GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein Laufwerk mit Aufnahme, Wiedergabe-, Vor-, RĂŒcklauf- und Stop-Taste; einen integrierten WiedergabeverstĂ€rker plus Lautsprecher; eine BandzĂ€hluhr; Löschunterbrechung; Tonblende und eine Aussteuerungsanzeige. Ăber den linken Drehschalter neben der mechanischen BandzĂ€hluhr lĂ€sst sich der Betriebsmodus zwischen Wiedergabe ĂŒber den integrierten Lautsprecher (9 & 19 cm/sec), Aufnahme ĂŒber den Diodeneingang (DIN), Wiedergabe ĂŒber einen externen hochohmigen Lautsprecher oder Wiedergabe ĂŒber einen externen 5Ω-Lautsprecher wechseln. Der rechte Drehregler diente zur Aussteuerungs- und LautstĂ€rkeregelung inkl. Netzschalter. An der linken GehĂ€useseite sowie RĂŒckseite finden sich hinter Metallklappen alle Anschlussbuchsen, der Sicherungshalter und Spannungswahlschalter (110-150V & 220-240V). Neben dem Netzkabel lĂ€sst sich ein Diodenkabel zur externen Aufnahme/Wiedergabe (1V/10kΩ), ein Kopfhörer (>200 Ω), ein Mikrofon (1V/10kΩ), eine Fernbedienung, ein hochohmiger und niederohmiger Lautsprecher anschlieĂen. In dem GerĂ€t wurden die VerstĂ€rkerröhren EF86, ECC81 und EL84 sowie die Anzeigeröhre EM11 verbaut.
SAJA SJ 155, T 103, T 2211 & T 2221
Das Berliner Unternehmen Sander & Janzen (kurz SAJA) produzierte im Ost-Berliner Bezirk Prenzlauer Berg professionelle Studio-TonbandgerÀte und -Plattenspieler. Nach dem Wechsel des Firmensitzes Mitte der 1950er Jahre in den Westteil Berlins firmierte der alte Standort zur Thurow KG und wurde spÀter als VEB Tonmechanik Berlin sowie Tontechnik Berlin verstaatlicht.
SAJA MK 50 & SAJA MK 50 De Luxe
Das 2-Spur-Mono-TonbandgerĂ€t SAJA MK 50 wurde Ende der 1950er Jahre bei Sander & Janzen im Westsektor von Berlin produziert, nachdem das Unternehmen seinen Standort kurz vor dem Mauerbau aus dem Prenzlauer Berg hierhin verlagert hat. Das 380 x 320 x 160 mm groĂe und 7 kg schwere MonogerĂ€t mit integriertem Lautsprecher und einer festen Geschwindigkeit von 9,5 cm/sec ist mit den Röhren EF86, ECC83, EL95, EC92 und einer EM84 zur Aussteuerungsanzeige bestĂŒckt. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz. Die verbauten Teile stammen ausschlieĂlich aus westdeutscher Produktion, lediglich der ebenfalls mit âMade in Western Germanyâ beschriftete Lautsprecher des Typs LP910/16/110 weist eine verdĂ€chtige Ăhnlichkeit zu den Leipziger Lautsprechern auf (plastgekapselter, blauer Magnet & grauer Korb). Neben der Monovariante MK 50 gab es noch die StereoausfĂŒhrung MK 50 De Luxe.
QE 1010
Mit dem NachschaltegerÀt Quadro Effekt QE 1010 ist es möglich, an einen normalen StereoverstÀrker vier Boxen in Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung zu betreiben. Hierbei wird lediglich das Differenzsignal zwischen linkem und rechtem Kanal in Mono auf das hinter dem Hörer platzierte Lautsprecherpaar gegeben.
s o n s t i g e  K o m p o n e n t e n
AKA LichteffektgerÀt
Das AKA LichteffektgerĂ€t wurde vermutlich Mitte der 1970er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre im VEB BĂŒhnen- und Studiotechnik Berlin (AKA electronic) gefertigt. In dem GerĂ€t sind elf Soffitten-Lampen (4x 12V/5W, 6x 12V/18W & 1x 24V/18-20W) mit drei roten, vier grĂŒnen, zwei blauen sowie zwei gelben Farbfiltern und vorgesetzter Pyramidal-Streuscheibe installiert, die ĂŒber eine klassische Lichtorgel angesteuert werden. Mittels zweier rĂŒckseitiger Diodenbuchsen (DIN) kann das GerĂ€t zwischen die Tonquelle und den VerstĂ€rker geschaltet werden. Ebenfalls an der RĂŒckseite befinden sich drei Potentiometer fĂŒr die Eingangspegelanpassung, den Ansprechpunkt fĂŒr die gelben und fĂŒr die roten Lampen im GerĂ€t. AuĂerdem befindet sich hier der Netzschalter und der Sicherungseinsatz.
đ€ DM 2000
Beim Dynamischen Mikrofon DM 2000 handelt es sich um ein Mono-HiFi-Mikrofon mit einer Impedanz von 600Ω und einem 2m langen Anschlusskabel mit DDR-typischem WĂŒrfelstecker (DIN). Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde das DM 2000 auch ĂŒber die GENEX Geschenkdienst GmbH in Westdeutschland angeboten. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschlieĂender Lieferung an den angegebenen GeschenkempfĂ€nger in der DDR. So wurde das DM 2000 im GENEX-Katalog von 1986 fĂŒr 45,- DM angeboten. In der Produktbeschreibung heiĂt es hierzu: âMehr Freude am guten Ton â Dynamisches HIFI-Mikrofon DM 2000 â Ein hochwertiges HIFI-Mikrofon mit groĂem FrequenzĂŒbertragungsbereich und ausgewogenem Ăbertragungsfaktor im gesamten Aufnahmebereich. Der Innenwiderstand von 600Ω macht es fĂŒr Kassettenrecorder und SpulentonbandgerĂ€te mit mittelohmigem Eingang geeignet. Kugelcharakteristik, KabellĂ€nge 2m, Gewicht 110gâ
viele kleine Menschen
viele kleine Dinge tun,
wird sich das Angesicht
unserer Erde verÀndern.


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