LeistungsverstÀrker, Lautsprecherboxen,
InstrumentalverstÀrker, Misch- & EffektgerÀte
Der VEB Klingenthaler Harmonikawerke wurde 1949 gegrĂŒndet und war der gröĂte Produzent von PA-VerstĂ€rkern/-Boxen, Bass- sowie Gitarrencombos, Elektroorgeln, Akkordeons und Mundharmonikas in der Ex-DDR. Anfangs beschrĂ€nkte sich die umfangreiche Produktion ausschlieĂlich auf klassische Instrumente. In den 1960er und 1970er Jahren wurden mehrere Betriebe mit staatlicher Beteiligung, wie der VEB VERMONA, aber auch eigenstĂ€ndige Unternehmen wie die F.A.Böhm Electronic KG in die Klingenthaler Harmonikawerke eingegliedert.Â
Die Böhm KG produzierte bereits zuvor erfolgreich Röhren-LeistungsverstĂ€rker und passende Boxen wie den MV 3 oder die Böhm-Regent-Serie. Diese Serie wurde dann als VERMONA regent fortgefĂŒhrt. Mit dem Wechsel zu VERMONA erfolgte auch die komplette Transistorisierung der VerstĂ€rker. Viele Schaltungen blieben bis Ende der 1980er weitestgehend unverĂ€ndert, was dazu fĂŒhrte, dass die VerstĂ€rker gegenĂŒber den RFT-HiFi-Komponenten etwas veraltet wirken. Was sie wiederum auszeichnet, ist die sehr hohe ZuverlĂ€ssigkeit, groĂzĂŒgige BauteilbestĂŒckung und die meiner Meinung nach meist recht gelungene Optik. Die verbauten Lautsprecher â wie z.B. der L 3401 aus dem Fernmeldewerk Leipzig â und Endstufentransistoren â wie der TESLA KD606 â sorgen fĂŒr ordentliche Leistungsreserven und machen das hohe Grundrauschen oder Einschaltknacken wieder etwas wett. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden die PA-VerstĂ€rker und -Boxen als VEB Musikelektronik Klingenthal produziert und der VERMONA-Schriftzug durch ein ME-Logo oder die Typenbezeichnung VM⊠ersetzt. Parallel gingen bereits frĂŒhzeitig sehr viele GerĂ€te in den Export. In Westdeutschland, GroĂbritannien und anderen westeuropĂ€ischen LĂ€ndern trugen sie dann Markennamen wie Falcon, Matrix, Echolette, Hohner, Avora, Sound City, Kay Sound Fashion oder LondoneR, wobei man die DDR-Herkunft auf dem Typenschild oft trotzdem auswies. Eine sehr groĂe StĂŒckzahl an GerĂ€ten wurde auch noch bis in die 1980er Jahre als Reparationsleistung in die Ex-UdSSR geliefert.
Im Jahr 1990 wurden die Klingenthaler Harmonikawerke wieder aufgesplittet. Hieraus ging unter anderem die Klingenthaler Musikelektronik GmbH (K.M.E.) hervor, die ihre GerĂ€te in der schwierigen Nachwendezeit Anfang der 1990er lediglich mit âM.E.K. soundâ und "Made in Germany" auswies, aber auf weitere Herstellerangaben verzichtete. SpĂ€ter ist man dann wieder auf ein selbstbewusstes K.M.E. ausgewichen. Der Hersteller entwickelt und produziert bis heute Beschallungssysteme. Somit wechselte die Herstellerbezeichnung im Laufe der Jahrzehnte von Weltklang auf Böhm und VERMONA, die KĂŒrzel ME sowie VM bis nach der politischen Wende auf MEK und KME. Nebenher gab es noch fĂŒnf Export-Markennamen. Was sich fĂŒr die Klingenthaler GerĂ€te zu DDR-Zeiten immer konstant hielt, war lediglich die Modellbezeichnung REGENT, die aber dann nach der Wende auch aufgegeben wurde. Der ursprĂŒnglich ebenfalls zu VERMONA gehörige Betriebszweig Signal-, Mess- und TongerĂ€te (kurz: SIMETO) arbeitet heute als Simeto Klingenthal GmbH. Der Markenname VERMONA (offensichtlich die Kurzform von VEB Klingenthaler Harmonikawerke) wird wiederum von der HDB electronic GmbH weitergefĂŒhrt.
L e i s t u n g s v e r s t À r k e r
Weltklang MV 2 (VerstÀrkeranlage VA 1)
Der Mono-MischverstĂ€rker MV 2 wurde ab Anfang der 1960er Jahre bei der Böhm KG in Klingenthal produziert und durch die passende TonsĂ€ule zur VerstĂ€rkeranlage VA 1 komplettiert. Der Vertrieb erfolgte unter dem Markennamen Weltklang. In dem RöhrengerĂ€t kamen zwei ECC83, zwei EndverstĂ€rkerröhren EL84 und eine EZ81 als Netzgleichrichter zum Einsatz. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber zwei getrennt regelbare EingĂ€nge und einen 6,3Ω-Ausgang mit einer Leistung von 12 VA. Die Spannungsversorgung kann zwischen 125 und 220 V gewechselt werden, darf aber â wie schon an den E-Röhren zu erkennen â ausschlieĂlich aus dem Wechselspannungsnetz erfolgen.
Böhm MV 3 (VerstÀrkeranlahe VA 2)
Der Mono-MischverstĂ€rker MV 3 wurde ab Mitte der 1960er Jahre bei der Böhm KG in Klingenthal produziert und gehörte zusammen mit der passende Bassreflexbox zur VerstĂ€rkeranlage VA 2. Das RöhrengerĂ€t ist mit zwei EL84, zwei ECC83 und einer EF86 bestĂŒckt, verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit getrennter Pegel-, Höhen- sowie Tiefenregelung und einen 6Ω-Ausgang mit 12 VA Nennleistung. Alle Bedienelemente und AnschlĂŒsse sind frontseitig montiert. Die Spannungsversorgung kann ĂŒber das 127V- oder 220V-Wechselspannungsnetz erfolgen.
Der Mono-MischverstĂ€rker regent 60 war die gröĂte von BĂHM produzierte Röhrenendstufe ohne eingebauten Lautsprecher. Das GerĂ€t ist mit fĂŒnf ECC83, zwei EL34 und einer EM84 bestĂŒckt, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 40 VA sorgen (Musikleistung: 50 VA, Impedanz: 6 Ω). Das GerĂ€t besitzt fĂŒnf EingĂ€nge, von denen jeder ĂŒber eine eigene Höhen-, Tiefen- und LautstĂ€rkeregelung verfĂŒgt. Ăber einen Summenregler kann auĂerdem die GesamtlautstĂ€rke geregelt werden. Die ersten beiden EingĂ€nge (100 mV an 100 kΩ) sind fĂŒr den Instrumentalbetrieb vorgesehen, die zweiten beiden (30 mV an 1 MΩ) fĂŒr Mikrofone und ein Eingang z.B. fĂŒr TonbandgerĂ€te (mit Aufnahmeausgang). Die Spannungsversorgung kann ĂŒber 110, 127 oder 220 V erfolgen.
Vermona regent 150 (VerstÀrker)
Der Mono-TransistorverstĂ€rker regent 150 wurde als Nachfolger des MV 3 produziert und in der Regel zusammen mit der gleichnamigen Bassreflexbox ausgeliefert. Das GerĂ€t mit einer Ausgangsleistung von 12,5VA und eine Impedanz von 6 Ω war als erster VerstĂ€rker der regent-Serie komplett transistorbestĂŒckt. Es verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit Diodenbuchsen, deren LautstĂ€rke, Höhen und Tiefen sich getrennt regeln lassen.
Vermona regent R 224 (mono 1x 12 VA / 8Ω)
Der MonoverstĂ€rker regent R 224 entspricht weitestgehend der Gitarrencombo regent R 221. Es entfĂ€llt jedoch der Lautsprecher mit dem genau hierfĂŒr notwendigen unteren GehĂ€useteil. Des Weiteren fehlt â wie schon bei der Combo R 222 â der regelbare Federhall. Anstelle der Reverb-Stop-Buchse des R 221 findet sich beim R 224 der 8Ω-Lautsprecherausgang. Das 370 x 135 x 200mm groĂe und 3,5 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen Eingang mit Höhen-, Mitten- und Tiefenregler. AuĂerdem besitzt er einen weiteren Eingang ohne Mittenregler. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich noch ein nachgeschalteter zweiter VerstĂ€rker ĂŒber âSlave outâ anschlieĂen. In der Endstufe mit einer Sinusleistung von 12 VA (Musikleistung 20 VA) kamen zwei KD606 zum Einsatz. Als ErgĂ€nzung zu diesem VerstĂ€rker war die 1-Wege-Box L 9020 vorgesehen. Ob es parallel zum R 224 auch eine AusfĂŒhrung mit integriertem Federhall gab oder zumindest serienreif entwickelt wurde, ist mir nicht bekannt. Was dafĂŒr spricht, ist der bei der Gitarrencombo R 221 erstmals direkt in das VerstĂ€rkerchassis integrierte Federhall und die nicht verwendete Typenbezeichnung regent R 223.
Vermona regent 300 H/S (Modell-Nr. 303)
Mit den regent 300/600/1000 startete Anfang der 1970er eine neue Serie von leistungsstarken und volltransistorisierten MischverstĂ€rkern parallel zum kompakten regent 150. Der gesamten Serie gemeinsam ist die Bauform des HolzgehĂ€uses und die kombinierte Bedienung ĂŒber Dreh- und Schiebereglern. Der regent 300 H/S war hierbei der einzige 25VA-VerstĂ€rker ohne integrierten Lautsprecher. Er löste den KompaktverstĂ€rker regent 300 H (Modell-Nr. 301 mit integrierten Lautsprechern) ab. Das GerĂ€t besitzt zwei EingĂ€ngen, eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung fĂŒr beide EingĂ€nge, einen gemeinsamem Summenregler sowie ĂŒber einen regelbaren Federhall.
Vermona regent 600 N (Modell-Nr. 604)
Der MonoverstĂ€rker regent 600 N wurde parallel zum gleichnamigen KompaktverstĂ€rker produziert. Technisch entspricht er diesem auch komplett, es fehlen jedoch die fĂŒnf Lautsprecherchassis und der gesamte untere GehĂ€useteil. Stattdessen war hier die separate 2-Wege-Bassreflexbox Vermona regent 600/1000 vorgesehen. Der VerstĂ€rker sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 50 VA, verfĂŒgt aber noch nicht ĂŒber eine Halleinrichtung. Es stehen drei EingĂ€nge zur VerfĂŒgung, zwei davon mit getrennter Höhen- und Tiefenregelung. Die AusgangslautstĂ€rke lĂ€sst sich ĂŒber einen gemeinsamen Summenregler einstellen. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine farbige Aussteuerungsanzeige.
Der MonoverstĂ€rker regent 600 H (Modell-Nr. 605) entspricht komplett dem zuvor beschriebenen regent 600 N (Modell-Nr. 604), verfĂŒgt jedoch zusĂ€tzlich ĂŒber einen regelbaren Federhall.
Vermona regent 600 H/S (VerstÀrker)
Der MonoverstĂ€rker regent 600 H/S entspricht technisch komplette dem zuvor beschriebenen regent 600 H (Modell-Nr. 605) mit integrierter Halleinrichtung. Er wurde jedoch optisch ĂŒberarbeitet und war als ErgĂ€nzung zur 2-Wege-Box regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) gedacht.
Vermona regent 600 G (Modell-Nr. 606)
Der 50VA-GesangsverstĂ€rker regent 600 G (Modell-Nr. 606) auf Basis des regent 600 N (Modell-Nr. 604) verfĂŒgt ĂŒber insgesamt fĂŒnf EingĂ€nge mit getrennter Höhen-, Mitten- und Tiefenregelung sowie ĂŒber eine farbige Aussteuerungsanzeige.
Vermona regent 600 G/S (Modell-Nr. 607)
Der GesangsverstĂ€rker regent 600 G/S (Modell-Nr. 607) entspricht technisch komplette dem zuvor beschriebenen regent 600 G (Modell-Nr. 606). Er wurde jedoch optisch ĂŒberarbeitet und war als ErgĂ€nzung zur 2-Wege-Box regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) gedacht.
Vermona regent 600 B (Modell-Nr. 608)
Der BassverstĂ€rker regent 600 B war â wie schon der regent 600 G/S â als ErgĂ€nzung zur 2-Wege-Box regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) gedacht. Das GerĂ€t sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 50 VA, verfĂŒgt ĂŒber drei EingĂ€nge, zwei davon mit getrennter Höhen- und Tiefenregelung. Die AusgangslautstĂ€rke lĂ€sst sich ĂŒber einen gemeinsamen Summenregler einstellen.
Vermona regent 1000 H (Modell-Nr. 100)
Der MonoverstĂ€rker regent 1000 H (Modell-Nr. 100) wurde parallel zum etwas schwĂ€cheren regent 600 H (Modell-Nr. 605) produziert. Der VerstĂ€rker sorgt hierbei fĂŒr eine Ausgangsleistung von 100 VA (statt 50 VA, Musikleistung: 150 VA). Es stehen vier EingĂ€nge mit getrennter Höhen-, Mitten- und Tiefenregelung zur VerfĂŒgung. Die AusgangslautstĂ€rke lĂ€sst sich ĂŒber einen gemeinsamen Summenregler einstellen. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine farbige Aussteuerungsanzeige sowie einen regelbaren Federhall.
Vermona regent 1000 H/S (Modell-Nr. 101)
Der MonoverstĂ€rker regent 1000 H/S (Modell-Nr. 101) entspricht technisch komplett dem zuvor beschriebenen regent 1000 H (Modell-Nr. 100). Er wurde jedoch optisch ĂŒberarbeitet und war als ErgĂ€nzung zur 2-Wege-Box regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) gedacht, von der sich hier gleich zwei StĂŒck betreiben lassen.
Vermona regent 1000 B (Modell-Nr. 102)
Der BassverstĂ€rker regent 1000 B (Modell-Nr. 102) war â wie schon der regent 600 G/S und regent 600 B - als ErgĂ€nzung zur 2-Wege-Box regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) gedacht. Das GerĂ€t sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 100 VA, verfĂŒgt ĂŒber drei EingĂ€nge, zwei davon mit getrennter Höhen- und Tiefenregelung. Die AusgangslautstĂ€rke lĂ€sst sich ĂŒber einen gemeinsamen Summenregler einstellen.
Vermona regent 1000 S (mono 1x 100 VA / 8 âŠ)
Der MonoverstĂ€rker regent 1000 S war mit 100 VA der seinerzeit leistungsstĂ€rkste VerstĂ€rker der regent-Serie. Das 510 x 150 x 240 mm groĂe und 9 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen 0dB-Klinkeneingang (775 mV), dem ein LautstĂ€rkeregler nachgeschaltet ist. Auf eine Klangregelung und Einschaltverzögerung wurde verzichtet. Parallel zum Eingang wurde ein Slave-Out-Ausgang geschaltet, der das Nachschalten eines weiteren VerstĂ€rkers ermöglicht. Als Endstufentransistoren kamen zwei 2N3773 zum Einsatz. Der VerstĂ€rker besitzt zwei parallel geschaltete Klinken-Ausgangsbuchsen zum Anschluss einer 4Ω-Box mit einer Sinusleistung von 100 VA (150 VA Musik) oder von zwei 8Ω-Boxen mit je 50 VA, des Weiteren verfĂŒgt er ĂŒber eine integrierte Kurzschluss-Sicherung. Die Eingangs-Netzspannung kann ĂŒber den an der GehĂ€userĂŒckseite verbauten Spannungswahlschalter (mit integrierter Hauptsicherung) zwischen 110 / 127 V oder 220 / 240 V gewechselt werden. Zur Netzanzeige befindet sich an der Front eine kleine Lampe.
Vermona regent 1010 (mono 1x 100 VA / 4 âŠ)
Der ab 1983 produzierte MonoverstĂ€rker regent 1010 entspricht in der Ausstattung und Optik weitestgehend dem VorgĂ€nger regent 1000 S, allerdings wurde die Beschaltung und TransistorbestĂŒckung komplett ĂŒberarbeitet. Integrierte Schaltkreise kamen aber nach wie vor noch nicht zum Einsatz. Das 510 x 150 x 240 mm groĂe und 9 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen 0dB-Klinkeneingang (775 mV), dem ein LautstĂ€rkeregler nachgeschaltet ist. Auf eine Klangregelung und Einschaltverzögerung wurde verzichtet. Parallel zum Eingang ist ein Slave-Out-Ausgang geschaltet, der das Nachschalten eines weiteren VerstĂ€rkers ermöglicht. In der QuasikomplimentĂ€rendstufe mit symmetrischer Betriebsspannung kamen zwei 2N3773 zum Einsatz (teilweise auch TESLA KD503).
Der VerstĂ€rker besitzt zwei parallel geschaltete Klinken-Ausgangsbuchsen zum Anschluss einer 4Ω-Box mit einer Sinusleistung von 100 VA (150 VA Musik) oder von zwei 8Ω-Boxen mit je 50 VA, des Weiteren verfĂŒgt er ĂŒber eine Kurzschlusssicherung. Die Eingangsnetzspannung kann ĂŒber den an der GehĂ€userĂŒckseite verbauten Spannungswahlschalter (mit integrierter Hauptsicherung) zwischen 110 / 127 V oder 220 / 240 V gewechselt werden. Zur Netzanzeige befindet sich an der Front eine kleine Lampe (Bild oben). Bei spĂ€teren GerĂ€ten wurde der Kunstlederbezug verĂ€ndert und die Netzlampe durch eine rote LED ersetzt.
Mitte des Jahres 1985 wurde der Spannungswahlschalter (Bild oben) durch einen einfachen Sicherungshalter (Bild unten) ersetzt. Der Betrieb am 120V-Netz ist bei diesen GerĂ€ten somit nur noch durch VerĂ€nderung der Trafobeschaltung möglich. Zur selben Zeit wurden auch die bis dahin verbauten Endstufentransistoren des Typs 2N3773 auf tschechische TESLA KD503 umgestellt. Der regent 1010 ist laut Anleitungen fĂŒr den Betrieb mit einer Kombination aus der Mittel-/Tieftonbox Vermona L 9102 plus Hochtonaufsatz L 9040 oder mit zwei L 9063 optimiert und benötigt zur Klangoptimierung eine vorgeschaltete Mischeinrichtung wie z.B. den Vermona Mixer 1222.
Was den regent 1010 trotz seines hohen Klirrfaktors (†1 %) auszeichnet, ist seine hohe ZuverlĂ€ssigkeit, bedingt durch die sehr puristische Ausstattung ohne Klangregelstufe und Relaisschutzschaltung. AuĂerdem wurde nur ein klassischer Kippschalter zur Netztrennung verbaut, wĂ€hrend sich fĂŒr den etwas anfĂ€lligen Netzschalter der regent 20xx-Serie nur schwer ein optisch passender Ersatz finden lĂ€sst. Selbst nutze ich zwei dieser GerĂ€te in Stereo an einem Mischpult des Typs KME DJMixer 1 mit zwei RFT B 120. Diese Kombination entspricht zwar keiner HiFi-Norm, ĂŒberzeugt aber trotzdem durch ihren schön krĂ€ftigen und warmen Klang. Verwendet man die VerstĂ€rker dann noch in Dauer-AN an einer abschaltbaren Steckdosenleiste und regelt den Pegel ĂŒber die Eingangsquelle oder ein Mischpult, halten die VerstĂ€rker vermutlich ewig.
Der MonoverstĂ€rker regent 1010 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 307874 fĂŒr 298,- DM angeboten wurde: â150 Watt-Leistungsendstufe 1010 â Linearendstufe in Verbindung mit Mischeinrichtung (z.B. Mixer) und fĂŒr PA-Anlagen sowie zur Leistungsaufstockung fĂŒr Gesangsanlagen (z.B. Regent 1060) bestimmt. 1 Eingang, 1 Steuerausgang fĂŒr weitere ZusatzleistungsverstĂ€rker, 1 Eingangsvolumenregler, Technische Daten: Netzanschluss 110 / 127 / 220 / 240 V 50 / 60 Hz ~; Ausgangsleistung 150 VA Musik / 100 VA sinus; Klirrfaktor < 1 %; Ăbertragungsbereich 20 Hz â 20 kHz; Lautsprecherimpedanz 1 x 4 Ω oder 2 x 8 Ω; Eingangsempfindlichkeit 0 dB = 0,775 V; Steuerausgang wie Eingangspegel; Abmessungen (B x H x T): 510 x 150 x 240 mm, Gewicht 9 kgâ.
AVORA 1000 S (Vermona regent 1010)
Der MonoverstĂ€rker regent 1010 (und vermutlich auch schon der regent 1000 S) wurden fĂŒr den Export auch als AVORA R 1000 S vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1060, 2022, 30-B1, 50-B1, 30-G, 30-B, 50-G, 50-B, R 225, ME 10G und ME 30B.
Vermona regent 620 (mono 1x 60 VA / 4 âŠ)
Der MonoverstĂ€rker regent 620 verfĂŒgt ĂŒber zwei EingangskanĂ€le und einen 7-stufigen Graphic-Equalizer. Die zwei parallel geschalteten 60-VA-Mono-AusgĂ€nge mit Klinkenbuchsen sind fĂŒr 4Ω- und 8Ω-Boxen ausgelegt.
Vermona regent 1020 (mono 1x 100 VA / 4 âŠ)
Der MonoverstĂ€rker regent 1020 â auf Basis des regent 1010 â verfĂŒgt ĂŒber zwei EingangskanĂ€le und einen 7-stufigen Graphic-Equalizer. Die zwei parallelgeschalteten 100-VA-Mono-AusgĂ€nge mit Klinkenbuchsen sind fĂŒr 4Ω- und 8Ω-Boxen ausgelegt. Der MonoverstĂ€rker Vermona regent 1020 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben.
Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 307858 fĂŒr 598,- DM angeboten wurde: â150 Watt-InstrumentalverstĂ€rker 1020 â 2 EingangskanĂ€le mit LautstĂ€rkeschieberegler, Bass-, Mitten- und Höhenregler, PrĂ€senzschalter unsymmetrisch ĂŒber Klinkenbuchsen, Empfindlichkeitsumschaltung mit Boost-Taste. Eingang 1: Gute PrĂ€senzwiedergabe durch spezielle Klangregelung. ZusĂ€tzliche Klangregelmöglichkeiten mit nachgeschaltetem 7-stufigen Graphic-Equalizer. Vorzugweise zur Wiedergabe von E-Gitarren geeignet. Eingang 2: FĂŒr universelle Anwendung. 1 Summenvolumenregler. Abschaltbarer Begrenzer zur Erzielung optimaler LautstĂ€rken und als automatischer Ăbersteuerschutz. Steuerausgang fĂŒr ZusatzleistungsverstĂ€rker (z.B. Regent 1010), MonitorverstĂ€rker und PA-Anlagen, Regent 1020 in Verbindung mit entsprechenden Lautsprecherboxen zur Wiedergabe von Rhythmus- und Leadgitarre, als Bassanlage, zur Ăbertragung von Keyboards zu verwenden. Technische Daten: Netzanschluss 110/127/220/240 V 50/60 Hz~; Ausgangsleistung 150 W Musik / 100 W Sinus; Klirrfaktor <1 %; Ăbertragungsbereich 20 Hz â 20 kHz; Lautsprecherimpedanz 1 x 4 Ω oder 2 x 8 Ω; Eingangsempfindlichkeit umschaltbar 4 / 40 mV; 7-stufiger Equalizer ± 15 dB im Bereich 60 â 6.400 Hz; Steuerausgang 0 dB = 0,775 V; Abmessungen (B x H x T): 510 x 150 x 340 mm, Gewicht 12 kgâ.
Vermona regent 660 (mono 1x 60 VA / 4 âŠ)
Der Mono-MischverstĂ€rker regent 660 verfĂŒgt ĂŒber sechs gleichwertige EingĂ€nge mit unabhĂ€ngiger dreistufiger Klangregelung plus gemeinsamen zweistufigen Summenregler, auĂerdem EingĂ€nge mittels Klinken- und Diodenbuchse. Die zwei parallelgeschalteten 60VA-Mono-AusgĂ€nge mit Klinkenbuchsen sind grundsĂ€tzlich fĂŒr 4Ω- und 8Ω-Boxen ausgelegt.
Vermona regent 1060 (mono 1x 100 VA / 4 âŠ)
Der Mono-MischverstĂ€rker regent 1060 basiert technisch auf dem regent 1010, dessen Endstufe mit zwei TESLA KD503 und einem Auskoppelkondensator auch komplett ĂŒbernommen wurde. Das Netzteil und der mechanische Aufbau sind ebenfalls fast identisch. Der Netztransformator hat die gleiche GröĂe, jedoch aufgrund der fehlenden Spannungswahlmöglichkeit weniger Abgriffe. Vor den eigentlichen VerstĂ€rker wurde die Regel- und Abmischeinheit gesetzt. Hier verfĂŒgt der VerstĂ€rker ĂŒber sechs gleichwertige EingĂ€nge mit unabhĂ€ngiger dreistufiger Klangregelung plus gemeinsamen zweistufigen Summenregler, auĂerdem jeweils EingĂ€nge mittels Klinken- sowie Diodenbuchse (DIN). Bei den Diodenbuchsen ist lediglich der linke Kanal beschaltet. Der rechte Kanal wurde intern auf Masse gelegt. Das 510 x 150 x 340 mm groĂe und 13 kg schwere GerĂ€t besitzt einen integrierten Federhall, der sich fĂŒr jeden Eingangskanal stufenlos einstellen lĂ€sst. Die beiden parallel geschalteten LautsprecherausgĂ€nge mit Klinkenbuchsen und einer Ausgangsleistung von 100 VA sind fĂŒr zwei 8Ω-Boxen oder eine 4Ω-Box ausgelegt. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Ausgangspegelanzeige, die anfangs mittels Analoginstrument, spĂ€ter mittels 12-stufiger LED-Kette realisiert wurde. An den MischverstĂ€rker kann ĂŒber die Slave-Out-Buchse ein weiterer VerstĂ€rker nachgeschaltet werden, der die Klangregelung und Quellenauswahl mit ĂŒbernimmt (z.B. regent 1010 ohne eigene Klangregelung). AuĂerdem stehen folgende AnschlĂŒsse zur VerfĂŒgung: Submix (Anschluss fĂŒr einen zweiten regent 1020 oder -1060 zur Realisierung von 8 bzw. 12 EingĂ€ngen), Tape (Aufnahmeausgang?), Effects (fĂŒr ein EffektgerĂ€t) und Reverb Stop (Federhall aus?). Das GehĂ€use gab es in zwei AusfĂŒhrungen: Die Ă€ltere AusfĂŒhrung (um 1986/87, Bild) besitzt Metallschutzecken und eine abnehmbare Abdeckplatte, die spĂ€tere AusfĂŒhrung Plastikschutzecken und ein einteiliges HolzgehĂ€use.
Der Vermona regent 1060 der ersten Serie (mit Analoginstrument) wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 307866 fĂŒr 798,- DM angeboten wurde: â150 Watt PA-GesangsverstĂ€rker 1060 â 6 gleichwertige EingangskanĂ€le mit LautstĂ€rkeschieberegler, Bass-, Mitten- und Höhenregler. PrĂ€senzschalter und Hallregler. Signaleinspeisung ĂŒber Dioden- und Klinkenbuchse wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch möglich. Empfindlichkeitsumschaltung mit Boost-Taste. Eingebaute Federhallstrecke. 1 Summenmodul mit LautstĂ€rkeschieberegler, Bass- und Höhenregler, Hallregler, Aussteuerungsanzeige mit VU-Meter. Abschaltbarer Begrenzer zur Erzielung optimaler LautstĂ€rken und als automatischer Ăbersteuerungsschutz. Anschlussmöglichkeit fĂŒr externe Effekt-, Echo-Hall-, TonbandgerĂ€te und Hall-Stop-Fernbedienung. Steuerausgang fĂŒr ZusatzleistungsverstĂ€rker (z.B. Regent 1010), MonitorverstĂ€rker oder PA-Anlage. Koppelmöglichkeit zweier VerstĂ€rker Regent 1060 zu einer 12-Kanal-Anlage. Regent 1060 in Verbindung mit entsprechenden Lautsprecherboxen geeignet als Gesangs-, Disco- und PA-Anlage. Technische Daten: Netzanschluss 110/127/220/240 V 50/60 Hz~; Ausgangsleistung 150 W Musik / 100 W Sinus; Klirrfaktor <1 %; Ăbertragungsbereich 20 Hz â 20 kHz; Lautsprecherimpedanz 1 x 4 Ω oder 2 x 8 Ω; Eingangsempfindlichkeit umschaltbar 4 / 40 mV; Steuerausgang 0 dB = 0,775 V; Abmessungen (B x H x T): 510 x 150 x 340 mm, Gewicht 13 kgâ.
Der regent 1060 der zweiten Serie (mit 12-stufiger LED-Kette) wurde noch 1992 bei CONRAD electronic fĂŒr 825,- DM vertrieben. Parallel waren noch die GitarrenverstĂ€rker ME 10G, ME 30G und 50G sowie die BassverstĂ€rker 30B und 50B erhĂ€ltlich. Zum "PA-GesangsverstĂ€rker 1060, 150 Watt" mit der Bestellnummer 307866 heiĂt es in der Produktbeschreibung unter einem gespiegelten Bild des GerĂ€tes: â6 gleichwertige EingangskanĂ€le mit LautstĂ€rkeschieberegler, Bass-, Mitten- und Höhenregler. Signaleinspeisung ĂŒber Dioden- und Klinkenbuchse wahlweise symmetrisch oder asymmetrisch möglich. Boost-Taste. Eingebauter Federhall. Summenmodul mit LautstĂ€rkeschieberegler, Bass- und Höhenregler, Hallregler, Aussteuerungsanzeige. Schaltbarer Begrenzer zur Erzielung optimaler LautstĂ€rken und als automatischer Ăbersteuerungsschutz. Anschlussmöglichkeit fĂŒr externe Effekt-, Echo-Hall-, TonbandgerĂ€te und Hall-Stop-Fernbedienung. Steuerausgang. Technische Daten: Ausgangsleistung Musik 150/100W, Klirrfaktor <1%, Ăbertragungsbereich 20Hz â 20kHz, Lautsprecherimpedanz 1x 4Ω oder 2x 8Ω, Eingangsempfindlichkeit umschaltbar 4/40mV, Steuerausgang 0dB = 0,775V, Abmessungen (B x H x T): 510 x 150 x 340 mm, Gewicht: 13 kgâ.
AVORA R 1060 (Vermona regent 1060)
Der MischverstĂ€rker regent 1060 wurde fĂŒr den Export auch als AVORA R 1060 vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 2022, 30-G, 50-G, 30-B1, 30-B, 50-B1, 50-B, R 225, ME 10G und ME 30B.
Vermona regent 2010 (mono 1x 200 VA / 8 ⊠oder 2x 100 VA / 4 âŠ)
Der regent 2010 gehörte zu einer ganzen Serie von modular aufgebauten 200VA- und 300VA-VerstĂ€rkern, die sich eigentlich nur durch die Beschaltung und Ansteuerung der immer baugleichen 100VA-VerstĂ€rkermodule unterscheiden. Das GehĂ€use und der verbaute Netztransformator des regent 2010 kamen auch im regent 2011, 2020, 2021, 2022, 3010 und 3020 zum Einsatz. Der regent 2010 verfĂŒgt ĂŒber zwei der typischen 100VA-VerstĂ€rkermoule mit Lautsprecherschutzschaltung und je zwei Leistungstransistoren des Typs TESLA KD503. Diese Module (Leiterplatte LP 5121) wurden in BrĂŒckenschaltung betrieben und stellen das am 0dB-Klinkeneingang eingespeiste 775mV-Mono-Signal mit insgesamt 200 VA Sinusleistung fĂŒr zwei 4Ω-Lautsprecher oder einen 8Ω-Lautsprecher bereit (Musikleistung: 300 VA). Der Anschluss der Lautsprecherboxen erfolgt ebenfalls ĂŒber Klinkenbuchsen. AuĂer der LautstĂ€rkeregelung bestehen keine weiteren Einstellmöglichkeiten. Als Anzeigen stehen zwei Betriebs-LEDs fĂŒr die VerstĂ€rkermodule und eine 12-stufige LED-Aussteuerungsanzeige zur VerfĂŒgung. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen Slave-Out-Ausgang zum Nachschalten eines weiteren MonoverstĂ€rkers. Wie schon bei der 6xx- und 10xx-Serie von VERMONA geben auch bei der 20xx-Serie die ersten beiden Stellen der Typenbezeichnung die Gesamt-Musikleistung an.
Vermona LeistungsverstĂ€rker LP 5121 (regent 2010 â 3020)
Das abgebildete VERMONA-VerstĂ€rkermodul â bestehend aus der Leiterplatte LP 5121 mit klassischer KonvektionskĂŒhlung â wurde in den MonoverstĂ€rkern regent 2010, 2011, 2012, 2013, 2020, 2021, 3010 und 3020 sowie den StereoverstĂ€rker regent 2022 und 2023 verbaut. Das Modul mit einfachem Steckverbinder lĂ€sst sich zwischen den genannten VerstĂ€rkern beliebig austauschen, wobei fĂŒr den regent 2022 und 2023 ein 110nF-Keramikkondensator (C 503) und ein 47âŠ-Widerstand (R 504) ergĂ€nzt werden muss. Das Vermona LP 5121 stellt aus einem 775mV-Eingangssignal eine Ausgangs-Sinusleistung von 100 VA mit einer Impedanz von 4 ⊠bereit (Musikleistung: 150 VA). Es verfĂŒgt ĂŒber eine elektronische Relais-Schutzschaltung gegen Kurzschluss, Ăberlast und Gleichspannung am Ausgang. Die von den RFT-HiFi-VerstĂ€rkern gewohnte Einschaltverzögerung erfolgt hier jedoch nicht. Als Endstufe kamen zwei NPN-Silizium-Transistoren des Typs TESLA KD503 zum Einsatz. Diese finden sich auĂerdem in verschiedenen VERMONA-VerstĂ€rkern auch im HELI rk8 sensit und im Unitra-Fonica WS 503.
Vermona regent 2011 (mono 1x 200 VA / 4 ⊠oder 2x 100 VA / 8 âŠ)
Der MonoverstĂ€rker regent 2011 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 2010. WĂ€hrend dieser jedoch ĂŒber drei Klinkenbuchsen zum Anschluss von einer 8Ω-Lautsprecherbox oder zwei 4Ω-Boxen verfĂŒgt, besitzt der regent 2011 nur zwei Buchsen ĂŒber die â genau umgedreht â ein 4Ω-Lautsprecher oder zwei 8Ω-Lautsprecher angeschlossen werden können. Auch dieses GerĂ€t verstĂ€rkt ein 775mV-Monosignal mit zwei VerstĂ€rkermodulen auf bis zu 200 VA Sinusleistung.
Vermona regent 2020 (mono 1x 200 VA / 8 ⊠oder 2x 100 VA / 4 âŠ)
Der 200VA-MonoverstĂ€rker regent 2020 entspricht wohl weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 2010, verfĂŒgt aber zusĂ€tzlich ĂŒber eine Eingangspegel-, Höhen-, Mitten- sowie Tiefenregelung und eine PrĂ€senzschalter. AuĂerdem ist der 0dB-Klinkeneingang jetzt ĂŒbersteuerungsfest ausgefĂŒhrt. Die aktivierte PrĂ€senzfunktion bewirkt eine Anhebung der mittleren Tonfrequenzen (ca 1 kHz), was fĂŒr kurzzeitige Sprachansagen zwischen eher bass- und höhenlastigen Musikwiedergaben sinnvoll ist.
Vermona regent 2021 (mono 1x 200 VA / 4 âŠ)
Der MonoverstĂ€rker regent 2021 entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 2011. Er ist mit zwei 100VA-Endstufenmodulen in BrĂŒckenschaltung bestĂŒckt und verfĂŒgt ĂŒber zwei parallel geschaltete Klinken-Ausgangsbuchsen zum Anschluss einer 4Ω-Box oder von zwei 8Ω-Boxen, des Weiteren ĂŒber eine Kurzschluss-Sicherung und eine Erdschleifenbrumm-UnterdrĂŒckungsschaltung. GegenĂŒber dem regent 2011 steht zusĂ€tzlich noch ein Eingangspegelregler (Gain) sowie eine Höhen-, Mitten- sowie Tiefenregelung zur VerfĂŒgung und der 0dB-Klinkeneingang ist jetzt ĂŒbersteuerungsfest ausgefĂŒhrt. Als Anzeigen besitzt der 475 x 180 x 320 mm groĂe und 16 kg schwere VerstĂ€rker wieder zwei Betriebs-LEDs und eine 12-stufige LED-Aussteuerungsanzeige.
Der Vermona regent 2021 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 307831 fĂŒr 548,- DM angeboten wurde: â300 Watt-LeistungsverstĂ€rker mit Zusatzeingang fĂŒr universelle Anwendung, Linearendstufe in Verbindung mit Mischeinrichtungen fĂŒr hochwertige PA-Anlagen oder einkanaliger UniversalverstĂ€rker, besonders geeignet als BassverstĂ€rker. Ăbersteuerungsfester Eingang mit Volumenregler; Steuerausgang fĂŒr weitere ZusatzleistungsverstĂ€rker oder Einspeisung in PA-Anlage; LED-Aussteuerungsanzeige; Erdschleifen-BrummunterdrĂŒckungs-Schaltung; Lautsprecher-Schutzschaltung; Black-out-Verhinderung durch BrĂŒckenschaltung mit Auto-Back-up-Verfahren; Eingangskanal mit Gain-, Bass-, Mitten-, Höhenregler und PrĂ€senzschalter. Signaleinspeisung Low unsymmetrisch oder High wahlweise unsymmetrisch oder pseudosymmetrisch ĂŒber Klinkenbuchsen 6,3 mm Ă. Technische Daten: Netzanschluss 220 V 50/60 Hz ~; Leistungsaufnahme max. 380 Watt; Ausgangsleistung (Musik/Sinus) 300/200 Watt; Klirrfaktor < 0,6 %; Ăbertragungsbereich 20 Hz â 20 kHz; Lautsprecher-Impedanz 1 x 4 oder 2 x 8 Ω; Eingangsempfindlichkeit 0 dB = 775 mV; Steuerausgang wie Eingangssignal; Zusatzeingang Low 40 mV, High 4 mV; Abmessungen (B x H x T): 475 x 180 x 320 mm, Gewicht 16 kgâ.
Vermona regent 2022 (stereo 2x 100 VA / 4 âŠ)
Beim regent 2022 wurden die beiden schon zuvor verbauten 100VA-Endstufenmodule des regent 2021 zur Stereo-Wiedergabe erstmals getrennt (Impedanz: je 4 Ω). Als Leistungstransistoren kamen jeweils zwei TESLA KD503 zum Einsatz. Das GerĂ€t besitzt zwei ĂŒbersteuerungsfeste 0dB-KlinkeneingĂ€nge (775 mV) mit jeweils einem parallel geschalteten âSlave-Outâ-Ausgang zum Nachschalten eines weiteren Stereo- oder zweier MonoverstĂ€rker. Die Lautsprecherschutzschaltung wurde mit zwei 40V-Relais realisiert. AuĂer der fĂŒr beide Seiten getrennten LautstĂ€rkereglung bestehen keine weiteren Einstellmöglichkeiten. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber zwei Betriebs-LEDs fĂŒr jeden Kanal und jeweils eine 12-stufige LED-Aussteuerungsanzeige.
Der regent 2022 wurde 1990 auch bei CONRAD electronic fĂŒr 498,- DM vertrieben. Parallel waren noch der MonoverstĂ€rker regent 1060; die GitarrenverstĂ€rker ME 10G, ME 30G und 50G; die BassverstĂ€rker 30B und 50B, der KeyboardverstĂ€rker regent R 225 sowie das Digital-Delay PDD 501 erhĂ€ltlich. Zum âStereo-LeistungsverstĂ€rker R 2022, 300 Wattâ (Best.-Nr. 307882) heiĂt es in der Produktbeschreibung: âStereo-Linearleistungsendstufe in Verbindung mit Mischeinrichtungen fĂŒr hochwertige PA-Anlagen oder Stereo-UniversalverstĂ€rker, ĂŒbersteuerfeste EingĂ€nge mit Volumenregler, SteuerausgĂ€nge fĂŒr weitere ZusatzleistungsverstĂ€rker, getrennte LED-Aussteuerungsanzeigen fĂŒr beide KanĂ€le, getrennte ErdschleifenbrummunterdrĂŒckungsschaltungen, getrennte Lautsprecherschutzschaltungen. Technische Daten: Ausgangsleistung (Musik/Sinus) 2x150W / 2x100W, Klirrfaktor <0,6%, Ăbertragungsbereich 20Hz â 20.000Hz, Lautsprecherimpedanz 2x4Ω, Ein-/Ausgangsempfindlichkeit 0dB = 0,775V, Abmessungen (B x H x T) 475 x 180 x 320 mmâ.
AVORA 2 LA 200 (Vermona regent 2022)
Der zuvor beschriebene 2x100VA-StereoverstĂ€rker Vermona regent 2022 wurde in den Niederlanden auch als AVORA 2 LA 200 vertrieben. Das abgebildete GerĂ€t von 1987 trĂ€gt front- und rĂŒckseitig zusĂ€tzlich ein Typenschild der Tierolff-Muziekcentrale Roosendaal. Die Original-Typenbezeichnung regent 2022 und der Herkunftsverweis âMade in GDRâ wurde durch ein AVARO-Typenschild ĂŒberklebt, wobei der Hersteller VEB Musikelektronik Klingenthal nach wie vor noch zu erkennen ist. Die Frontbeschriftung wurde im Gegensatz zur DDR-AusfĂŒhrung zweifarbig ausgefĂŒhrt mit den bereits vom regent 30-G und 50-G bekannten skalierten Reglerknöpfen. Als etwas ungĂŒnstig erweist sich hierbei die Zeigermarkierung an der Reglerunterseite, was der um 180Âș versetzten Potiachsen-Abflachung geschuldet ist. Parallel zum beschriebenen 2 LA 200 gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 30-G, 50-G, 30-B1, 30-B, R 225, ME 10G, ME 30B, 50-B1 und 50-B1.
Vermona regent 3010 (mono 2x 200 + 100 VA / 8 âŠ)
Nachdem die 100VA-Endstufenmodule in den MonoverstĂ€rkern regent 2010, 2011, 2020 und 2021 zusammengeschaltet und im StereoverstĂ€rker regent 2022 getrennt wurden, kamen sie beim regent 3010 getrennt, aber wieder im Monobetrieb zum Einsatz. Hierbei teilt ein Crossover das Eingangssignal bei einer Frequenz von 300 Hz und fĂŒhrt den Tieftonbereich zu zwei Modulen in BrĂŒckenschaltung und den Mitten- sowie Hochtonbereich zu einem dritten Modul. Durch diese Trennung und Erweiterung auf drei VerstĂ€rkereinheiten können mit einer entsprechenden Tieftonbox bis zu 150 VA erreicht werden (Impedanz: 8 Ω, Musikleistung: 300 VA) und im Mittel/Hochton-Bereich die ĂŒblichen 100 VA an 4 Ω (Musikleistung: 200 VA). Neben einem gemeinsamen LautstĂ€rkeregler besitzt das GerĂ€t eine getrennte Bass- und Höhen-/Mitten-Einstellung. Des Weiteren verfĂŒgt der regent 3010 ĂŒber eine ebenfalls getrennte Pegelanzeige fĂŒr beide Frequenzbereiche. Ob der regent 3010 wirklich in Serie produziert wurde, ist mir nicht bekannt. Da aber bereits die gesamte regent-20xx-Serie einen dritten VerstĂ€rker-Steckplatzt besitzt und der regent 3010 auch in den Serviceunterlagen immer erwĂ€hnt wird, war eine Serienproduktion zumindest geplant.
Vermona regent 3020 (mono 2x 200 + 100 VA / 8 âŠ)
Der regent 3020 entspricht dem zuvor beschriebenen regent 3010, es fehlt jedoch die getrennte Bass- und Höhen-/Mitten-Regelung. So liefert auch dieses GerÀt eine Ausgangsleistung von 200 VA im Tief- und 100 VA im Hochtonbereich.
Vermona regent 2012 (mono 1x 200 VA / 8 âŠ)
Im Juni 1987 wurden die VerstĂ€rker regent 2010, 2011 und 2022 optisch komplett ĂŒberarbeitet und erhielten unter den Bezeichnungen regent 2012, 2013 und 2023 ein 19-Zoll-EinschubgehĂ€use mit Aluminiumfrontplatte, Haltewinkeln und Abdeckblech. Die VerstĂ€rker mit kunstlederbezogenem HolzgehĂ€use wurden aber vermutlich noch weiter produziert. Der regent 2012 entspricht hierbei dem VorgĂ€nger regent 2010 mit zwei VerstĂ€rkermodulen LP 5121 und einer Ausgangsleistung von 200 VA an 8 Ω. Technisch fallen lediglich die beiden von auĂen zugĂ€nglichen Sicherungshalter an der RĂŒckseite auf. In diesen befinden sich die beiden Hauptsicherungen fĂŒr die Phase und den Nullleiter (beim regent 2010 nur eine Sicherung im GehĂ€use).
Vermona regent 2013 (mono 1x 200 VA / 4 âŠ)
Der MonoverstÀrker regent 2013 entspricht technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 2011 mit 200 VA an 4 Ω. Statt des kunstlederbezogenen HolzgehÀuses kam auch hier ein 19-Zoll-EinschubgehÀuse aus Stahlblech zum Einsatz.
Vermona regent 2023 (stereo 2x 100 VA / 4 âŠ)
Der StereoverstĂ€rker regent 2023 entspricht technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 2022 mit 2x 100 VA an 4 Ω, zusĂ€tzlich kann hier jedoch im Monobetrieb auch eine einzelne 8âŠ-Lautsprecherbox angeschlossen werden. Optisch entspricht der regent 2023 dem regent 2012 und 2013 mit 19-Zoll-GehĂ€use.
Joker (Vermona regent 2023)
Der regent 2023 wurde auch unter der Bezeichnung JOKER vermarktet.
mek SPA 240 (stereo 2x 120 VA / 4 âŠ)
Der Stereo Power Amplifier 240 ist der Kleinste einer ganzen Serie von LeistungsverstĂ€rkern, die kurz nach der Wende durch die zwischenzeitig privatisierte Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert und unter dem Markennamen M.E.K. vertrieben wurden. Das nur 483 x 44 x 330 mm groĂe und 7,4 kg schwere 19ââ-EinschubgerĂ€t liefert eine Leistung von 2x120 VA an 4 Ω, 2x70 VA an 8 Ω oder 1x300 VA an 8 Ω (StereoausgĂ€nge gebrĂŒckt). Hierbei handelt es sich jedoch schon um RMS-Leistungsangaben nach westlichem Standard, die mit den deutlich ehrlicheren DDR-Angaben wohl kaum vergleichbar sind. Der VerstĂ€rker mit klassischer KonvektionskĂŒhlung verfĂŒgt ĂŒber getrennte LautstĂ€rkeregler fĂŒr beide KanĂ€le, einen beleuchteten Netzschalter, eine LED zur Anzeige der Bridge-Funktion (BrĂŒckung der beiden AusgĂ€nge mit Schiebeschalter an der RĂŒckseite) und zwei LEDs zur Statusanzeige beider Endstufen. Die Endstufen-Statusanzeigen wurden hierbei mit zweifarbigen LEDs ausgefĂŒhrt. Diese leuchten beim Einschalten anfangs rot und wechseln beim Zuschalten des Lautsprecher-Schutzrelais auf die Farbe grĂŒn. Sollte die Schutzschaltung aufgrund Störung ansprechen, bleibt die entsprechende LED rot (Ăberhitzung, Kurzschluss oder Gleichspannung am Ausgang). An der RĂŒckseite finden sich jeweils zwei Ein- und AusgĂ€nge mit 6,3mm-Klinkenbuchsen. Die beiden symmetrischen EingĂ€nge wurden zusĂ€tzlich mit XLR-Buchsen versehen, der Bridge-Ausgang ist ĂŒber eine XLR-Einbaukupplung bereitgestellt. Der Vorteil der symmetrischen Ăbertragung per XLR besteht darin, dass sich elektromagnetischen Störungen auf dem Leitungsweg durch die Phasenverschiebung gegenseitig ausgleichen und somit nicht vom EmpfĂ€nger wiedergegeben werden. Im Inneren des SPA 240 fĂ€llt als Erstes der mittig positionierte 300VA-Ringkerntrafo des Typs ERT 2459 (WH-Elektronik Oelsnitz) auf, der frĂŒheren Schnittbandkerntrafos sicher unterlegen ist, bei einem nur 44 mm hohen GerĂ€t (1HE) aber wohl auch alternativlos war. Als Endstufen-Transistoren kam je ein 2SC3281 und ein 2SA1302 von Toshiba zum Einsatz, die zusammen mit den Vorstufen aus C3181N und A1264N direkt auf den seitlichen KĂŒhlkörpern montiert wurden. Ansonsten finden sich neben diversen Importteilen noch einige DDR-RestbestĂ€nde in dem GerĂ€t. Als Lautsprecherschutzrelais kamen zwei GBR 10.2 zum Einsatz, die verbauten LautstĂ€rke-Potis tauchen auch in anderen RFT-GerĂ€ten auf und insgesamt acht Transistoren mit alter DDR-Typenbezeichnung sind zu erkennen. Auch die einzigen beiden Schaltkreise des Typs B080D stammen noch aus DDR-Produktion.
protech SPA 240
Der zuvor beschriebenen mek SPA 240 wurde auch ĂŒber die Protech Audio Corporation New York vertrieben. Optisch unterscheidet sich der protech SPA 240 neben der geĂ€nderten Markenbezeichnung nur durch die rote statt blaue Frontbeschriftung. Auf der RĂŒckseite findet sich statt der Herstellerangabe âKlingenthaler Musikelektronik GmbHâ lediglich der Verweis âA Product of protech â Made in Germanyâ.
mek SPA 240 S & KME SPA 240 S (stereo 2x 120 VA / 4 âŠ)
Der SPA 240 S wurde als Nachfolger des SPA 240 produziert. Das GerĂ€t besitzt zusĂ€tzlich fĂŒr jeden Kanal eine Limit-, Active- und Indicator-LED, fĂŒr beide KanĂ€le gemeinsam ein Mono- und Bridge-LED sowie eine dreistufige statt zweistufige Eingangskanal-Auswahl (Stereo/Mono/BrĂŒcke) mit LED-Kanalanzeige an der RĂŒckseite. Die frontseitige Limit-LED signalisiert das Eingreifen des internen Begrenzers bei zu hohem Signalpegel. Die Active-LEDs an der Front und die Kanal-LEDs an der RĂŒckseite zeigen den aktiven Kanal und LautstĂ€rkeregler an (im Bridge- und Mono-Modus nur Kanal A). Die Indicator-LED leuchtet bei Anliegen eines Eingangssignals am jeweiligen Eingang auf. Die Beschaltung im an sich identischen GehĂ€use unterscheidet sich dann aber doch recht deutlich vom SPA 240 und DDR-Bauteile dĂŒrften sich hier wohl auch kaum noch finden.
KME SPA 240 E (stereo 2x 120 VA / 4 âŠ)
Der SPA 240 E entspricht optisch und technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen SPA 240 S. An diesem GerĂ€t fehlen jedoch diverse Anzeigen wie z.B. die Status-LEDs fĂŒr die Endstufen. Auch die Eingangsumschaltung besteht nur aus zwei Stufen (Stereo/Mono). Die frontseitige Limit-LED signalisiert das Eingreifen des internen Begrenzers bei zu hohem Signalpegel. Die Active-LEDs an der Front und die Kanal-LEDs an der RĂŒckseite zeigen den aktiven Kanal und LautstĂ€rkeregler an (im Bridge- und Mono-Modus nur Kanal A). Die Indicator-LED leuchtet bei Anliegen eines Eingangssignals am jeweiligen Eingang auf.
mek SPA 450 (stereo 2x 225 VA / 4 âŠ)
Der Stereo Power Amplifier SPA 450 wurde Anfang der 1990-er Jahre bei der Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert und unter den Markennamen M.E.K. vertrieben. Das 483 x 88 x 330 mm groĂe und 10 kg schwere 19ââ-2HE-EinschubgerĂ€t liefert eine Leistung von 2x225 VA an 4 Ω, 2x130 VA an 8 Ω oder 1x400 VA an 8 Ω. Der VerstĂ€rker mit klassischer KonvektionskĂŒhlung verfĂŒgt ĂŒber eine getrennte LautstĂ€rkeregelung fĂŒr beide KanĂ€le mittels 270Âș-Potis, eine LED zur Anzeige der Bridge-Funktion (BrĂŒckung der beiden AusgĂ€nge mit Schiebeschalter an der RĂŒckseite), zwei Limit-LEDs fĂŒr beide Endstufen und zwei LEDs zur Statusanzeige beider Endstufen. Die Endstufen-Statusanzeige wurde hierbei mit zweifarbigen LEDs ausgefĂŒhrt. Diese leuchten beim Einschalten anfangs rot und wechseln beim Zuschalten des Lautsprecher-Schutzrelais auf die Farbe GrĂŒn. Sollte die Schutzschaltung aufgrund Störung ansprechen, bleibt die entsprechende LED rot (Ăberhitzung, Kurzschluss oder Gleichspannung am Ausgang). Die Limit-LED signalisiert das Eingreifen des internen Begrenzers bei zu hohem Signalpegel. An der RĂŒckseite finden sich jeweils zwei Ein- und drei AusgĂ€nge mit 6,3mm-Klinkenbuchsen. Die beiden symmetrischen EingĂ€nge wurden zusĂ€tzlich mit XLR-Buchsen versehen.
mek SPA 450 S & KME SPA 450 S (stereo 2x 225 VA / 4 âŠ)
Der Stereo Power Amplifier SPA 450 S wurde um 1996 bei der Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert und anfangs unter den Markennamen M.E.K., spĂ€ter unter K.M.E. vertrieben. Bei dem GerĂ€t handelt es sich um eine Weiterentwicklung des zuvor beschriebenen mek SPA 240. Die Ănderungen beschrĂ€nken sich hierbei hauptsĂ€chlich auf die LED-Anzeigen. So findet sich jetzt jeweils eine Limit-, Activ- und Indicator-LED neben beiden LautstĂ€rkereglern statt der beiden kombinierten Indicator/Limit-LED oberhalb der Regler. Die Limit-LEDs signalisieren das Eingreifen des internen Begrenzers bei zu hohem Signalpegel. Die Active-LEDs an der Front und die Kanal-LEDs an der RĂŒckseite zeigen den aktiven Kanal und LautstĂ€rkeregler an (im Bridge- und Mono-Modus nur Kanal A). Das GerĂ€t besitzt auĂerdem eine zusĂ€tzliche Mono-Funktion (BrĂŒckung der EingĂ€nge) mit LED-Anzeige an der Front und rĂŒckseitigem Schiebeschalter (3 statt 2 Schalterstellungen). Die je nach Schalterstellung aktiven Input-Buchsen werden mit je einer LED neben derselben angezeigt. Der beleuchtete Netzschalter entfiel zugunsten der neuen Activ-LEDs. Die zweifarbige Endstufen-Statusanzeige blieb wiederum unverĂ€ndert. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t fĂŒr den Lautsprecheranschluss jetzt ĂŒber drei speakON-Anschlussbuchsen statt der zwei Klinkenbuchsen und der Bridge-XLR-Einbaukupplung. Die ab Anfang der 1990er Jahre in der professionellen Tontechnik etablierten speakON-Steckverbinder zeichnen sich gegenĂŒber Klinken- und XLR-Buchsen durch ihre gröĂeren KontaktflĂ€chen und einen sicheren BerĂŒhrungsschutz aus. Der mechanische Aufbau des SPA 450 S Ă€hnelt sehr dem kleineren SPA 240. Auch hier fallen als Erstes der mittig positionierte 520VA-Ringkerntrafo des Typs Toroid TI-43143 (2x 40V/6,5A) sowie die vier 10.000ÎŒF/63V-Siebelkos auf. Als Endstufen-Transistoren kam je Ausgangskanal zwei 2SC3281 und zwei 2SA1302 zum Einsatz, die zusammen mit den Vorstufen aus C3181N und A1264N direkt auf den seitlichen KĂŒhlkörpern montiert wurden. Die Lautsprecher-Schutzrelais mit der DDR-typischen Bezeichnung GBR 13.2 wurden bei der zwischenzeitig privatisierten MS Mikrosysteme GmbH im thĂŒringischen GroĂbreitenbach produziert, die einzigen zwei verbauten Schaltkreise des Typs B080D stammen bei dem abgebildeten GerĂ€t vom 10.06.1996 sogar noch aus DDR-BestĂ€nden.
protech SPA 450 & SPA 450 S
Die zuvor beschriebenen mek SPA 450 und KME SPA 450 S wurden auch ĂŒber die Protech Audio Corporation New York vertrieben. Optisch unterscheidet sich die GerĂ€te neben der geĂ€nderten Markenbezeichnung nur durch die rote statt blaue Frontbeschriftung. Auf der RĂŒckseite findet sich statt der Herstellerangabe âKlingenthaler Musikelektronik GmbHâ lediglich der Verweis âA product of protech â Made in Germanyâ.
mek SPA 900 S & KME SPA 900 S (stereo 2x 450 VA / 4 âŠ)
Der Stereo Power Amplifier SPA 900 S wurde ab Anfang der 1990er Jahre bei der Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert und anfangs unter den Markennamen M.E.K., spĂ€ter unter K.M.E. vertrieben. Das 483 x 135 x 405 mm groĂe und 18 kg schwere 19ââ-3HE-EinschubgerĂ€t liefert eine Leistung von 2x450 VA an 4 Ω, 2x250 VA an 8 Ω oder 1x900 VA an 8 Ω. Der VerstĂ€rker mit klassischer KonvektionskĂŒhlung verfĂŒgt ĂŒber eine getrennte LautstĂ€rkeregelung fĂŒr beide KanĂ€le mittels 270Âș-Potis; eine LED zur Anzeige der Mono- und Bridge-Funktion; zwei Limit-, Activ- und Indicator-LEDs fĂŒr beide Endstufen und zwei LEDs zur Statusanzeige beider Endstufen. Die Endstufen-Statusanzeige wurde hierbei mit zweifarbigen LEDs ausgefĂŒhrt. Diese leuchten beim Einschalten anfangs rot und wechseln beim Zuschalten des Lautsprecher-Schutzrelais auf die Farbe grĂŒn. Sollte die Schutzschaltung aufgrund Störung ansprechen, bleibt die entsprechende LED rot (Ăberhitzung, Kurzschluss oder Gleichspannung am Ausgang). Die Limit-LEDs signalisieren das Eingreifen des internen Begrenzers bei zu hohem Signalpegel. Die Active-LEDs an der Front und die Kanal-LEDs an der RĂŒckseite zeigen den aktiven Kanal und LautstĂ€rkeregler an (im Bridge- und Mono-Modus nur Kanal A). An der RĂŒckseite finden sich jeweils zwei Ein- und drei AusgĂ€nge mit 6,3mm-Klinkenbuchsen. Die beiden symmetrischen EingĂ€nge wurden zusĂ€tzlich mit XLR-Buchsen versehen. Die LautsprecherausgĂ€nge spĂ€terer GerĂ€te wurden mit speakON-Buchsen ausgestattet. Diese zeichnen sich gegenĂŒber Klinken- und XLR-Buchsen durch ihre gröĂeren KontaktflĂ€chen und einen sicheren BerĂŒhrungsschutz aus.
KME SPA 160 E, SPA 500 F & SPA 900 F
Beschreibungen folgen
mek SPA 1200 (stereo 2x 600 VA / 4 âŠ)
Der Stereo-PA-VerstĂ€rker SPA 1200 liefert eine RMS-Leistung von 2x 850 VA an 2 Ω, 2x 600 VA an 4 Ω, 2x 400 VA an 8 Ω oder gebrĂŒckt 1700 VA an 4 Ω sowie 1200 VA an 8 Ω.
KME SPA 1200 F (stereo 2x 600 VA / 4 âŠ)
Beschreibung folgt
mek SPA 1600 (stereo 2x 800 VA / 4 âŠ)
Beim SPA 1600 handelt es sich um den gröĂten M.E.K. sound-VerstĂ€rker. Er liefert eine RMS-Leistung von 2x 800 VA an 4 Ω.
mek SPM 7/240 & KME SPM 7/240 (stereo 2x 120 VA / 4 âŠ)
weitere Stereo-MischverstÀrker
mek SPM 8/240 (stereo 2x 120 VA / 4 âŠ)
Der Stereo-MischverstĂ€rker SPM 8/240 wurde ab 1990 bei der Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert. Das 480 x 220 x 240 mm groĂe und 10 kg schwere 19ââ-5HE-EinschubgerĂ€t liefert eine Ausgangsleistung von 2x120 VA an 4 Ω oder alternativ 4x70 VA an 8 Ω. Der SPM 8/240 verfĂŒgt ĂŒber insgesamt sechs EingĂ€nge, von denen vier in Mono und zwei in Stereo ausgefĂŒhrt sind. Die vier Mono-EingĂ€nge sind mit je einer XLR- und einer 6,3mm-Klinkenbuchse bestĂŒckt. Der Anschluss an die beiden Stereo-EingĂ€nge erfolgt ausschlieĂlich ĂŒber je zwei Klinkenbuchsen. FĂŒr jeden der sechs EingĂ€nge lassen sich der Eingangspegel, der Ausgangspegel sowie die Höhen und Tiefen stufenlos regeln. Die Höhen- und Tiefenregelung steht auch fĂŒr den gemeinsamen Ausgang in Mono oder Stereo zur VerfĂŒgung. AuĂerdem kann zwischen fĂŒnf Digital-Hall-Programmen mit 0,8 bis 5 sec Nachhall und einem Delay gewĂ€hlt werden, was mit einer LED angezeigt wird. Es kann ein externer Effekt angeschlossen werden, der sich wiederum fĂŒr alle KanĂ€le getrennt einstellen lĂ€sst. AuĂerdem ist der Anschluss einer aktiven Monitorbox möglich. Der Ausgangspegel fĂŒr die beiden StereokanĂ€le und den Monitoranschluss wird mittels dreier 8-LED-Ketten dargestellt. Im Inneren des GerĂ€tes fĂ€llt als Erstes der an der RĂŒckwand montierte Ringkerntrafo des Typs 15338-P1S04 (talema Electronic GmbH Germering) auf. Als Endstufen-Transistoren kam â wie schon beim SPA 240 â je ein 2SC3281 und ein 2SA1302 von Toshiba zum Einsatz, die zusammen mit den Vorstufen aus C3181N und A1264N direkt auf einem gemeinsamen KĂŒhlkörper montiert wurden. Ansonsten finden sich neben einigen Importteilen noch sehr viele DDR-Komponenten in dem GerĂ€t. Als Lautsprecherschutzrelais kam ein GBR 15.2 zum Einsatz. Die sehr zahlreich verbauten Mono- und Stereo-Potentiometer sowie die vier typische 4.700”F-Becherelkos tauchen auch in diversen RFT-GerĂ€ten auf und DDR-Schaltkreise sind auch noch reichlich zu finden.
SOLTON PA 8/240 (mek SPM 8/240)
Der Stereo-MischverstĂ€rker SPM 8/240 wurde auch ĂŒber die SOLTON MUSIK GmbH aus dem bayerischen Pocking vertrieben. Ein Verweis auf den sĂ€chsischen Hersteller KME fehlt hierbei auf dem GehĂ€use leider komplett. Hinweise auf weiteres Klingenthaler Equipment unter dem Namen SOLTON audio products konnte ich im Internet nicht entdecken.
8-Kanal-MischverstÀrker mit zwölf Cinch-EingÀngen, Line in, Line out, Effect Loop, Phantom (+48 V), Monitor out, Kopfhöreranschluss und einer Ausgangsleistung von 2x300 VA plus 1x100 VA an 4 Ω
KME SPM 8/240 S & KME SPM 8/400
weitere Stereo-MischverstÀrker
KME PSS 10/600 SB
10-Kanal-MischverstÀrker mit sechs Mono- und zwei Stereo-EingÀngen und einer Ausgangsleistung von 2x300 VA an 4 Ω bzw. 2x200 VA an 8 Ω
đž G i t a r r e n c o m b o s
Die VERMONA-Gitarren-, Bass- und KeyboardverstĂ€rkern lassen sich generell in vier Leistungsklassen unterteilen. Die kleinsten VerstĂ€rker sorgen mit einem ovalen Breitbandlautsprecher fĂŒr eine Leistung von 10 Watt. Hierzu gehören der regent 12-G1, 10G/B, VM 10(B) und nach der politischen Wende der KME GRA/GBA 30. Die meisten VERMONA-VerstĂ€rker gehörten der 30-Watt-Klasse mit einem 12,5- oder 15VA-BreitbĂ€nder an. Hierzu gehörte der regent 150K, GA/CA 30, regent 25-G1, 30G/B/B1, 30-2R/S, R 221/222/225, VM 30/30B und nach der Wende der KME DCA 50 sowie GRA/GBA 50. Etwas seltener waren die 50-Watt-VerstĂ€rker mit ebenfalls nur einem Breitbandlautsprecher. Hierzu gehörte der regent 60-2R/S, 50G/G1/R/B/B1, VM 60/60B sowie die 2-Wege-Boxen KME DCA 82 und GBA 80. Eher eine Randerscheinen waren die doppelten 30- und 50-Watt-Combos mit jeweils zwei 12,5/30-VA-Chassis. Zu dieser 60- bzw. 100-Watt-Klasse gehört eigentlich nur der regent 300K und dessen Nachfolger GA 60 sowie der gröĂere regent 100-G1 und dessen Nachfolger R 1040. Die GitarrenverstĂ€rker unterscheiden sich von den technisch meist baugleichen Bass- und KeyboardverstĂ€rkern in der Regel nur durch das komplett geschlossene GehĂ€use mit Bassreflexöffnung bzw. das rĂŒckseitig positionierte Bedienteil. Etwas verwirrend gestaltet sich vielleicht die Markenbezeichnungen: Anfangs BĂHM, spĂ€ter VERMONA, ME, VM, M.E.K. und K.M.E.. Speziell bei VERMONA, ME und VM habe ich mich bei den Typenbezeichnungen immer an die GehĂ€usebeschriftung gehalten, obwohl eigentlich durchgehend der Name VERMONA gelĂ€ufig war.
Böhm regent 10
Der regent 10 war Mitte der 1960er Jahre der erste InstrumentalverstĂ€rker, den die F.A. Böhm KG in Klingenthal produzierte. Das mit je einer Röhre der Typen ECC83, EZ81 und zwei ECL86 bestĂŒckte GerĂ€t liefert eine Sinusleistung von 8 VA, die ĂŒber den integrierten 12,5VA-Breitbandlautsprecher des Typs LO 3960 BP wiedergegeben wird. Die beiden KlinkeneingĂ€nge an der RĂŒckseite können im Pegel getrennt geregelt werden. Der Klang und die GesamtlautstĂ€rke lassen sich ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Summenregler anpassen. Die Spannungsversorgung kann noch zwischen 125 V und 220 V gewĂ€hlt werden.
Böhm regent 15
Der MischverstĂ€rker regent 15 löste spĂ€ter den regent 10 ab und wurde technisch weiter verbessert. Das GerĂ€t verfĂŒgt nun neben den beiden KlinkeneingĂ€ngen noch ĂŒber zwei weitere DiodenanschlĂŒsse. Der Klang lĂ€sst sich jetzt fĂŒr den ersten und zweiten Kanal getrennt regeln. Dem zweiten Klinkenanschluss ist eine Diodenbuchse mit etwas abweichender Empfindlichkeit parallelgeschaltet, deren Signal die Klangregelung des zweiten Kanals mit ĂŒbernimmt. Die zweite Diodenbuchse dient als vierter Eingang zum Anschluss eines klassischen TonbandgerĂ€tes oder Plattenspielers (mit EntzerrervorverstĂ€rker). Das Signal durchlĂ€uft hierbei aber keine separate Klang- und Pegelregelung. Auch die Endstufe wurde verbessert. So kamen hier zwei EL84 statt der zuvor verbauten ECL86 zum Einsatz, was fĂŒr eine Ausgangsleistung von 12 VA statt 8 VA sorgt. Der 12,5VA-Breitbandlautsprecher des Typs LO 3960 BP blieb hingegen genauso unverĂ€ndert wie auch das GehĂ€use.
Böhm regent 30 (spÀter: Vermona regent 30)
Beim regent 30 konnte gegenĂŒber dem regent 15 die Ausgangsleistung weiter erhöht werden. So lieĂ sich â dank BestĂŒckung mit den Endstufenröhren EL34 und dem Einsatz von zwei statt einem Lautsprecher des Typs LO 3960 BP â eine erhöhte Sinusleistung von 20 VA erzielen. (Bild RĂŒckansicht)
Vermona regent 30H
Der regent 30H entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 30, er verfĂŒgt jedoch ĂŒber eine zusĂ€tzliche Federhalleinrichtung. In dem GerĂ€t kamen in der Vorstufe drei Röhren des Typs ECC83 und in der Endstufe zwei EL34 zum Einsatz. AuĂerdem wurden als Lautsprecher zwei parallel geschaltete L 3401 mit je 12,5 VA (6 Ω) verbaut. Die Produktion des VerstĂ€rkers erfolgte nach Verstaatlichung der F.A. Böhm KG endgĂŒltig ĂŒber den Markennamen VERMONA.
Vermona regent 150K
Der regent 150 K war der erste bei VERMONA produzierte Transistor-KofferverstĂ€rker. Parallel zu diesem GerĂ€t gab es noch den bereits zuvor beschriebenen regent 150 (ohne âŠK) als MonoverstĂ€rker mit getrennter Bassreflexbox. Der regent 150K verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit Diodenbuchsen (DIN) und eine getrennte LautstĂ€rke-, Höhen- sowie Tiefenregelung. Als Lautsprecher kam der L 3401 mit 12,5 VA und 6 Ω zum Einsatz. Der VerstĂ€rker verteilt sich auf insgesamt drei Platinen: zwei Vorstufen (fĂŒr jeden Eingang getrennt) sowie eine Leistungsendstufe. Die beiden Endstufentransistoren des Typs KD605 sind direkt auf einem KĂŒhlblech montiert. Der abgebildete VerstĂ€rker ist mit einem Aufkleber âExpovita â Hervorragendes Freizeit-Erzeugnisâ versehen, dessen Hintergrund mir jedoch nicht bekannt ist.
Vermona regent 300K
Der regent 300K unterscheidet sich vom zuvor beschriebenen regent 150K hauptsĂ€chlich durch die BestĂŒckung mit zwei L 3401 (12,5 VA / 6 Ω). SpĂ€ter kam dann der L 3404 (15 VA / 8 Ω) zum Einsatz. Technisch entspricht der regent 300K ansonsten weitestgehend dem guitar amplifier GA 30.
Vermona guitar amplifier GA 30
Der guitar amplifier GA 30 verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit je einem LautstĂ€rke-, Höhen- sowie Tiefenregler. Der Eingang 1 (5 mV / 5 kΩ) ermöglicht den Anschluss eines niederohmigen Mikrofons, einer Gitarre (mit/ohne Fuzz-Effekt) oder einer analogen Orgel mit geringer Ausgangsspannung. Der Eingang 2 (40 mV / 200 kΩ) dient zum Anschluss einer Gitarre, Analogorgel mit hoher Ausgangsspannung, eines Tonbands/Kassettenrecorders oder etwas zeitgemĂ€Ăer eines CD-/MP3-Players mit Kopfhörerausgang. Das 410 x 510 x 220 mm groĂe und 11,5 kg schwere GerĂ€t ist mit dem Lautsprecher L 3401 (12,5 " / 12,5 VA / 6 Ω) bestĂŒckt. Der VerstĂ€rker mit einer Ausgangsleistung von 15/25 VA verteilt sich auf insgesamt drei Platinen: zwei Vorstufen (fĂŒr jeden Eingang getrennt) mit jeweils einem SC238 und SC239 sowie eine Leistungsendstufe mit SC237, SC238, BC177, BC211 und BC313. Die beiden Endstufentransistoren des Typs TESLA KD605 sind direkt auf einem KĂŒhlblech montiert.
Neben dieser AusfĂŒhrung des GA 30 gab es das GerĂ€t auch mit dem deutlich leistungsstĂ€rkeren Lautsprecher L 1635 (12,5 " / 100 VA / 8 Ω, gusseiserner Korb und 145mm-Magnet). Diese VerstĂ€rker gingen aber wohl ausschlieĂlich in den Export. Der Vermona GA 30 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zum âGitarren-Koffer-VerstĂ€rker GA 30-15/25 Wâ, der mit der Bestellnummer 308030 fĂŒr 259,- DM angeboten wurde: âKlein, kompakt und handlich â der VerstĂ€rker fĂŒr den individuellen Einsatz. Auch fĂŒr Mikrofon oder Cassettenrecorder geeignet. EingĂ€nge: 2 unterschiedlich empfindliche KanĂ€le mit je einem Eingang. Je ein Bass-, Treble- und Volumen-Regler. Eingebauter Lautsprecher mit 25 cm Ă. Einfache Bedienung mit ĂŒbersichtlichen, farbigen Drehknöpfen. Technische Daten: Frequenzbereich 40 â 18.000 Hz; Eingangsempfindlichkeit E 1 = 5 mV, E 2 = 40 mV; Leistungsaufnahme 30 W max.; Abmessungen (B x H x T): 410 x 510 x 220 mm, Gewicht 13 kgâ. Ăber dieser Beschreibung findet sich dazu das Bild des fast baugleichen Vermona regent 30-2S.
Echolette CA 30
Speziell fĂŒr den Westexport wurde der Vermona GA 30 optisch ĂŒberarbeitet und mindestens von 1978 bis 1980 als Echolette CA 30 durch die gleichnamige MĂŒnchener Firma in Westdeutschland vertrieben. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit je einem LautstĂ€rke-, Höhen- sowie Tiefenregler. Der Eingang 1 (5 mV / 5 kΩ) ermöglicht den Anschluss eines niederohmigen Mikrofons, einer Gitarre (mit/ohne Fuzz-Effekt) oder einer analogen Orgel mit geringer Ausgangsspannung. Der Eingang 2 (40 mV / 200 kΩ) dient zum Anschluss einer Gitarre, Analogorgel mit hoher Ausgangsspannung, eines Tonbands/Kassettenrecorders oder etwas zeitgemĂ€Ăer eines CD-/MP3-Players mit Kopfhörerausgang. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller aus dem Vogtland fehlt auf dem GerĂ€t komplett, wobei sich auf der RĂŒckseite trotzdem ein etwas seltsam ĂŒbersetztes âMade in DDRâ findet. Die VerstĂ€rkerrĂŒckwand entspricht noch dem regent 150K mit abnehmbaren Netzkabel und der von auĂen zugĂ€ngigen Hauptsicherung. Das Chassis ist lediglich mit âSpecially designed for Echolette Orchestra Electronics - 63055â beschriftet. Ich vermute hier einen L 3401 oder L 3402 aus Leipziger Produktion.
Echolette CA 30 N
Der mindestens bis 1982 produzierte Echolette CA 30 N entspricht technisch komplett dem Vermona GA 30 bzw. Echolette CA 30. Die Combo verfĂŒgt lediglich ĂŒber ein abweichendes GehĂ€use mit diagonalem statt horizontalem Bedienfeld und einer vollflĂ€chige Lautsprecherabdeckung statt der runden Ăffnung. Das abnehmbare Netzkabel und die von auĂen zugĂ€ngige Hauptsicherung des Echolette CA 30 wurden wiederum beibehalten.
Echolette CA 30 R
Der Echolette CA 30 R entspricht technisch weitestgehend dem gröĂeren Vermona GA 60. In der optischen Gestaltung wurde er wiederum an den Echolette CA 30 N angepasst. Der 490 x 400 x 230 mm groĂe VerstĂ€rker besitzt zwei EingĂ€nge mit gemeinsamer Höhen-, Mitten- und Tiefenregelung sowie Fuzz-, Depth- und Frequency-Einstellung. Die Mittenregelung lĂ€sst sich zudem abschalten. AuĂerdem verfĂŒgt er ĂŒber einen regelbaren Federhall, der sich ĂŒber den âFootswitchâ-Anschluss zusĂ€tzlich unterbrechen lĂ€sst. Der ansonsten mit dem GA 60 komplett identische VerstĂ€rker verfĂŒgt lediglich ĂŒber zwei Endstufentransistoren KD605 statt der leistungsstĂ€rkeren KD606 im GA 60, einen 2200”F- statt 4700”F-Siebelko und Druck- statt Kipp-Netzschalter. Als Netztransformator kam der Bv 5131 statt des Bv 7130 zum Einsatz. Beide weisen jedoch die gleiche GröĂe und Anschlussbelegung auf. Der gröĂte Unterschied zum GA 60 besteht wohl in der BestĂŒckung mit einem statt mit zwei 300mm-Lautsprechern. Das Chassis ist nur mit âSpecially designed for Echolette Orchestra Electronicsâ beschriftet. Ich vermute hier einen L 3401 oder L 3402 aus Leipziger Produktion. Auch ansonsten wurden â wie bei ECHOLETTE ĂŒblich â alle Herstellerverweise getilgt. Selbst das auf dem CA 30 noch vermerkte âMade in DDRâ fehlt hier.Â
Die Produktion im vogtlĂ€ndischen Klingenthal ist eigentlich erst bei herausgezogenem VerstĂ€rker auf dem Trafo zu erkennen. Die hier abgebildete Combo von 1981 ist wohl eines der letzten ECHOLETTE-GerĂ€te, da die MĂŒnchener Marke im selben Jahr von DYNACORD ĂŒbernommen wurde. VERMONA-VerstĂ€rker mit DYNACORD-Typenbezeichnung sind mir jedoch nicht bekannt. Nicht ganz original, aber was macht man mit einem offensichtlich mal abgesoffenen Echolette CA 30, dessen Technik auch nicht mehr zu retten ist? Ausschlachten⊠und ein originelles Regal fĂŒr ca. 300 Single-Schallplatten bauen. đ
Vermona guitar amplifier GA 60
Der guitar amplifier GA 60 entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger regent 300K und eigentlich auch der zuvor beschrieben ExportausfĂŒhrung Echolette CA 30 R. Optisch wurde er hingegen an den GA 30 angepasst. Das 700 x 445 x 2 mm groĂe und 17,5 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit gemeinsamer Höhen-, Mitten- und Tiefenregelung sowie Fuzz-, Depth- und Frequency-Einstellung. Die Mittenregelung lĂ€sst sich zudem abschalten. AuĂerdem besitzt er einen regelbaren Federhall, der sich ĂŒber den âFootswitchâ-Anschluss zusĂ€tzlich unterbrechen lĂ€sst. Der ansonsten mit dem GA 30 komplett identische VerstĂ€rker verfĂŒgt lediglich ĂŒber zwei leistungsstĂ€rkere Endstufentransistoren des Typs TESLA KD606 statt der KD605 des GA 30, einen 4700”F- statt 2200”F-Siebelko und Kipp- statt Druck-Netzschalter. Der gröĂte Unterschied besteht wohl in der BestĂŒckung mit zwei statt einem 300mm-Lautsprecher (vermutlich L 3404).
Der Vermona GA 60 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zum âGitarren-KofferverstĂ€rker GA 60-60 Wattâ, der mit der Bestellnummer 308013 fĂŒr 498,- DM angeboten wurde: âDer GA 60 ist ein volltransistorisierter KofferverstĂ€rker mittlerer Leistung, der sich durch hervorragende WiedergabequalitĂ€t auszeichnet. Mit dem GA 60 ist die Ăbertragung verschiedener Tonquellen möglich. Er eignet sich besonders als GitarrenkofferverstĂ€rker. Der VerstĂ€rker besitzt eine Vierfachklangregelung, internes Federhallsystem sowie Verzerrer und Tremolo. Der den Einsatz von zwei Breitbandlautsprechern wird eine vielseitige Anwendung des GA 60 ermöglicht. Technische Daten: Sinusleistung 40 W; Musikleistung 60 W; Frequenzbereich 40 â 18.000 Hz; Betriebsspannung 220 V (umlötbar auf 110 V); Netzfrequenz 50 Hz ~; Leistungsaufnahme 60 W; Eingangsempfindlichkeit (Eingang 1 und 2) ca. 30 mV; Regelmöglichkeiten Volumen, bass, middle mit presence-Schalter, treble, fuzz (Verzerrer), reverb (Hall), frequency (Tremolo), depth (Tremolo); Anschlussmöglichkeit fĂŒr FuĂschalter footswitch (Tremolo); Gewicht 21 kg; Abmessungen (B x H x T): 700 x 445 x 215 mmâ.
Vermona regent 12-G1
Der regent 12-G1 war der kleinste GitarrenverstĂ€rker der Klingenthaler REGENT-Serie. Er verfĂŒgt lediglich ĂŒber einen 6,3mm-Klinkeneingang (4 mV). Der Eingangspegel lĂ€sst sich in der Vorstufe â bestehend aus einem SC239 und SC238 â ĂŒber das LautstĂ€rkepotentiometer regeln. Das Signal durchlĂ€uft anschlieĂend eine sehr einfache Klangregelung mit Hoch- und Tiefpass sowie entsprechenden Reglern. Die nachgeschaltete Endstufe ist mit dem SD335 und SD336 bestĂŒckt. Die Wiedergabe erfolgt ĂŒber den 160x250mm-Ovallautsprecher L 6501 mit 6 VA und 4 Ω. Ansonsten verfĂŒgt der VerstĂ€rker lediglich ĂŒber einen Netzschalter mit Anzeige-LED und ein fest installiertes Netzkabel. Das GehĂ€use ist komplett geschlossen ausgefĂŒhrt, die Front leicht abgeschrĂ€gt, auf Schutzecken wurde aber noch verzichtet. Aus der Typenbezeichnung geht â wie schon beim regent 30-2R oder regent 100G1 â die Musikleistung in VA (12âŠ), die Verwendung zur Gitarrenwiedergabe (âŠGâŠ) und die Anzahl der EingĂ€nge hervor (âŠ1).
Neben der regulĂ€ren AusfĂŒhrung gab es mindestens seit Oktober 1983 regent 12-G1, in denen die VerstĂ€rkerplatine des nachfolgend beschriebenen regent 10G verbaut wurde. Statt einer Transistor-Endstufe mit je einem SD335 und SD336 besitzen diese GerĂ€te einen IC-VerstĂ€rker des Typs A2030V. AuĂerdem gab es auch GerĂ€te fĂŒr den Westexport ohne Hersteller- oder Herkunftsangabe und mit ausgeschwĂ€rztem Lautsprecher-Typenschild (oberes Bild, Export mit A2030V-Endstufe vom Dezember 1983).
Parallel zur 360 mm hohen AusfĂŒhrung gab es noch eine recht seltene Variante in einem nur 240 x 305 x 150 mm groĂen GehĂ€use. Die Produktion erfolgte offensichtlich parallel zum gröĂeren 12-G1, wobei ich die Kompaktversion fĂŒr das ursprĂŒngliche Grundkonzept halte. HierfĂŒr spricht der fĂŒr das kleinere GehĂ€use optimal dimensionierte 160x250mm-Ovallautsprecher und die flache Bauweise der Stromversorgungs-/VerstĂ€rkereinheit. Um diese Einheit im Reparaturfall zu erreichen, muss die Lautsprecherblende mitsamt Chassis nach vorne entnommen werden und anschlieĂend auch der VerstĂ€rker durch die Frontöffnung gefĂŒhrt werden. Leider gab es nach dem regent 12-G1 keine weitere Kompaktvariante parallel zum regent 10G und VM 10.
AZTEC 12-G1
Die Kompaktvariante des  regent 12-G1 wurde ĂŒber die Willy Hopf & Co. KG aus Taunusstein auch unter den Markennamen AZTEC in Westdeutschland vertrieben. Auf Hersteller- und Herkunftsangaben wurde hierbei komplett verzichtet und auch das rĂŒckseitige Lautsprecher-Edikett ist wieder ausgeschwĂ€rzt. Statt des schwarzen regent-Typenschildes findet sich hier ein weiĂes AZTEC-Schild. In der abgebildeten Exportvariante vom Oktober 1983 kam bereits der IC-VerstĂ€rker A2030V des regent 10G zum Einsatz.
Vermona regent 10G
Der regent 10G wurde von 1986 bis 1988 als Nachfolger des zuvor beschriebenen regent 12-G1 produziert. Die Vorstufe â bestehend aus einem SC239 und SC238 â sowie die Klangregelung und der 6VA/4Ω-Lautsprecher des Typs L 6501 wurden lĂŒckenlos vom 12-G1 ĂŒbernommen. Lediglich die Transistor-Endstufe wich hierbei dem schon in vielen RFT-HeimverstĂ€rkern verbauten IC-VerstĂ€rker A2030V. Das GehĂ€use besitzt â im Gegensatz zum regent 12-G1 â eine komplett senkrechte Front und Plastikschutzecken, die Lautsprecherblende war anfangs aber immer noch abgeschrĂ€gt (Bild unter Falcon 10G). SpĂ€ter wurden auch diese senkrecht ausgefĂŒhrt (dieses Bild). AuĂerdem wechselte im selben Zuge die Optik des Stoffbezugs, wie eigentlich bei allen Vermona-Boxen. Parallel zur DDR-Variante gingen die VerstĂ€rker auch in gröĂerer StĂŒckzahl in den Westexport (ebenfalls dieses Bild). Hierbei wurde die Modelbezeichnung regent 10G lediglich durch ein gekĂŒrztes 10G ersetzt und das Lautsprecher-Typenschild ausgeschwĂ€rzt. Die DDR-Herkunft hat der westdeutsche Importeur auf dem rĂŒckseitigen Typenschild jedoch nicht geleugnet.
Falcon 10G
Neben der bereits zuvor beschriebenen ExportausfĂŒhrung ohne nĂ€here Herstellerangabe gibt es den regent 10G auch mit zusĂ€tzlichen âFALCONâ-Typenschild auf der Lautsprecherabdeckung. FALCON war hierbei offensichtliche eine E-Gitarren-Serie des amerikanischen Herstellers Gretsch. Dieser lieferte auch E-Gitarren nach Westdeutschland und ergĂ€nzte diese wohl zum Teil mit Vermona-VerstĂ€rkern aus DDR-Produktion. Neben dem kleinen Falcon 10G gab es auch den gröĂeren Falcon R 221 von Vermona. Das Typenschild mit dem Schriftzug âMade in GDRâ und der ehrlichen DDR-Leistungsangabe wurde hierbei unverĂ€ndert ĂŒbernommen. Unsinnigerweise wurde aber das Lautsprecher-Typenschild trotzdem ausgeschwĂ€rzt (wie auch schon bei den Export-10G). Vielleicht war das rĂŒckseitige Typenschild fĂŒr die ExportgerĂ€te ursprĂŒnglich auch so nicht angedacht?!
Matrix 10G
Der regent 10G wurde in Westdeutschland auch als Matrix 10G vertrieben. Parallel gingen fĂŒr MATRIX noch der Vermona regent R 221, der ME regent 30-B und der regent VM 30B in den Export.
sound city sc 10 (Vermona regent 10G)
Der Vermona regent 10G wurde in Westeuropa auch als sound city sc 10 vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 30, 30 R, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 30-G, Rock 30-R, regent R 221, regent 50-G und regent 100-G1 sowie die BassverstÀrker sound city sc 10 b, sc 30 b und sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B und 50-B.
Vermona regent 25-G1
Der GitarrenverstĂ€rker Vermona regent 25-G1 (25VA â Gitarre â 1 Kanal) wurde ab Anfang der 1980er im VEB Klingenthaler Harmonikawerke produziert. Das GehĂ€use ist bis auf einen schmalen Schallschlitz an der unteren RĂŒckseite komplett geschlossen ausgefĂŒhrt. Der VerstĂ€rker war die einfachste Vermona-AusfĂŒhrung in dieser Leistungsklasse und ist lediglich mit einem High- und Low-Pegel-Eingang ausgestattet (4,5 & 45 mV), verfĂŒgt ĂŒber einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel. Auf einen Federhall und einen Kopfhöreranschluss wurde noch verzichtet. Ansonsten besitzt der VerstĂ€rker lediglich eine Netz-LED. Als Endstufentransistoren kamen zwei leistungstarke TESLA KD605 zum Einsatz, die Wiedergabe erfolgt ĂŒber den 300mm-Breitbandlautsprecher RFT L 3401 mit einer Sinusleistung 12,5VA und einer Impedanz von 6Ω.
Kay Sound Fashion 30L (Vermona regent 25-G1)
Der Vermona regent 25-G1 wurde um 1983 optisch etwas modifiziert auch als Kay Sound Fashion 30L vertrieben. Das GerĂ€t war offensichtlich fĂŒr den britischen und eventuell auch amerikanischen Markt gedacht. Optisch unterscheidet sich der 30L vom 25-G1 nur durch die verĂ€nderte Beschriftung Kay Sound Fashion â Solid State Amplifier auf dem Frontblech, das rĂŒckseitige Schild ohne Hersteller- und Herkunftsverweis sowie die ausgeschwĂ€rzte Lautsprecherbeschriftung. AuĂerdem besitzt das abgebildete GerĂ€t zwar das typische Krania-Netzkabel, aber mit zusĂ€tzlicher Schutzkontaktaufnahme, wie man es von tschechischen oder französischen AnschlĂŒssen kennt. Parallel zum GitarrenverstĂ€rker Kay Sound Fashion 30L gab es noch die 50VA-AusfĂŒhrung Kay Sound Fashion 50L auf Basis des regent 50-G1 und den mit diesem fast baugleichen BassverstĂ€rker Kay Sound Fashion 50B auf Basis des regent 50-B1.
ME regent 30-G (Vermona)
Der GitarrenverstĂ€rker regent 30-G wurde um 1987 im zwischenzeitig umbenannten VEB Musikelektronik Klingenthal (ME) als Nachfolger des Vermona regent 25-G1 produziert. Das GehĂ€use ist komplett geschlossen ausgefĂŒhrt. Beim VerstĂ€rker handelt es sich um die einfachste Vermona-AusfĂŒhrung in dieser Leistungsklasse. Er ist lediglich mit einem High- und Low-Pegel-Eingang ausgestattet (4,5 & 45 mV), verfĂŒgt ĂŒber einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel. Auf den Federhall und Kopfhöreranschluss wurde â wie schon beim VorgĂ€nger â verzichtet. Ansonsten besitzt der VerstĂ€rker lediglich eine Netz-LED. Als Endstufentransistoren kamen zwei leistungsstarke Tesla KD605 zum Einsatz, als Lautsprecher der L 3402 mit einer Nennleistung von 15 VA und einer Impedanz von 8Ω.
sound city sc 30 (ME regent 30-G)
Der regent 30-G wurde in Westeuropa auch als sound city sc 30 vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10, 30 R, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, Rock 30-R, regent R 221, regent 50-G und regent 100-G1 sowie die BassverstÀrker sound city sc 10 b, sound city sc 30 b und den sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B und 50-B.
AVORA 30-G (ME regent 30-G)
Der GitarrenverstĂ€rker regent 30-G wurde fĂŒr den Export auch als AVORA 30-G vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-B, 50-G, 30-B1, 50-B1, ME 10G, ME 30B, 50-B und R 225.
Vermona regent 30-2S
Der um 1983 produzierte guitar amplifier 30-2S entspricht technisch und optisch offensichtlich komplett dem zuvor beschriebenen GA 30 mit zwei KlinkeneingĂ€ngen, TESLA KD605 Endstufe und 12,5VA-Lautsprecher L 3402. Er besitzt fĂŒr beide EingĂ€nge eine getrennte LautstĂ€rke-, Höhen- und Tiefenregelung, auf einen Federhall wurde jedoch verzichtet. Der regent 30-2S wurde â neben der Lieferung in RGW-LĂ€nder â ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Zu erkennen sind diese GerĂ€te an dem ausgeschwĂ€rzten Lautsprecher-Typenschild, wĂ€hrend das Alu-Typenschild mit dem Schriftzug âMade in GDRâ seltsamerweise erhalten blieb.
Vermona regent 30-2R & ROCK 30-2R
Der regent 30-2R (teilweise auch als ROCK 30-2R bezeichnet) entspricht weitestgehend dem GA 30, dessen GehĂ€use auch verwendet wurde. Er verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge mit getrennten LautstĂ€rke-, Höhen- sowie Tiefenreglern. Der Eingang 1 (5mV/5kΩ) ermöglicht den Anschluss eines niederohmigen Mikrofons, einer Gitarre oder einer analogen Orgel mit geringer Ausgangsspannung. Der Eingang 2 (40mV/200kΩ) dient zum Anschluss einer Gitarre, Analogorgel mit hoher Ausgangsspannung, eines Tonband-/Kassettenrecorders oder etwas zeitgemĂ€Ăer eines CD-/MP3-Players mit Kopfhörerausgang. Des Weiteren verfĂŒgt der VerstĂ€rker ĂŒber einen getrennt sowie in Summe regelbaren Federhall, der sich ĂŒber die Reverb-Stop-Buchse auch extern ab- und wieder zuschalten lĂ€sst.
ME ROCK 30-R (Vermona)
Der ROCK 30-R wurde ab Mitte der 1980er parallel zum regent 30-G produziert. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt â wie der 30-G â ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel (âGainâ & âVolumeâ). ZusĂ€tzlich besitzt er einen regelbaren Federhall mit Reverb-Stop-Anschluss, eine Kopfhörerbuchse und einen Slave-Out-Ausgang zum Nachschalten eines weiteren VerstĂ€rkers.
sound city 30 R & sound city guitar amplifier (ME Rock 30-R)
Der ME ROCK 30-R wurde in Westeuropa auch als sound city guitar amplifier 30 R und sound city guitar amplifier (ohne Typenbezeichnung 30 R) vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich neben der abweichend beschrifteten VerstÀrker-Frontblende auch durch die vollflÀchige Stoff-Lautsprecherabdeckung, die so beim ROCK 30-R eigentlich nicht mehr zum Einsatz kam. Ich vermute daher, dass der sound city Guitar amplifier noch vor der DDR-Binnenmarkt-Variante ROCK 30-R produziert wurde. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10, sc 30, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, 30-G, regent R 221, 50-G und 100-G1 sowie die BassverstÀrker sound city sc 10 b, sc 30 b und den sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B und 50-B.
Vermona regent 60-2R
Der regent 60-2R guitar amplifier entspricht optisch komplett dem zuvor beschriebenen regent 30-2R. Auch die Ausstattung ist identisch. Ich vermute anhand der Typenbezeichnung â60âŠâ, dass hier lediglich â wie schon in der Westexport-AusfĂŒhrung des GA 30 â ein stĂ€rkerer Lautsprecher zum Einsatz kam (?).
Vermona regent 60-2S
Der regent 60-2S guitar amplifier entspricht offensichtlich weitestgehend dem zuvor beschriebenen regent 30-2R. Das GehĂ€use ist komplett identisch. Im ebenfalls fast baugleichen VerstĂ€rkerteil fehlt lediglich das Regelpotentiometer fĂŒr den verbauten Federhall. Somit lĂ€sst sich dieser nur durch Anschluss eines entsprechenden FuĂschalters an die Reverb-Stop-Buchse deaktivieren. Des Weiteren vermute ich anhand der Typenbezeichnung â60...â, dass hier â wie schon in der Westexport-AusfĂŒhrung des GA 30 â ein stĂ€rkerer Lautsprecher zum Einsatz kam (?).
Vermona regent 50-G1
Der knapp 25 kg schwere GitarrenverstĂ€rker Vermona regent 50-G1 (50VA Gitarre 1-Kanal) wurde ab 1979 im VEB Klingenthaler Harmonikawerke produziert. Der VerstĂ€rker unterscheidet sich vom zuvor bereits beschriebenen regent 25-G1 eigentlich nur durch das gröĂere GehĂ€use, den höher dimensionierten Lautsprecher L 3511 mit einer Nennleistung von 50VA uns 4Ω, den gröĂeren Netztransformator und die beiden Endstufentransistoren TESLA KD606 (statt KD605). Der VerstĂ€rker ist ansonsten schaltungstechnisch komplett identisch.
Kay Sound Fashion 50L (Vermona regent 50-G1)
Der Vermona regent 50-G1 wurde auch â optisch etwas modifiziert â als Kay Sound Fashion 50L vertrieben. Das GerĂ€t war offensichtlich fĂŒr den britischen und eventuell auch amerikanischen Markt gedacht. Optisch unterscheidet sich der 50L vom 50-G1 nur durch die verĂ€nderte Beschriftung mit âKay Sound Fashion 50L â Solid State Amplifierâ. Parallel zum GitarrenverstĂ€rker Kay Sound Fashion 50L gab es noch den fast baugleichen BassverstĂ€rker Kay Sound Fashion 50B auf Basis des regent 50-B1 mit abgeschrĂ€gter Front und zusĂ€tzlichen Bassreflexöffnungen hinter der Stoffblende.
ME regent 50-G (Vermona)
Der ME regent 50-G wurde seit mindestens 1984 als Nachfolger des Vermona regent 50-G1 im zwischenzeitig umbenannten VEB Musikelektronik Klingenthal (vormals VEB Klingenthaler Harmonikawerke) produziert. Technisch blieb das 610 x 460 x 310 mm groĂe und 21,2 kg schwere GerĂ€t offensichtlich unverĂ€ndert, lediglich das GehĂ€use zeigt sich optisch ĂŒberarbeitet. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel. Auf den Federhall und Kopfhöreranschluss wurde â wie schon beim VorgĂ€nger â verzichtet. Ansonsten besitzt der VerstĂ€rker lediglich eine Netz-LED.
Bei spĂ€teren regent 50-G wurde dann die vollflĂ€chige Stoff-Lautsprecherblende durch ein rundes Lautsprecher-Lochblech ersetzt. Parallel zur Produktion fĂŒr die DDR und die RGW-LĂ€nder gingen die VerstĂ€rker auch in den Westexport (Bild). Hierbei wurde das ausfĂŒhrliche Typenschild mit kompletter Herstellerangabe durch ein vereinfachtes Typenschild ersetzt, auf dem sich aber trotzdem die Angabe âMade in GDRâ findet. AuĂerdem ist das Lautsprecher Typenschild ausgeschwĂ€rzt. Hier lĂ€sst sich aber etwas erhaben unter Licht trotzdem noch die Beschriftung âL 3511 â 50VA 4Ω â VEB Nachrichtenelektronik Leipzigâ erkennen.
sound city sc 50 (ME regent 50-G)
Der ME regent 50-G wurde in Westeuropa auch als sound city sc 50 vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10, sc 30, 30 R, R 221 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, regent 30-G, Rock 30-R bzw. regent 100-G1 sowie die BassverstÀrker sound city sc 10 b, sound city sc 30 b und den sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B, regent R 221 und 50-B.
AVORA 50-G (ME regent 50-G)
Der GitarrenverstĂ€rker regent 50-G wurde fĂŒr den Export auch als AVORA 50-G vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel zu diesem GerĂ€t gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-G, 30-B, 50-B, 30-B1, 50-B1, ME 10G, ME 30B und R 225.
ME ROCK 50-R (Vermona)
Der ROCK 50-R wurde ab Mitte der 1980er Jahre parallel zum regent 50-G produziert. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt â wie schon der 50-G â ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel (âGain & âVolumeâ). ZusĂ€tzlich besitzt er einen regelbaren-Federhall mit Reverb-Stop-Anschluss, eine Kopfhörerbuchse und einen Slave-Out-Ausgang zum Nachschalten eines weiteren VerstĂ€rkers.
Vermona regent 100-G1
Der Vermona regent 100-G1 war der bis zu diesem Zeitpunkt leistungsstĂ€rkste InstrumentalverstĂ€rker aus DDR-Produktion.  Das 700 x 500 x 280 mm groĂe und 27kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber zwei EingangskanĂ€le (Lead/Rythm & Bass/Organ) mit jeweils einem High- und Low-Pegel-Anschluss, des Weiteren einen 8Ω-Lautsprecher- und einen Slave-Ausgang zum Nachschalten eines weiteren VerstĂ€rkers. Als Lautsprecher kamen zwei 30VA/4Ω-Breitbandchassis des Typs L 3501 zum Einsatz.
sound city sc 120 r (Vermona regent 100-G1)
Der Vermona regent 100-G1 wurde in Westeuropa auch als sound city sc 120 r vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10, sc 30, 30 R, R 221 und sc 50 auf Basis des regent 10G, regent 30-G, ROCK 30-R, regent R 221 sowie regent 50-G und die BassverstÀrker sound city sc 10 b, sc 30 b und sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B und 50-B.
LondoneR L 100 A (Vermona regent 100-G1)
Der regent 100-G1 wurde fĂŒr den britischen Markt auch als LondoneR L 100 A vertrieben. Weitere VERMONA-VerstĂ€rker unter dem Markennamen LondoneR gab es offensichtlich nicht.
ME regent R 221 (Vermona)
Der GitarrenverstĂ€rker ME regent R 221 wurde von 1986 bis mindestens 1988 als Nachfolgemodell des Vermona GA 30 und Vermona Rock 30-2R vom zwischenzeitig umbenannten VEB Musikelektronik Klingenthal (ME) produziert. Mich erinnert der VerstĂ€rker immer wieder an meine Schulzeit, da er â neben dem ĂŒblichen SC 1800 S und einem PA 2030 mit passenden Boxen â zur Musikraumausstattung unserer POS 6 in Neubrandenburg gehörte. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen Eingang mit Höhen-, Mitten- und Tiefenregler sowie einen regelbaren Federhall. AuĂerdem besitzt er einen weiteren Eingang ohne Mittenregler und Federhall. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich noch ein nachgeschalteter zweiter VerstĂ€rker ĂŒber âSlave outâ anschlieĂen. Zur Wiedergabe kam der 300mm-Breitbandlautsprecher L 3402 mit 15 VA und 8 Ω zum Einsatz und als Endstufe zwei SD347. Das GehĂ€use ist etwas kompakter gehalten als die StandardgröĂe der sonstige 30er-Serie. Der Federhall wurde erstmals direkt in die VerstĂ€rkereinheit integriert und befindet sich nicht mehr neben dem Lautsprecher. Das Netzkabel ist aber weiterhin nicht abnehmbar und die Sicherung auch noch nicht direkt von auĂen zu entnehmen. Leider gestaltet sich auch die Entnahme des VerstĂ€rkerchassis etwas schwieriger als ansonsten von VERMONA gewöhnt. So kann dieses nach Entfernen der Lautsprecher- und VerstĂ€rkerabdeckung sowie des Griffes erst komplett nach hinten entnommen werden, wenn die zusĂ€tzlich verklebten Kanthölzer fĂŒr die RĂŒckwand entfernt werden. Die Sicherung lĂ€sst sich aber wiederum recht unkompliziert ohne kompletten Ausbau wechseln. Gleiches gilt fĂŒr die mit der Zeit heftig kratzenden Potis. Einfach das Frontblech bei leicht gelöstem Chassis entfernen und die Potis sind ideal zu erreichen.
Falcon R 221 (ME regent R 221)
Beim Falcon R 221 handelt es sich um die technisch identische ExportausfĂŒhrung der regent  R 221 fĂŒr den Vertrieb in Westdeutschland. Falcon war hierbei offensichtliche eine E-Gitarren-Serie des amerikanischen Herstellers Gretsch. Dieser lieferte auch E-Gitarren in die Bundesrepublik und ergĂ€nzte sie offensichtlich zum Teil mit VERMONA-VerstĂ€rkern aus DDR-Produktion. Auf dem GehĂ€use des R 221 fehlt bewusst die Herstellerangabe. Es findet sich auf dem etwas kleineren Typenschild aber noch die Angabe âMade in GDRâ. Seltsamerweise wurde trotz der DDR-Angabe das Typenschild des Lautsprechers ausgeschwĂ€rzt. Ich vermute, dass der Hintergrund hierfĂŒr weniger die erkennbare Herkunft aus Leipzig als viel mehr die bescheidene DDR-Leistungsangabe mit 15VA war. Nach westlicher Ăbertreibung wurde die Box in der Werbung wohl eher mit 100VA angegeben. Neben dem Falcon R 221 gab es â ebenfalls aus Klingenthal â noch den kleinen Falcon 10G.
Matrix regent R 221 & Matrix R 221
Beim MATRIX regent R 221 â spĂ€ter MATRIX R221 â handelt es sich um die technisch identischen ExportausfĂŒhrungen des ME regent 221 fĂŒr den Vertrieb in Westdeutschland. Auch hier wurde â wie schon beim Falcon R 221 â das Typenschild mit dem Schriftzug âMade in GDRâ unverĂ€ndert ĂŒbernommen, das Lautsprecher-Typenschild aber trotzdem ausgeschwĂ€rzt. Neben dieser Combo gab es noch deie Klingenthaler VerstĂ€rker regent 10G, den regent 30-B und VM 30B mit MATRIX-Typenschild.
sound city R 221
Der ME regent R 221 wurde in Westeuropa auch als sound city R 221 vertrieben. Der VerstĂ€rker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstĂ€rker-Frontblende. Hinter der Marke âsound cityâ verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerĂ€t gab es noch den sound city sc 10, sc 30, 30 R, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, 30-G, Rock 30-R, regent 50-G und regent 100-G1 und die BassverstĂ€rker sound city sc 10 b, sc 30 b und sc 50 b auf Basis des regent 10-B, 30-B und 50-B.
ME regent R 222 (Vermona)
Der regent R 222 entspricht komplett dem regent R 221, es wurde jedoch auf das integrierte Federhallsystem verzichtet. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen Eingang mit Höhen-, Mitten- und Tiefenregler. AuĂerdem besitzt es einen weiteren Eingang ohne Mittenregler. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich noch ein nachgeschalteter zweiter VerstĂ€rker ĂŒber âSlave outâ anschlieĂen. Als Chassis kam der 300mm-Breitbandlautsprecher L 3402 mit 15 VA und 8Ω zum Einsatz und als Endstufe zwei SD347. Das GehĂ€use ist etwas kompakter gehalten als die StandardgröĂe der sonstige 30er-Serie.
ME regent 225 (Vermona)
Der GitarrenverstĂ€rker regent R 225 entspricht dem zuvor beschriebenen regent R 222, verfĂŒgt aber mit dem L 3416 offensichtlich ĂŒber einen leistungsstĂ€rkeren Lautsprecher (30 VA / 8 Ω) mit eventuell auch anderer Endstufe. Die einzigen beiden GerĂ€te, die ich bisher gesehen habe, trugen auf der Front nur die Bezeichnung âR 225â ĂŒber dem âMade in GDRâ-Schriftzug einen Papieraufkleber mit einer Bestellnummer. Vermutlich handelt es sich um WestexportgerĂ€te fĂŒr CONRAD electronic. Im CONRAD-Katalog von 1990 findet sich auf jeden Fall der regent R 225 als Keyboardvariante mit rĂŒckseitigen Bedienelementen (Beschreibung folgt im unteren Teil dieser Seite).
Vermona regent R 1040
Der Vermona regent R 1040 löste vermutlich den zuvor bereits beschriebenen regent 100-G1 ab und war dann mit 100VA wieder der leistungsstĂ€rkste InstrumentalverstĂ€rker aus DDR-Produktion. Das 700 x 500 x 280 mm groĂe GehĂ€use des VorgĂ€ngers wurde hierbei fast unverĂ€ndert ĂŒbernommen. Statt der beiden 30VA-Chassis des 100-G1 kamen im R 1040 zwei 312mm-Breitbandlautsprecher des Typs L 3516 mit 50 VA und 8Ω zum Einsatz. Der VerstĂ€rker besitzt â wie schon der VorgĂ€nger â jeweils zwei High- und Low-PegeleingĂ€nge, realisiert jedoch nicht mehr ĂŒber vier Klinkenbuchsen, sondern ĂŒber zwei Buchsen mit entsprechenden Umschaltern. Auch die restliche Bedienelemente-Belegung hat sich etwas geĂ€ndert. Der Federhall fĂŒr einen Kanal blieb erhalten. Im Inneren kamen zunehmend ICs zum Einsatz, wĂ€hren der 100-G1 noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt war.
regent ME 10 (Vermona)
Im Jahr 1989 wurde der Vermona regent 10G optisch komplett ĂŒberarbeitet und erschien als regent ME 10 im Design der nachfolgend beschriebenen Combo-Serie. Das GehĂ€use wirkt mit den Aluschutzkanten und Plastikecken etwas schlichter, aber auch deutlich moderner als das der VorgĂ€nger. Die vollflĂ€chige Stoffbespannung ĂŒber dem Lautsprecher wurde hierbei aber noch beibehalten. Auf eine Unterscheidung zwischen Gitarren- und BassverstĂ€rkern mit offenem oder geschlossenem GehĂ€use wurde bei der kleinen 10VA-Serie verzichtet, weshalb auch der Namenszusatz âŠG oder âŠB entfiel. Das GehĂ€use ist geschlossen ausgefĂŒhrt mit einer kleinen, runden Ăffnung an der Unterseite. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber einen High-Pegel-Eingang, einen beleuchteten Netzschalter, einen Höhen- und Tiefenregler, jeweils einen Eingangs- und Ausgangspegel-Regler (Overdrive & Volume), einen Line-Out-Ausgang (0dB/775mV) sowie einen zusĂ€tzlichen Kopfhöreranschluss.Â
Als Endstufe kam wieder der IC-VerstĂ€rker A2030H (MDA-/TDA2030) aus dem Halbleiterwk Frankfurt/Oder zum Einsatz, als Lautsprecher das 160 x 250 mm groĂe 4Ω-Breitbandchassis L 6501 mit 6VA. Die VerstĂ€rker-Einheit lĂ€sst sich nach Entfernen der entsprechenden Verschraubung und des Tragegriffes nach vorne entnehmen. Gleiches gilt fĂŒr den Lautsprecher, nur dass hier noch zusĂ€tzlich vier seitliche Schrauben gelöst werden mĂŒssen. SpĂ€tere GerĂ€te erhielten einen nicht mehr beleuchteten Standard-Wippenschalter und auf der RĂŒckseite fehlen die Herstellerangaben.
Der ME 10 wurde noch 1992 bei CONRAD electronic fĂŒr 129,- DM vertrieben. Parallel waren noch die GitarrenverstĂ€rker ME 30G und 50G, die BassverstĂ€rker 30B und 50B sowie der GesangsverstĂ€rker regent 1060 erhĂ€ltlich. Im Katalog heiĂt es zur gesamten ME-Serie: âLeistungsfĂ€hige, kompakte GitarrenverstĂ€rker der ME-Serie fĂŒr Musiker. Modernes Design mit Alu-Kanten, Kunststoffecken, schwarzem GehĂ€use und Abdeckgitter. Alle Modelle besitzen sowohl LineausgĂ€nge zum Anschluss an Beschallungsanlagen sowie KopfhörerausgĂ€nge, Gain- und Masterregler. Ăbersichtliche, farblich markierte Knöpfe erleichtern eine schnelle, sichere Bedienung. Einsetzbar fĂŒr Gitarre, Keyboard und Mikrofon.â. Zum 15 Watt-KofferverstĂ€rker ME-10 mit der Bestellnummer 308129 heiĂt es weiter: âKleiner kompakter KofferverstĂ€rker mit einem Eingang, jedoch ohne Line Out. Bass-/Höhenregler und Volumenregler, Frequenzbereich 60 â 12.000 Hz, Schalldruck 95 dB, Leistung 6W Sinus / 15W Musik / Abmessungen (B x H x T): 360 x 335 x 180 mm, Anschluss 220Vâ.
AVORA ME 10 (regent ME 10)
Der GitarrenverstĂ€rker ME 10 wurde fĂŒr den Export auch als AVORA ME 10 vertrieben. Die Bedienblende mit ME-Logo blieb hierbei fast unverĂ€ndert, das regent-Schild musste jedoch zugunsten eines AVORA-Schriftzuges weichen. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-B1, 50-B1, 30-G, 30-B, 50-G, 50-B, ME 30B und R 225.
regent ME 30G (Vermona)
Der ME 30 G wurde Ende der 1980er Jahre als vereinfachte AusfĂŒhrung des VM 30 im VEB Musikelektronik Klingenthal produziert und ist mit dem 12œ"-Breitbandlautsprecher L 3412 (30VA/8Ω) bestĂŒckt. Er verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, Höhen-, Mitten-, Bass- und Gain-Regler, Line-Out-Ausgang sowie einen zusĂ€tzlichen Kopfhörer-Ausgang an der RĂŒckseite. Die GerĂ€te wurden 1990 unverĂ€ndert von der Klingenthaler Musikelektronik GmbH weiter produziert und auch entsprechend beschriftet, bevor die MEK-sound-Serie folgte. Noch bis mindestens 1992 war der 30G bei CONRAD electronic fĂŒr 269,- DM erhĂ€ltlich. In der Beschreibung zum âKofferverstĂ€rker ME-30 Gâ (Bestell-Nr. 308137) heiĂt es: âZwei EingĂ€nge (High/Low) zur idealen Anpassung, Klangregler Bass/Mitten/Höhen, Volumenregler, Frequenzbereich 40 â 18.000Hz, Leistung 30W max., Line Out 120Ω, Kopfhöreranschluss max. 8V/120Ω, Abmessungen (B x H x T): 535 x 415 x 270 mm, Anschluss 220Vâ.
regent ME 50G (Vermona)
Der ME 50G wurde Ende der 1980er Jahre als Nachfolger des regent 50-G produziert. Die Gitarrenbox im typischen Combo-GehĂ€use mit Alukanten unterscheidet sich in der Ausstattung vom VorgĂ€nger durch die zusĂ€tzliche Line-Out-Buchse zum Anschluss eines weiteren VerstĂ€rkers oder Verzerrers (Tube/Clean-Taste) mit entsprechenden Anzeige-LEDs sowie zusĂ€tzlicher Klinkenbuchse. Noch bis mindestens 1992 war der 50G bei CONRAD electronic fĂŒr 399,- DM erhĂ€ltlich. In der Beschreibung zum âKofferverstĂ€rker ME-50 Gâ (Bestell-Nr. 308153) heiĂt es: âMit eingebautem, regelbarem Verzerrer. Der Verzerrer kann sowohl manuell wie auch extern ĂŒber FuĂschalter hinzugeschaltet werden. 2 EingĂ€nge (High/Low), Klangregler Bass/Mitten/Höhen, Volumenregler, Frequenzbereich 40 â 18.000Hz, Leistung 50W max., Line Out 120Ω, Kopfhöreranschluss max. 8V/120Ω, Abmessungen (B x H x T): 535 x 460 x 270 mm, Anschluss 220Vâ.
regent VM 10 (Vermona)
Der regent VM 10 wurde ab 1989 als kleinster GitarrenverstĂ€rker der Combo-Serie im VEB Musikelektronik Klingenthal produziert und basiert technisch noch auf dem regent ME 10. An dem schon beim ME 10 verwendeten (aber nun etwas höheren) GehĂ€use wurde die vollflĂ€chige Stoffbespannung durch eine Lochblech-Lautsprecherabdeckung ersetzt. Was optisch nicht ganz passt, ist der im Gegensatz zu den gröĂeren Combo-Boxen verwendete Oval-Lautsprecher. Dieser ist hinter der trotzdem runden Abdeckung von auĂen auch direkt sichtbar. Der technisch ĂŒberarbeitete VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, einen beleuchteten Netzschalter, einen Höhen-, Mitten- und Tiefenregler, jeweils einen Eingangs- und Ausgangspegel-Regler (Overdrive & Volume), einen Line-Out-Ausgang (0dB/775mV) sowie einen zusĂ€tzlichen Kopfhöreranschluss. Als Endstufe kam wieder der IC-VerstĂ€rker A2030H (MDA-/TDA2030) von HFO zum Einsatz, als Lautsprecher das 160 x 250 mm groĂe 4Ω-Breitbandchassis L 6501 mit 6VA. Die VerstĂ€rker-Einheit lĂ€sst sich nach Entfernen der entsprechenden Verschraubung und des Tragegriffes nach vorne entnehmen. Gleiches gilt fĂŒr den Lautsprecher, nur das hier noch zusĂ€tzlich das Gitter und die Frontblende entfernt werden mĂŒssen.
regent VM 30 (Vermona)
regent VM 60 (Vermona)
Beschreibung folgt (Lautsprecher L 3511)
M.E.K. sound DCA 50
Der DCA 50 (Duo Channel Amplifier 50 Watt) wurde ab 1992 von der zwischenzeitig privatisierten Klingenthaler Musikelektronik GmbH auf Basis der Combo-Serie entwickelt und produziert. Hierbei erfuhr das GehĂ€use â wie ich finde â eine sehr gelungene optische Ăberarbeitung. Der GehĂ€usebezug sowie die Plastikecken blieben komplett unverĂ€ndert, die ebenfalls identischen Aluminium-Kantenprofile sind jetzt lediglich schwarz eloxiert und das GehĂ€use rĂŒckseitig offen ausgefĂŒhrt. Die vollflĂ€chige Lautsprecherabdeckung, die Bedienelemente und der Griff sind hingegen komplett neu, Ă€hneln aber auch wieder den VorgĂ€ngern. Auf die Herstellerangabe Klingenthaler Musikelektronik GmbH an der RĂŒckseite, wie sie bei den letzten ME 30G noch zu finden war, wurde in der schwierigen Nachwendezeit wohl bewusst verzichtet. Auf der Front findet sich lediglich das Logo âM.E.K. soundâ und an der RĂŒckseite âM.E.K. productâ. Der DCA 50 klingt besonders im Vergleich zu den Ă€lteren Vermona-Combos etwas dĂŒnner, aber nach wie vor gut. Was sehr positiv auffĂ€llt, ist das nun deutlich reduzierte Grundrauschen und Einschaltknacken. Technisch findet sich auch bei der abgebildeten Box von 1993 viel Bekanntes aus DDR-Zeiten wieder. Der lediglich mit âMEK systemâ beschriftete 12â-Lautsprecher mit Hochton-Kalotte ist durch den identischen Korb noch eindeutig als Nachfolger der Leipziger Chassis (L 3401 & Co.) zu erkennen, der Magnet wirkt aber nicht mehr ganz so hochwertig wie die plastgekapselten AusfĂŒhrungen zu DDR-Zeiten. Die Belastbarkeit von 50 VA (8Ω) ist wohl weniger dem technischen Fortschritt als den nun marktĂŒblichen Leistungsangaben geschuldet. Im VerstĂ€rker finden sich die schon zu VERMONA-Zeiten mit âTKOâ beschrifteten Platinen und diverse FROLYT-Elkos eintrĂ€chtig neben Malaysischen Endstufen (TIP132 & TIP137) und anderen Halbleitern wieder. Das GerĂ€t besitzt frontseitig zwei KlinkeneingĂ€nge mit getrennter Regelung fĂŒr Eingangspegel, Höhen, Mitten sowie Bass; einen ebenfalls getrennt und in Summe regelbaren Federhall; einen gemeinsamen Master-Regler sowie Kopfhöreranschluss; auĂerdem einen EffektgerĂ€te-Ein- und Ausgang, âLineâ- sowie Federhall-Stop-Anschluss an der VerstĂ€rker-RĂŒckseite.
K.M.E. sound DCA 50
SpĂ€tere DCA 50 (ab 1995) wurden dann wieder selbstbewusst unter eigenem Namen vertrieben. So findet sich frontseitig das fast identische Typenschild mit âK.M.E. soundâ statt âM.E.K. soundâ und der zusĂ€tzlich ausgeschriebenen Herstellerbezeichnung âKlingenthaler Musik Elektronikâ. Auch auf der VerstĂ€rkerrĂŒckseite wurde die Herkunft nicht mehr geleugnet. Das nun komplett geschlossene GehĂ€use erhielt auĂerdem eine robuste Filzbeflockung (ohne Alu-Kantenleisten) und die zuvor schon vom M.E.K. DCA 82 bekannten zwei Bassreflexrohre. Die Filzbeflockung hat hierbei gegenĂŒber Kunststofffolien und Kunstlederbeschichtungen den Vorteil, dass keine Kanten und Ăberlappungen entstehen und sich auch ungerade Kanten problemlos realisieren lassen (wie ĂŒber dem Bedienteil). Der in den K.M.E. DCA 50 verbaute Lautsprecher unterscheidet sich optisch etwas vom M.E.K., nachdem die Elektroakustik Leipzig wohl endgĂŒltig durch die Treuhand abgewickelt war. Ausgewiesen ist er als EM 12100 TL des US-amerikanischen Herstellers EMINENCE mit 100VA/8Ω. In der Endstufe finden sich wieder je ein TIP132 und TIP137, aus DDR-Produktion nur noch zwei Schaltkreise des Typs B082D.
M.E.K. sound DCA 80
Der offensichtlich recht seltene M.E.K. DCA 80 entspricht wohl weitestgehend dem nachfolgend beschriebenen DCA 82. Hier kam jedoch nur ein Breitbandlautsprecher zum Einsatz und die Bassreflexöffnungen fehlen.
M.E.K. sound DCA 82 Duo Channel
Der DCA 82 mit einer Ausgangsleistung von 80VA entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen 50VA-VerstĂ€rker DCA 50. So wurde die Anordnung der Bedienelemente und AnschlĂŒsse auch komplett ĂŒbernommen. Das GerĂ€t besitzt an der Front zwei KlinkeneingĂ€nge mit getrennter Regelung fĂŒr Eingangspegel, Höhen, Mitten sowie Bass; einen ebenfalls getrennt und in Summe regelbaren Federhall; einen gemeinsamen Master-Regler sowie Kopfhöreranschluss; auĂerdem einen EffektgerĂ€te-Ein- und Ausgang, âLineâ- sowie Federhall-Stop-Anschluss an der VerstĂ€rker-RĂŒckseite. Im Gegensatz zum DCA 50 kam in dem nur geringfĂŒgig breiteren GehĂ€use jedoch eine leistungsstĂ€rkere Endstufe bestehend aus einem TIP142 und TIP147 sowie ein 2-Wege-Lautsprechersystem plus zwei Bassreflexöffnungen zum Einsatz.
K.M.E. sound DCA 82
Auch hier wurden die spĂ€teren GerĂ€te unter dem Markennamen K.M.E. sound vertrieben und erhielten eine robuste Filzbeflockung (ohne Alu-Kantenleisten). Eine geschlossene RĂŒckwand besaĂ die MEK-AusfĂŒhrung aufgrund des Bassreflexsystems ohnehin schon. Im DCA 82 kam als Breitbandlautprecher anfangs ein FOSTEX 121244, spĂ€ter ein 12W100 mit 100 VA und ebenfalls 8 Ω Impedanz zum Einsatz, der ohne Frequenzweiche direkt am VerstĂ€rker anliegt. Als Hochtöner wurde der polnische 8Ω-Kalotten-Lautsprecher TONSIL GDWT 9/80 mit vorgeschaltem Hochpass verbaut, der mit etwas optimistischen 80VA Nennbelastbarkeit und 160 VA Höchstbelastbarkeit angegeben ist. Trotz des Baujahrs 1995 wurden hier noch einige DDR-ICs und -Transistoren verbaut (z.B. SF817C & AD082 mit 1990er Produktionscode), die aber nur noch als ErgĂ€nzung zu seinerzeit verfĂŒgbaren Bauteilen dienten. Auch der regelbare Federhall blieb gegenĂŒber der DDR-AusfĂŒhrung komplett unverĂ€ndert und stammt vermutlich aus eigener Fertigung.
M.E.K. DUOAMP (DCA 82)
Der MEK DCA 82 wurde offensichtlich auch als MEK Duoamp vertrieben.
M.E.K. sound GRA 30 & K.M.E. sound GRA 30
Der GRA 30 war der kleinste GitarrenverstĂ€rker der Klingenthaler MEK sound Serie. Die Typenbezeichnung orientiert sich auch hier wieder an der Musikleistung des verbauten 30VA/8Ω-Breitbandlautsprechers (Guitar Reverb Amplifier 30VA). Das 395 x 360 x 260 mm groĂe und 10 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen hoch- und einen niederpegeligen Eingang; einen regelbaren Federhall; Ein- und Ausgangspegelregler (Volume & Master); Bass-, Mitten, Höhenregler; Kopfhöreranschluss sowie einen Line-, Reverb Stop- und Drive-Anschluss an der RĂŒckseite. Hier findet sich neben dem Aufdruck âMEK sound â Made in Germanyâ auch wieder die offizielle Firmenbezeichnung Klingenthaler Musikelektronik GmbH und der Lautsprechermagnet trĂ€gt nun teilweise wieder die Bezeichnung âLAL â Lautsprecher Akustik Leipzigâ statt âmek systemâ. In dem verbauten VerstĂ€rker kamen zwei A2030V, zwei B081D und ein TL082CP zum Einsatz.
M.E.K. sound GRA 50 & K.M.E. sound GRA 50
Der GRA 50 entspricht optisch weitestgehend dem schon zuvor beschriebenen DCA 50. Im Gegensatz zu diesem sind die beiden EingÀnge jedoch nicht getrennt regelbar und der Lautsprecher besitzt keine Hochtonkalotte. Somit hat der MEK GRA 50 technisch dann wohl wieder mehr mit dem regent ME 30G gemeinsam, dessen Nachfolger er wohl auch ist. Die Abstammung von der VERMONA Combo Serie aus DDR-Zeiten ist auch hier wieder unverkennbar. Auch dieser VerstÀrker wurde spÀter unter dem Markennamen KME statt MEK vertrieben.
B a s s v e r s t À r k e r
ME regent 10-B (Vermona)
Der regent 10-B war der kleinste BassverstĂ€rker der Klingenthaler regent-Serie. Er verfĂŒgt lediglich ĂŒber einen Klinkeneingang. Der Eingangspegel lĂ€sst sich in der Vorstufe ĂŒber ein âGainâ-Poti regeln. Das Signal durchlĂ€uft anschlieĂend eine sehr einfache Klangregelung fĂŒr die Höhen und Tiefen. Die nachgeschaltete Endstufe ist mit dem schon in vielen RFT-HeimverstĂ€rkern verbauten IC-VerstĂ€rker A2030V bestĂŒckt. Die Wiedergabe erfolgt ĂŒber einen 160x250mm-Ovallautsprecher. Ansonsten verfĂŒgt der VerstĂ€rker lediglich ĂŒber einen Netzschalter mit Anzeige-LED und ein fest installiertes Netzkabel. Das GehĂ€use entspricht dem regent 10G, wurde jedoch etwas höher ausgefĂŒhrt und mit einer Bassreflexöffnung unterhalb des Lautsprechers versehen.
sound city sc 10 b (ME regent 10-B)
Der regent 10-B wurde in Westeuropa auch als sound city sc 10 b vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 30 b und den sc 50 b auf Basis des regent 30-B und 50-B sowie die GitarrenverstÀrker sound city sc 10, sc 30, 30-R, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, regent 30-G, ROCK 30-R, regent R 221, regent 50-G und regent 100-G1.
ME regent 30-B (Vermona)
Der BassverstĂ€rker regent 30-B wurde um 1987 im VEB Klingenthaler Harmonikawerke auf Basis des regent 30-G produziert und entspricht diesem technisch wohl auch komplett. Das GehĂ€use ist bis auf einen schmalen Schallschlitz an der Unterseite komplett geschlossen ausgefĂŒhrt. Beim VerstĂ€rker handelt es sich um die einfachste Vermona-AusfĂŒhrung in dieser Leistungsklasse. Er ist lediglich mit einem High- und Low-Pegel-Eingang ausgestattet (4,5 & 45 mV), verfĂŒgt ĂŒber einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel. Auf einen Kopfhöreranschluss wurde noch verzichtet. Ansonsten besitzt der VerstĂ€rker lediglich eine Netz-LED. Als Endstufentransistoren kamen zwei leistungsstarke TESLA KD605 zum Einsatz, als Lautsprecher vermutlich der L 3402 mit einer Nennleistung von 15 VA und einer Impedanz von 8Ω.
MATRIX Bass Amplifier 30-B (ME regent 30-B)
Der BassverstĂ€rker regent 30-B wurde in Westdeutschland auch als MATRIX bass amplifier 30-B vertrieben. Statt des REGENT-Typenschildes besitzt dieses GerĂ€t lediglich einen MATRIX-Schriftzug, die Herkunfunftsangabe âMade in GDRâ findet sich auf der GehĂ€userĂŒckseite aber trotzdem. Neben dieser Combo gab es noch den regent 10G, den regent R 221 sowie den Nachfolger dieser Combo regent VM 30B als MATRIX-AusfĂŒhrung.
AVORA 30-B1 & AVORA 30-B (Vermona regent 30-B1 & 30-B)
Der BassverstĂ€rker regent 30-B wurde fĂŒr den Export auch als AVORA 30-B vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es noch den AVORA 30-B1 im âalten Designâ als GegenstĂŒck zum regent 30-B1, welcher so wiederum in der DDR gar nicht vertrieben wurde. Des Weiteren wurden ĂŒber Voerman die VERMONA-VerstĂ€rker AVORA 1000 S, R 1060, 2 LA 200, ME 10, 30-G, ME 30B, 50-G, 50-B1 und 2050 / Bass Amplifier vertrieben.
sound city sc 30 b (ME regent 30-B)
Der Vermona regent 30-B wurde in Westeuropa auch als sound city sc 30 b vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10 b und sc 50 b auf Basis des regent 10-B und 50-B sowie die GitarrenverstÀrker sound city sc 10, sc 30, 30 R, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, regent 30-G, ROCK 30-R, regent R 221, regent 50-G und regent 100-G1.
Vermona regent 50-B1
Der BassverstĂ€rker Vermona regent 50-B1 (50VA Bass 1-Kanal) wurde ab 1979 im VEB Klingenthaler Harmonikawerke produziert. Das 610 x 450 x 350 mm groĂe GehĂ€use ist â wie bei einer Bassbox ĂŒblich â komplett geschlossen ausgefĂŒhrt. Zwischen dem VerstĂ€rker und dem Lautsprecher befindet sich eine Trennwand. Beide Komponenten lassen sich nach vorne entnehmen. Die Front wurde leicht angewinkelt. Als Lautsprecher kam ein 12œ-Zoll-Chassis mit Gusseisenkorb zum Einsatz (vermutlich L 3511). Beim VerstĂ€rker handelt es sich um die in der Ausstattung einfachste VERMONA-AusfĂŒhrung. Er ist lediglich mit einem High- und Low-Pegel-Eingang ausgestattet, verfĂŒgt ĂŒber einen Bass- und Höhenregler sowie ĂŒber zwei Regler fĂŒr den Ein- und Ausgangspegel. Der Federhall und Kopfhöreranschluss entfĂ€llt bei den BassverstĂ€rkern ohnehin. Ansonsten besitzt das 20,7 kg schwere GerĂ€t lediglich eine Netz-LED. Als Endstufe kamen zwei TESLA KD606 zum Einsatz.
Kay Sound Fashion 50B (Vermona regent 50-B1)
Der regent 50-B1 wurde optisch etwas modifiziert auch als Kay Sound Fashion 50B vertrieben. Das GerĂ€t war offensichtlich fĂŒr den britischen und eventuell auch amerikanischen Markt gedacht. Auf das ĂŒbliche Krania-Netzkabel mit verschweiĂtem Stecker wurde verzichtet. An dem abgebildeten GerĂ€t von 1983 ist ein Originalkabel vom Kabelwerk Oberspree verbaut und um dieses wurde eine Folie mit englischer Beschreibung und Zeichnung zur deutschen Aderbelegung geklebt. Direkt am ĂŒblichen Vermona-Trafo ist durch geringfĂŒgig verĂ€nderte Beschaltung ein Wechsel von 220V auf 110V möglich, was auf dem Trafo selbst auch beschrieben ist. Somit konnten die GerĂ€te recht einfach auf den britischen Netzstecker oder auf das 110V-Netz mit entsprechendem Stecker fĂŒr die USA umgerĂŒstet werden. Auf das bei den meisten Vermona-Westexport-GerĂ€ten trotzdem vermerkte "Made in GDR" wurde hier verzichtet. Optisch unterscheidet sich das GerĂ€t neben der verĂ€nderten Beschriftung mit âKay Sound Fashion 50B â Solid State Amplifierâ auch durch die vollflĂ€chige Lautsprecherabdeckung mit zwei runden Bassreflexöffnungen statt des ĂŒblichen Schlitzes unterhalb der Abdeckung. Der Typenaufkleber des Lautsprechers ist â wie bei allen Vermona-Westexport-Combos â ausgeschwĂ€rzt, weshalb ich nicht sagen kann, welches Chassis verbaut wurde (vermutlich L 3511). Parallel zum BassverstĂ€rker Kay Sound Fashion 50B gab es noch den fast baugleichen GitarrenverstĂ€rker Kay Sound Fashion 50L auf Basis des regent 50-G1 mit komplett senkrechter Front und ohne Bassreflexöffnungen hinter der Stoffblende.
AVORA 50-B1 (Vermona regent 50-B1)
Der BassverstĂ€rker regent 50-B1 wurde fĂŒr den Export auch als AVORA 50-B1 vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-G, 30-B, 50-G, 50-B, 30-B1, ME 10G, ME 30B und R 225.
ME regent 50-B (Vermona)
Der BassverstĂ€rker ME regent 50-B wurde ab Mitte der 1980er Jahre als Nachfolger des Vermona regent 50-B1 im zwischenzeitig umbenannten VEB Musikelektronik Klingenthal (vormals VEB Klingenthaler Harmonikawerke) produziert. Technisch wurde das GerĂ€t offensichtlich nicht verĂ€ndert, lediglich das GehĂ€use ist jetzt an der Frontseite nicht mehr abgeschrĂ€gt ausgefĂŒhrt und die VerstĂ€rkerfront umgestaltet. Bei spĂ€teren regent 50B wurde die vollflĂ€chige Stoff-Lautsprecherblende durch das auch bei der Combo-Serie ĂŒbliche runde Lautsprechergitter ersetzt.
sound city sc 50 b (ME regent 50-B)
Der regent 50-B wurde in Westeuropa auch als sound city sc 50 b vertrieben. Der VerstÀrker unterscheidet sich lediglich durch die abweichend beschriftete VerstÀrker-Frontblende. Hinter der Marke sound city verbirgt sich offensichtlich ein britischer Hersteller bzw. Vermarkter. Parallel zu diesem GerÀt gab es noch den sound city sc 10 b und sc 30 b auf Basis des regent 10-B und 30-B sowie die GitarrenverstÀrker sound city sc 10, sc 30, 30 R, R 221, sc 50 und sc 120 r auf Basis des regent 10G, regent 30-G, ROCK 30-R, regent R 221, regent 50-G und regent 100-G1.
AVORA 2050 / Bass Amplifier (Vermona regent 50-B)
Der BassverstĂ€rker regent 50-B wurde fĂŒr den Export auch als AVORA 2050 / Bass Amplifier vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-G, 30-B, 50-G, 50-B, 30-B1, ME 10G, ME 30B und R 225.
regent ME 30B (Vermona)
Der regent ME 30B wurde Ende der 1980er Jahre als vereinfachte AusfĂŒhrung des VM 30B im VEB Musikelektronik Klingenthal produziert und entspricht technisch sowie optisch fast komplett dem GitarrenverstĂ€rker regent ME 30 G. Der ME 30 B ist ebenfalls mit dem 12œ-Zoll-Breitbandlautsprecher L 3412 aus dem VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig bestĂŒckt, verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, Höhen-, Mitten-, Bass- und Gain-Regler sowie Line-Out-Ausgang. Der zusĂ€tzliche Kopfhörer-Ausgang des ME 30G entfĂ€llt â wie bei allen VERMONA-BassverstĂ€rkern â zugunsten einer Bassreflexöffnung unterhalb des Lautsprechers, wodurch das GehĂ€use auch 40 mm höher ausgefĂŒhrt ist. Der Lautsprecher des ME 30G wurde unverĂ€ndert beibehalten. Noch bis mindestens 1992 war der ME 30B bei CONRAD electronic fĂŒr 269,- DM erhĂ€ltlich. Parallel gab es noch die GitarrenverstĂ€rker ME 10G, 30G und 50G, den BassverstĂ€rker 50B sowie den GesangsverstĂ€rker regent 1060. Im Katalog heiĂt es zur gesamten ME-Serie: âLeistungsfĂ€hige, kompakte GitarrenverstĂ€rker der ME-Serie fĂŒr Musiker. Modernes Design mit Alu-Kanten, Kunststoffecken, schwarzem GehĂ€use und Abdeckgitter. Alle Modelle besitzen sowohl LineausgĂ€nge zum Anschluss an Beschallungsanlagen sowie KopfhörerausgĂ€nge, Gain- und Masterregler. Ăbersichtliche, farblich markierte Knöpfe erleichtern eine schnelle, sichere Bedienung. Einsetzbar fĂŒr Gitarre, Keyboard und Mikrofon.â. Zum KofferverstĂ€rker ME-30 B mit der Bestellnummer 308145 heiĂt es weiter: âSpeziell entwickelt fĂŒr die Bass-Gitarre mit Bass-Reflex-Loch. Zwei EingĂ€nge (High/Low) zur idealen Anpassung, Klangregler Bass/Mitten/Höhen, Volumenregler, Frequenzbereich 40 â 18.000Hz, Leistung 30W max., Line Out 120Ω, Abmessungen (B x H x T): 575 x 415 x 265 mm, Anschluss 220Vâ.
AVORA ME 30B (Vermona)
Der GitarrenverstĂ€rker ME 30B wurde fĂŒr den Export auch als AVORA ME 30 B vertrieben. Die Bedienblende mit ME-Logo blieb hierbei fast unverĂ€ndert, das regent-Schild musste jedoch zugunsten eines AVORA-Schriftzuges weichen. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-G, 30-B, 50-G, 50-B, 30-B1, 50-B1, ME 10G und R 225.
regent ME 50B (Vermona)
Der regent ME 50B im typischen Combo-Design entspricht in der Ausstattung so weit den VorgĂ€ngern Vermona regent 50-B1 und ME regent 50-B, verfĂŒgt jedoch noch ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Line-Out-Ausgang zum Anschluss eines weiteren VerstĂ€rkers. Noch bis mindestens 1992 war der ME 50B bei CONRAD electronic fĂŒr 399,- DM erhĂ€ltlich (Bild). In der Beschreibung zum âKofferverstĂ€rker ME-50 Bâ (Bestell-Nr. 308161) heiĂt es: âBass-GitarrenverstĂ€rker mit hoher Leistung. Besonders krĂ€ftige Bassentwicklung durch Bass-Reflex-Loch. 2 EingĂ€nge (High/Low), Klangregler Bass/Mitten/Höhen, Volumenregler, Frequenzbereich 40 â 18.000Hz, Leistung 50W max., Line Out 120Ω, Abmessungen (B x H x T): 625 x 460 x 270 mm, Anschluss 220Vâ.
regent VM 10B (Vermona)
Der regent VM 10B wurde ab 1989 als kleinster BassverstĂ€rker der Combo-Serie im VEB Musikelektronik Klingenthal produziert und entspricht technisch weitestgehend dem GitarrenverstĂ€rker regent VM 10. Er unterscheidet sich offensichtlich nur durch die zusĂ€tzliche Schallöffnung unterhalb des etwas höher gesetzten Lautsprechers. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, einen beleuchteten Netzschalter, einen Höhen-, Mitten- und Bass-Regler, jeweils einen Eingangs- und Ausgangspegel-Regler (Overdrive & Volume), einen Line-Out-Ausgang (0dB/775mV) sowie einen zusĂ€tzlichen Kopfhörer-Anschluss. Als Endstufe kam der IC-VerstĂ€rker A2030H (MDA-/TDA2030) von HFO zum Einsatz, als Lautsprecher das 160 x 250 mm groĂe 4Ω-Breitbandchassis L 6501 mit 6 VA. Die VerstĂ€rker-Einheit lĂ€sst sich nach Entfernen der entsprechenden Verschraubung und des Tragegriffes nach vorne entnehmen. Selbiges gilt fĂŒr das Lautsprecherchassis, nur das hier noch zusĂ€tzlich das Gitter und die Frontblende entfernt werden mĂŒssen.
regent VM 30B (Vermona)
Der regent VM 30B wurde Ende der 1980er Jahre als erweiterte AusfĂŒhrung des regent ME 30 B im VEB Musikelektronik Klingenthal produziert. Das GerĂ€t ist vermutlich mit demselben 12œ-Zoll-Breitbandlautsprecher bestĂŒckt, verfĂŒgt ĂŒber einen High- und Low-Pegel-Eingang, Höhen-, Mitten-, Bass-, Gain- und Master-Regler sowie Line-Out-Ausgang. Hinzugekommen ist die zusĂ€tzliche Level- und Frequenzeinstellmöglichkeit fĂŒr den Bass- und Mittenbereich (parametrische Regelung) sowie zwei EffektanschlĂŒsse.
Matrix VM 30B
Der BassverstĂ€rker regent VM 30B wurde â wie schon der VorgĂ€nger ME regent 30-B â in Westdeutschland als Matrix VM 30B vertrieben. Parallel hierzu gab es noch die GitarrenverstĂ€rker regent 10G und regent R 221 mit MATRIX-Typenschild.
regent VM 60B (Vermona)
M.E.K. sound GBA 30
Der GBA 30 war der kleinste BassverstĂ€rker der Klingenthaler MEK sound Serie. Die Typenbezeichnung orientiert sich auch hier wieder an den 30VA Musikleistung des verbauten 8Ω-Lautsprechers. Das vom UniversalverstĂ€rker GRA 30 abgewandelte GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber lediglich einen Eingang; einen Ein- und Ausgangspegelregler (Gain & Volume); Bass-, Mitten, Höhenregler sowie Kopfhöreranschluss. Statt des zweiten Eingangs und des regelbaren Federhalls im GRA 30 besitzt der GBA 30 zwei Bassreflexöffnung und ein hierfĂŒr komplett geschlossen ausgefĂŒhrtes GehĂ€use.
K.M.E. sound GBA 30
SpĂ€tere GBA 30 wurden dann wieder selbstbewusst unter eigenem Namen vertrieben. So findet sich frontseitig das fast identische Typenschild mit âKME soundâ statt âMEK. soundâ und der zusĂ€tzlich ausgeschriebenen Herstellerbezeichnung âKlingenthaler Musik Elektronikâ. Das GehĂ€use erhielt auĂerdem eine robuste Filzbeflockung (ohne Alu-Kantenleisten). Die Filzbeflockung hat hierbei gegenĂŒber der zuvor verwendeten Kunststofffolie oder Kunstlederbeschichtung den Vorteil, dass keine Kanten und Ăberlappungen entstehen und sich auch ungerade Kanten problemlos realisieren lassen (z.B. die Aussparung ĂŒber dem Bedienteil).
K.M.E. sound GBA 50
Der 470 x 430 x 260 mm groĂe KME GBA 50 entspricht optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen KME GBA 30, er verfĂŒgt jedoch ĂŒber einen gröĂeren Lautsprecher mit 50 statt 30VA sowie ĂŒber eine zusĂ€tzliche Level- und Frequenzeinstellmöglichkeit fĂŒr den Bass- und Mittenbereich (parametrische Regelung). Eine âMEK soundâ-AusfĂŒhrung gab es hier offensichtlich noch nicht.
M.E.K. sound GBA 80
Der MEK sound GBA 80 entspricht in der Ausstattung offensichtlich komplett dem zuvor beschriebenen GBA 50 mit Ein- und Ausgangspegelregler (Gain & Master), Höhenregler, parametrischer Tiefen- und Mittenregelung sowie Kopfhöreranschluss. Statt eines 50VA-Lautsprechers kam hier jedoch eine 80VA-AusfĂŒhrung zum Einsatz und die Endstufe wurde entsprechend stĂ€rker dimensioniert (vermutlich TIP142 und TIP147).
K.M.E. sound GBA 80
SpÀtere GBA 80 wurden unter dem Markennamen KME sound vertrieben. Das GehÀuse erhielt hierbei eine robuste Filzbeflockung ohne Aluminium-Kantenleisten.
đč K e y b o a r d v e r s t Ă€ r k e r
Vermona regent R 225
Der KeyboardverstĂ€rker regent R 225 unterscheidet sich technisch vom GitarrenverstĂ€rker regent 221 offensichtlich nur durch den fehlenden Federhall und das verĂ€nderte GehĂ€use (?). Bei diesem ist das Bedienteil diagonal an der GehĂ€userĂŒckseite positioniert und der VerstĂ€rker hierzu komplett gedreht worden. Dieses ermöglicht die Bedienung von der GehĂ€userĂŒckseite aus bei Positionierung unter oder neben dem Keyboard. Die Box verfĂŒgt ĂŒber zwei EingĂ€nge, einen Kopfhörerausgang sowie einen Slave-Anschluss fĂŒr einen weiteren VerstĂ€rker. Den regent R 225 gab es parallel auch als GitarrenverstĂ€rker mit frontseitigen Bedienelementen. Der regent R 225 wurde 1990 auch bei CONRAD electronic fĂŒr 198,- DM vertrieben. Parallel waren noch der MonoverstĂ€rker regent 1060; der Stereo-VerstĂ€rker regent 2022; die GitarrenverstĂ€rker ME 10G, ME 30G und 50G, die BassverstĂ€rker 30B und 50B sowie das Digital-Delay PDD 501 erhĂ€ltlich. Zum âKeyboard-Koffer-VerstĂ€rker, 20 Wattâ mit der Bestellnummer 307980 heiĂt es in der Produktbeschreibung: âZur Erweiterung des Klang-Dynamikbereichs. Klein, kompakt und handlich â der Keyboard-VerstĂ€rker fĂŒr den individuellen Einsatz. Regelmöglichkeit: Master, Middle, Treble, Bass und Gain; Eingangsempfindlichkeit (Eingang 1 und 2) 40mV; Steuerausgang fĂŒr weitere ZusatzleistungsverstĂ€rker 0dB = 0,775V, Frequenzbereich 40 â 18.000Hz, Abmessungen (B x H x T) 365 x 450 x 220 mm, Gewicht 11 kgâ.
AVORA R 225 (Vermona regent R 225)
Der KeyboardverstĂ€rker regent R 225 wurde fĂŒr den Export auch als AVORA R 225 vertrieben. AVORA war in den 1970er und 1980er Jahren offensichtlich eine Marke des niederlĂ€ndischen Musikinstrumente-Vertriebs Voerman. Parallel hierzu gab es unter dem Markennamen AVORA noch die VERMONA-VerstĂ€rker regent 1010, 1060, 2022, 30-G, 30-B, 50-G, 30-B1, 50-B1, ME 10G und ME 30B.
đč O r g e l v e r s t Ă€ r k e r
Vermona OV 25-1
Der OrgelverstĂ€rker OV 25-1 wurde als ErgĂ€nzung zur Elektroorgel TO 10 gebaut und kann als Ersatz fĂŒr die Blende zwischen die Stativbeine geschraubt werden. In dem recht kompakten KofferverstĂ€rker wurde der aus dem regent 10G bekannte 6VA-Breitbandlautsprecher verbaut.
M o n i t o r v e r s t À r k e r
Vermona regent 310
Der ab 1982 bis mindestens 1987 gebaute MonitorverstĂ€rker regent 310 verfĂŒgt ĂŒber einen 775mV-Klinkeneingang mit Höhen-, Tiefen- und LautstĂ€rkeregelung sowie einen zusĂ€tzlichen 0dB-Ausgang fĂŒr einen weiteren VerstĂ€rker. Das 470 x 345 x 330 mm groĂe und 13 kg schwere GerĂ€t mit zwei TESLA KD606 in der Endstufe liefert eine Sinusleistung von 25VA (40VA Musik), die ĂŒber den 50VA/4Ω -Breitbandlautsprecher L 3515 wiedergegeben wird. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz, lĂ€sst sich rĂŒckseitig zuschalten und wird mittels frontseitiger LED signalisiert. Der Zugang zum Netzteil und VerstĂ€rker erfolgt frontseitig nach Entferner der Lautsprecherblende und des groĂzĂŒgig dimensionierten Chassis.Â
SpĂ€tere â erst im Jahr 1987 produzierte â regent 310 erhielten eine abweichende Lautsprecherbespannung. AuĂerdem wurde die Membran dunkel eingefĂ€rbt mit silbergrauer Hochtonkalotte und schwarzem Chassisrahmen. Somit schimmert jetzt die Hochtonkalotte durch die Bespannung und nicht mehr der unschöne Rahmenfilz. Der Vermona regent 310 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Zu erkennen sind diese GerĂ€te lediglich am ausgeschwĂ€rzten oder entfernten Lautsprecher-Typenschild. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zur â40 Watt Aktiven Monitorbox 310â, die mit der Bestellnummer 308110 fĂŒr 348,- DM angeboten wurde: âHandlich, robuste AusfĂŒhrung mit Metallschutzecken, Tragegriff und strapazierfĂ€higer, schwarzer Strukturlack-OberflĂ€che. Monitorbox mit eingebautem 40 Watt VerstĂ€rker. Ansteuerbar durch Mischpult, GesangsverstĂ€rker 1060 und InstrumentalverstĂ€rker 1020. Bei Bedarf können mehrere Monitore zusammengeschaltet werden. â 1 Eingang mit LautstĂ€rke-, Bass- und Höhenregler (6,3 mm Klinke) â 1 Steuerausgang fĂŒr weitere MonitorverstĂ€rker (6,3 mm Klinke) â Technische Daten: Steuerausgang 0 dB (775 mV), Ausgangsleistung Musik/Sinus 40/25 Watt, Klirrfaktor †2 % (bei f = 1 kHz), Eingangsempfindlichkeit †400 mV, Steuerausgang wie Eingangspegel, Ăbertragungsbereich 70 Hz â 11 kHz (mit Lautsprecher), Regelumfang BASS-Regler +11 -14 dB ± 2 dB (bei f = 80 Hz) TREBLE-Regler +13 -9 dB ± 2 dB (bei f = 8 kHz), Netzanschluss 220 V 50/60 Hz ~, Leistungsaufnahme 55 W, Abmessungen (B x H x T) 470 x 345 x 330 mm, Gewicht 13 kgâ.
ME regent 510 (Vermona)
Der aktive MonitorverstĂ€rker regent 510 löste Ende der 1980er Jahre den regent 310 ab und verfĂŒgt prinzipiell ĂŒber die gleichen Funktionen wie der VorgĂ€nger. Hinzugekommen sind lediglich eine Bassreflexöffnung und eine sogenannte âErdschleifen-BrummunterdrĂŒckungsschaltungâ. Das GehĂ€use wurde optisch an die Combo-Serie angepasst. Die Besonderheit ist hierbei der verĂ€nderte Dreieckswinkel von 30-60-90° statt 45-45-90°, wodurch die Box wahlweise im 30°- oder 60°-Winkel zur BĂŒhne positioniert werden kann.
mek MONITOR FM 1122 A SPECIAL
Das Aktiv-Monitor-System FM 1122 A SPECIAL weist technisch und optisch offensichtlich eine groĂe Verwandtschaft zur Combo DCA 82 auf. So findet sich auch hier ein optisch sehr Ă€hnliches 2-Wege-System (Hochtöner: vermutlich Fostex FH 27 mit 150VA/8Ω). Das Bedienteil beschrĂ€nkt auf eine Ein- und eine Ausgangsbuchse, einen Höhen-, Tiefen und LautstĂ€rkeregler und einen beleuchteten Netzschalter. Die Maximalleistung liegt vermutlich bei 80 VA, der Frequenzbereich bei 50 â 20.000 Hz mit einer Trennfrequenz von 5.000 Hz. SpĂ€ter folgt dann der Aktiv-Monitor K.M.E. FM 1122 AE mit etwas verbesserter Ausstattung.
K o m p a k t v e r s t À r k e r
Vermona regent 300 N (Modell-Nr. 300)
Der regent 300 N (Modell Nr. 300) wurde als erster volltransistorisierter VERMONA-KompaktverstĂ€rker Mitte bis Ende der 1970er Jahre in Klingenthal produziert. Hierbei bilden der VerstĂ€rker und die Box noch eine feste Einheit, was die Bedienung etwas erschwert. Wohl auch aus diesem Grund ist man von diesem Konstruktionsprinzip spĂ€ter wieder abgekommen und hat es eigentlich nur noch bei den kompakten Gitarren- und BassverstĂ€rkern verwendet. Als Lautsprecher kamen â wie in der spĂ€ter produzierten Box regent 300 H/S (Modell 906) â zwei 12,5VA-Breitbandlautsprecher des Typs L 3401 zum Einsatz. Der VerstĂ€rker sorgt fĂŒr eine Nennleistung von 25VA (Musikleistung: 40VA).
Vermona regent 300 H (Modell-Nr. 301)
Der regent 300 H (Modell-Nr. 301) entspricht prinzipiell dem zuvor beschriebenen regent 300 N (Modell 300), verfĂŒgt aber zusĂ€tzlich ĂŒber einen regelbaren Federhall.
Vermona regent 600 N
Der KompaktverstĂ€rker regent 600 N wurde parallel zum gleichnamigen MonoverstĂ€rker (Modell-Nr. 604) mit getrennter Box regent 600/1000 (Modell 901) produziert, verbindet jedoch beide Einheiten noch in einem GehĂ€use. Der integrierte MonoverstĂ€rker sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 50VA, verfĂŒgt aber noch nicht ĂŒber eine Halleinrichtung. Es stehen drei EingĂ€nge zur VerfĂŒgung, zwei davon mit getrennter Höhen- und Tiefenregelung. Die AusgangslautstĂ€rke lĂ€sst sich ĂŒber einen gemeinsamen Summenregler einstellen. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine farbige Aussteuerungsanzeige. In der integrierten Box kam der 50VA/4Ω-Breitbandlautsprecher L 3701 als Tief/Mittel-Töner sowie insgesamt vier 8VA/8Ω-Konus-Hochtöner des Typs L 5904 zum Einsatz. Der L 3701 liegt hierbei direkt am VerstĂ€rkerausgang, wĂ€hrend je zwei L 5904 in Reihe gelegt, paarweise parallelgeschaltet, um eine L-C-Schaltung in Reihe ergĂ€nzt wurden und zwischen Minusanschluss und dem L 3701 liegen.
HOHNER stereo 50 (M.E.K. sound)
Der KompaktverstĂ€rker stereo 50 wurde zwar unter dem Markennamen HOHNER vertrieben, stammt aber mit all den typischen Details ziemlich eindeutig aus Klingenthaler Produktion. Das Anfang der 1990-er Jahre hergestellte StereogerĂ€t besteht aus zwei Lautsprecherboxen, von der eine Box einen integrierten StereoverstĂ€rker besitzt. Zum Transport der 15,5 kg schweren Combo können die beiden Einheiten ĂŒber SchnappverschlĂŒsse frontal miteinander verbunden und mit einem Griff an der RĂŒckseite der VerstĂ€rkerbox getragen werden. Der 2x25VA-VerstĂ€rker besitzt im Bedienfeld einen Eingangspegel- (Gain), Höhen, Mitten, Tiefen und Balanceregler sowie einen Kopfhöreranschluss und eine Netz-LED. Der Anschluss der zweiten Lautsprecherbox und des Netzkabels erfolgt an der RĂŒckseite. Des Weiteren steht ein externer Stereo-Ausgang zur VerfĂŒgung. Als Lautsprecher kamen vermutlich â wie bei der DCA 82 â je ein FOSTEX-25VA-Breitbandlautsprecher zum Einsatz. Unterhalb des 8-Zoll-Chassis befinden sich je zwei Bassreflexöffnungen. In der Bedienungsanleitung heiĂt es zu diesem GerĂ€t: âWir danken Ihnen dafĂŒr, dass Sie sich fĂŒr einen Stereo Allround Amp entschieden haben. Dieses Produkt der Firma HOHNER wurde mit gröĂter Sorgfalt aus hochwertigen Komponenten gefertigt. Der Stereo Allround Amp bietet Ihnen die folgenden Leistungsmerkmale: kompakter Duo-pack-Aufbau; sicheres, stabiles Case; Kopfhörer-Ausgang; leistungsfĂ€hige Dreiband-Klangregelung; 1 Stereo-Eingang; 2x25 Watt Musikleistungâ.
Vom stereo 50 gab es zwei optische AusfĂŒhrungen: Einmal mit ganzflĂ€chigem Lautsprechergitter an der Zweitbox und einmal mit Lautsprechergitter entsprechend der Hauptbox plus unbestĂŒckter Bedienblende an der Zweitbox. Auf einen Herstellerverweis wurde seitens HOHNER komplett verzichtet. Es findet sich lediglich ein âMade in Germanyâ und die typische Seriennummer mit âKâŠâ (Klingenthaler Musikelektronik GmbH).
HOHNER stereo 102 (M.E.K. sound)
Der KompaktverstĂ€rker HOHNER stereo 102 entspricht in der Bauform dem zuvor beschriebenen stereo 50. So setzt sich auch dieses GerĂ€t aus zwei Lautsprecherboxen zusammen, die mittels SchnappverschlĂŒssen frontal verbunden werden können. Das 600 x 430 x 350 mm groĂe und 21 kg schwere GerĂ€t besitzt neben einem 2x50VA-VerstĂ€rker je zwei 8-Zoll-Breitbandlautsprecher ergĂ€nzt um je einen Hochtöner (vermutlich polnischer TONSIL GDWTâŠ) und eine Bassreflexöffnung. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber einen getrennten Stereo- und Mono-Eingang, eine einstellbare Eingangsempfindlichkeit, eine Zweiband-Klangregelung pro Kanal, einen Boost-Schalter sowie eine Presence-Klangregelung. Mit der gesamten HOHNER-stereo-Serie wurde das alte Konzept der VERMONA-KompaktverstĂ€rker wieder aufgelegt, das durch die mittlerweile deutlich kompakteren MaĂe und die Erweiterung auf Stereo-Betrieb auch durchaus wieder seine Berechtigung erhielt. Leider hat die Klingenthaler Musikelektronik GmbH die GerĂ€te in der schwierigen Nachwendezeit nicht unter eigenem Namen vertrieben.
HOHNER stereo 104 (M.E.K. sound)
Der KompaktverstĂ€rker HOHNER stereo 104 entspricht gröĂtenteils dem zuvor beschriebenen stereo 102, besitzt aber zwei Mono- und zwei Stereo-EingĂ€nge sowie einen digitalen Effekt-Prozessor mit acht Reverb- , drei Delay- und fĂŒnf kombinierten Programmen. Das GehĂ€use sowie die je drei Lautsprecher wurden komplett vom stereo 102 ĂŒbernommen. In der Bedienungsanleitung heiĂt es zu diesem GerĂ€t: âDer Stereo 104 wurde als Duo Pack konzipiert. Das heiĂt, im Gegensatz zu anderen VerstĂ€rker-Anlagen, die aus drei oder noch mehr Komponenten bestehen, haben Sie es hier mit nur zwei Elementen zu tun: die Aktiv-Box enthĂ€lt den Mischer/VerstĂ€rker sowie das erste Lautsprecher-System. Die Passiv-Box bildet das zweite Lautsprecher-System. Alle externen GerĂ€te werden an die Aktiv-Box angeschlossen. Die Passiv-Box wird lediglich ĂŒber ein normales Klinken-Kabel an die Aktiv-Box angeschlossen. Auf diese Weise bleibt das System kompakt und ĂŒbersichtlich. Die AnschlĂŒsse des Stereo 104 wurden so konzipiert, dass alle Bedienelemente von der Vorderseite zugĂ€nglich sind, wĂ€hrend die AnschlĂŒsse sich auf der RĂŒckseite befinden.â.
đ L a u t s p r e c h e r b o x e n
Die im VEB Blechblas- und Signal-Instrumenten-Fabrik Marktneukirchen unter dem Markennamen Weltklang produzierte Lautsprecherbox VA 1 diente als ErgĂ€nzung zur gleichnamigen VerstĂ€rkeranlage mit dem VerstĂ€rker MV 1. Sie wurde mit einem 12,5VA-Breitbandlautsprecher des Typ L3354 PBK bestĂŒckt.
Weltklang VA 2 (TonsÀule)
Die im VEB Blechblas- und Signal-Instrumentenfabrik Markneukirchen (bei Klingenthal) produzierte 1-Wege-Bassreflexbox zur VerstĂ€rkeranlage VA 2 wurde auf der RĂŒckseite nur schlicht mit VA 2 gekennzeichnet und trug teilweise noch das Weltklang-Logo. Sie bildete zusammen mit dem Mono-VerstĂ€rker MV 3 die gleichnamige VerstĂ€rkeranlage VA 2. In der 760 x 480 x 380 mm groĂen und 18 kg schweren Box kam anfangs der Breitbandlautsprecher L 3060 PB mit 12,5 VA und einer Impedanz von 6Ω zum Einsatz, spĂ€ter der gleichwertige L 3401.
Böhm regent 60 (Lautsprecherbox)
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Vermona regent 150 (Modell-Nr. 915)
Die 790 mm hohe und 22 kg schwere Bassreflexbox regent 150 (Modell-Nr. 915) wurde als ErgĂ€nzung zum gleichnamigen VerstĂ€rker (Modell Nr. 151) produziert. Sie wurde anfangs mit dem 12"-Breitbandlautsprecher L 3060, spĂ€ter mit dem L 3401 bestĂŒckt und erzielt somit eine Nennbelastbarkeit von 12,5 VA bei einer Impedanz von 6Ω.
Vermona regent 300 H/S (Modell 906)
Die um 1976 produzierte Lautsprecherbox regent 300 H/S (Modell Nr. 906) wurde als ErgĂ€nzung zum gleichnamigen VerstĂ€rker gebaut. Die Typenbezeichnung âH/âŠâ bezieht sich hierbei auf die Nachhalleinrichtung des passenden VerstĂ€rkers und ââŠ/Sâ auf die Trennung von Box und VerstĂ€rker mit ĂŒberarbeiteter Optik. Im 820 x 600 mm groĂen GehĂ€use der Box kamen zwei parallel geschaltete L 3401 zum Einsatz, wodurch sich eine Nennbelastbarkeit von 25 VA bei einer Impedanz von 3Ω erzielen lĂ€sst. Bei der angegebenen Belastbarkeit handelt es sich um eine VERMONA-typische Angabe. Hier wurde noch tiefer gestapelt, als man es von den DDR-GerĂ€ten ohnehin schon gewohnt ist. Das von mir aus der Box geschmissene gleichgroĂe China-Chassis war mit 200 VA angegeben, hatte ein Drittel des Gewichtes und war klanglich deutlich dĂŒnner als der wieder original eingesetzte L 3401 mit 12,5 VA. In China-Watt umgerechnet bringt es die Box dann wohl auf ĂŒber 1 kW. Das Gewicht der Box betrĂ€gt mit den Originalchassis dann auch stolze 32 kg. Der VerstĂ€rker-Anschluss an der RĂŒckseite erfolgt noch mittels Strich-Punkt- statt der spĂ€ter verbauten Klinkenstecker. Die Boxen sind auf der Front mit einem regent-Schriftzug versehen, der bei der abgebildeten Box leider schon fehlt.
Vermona regent 600/1000 (Modell 901)
Die Lautsprecherbox regent 600/1000 (Modell 901) wurde als ErgÀnzung zu den VerstÀrkern regent 600 N Modell 604 (Nennleistung 50 VA, ohne Halleinrichtung), regent 600 H Modell 605 (50 VA, mit Halleinrichtung) und regent 1000 H Modell-Nr. 100 (100 VA, mit Halleinrichtung) gebaut. Im geschlossenen GehÀuse der Box kam der 50VA/4Ω-Breitbandlautsprecher L 3701 als Tief/Mittel-Töner sowie insgesamt vier 8VA/8Ω-Konus-Hochtöner des Typs L 5904 zum Einsatz, wodurch eine Nennbelastbarkeit von 50 VA erzielt wird. Der L 3701 liegt hierbei direkt am Eingang, wÀhrend je zwei L 5904 in Reihe gelegt, paarweise parallelgeschaltet, um eine L-C-Schaltung in Reihe ergÀnzt wurden und zwischen Minusanschluss und L 3701 liegen. Optisch entspricht die Box komplett den passenden VerstÀrkern. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsleistungen der 600er- und 1000er-VerstÀrkerreihe war der Betrieb mit einer Box am regent 600 N und regent 600 H vorgesehen, wÀhrend beim regent 1000 H zwei Boxen verwendet werden sollten.
Vermona regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905)
Die Lautsprecherbox regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905) wurde parallel zur kleineren regent 300 und als ErgĂ€nzung zu den VerstĂ€rkern regent 600 H/S und regent 1000 H/S gebaut. Im geschlossenen GehĂ€use kam der 50VA/8Ω-Breitbandlautsprecher L 3702 als Tief/Mittel-Töner sowie insgesamt vier 8VA/8Ω-Konus-Hochtöner des Typs L 5904 zum Einsatz. Hierdurch wird eine Nennbelastbarkeit von 50 VA erzielt. Optisch entspricht die Box ansonsten komplett den genannten VerstĂ€rkern sowie der Box regent 300. Auch hier gilt â wie schon beim Boxen-Modell 901 â Betrieb von einer Box am regent 600 H/S und von zwei Boxen am regent 1000 H/S. Die Produktion der GehĂ€use erfolgte laut Stempel unweit von Klingenthal â mindestens teilweise â bei Heinz Kropp, Am Deutersbach 1 in 9654 HammerbrĂŒcke.
Vermona regent 600 G (Modell 903)
Die Lautsprecherbox regent 600 G (Modell 903) wurde als ErgĂ€nzung zum GesangsverstĂ€rker regent 600 G (Modell-Nr. 606) produziert und unterscheidet sich technisch deutlich von der regent 600/1000 (Modell 901) und regent 600/1000 H/S. Im Gegensatz zu diesen Boxen ist die regent 600 G lediglich mit zwei 12,5VA-Chassis bestĂŒckt (vermutlich L 3401) und entspricht somit eigentlich der regent 300. Die Nennbelastbarkeit betrĂ€gt dann dementsprechend auch ânurâ 25 VA. Der Hintergrund fĂŒr diesen deutlichen Unterschied bei fast identischer Typenbezeichnung liegt in der Tatsache, dass der Betrieb mit zwei Boxen an einem regent 600 G vorgesehen ist, wĂ€hrend sich die Typenbezeichnung der Boxen an der nach wie vor identischen Ausgangsleistung des VerstĂ€rkers von 50 VA (Musikleistung: 75 VA) orientiert. Bei der regent 600/1000 (Modell 901) und regent 600/1000 H/S kommt hingegen lediglich eine Box pro 600er-VerstĂ€rker zum Einsatz.
Vermona regent 600 G/S (Modell 904)
Die regent 600 G/S (Modell-Nr. 904) entspricht technisch komplett der zuvor beschriebenen regent 600 G (Modell 903) mit 25 VA pro Box. Optisch wurde sie hingegen an den moderneren VerstÀrker regent 600 G/S (Modell-Nr. 607) angepasst. Auch hier ist ein Betrieb mit zwei Boxen an einem VerstÀrker vorgesehen.
Vermona regent 600 B ?
Die abgebildete regent 1-Wege-Box von 1978 gibt mir noch etwas RĂ€tsel auf. In dem 530 x 635 x 350 mm groĂen GehĂ€use mit 60mm hohen FĂŒĂen wurde der 25VA/8Ω-Tief-/Mitteltöner L 3702 aus dem VEB Elektroakustik Leipzig verbaut. Auf dem ersten Blick habe ich ein mir bisher unbekannte VERMONA-Bassbox vermutet. Bei genauerer Betrachtung und Ăffnung des GehĂ€uses lĂ€sst sich dann aber doch erkennen, dass hier nur eine regent-600/1000 H/S âzurĂŒckgebautâ wurde. So wurde vom Korpus die Oberseite und der Boden zusammengesetzt, von der Frontblende die Oberseite mit allen vier Hochtönern entfernt und der untere Rest kopfĂŒber eingesetzt sowie von der RĂŒckwand ebenfalls nur die Unterseite. Von auĂen lĂ€sst sich nur die Kunstledernaht an den GehĂ€useseiten erkennen und die Griffe sind auffĂ€llig tief angebracht. Das Ganze macht einen sehr sauber ausgefĂŒhrten Eindruck, so dass ich mir nicht ganz sich bin, ob es sich wirklich um eine gute Bastlerarbeit oder doch um eine Auftrags-Kleinserie handelt. Die oben aufgefĂŒhrte Bezeichnung regent 600 B ist zwar nirgends ersichtlich und wohl auch nicht vergeben worden, wĂŒrde aber wohl technisch sowie optisch am besten passen.
Die Bassbox regent 1000 B ist mit einer Nennbelastbarkeit von 50 VA angegeben und zum paarweisen Betrieb am BassverstĂ€rker regent 1000 B (Modell-Nr. 902) vorgesehen. Optisch entspricht sie der regent 600/1000 H/S (Modell-Nr. 905), ist jedoch geringfĂŒgig gröĂer. Welche Chassis verbaut wurden, ist mir nicht bekannt. Ich vermute hier jedoch zwei 25 VA-Lautsprecher bei gleichzeitigem Wegfall der vier Hochtöner.
Vermona L 9020
Die 1-Wege-Box L 9020 wurde mit einem Breitbandlautsprecher L 3402 bestĂŒckt und erreicht eine Nennbelastbarkeit von 15VA bei einer Impedanz von 8Ω. Das GehĂ€use mit den Abmessungen 340 x 720 x 240mm Ă€hnelt optisch sehr dem GitarrenverstĂ€rker GA 60 (hochkant gestellt ohne VerstĂ€rker-Bedienfeld). Die 14,5kg schwere L 9020 war als ErgĂ€nzung zum VerstĂ€rker regent 224 gedacht.
Vermona L 9032
In der Gesangs- und Discobox L 9032 kamen zwei Breitbandlautsprecher des Typs L 3402 mit jeweils 15VA (8Ω) zum Einsatz. Die Reihenschaltung beider Chassis sorgt fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 30 VA bei einer Impedanz von 16 Ω, einem Frequenzgang von 60 â 14.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleistung) von 114 dB. Die GehĂ€use sind geschlossen ausgefĂŒhrt und mit zwei seitlichen Griffschalen versehen.
Vermona L 9033
Die Gesangs- und Discobox L 9033 unterscheidet sich von der an sich baugleichen L 9032 nur durch die geringere GehĂ€usehöhe und -breite, was auch zu einem geringeren Innenvolumen fĂŒhrt. Des Weiteren ist sie an der RĂŒckseite teilweise offen ausgefĂŒhrt. Statt der beiden seitlichen Griffschalen besitzt diese Box einen Tragegriff zum horizontalen Transport und kleine MetallfĂŒĂe statt der hohen PlastikfĂŒĂe an den L 9032. Die Leistungswerte entsprechen auf Grund der identischen BestĂŒckung mit zwei in Reihe geschalteten L 3402 komplett der zuvor beschriebenen L 9032. Die L 9032 wurde als ErgĂ€nzung zum Gesangs- und DiscoverstĂ€rker regent 660 konzipiert (Betrieb mit zwei Boxen).
Vermona L 9040
Der Hochtonaufsatz L 9040 ist mit insgesamt sechs Konus-Hochtönern des Typs L 5954 (8VA/8Ω) bestĂŒckt und fĂŒr den Frequenzbereich von 3 bis 16 kHz ausgelegt. Hierbei wurden jeweils drei Lautsprecher in Reihe gelegt, diese beiden Reihen dann wiederum parallelgeschaltet und um einen 4000pF-Kondensator (?) in Reihe ergĂ€nzt. Insgesamt sorgt diese Kombination fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von knapp 50 VA bei einer Impedanz von ca. 8 Ω. Das GehĂ€use ist komplett geschlossen ausgefĂŒhrt, was auf den Klang im Hochtonbereich prinzipiell keinen Einfluss hat. An der Unterseite sind vier GummifĂŒĂe montiert und an der Oberseite der typische DDR-Tragegriff. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber eine der beiden parallel geschalteten Klinkenbuchsen an der RĂŒckseite.
Vermona L 9061
In der Gesangs- und Discobox L 9061 kamen zwei in Reihe geschaltete 30VA/4Ω-Breitbandlautsprecher zum Einsatz, deren Typenbezeichnung mir jedoch nicht bekannt ist (vermutlich L 3501). Insgesamt ist die ca. 30 kg schwere und komplett geschlossene Box mit 60 VA Nennbelastbarkeit bei einer Impedanz von 8Ω angegeben.
Die Vermona L 9061 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zur â100 Watt Gitarrenbox L 9061â, die mit der Bestellnummer 307653 fĂŒr 498,- DM angeboten wurde: âZur Wiedergabe von Rhythmus- und Leadgitarre geeignet. Guter Wirkungsgrad im Mitten- und PrĂ€senzbereich. Technische Daten: Belastbarkeit (Musik/Sinus) 100/60 W, Ăbertragungsbereich 60 â 8.000 Hz ~, Impedanz 8 Ω, LautsprecherbestĂŒckung mit 2 Speziallautsprechern, Abmessungen (B x H x T) 510 x 750 x 340 mm, Gewicht 30 kgâ.
Vermona L 9062
Die 2-Wege-Bassreflexbox L 9062 ist mit jeweils zwei Tief-Mittel-Tönern des Typs L 3501 (30VA/4Ω) und zwei Konus-Hochtönern L 5904 (8VA/8Ω) bestĂŒckt. Die Hoch- und Tieftöner wurden hierbei jeweils in Reihe gelegt und diese Paare dann wiederum parallelgeschaltet. Der Hochtonzweig erhielt zusĂ€tzlich noch einen 4,7kΩ-Widerstand und einen 2ÎŒF-Kondensator in Reihe als 4kHz-Hochpass. Diese Schaltung sorgt insgesamt fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 60 VA bei einer Impedanz von 8Ω, einem Frequenzgang von 40 â 16.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 118 dB. Die L 9062 wurde als ErgĂ€nzung zum Gesangs- und DiscoverstĂ€rker regent 660 konzipiert (2 Boxen an 2 ĂŒber SUB-MIX gekoppelten VerstĂ€rkern). Die Vermona L 9062 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zur â100 Watt Gesangs- und PA-Box L 9062â, die mit der Bestellnummer 307610 fĂŒr 498,- DM angeboten wurde: âBreiter Ăbertragungsbereich durch 2-Wege-System und Bassreflexöffnung. 2 x L 962 in Verbindung mit dem Regent 1060 geeignet fĂŒr Gesangs-, Disco- und PA-Anlagen. Technische Daten: Belastbarkeit (Musik/Sinus) 100/60 W, Ăbertragungsbereich 40 â 16.000 Hz ~, Impedanz 8 Ω, LautsprecherbestĂŒckung mit 2 Mittelton- und 2 Hochtonsystemen, Abmessungen (B x H x T) 500 x 850 x 280 mm, Gewicht 30 kgâ.
Vermona L 9063
Die 3-Wege-Bassreflexbox L 9063 ist mit dem 50VA-Tieftöner L 3702, dem 15VA-Mitteltöner L 3402 sowie dem 8VA-Hochtöner L 5904 bestĂŒckt und mit einer Nennbelastbarkeit von 50 VA bei einer Impedanz von 8Ω, einem Frequenzgang von 30 â 16.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 115,5 dB angegeben. NĂ€heres ist mir zu dieser Box nicht bekannt.
Vermona L 9064
Die 2-Wege-Bass- und Keyboardbox L 9064 wurde mit dem Breitbandlautsprecher L 3512 (50VA/8Ω) als Tief-Mittel-Töner sowie einem L 3404 (15VA/8Ω) als Mitteltöner bestĂŒckt. Die beiden 12-Zoll-Chassis sorgen gemeinsam fĂŒr einen Nennbelastbarkeit von 60 VA bei einer Impedanz von 8Ω, einem Frequenzgang von 30 â 14.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 119 dB. Die L 9064 wurde fĂŒr die Bass- sowie Keyboard-Wiedergabe und als ErgĂ€nzung zu den VerstĂ€rkern regent 620 und regent 660 konzipiert.
Vermona L 9065
Die 2-Wege-Bassreflexbox L 9065 entspricht in der LautsprecherbestĂŒckung offensichtlich komplett der L 9064. Worin der genaue Unterscheid besteht, ist mir nicht bekannt (evtl. die Bassreflexöffnung an der RĂŒckseite).
Vermona L 9101
Die L 9101 war mit einer Nennbelastbarkeit von 120 VA die leistungsstÀrkste Universalbox von VERMONA. Im knapp 800 mm hohen GehÀuse sind vier 30VA-Breitbandlautsprecher verbaut. Jeweils zwei Chassis wurden hierbei in Reihe gelegt und diese Paare dann parallelgeschaltet. Aufgrund der Gesamtimpedanz der Box von 4Ω kommen bei dieser Schaltung eigentlich nur 8Ω-Lautsprecher in Frage. Ich vermute hier den Einsatz von vier L 3502 (30VA 8Ω 12,5"-Breitbandlautsprecher mit Gusseisen-Korb).
Vermona L 9102
Die Mittel-Tiefton-Box L 9102 ist mit einer Nennbelastbarkeit von 100 VA bei einer Impedanz von 4Ω angegeben und fĂŒr den Ăbertragungsbereich von 30 â 8000 Hz ausgelegt. Somit kann sie z.B. mit dem Hochtonaufsatz L 9040 kombiniert werden. In der 2-Wege-Bassreflexbox kamen zwei 50VA-Tieftöner und ein 30VA-Mitteltöner zum Einsatz. Die drei Lautsprecher sind parallelgeschaltet und der Mitteltöner um einen Hochpass ergĂ€nzt. Welche genauen Lautsprechertypen verwendet wurden, ist mir nicht bekannt.
Vermona L 9105
Die 2-Wege-Bassreflexbox L 9105 ist mit jeweils zwei parallelgeschalteten Breitbandlautsprechern des Typs L 3512 (50VA/8Ω) und einem zusĂ€tzlichen L 3404 (15VA/8Ω) bestĂŒckt. Die drei Lautsprecher wurden hierbei jeweils parallelgeschaltet (L 3404 zusĂ€tzlich in Reihe mit einem 4,7ÎŒF/10V-Elko). Diese Schaltung sorgt insgesamt fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 120 VA bei einer Impedanz von 4Ω, einem Frequenzgang von 40 â 14.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 122 dB. Die L 9105 wurde als ErgĂ€nzung zum Gesangs- und DiscoverstĂ€rker regent 1060 konzipiert (zwei Boxen an zwei ĂŒber SUB-MIX gekoppelten VerstĂ€rkern).
Vermona L 9106
In der 2-Wege-Bassreflexbox L 9106 kam neben dem 15VA/8Ω-Konus-Hochtöner L3404 der 100VA/4Ω-Breitbandlautsprecher des Typs L3711 zum Einsatz, was fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 100 VA bei einer Gesamtimpedanz von 4Ω sorgt. Mit einer Höhe von 850 mm bei einer Breite von 500 mm ist die Box fĂŒr ihre Leistungsklasse recht kompakt gehalten.
Vermona L 9107
Der 1-Wege-Hochtonstrahler L 9107 ist mit zwei in Reihe geschalteten Breitband-Lautsprechern L 3404 (15VA/8Ω) bestĂŒckt. Die beiden Lautsprecher wurden zusĂ€tzlich mit einem  2,2ÎŒF/100V-Elko in Reihe erweitert. Diese Schaltung sorgt insgesamt fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 100 VA bei einer Impedanz von 4Ω, einem Frequenzgang von 1 bis 14 kHz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 120 dB. Die L 9107 wurde als ErgĂ€nzung zu den PA-VerstĂ€rkern regent 2010 und regent 2020 konzipiert.
Vermona L 9108
Die 2-Wege-Box L 9108 entspricht technisch komplett den zuvor beschriebenen L 9105, verfĂŒgt jedoch ĂŒber ein komplett geschlossenes GehĂ€use. Die Box wurde als ErgĂ€nzung zum PA-VerstĂ€rker regent 3010 konzipiert.
Vermona L 9109
Die geschlossene 1-Wege-Lautsprecherbox L 9109 wurde mit vier 30VA/4Ω-Breitbandlautsprechern des Typs L 3501 bestĂŒckt, die in zwei Reihen parallelgeschaltet wurden. Diese Kombination sorgt zu einer Nennbelastbarkeit von 120 VA bei einer Anschlussimpedanz von 4Ω, einem Frequenzgang von 60 â 8.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 121 dB.
Vermona L 9201
Die 1-Wege-Bassreflexbox L 9201 ist mit jeweils zwei in Reihe geschalteten Breitband-Lautsprechern L 3721 V oder BM 100 (100VA/4Ω) bestĂŒckt. Diese Schaltung sorgt insgesamt fĂŒr eine Nennbelastbarkeit von 200 VA bei einer Impedanz von 8Ω, einem Frequenzgang von 30 â 5.000 Hz und einem Schallpegel (bei Nennleitung) von 123 dB. Die L 9201 wurde als ErgĂ€nzung zum PA-VerstĂ€rker regent 3010 konzipiert.
regent ME 30B (Lautsprecherbox)
Das Bild zeigt eine 1-Wege-Bassreflexbox auf Basis der Basscombo Vermona regent ME 30B. Aber gab es diese wirklich? Eigentlich nicht! Aber was macht man mit einer recht gut erhaltenen 30VA-Basscombo vom Flohmarkt, bei der bereits der VerstĂ€rkereinschub fehlt? Ich habe sie einfach um 11 cm âtiefergelegtâ. Vorab die oberen vier Schutzecken und drei der vier Aluprofile entfernt, die seitlichen vier Profile und danach die ganze Box mit einer Metall-BĂŒgelsĂ€ge sowie TischkreissĂ€ge gekĂŒrzt, die Originalabdeckplatte mit Tragegriff wieder sauber eingepasst, neu vernagelt sowie verklebt und die Box fĂŒr einen besseren Klang mit zwei Klemmfilzmatten ausgefĂŒttert, die ich noch von meinen letzten Trockenbauarbeiten ĂŒbrig hatte. Das Ergebnis ist eine sehr kompakte Vermona 1-Wege-Bassreflexbox, die wohl am ehesten der fĂŒr HOHNER gebauten Zusatzbox zum stereo 50 entspricht.
M i x e r  &  E f f e k t g e r À t e
Böhm Verzerrer
Der Trickverzerrer war das einzige mir bekannte separate EffektgerĂ€t, das noch ĂŒber den Markennamen BĂHM ELECTRONIC vertrieben wurde. Das ab 1971 produzierte GerĂ€t konnte ĂŒber die beiden seitlichen Diodenbuchsen (DIN) zwischen das Instrument (E-Gitarre, Bassgitarre, E-Orgel) und den VerstĂ€rker geschaltet werden. Es ermöglicht die Pegelanpassung und zusĂ€tzliche Klangregelung der Eingangsquelle. AuĂerdem kann diese Regelung ĂŒber die vorhandene Taste im Hand- oder FuĂbetrieb auch unterbrochen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber Batterien.
Vermona E 2010
Der Graphic Equalizer E 2010 ermöglicht die 10-stufige Klangregelung des eingespeisten Stereosignals zum Betreib von zwei MonoverstĂ€rkern ohne Klangregelung (z.B. regent 1000S oder 1010) oder einer Stereoendstufe (z.B. regent 2022 oder 2023). Alternativ kann er natĂŒrlich auch mit jedem anderen VerstĂ€rker betrieben werden. Die fĂŒr beide KanĂ€le getrennten Klangfilter greifen bei 31, 63, 125, 250 und 500 Hz, sowie 1, 2, 4, 8 und 16 kHz und lassen sich im Bereich von +/- 12 dB regeln. Die Schiebepotis und Potiknöpfe kamen auch schon beim regent 1020 zum Einsatz, wobei dieser lediglich ĂŒber eine 7-stellige Monoregelung verfĂŒgt. Das GehĂ€use besteht aus einem Metallchassis mit MDF-Anbauteilen, die entweder mit Kunstleder oder Furnier versehen wurden. Die Spannungsversorgung erfolgt ganz klassisch ĂŒber das 230V-Netz und lĂ€sst sich nur durch Ziehen des entsprechenden Steckers trennen. Der Betriebszustand wird ĂŒber eine Netz-LED angezeigt. Auf eine Pegelanzeige, Monotaste, Loudness-Funktion oder weitere Auswahlmöglichkeiten wurde komplett verzichtet. Der E 2010 war neben den groĂen Mischpulten Mixer 1222 und Mixer 1642 die einfachste Klangregelstufe von VERMONA.
Vermona Mixer 1222
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Vermona Mixer 1642
Vermona Phaser 80
Mit dem Phasenmodulator Phaser 80 lassen sich verschiedene Soundeffekte fĂŒr E-Gitarren oder E-Orgeln erzeugen. Der Anschluss erfolgt ĂŒber die beiden rĂŒckseitigen Klinkenbuchsen zwischen Tonquelle und VerstĂ€rker.
Der Digitale Effekt Generator DEG 500 ermöglicht die Erzeugung von verschiedenen Klangeffekten und lĂ€sst sich ĂŒber 775mV-KlinkenanschlĂŒsse zwischen Tonquelle und VerstĂ€rker schalten. Hierbei kann zwischen âChorusâ, âFlangingâ und âEchoâ gewĂ€hlt sowie der Ein-, Ausgangspegel und Effektumfang geregelt werden. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz. Das 19-Zoll-1HE-GerĂ€t besitzt an der RĂŒckseite sieben Klinkenbuchsen mit der Beschriftung âInputâ, âFeedback-Loopâ, âEffect-Stopâ, âInvert.-Mixâ, âMix, âDryâ und âIn/Outâ. Zum Lieferumfang gehörte ein Transportkoffer.
Vermona PDD 501
Das mindestens von 1989 bis 1990 im VEB Klingenthaler Harmonikawerke produzierte Programable Digital Delay PDD-501 ermöglicht â wie schon das DEG 500 â die Erzeugung verschiedener Klangeffekte. Bis auf einen manuellen Eingangs- und Ausgangspegel-Regler erfolgen hierbei jedoch alle Einstellungen digital ĂŒber entsprechende Tasten. Die 64 Programme und acht programmierbaren Parameter können ĂŒber eine zweistellige 7-Segment-LED-Anzeige abgerufen werden. Das GerĂ€t besitzt an der RĂŒckseite drei Diodenbuchsen (DIN) mit den Bezeichnungen âMIDI Inâ, âMIDI Outâ und âMIDI Thruâ sowie sechs Klinkenbuchsen mit der Beschriftung âInputâ, âHoldâ, âEffectâ, âMixâ, âMix Invertâ und âDelayâ. Zum Lieferumfang gehörte ein Transportkoffer.
Das Vermona PDD 501 wurde 1990 auch bei CONRAD electronic fĂŒr 498,- DM vertrieben. Parallel waren noch der MonoverstĂ€rker regent 1060; der Stereo-VerstĂ€rker regent 2022; die GitarrenverstĂ€rker ME 10G, 30G und 50G; die BassverstĂ€rker 30B und 50B sowie der KeyboardverstĂ€rker regent R 225 erhĂ€ltlich. Zum âprogrammierbaren Digital-Delay PDD 501â mit der Bestellnummer 305154 heiĂt es in der Produktbeschreibung: âProgrammierbares Digital-Echo mit 64 SpeicherplĂ€tzen. SpeicherplĂ€tze und Effekteinschaltung sind sowohl manuell als auch ĂŒber MIDI abrufbar. Durch die Kombination von Echo-Zeit, Modulationsbreite, Geschwindigkeit und +/- können besondere Effekte wie Chorus, Flanging, Phasing, Doubling und Slap-Back erzeugt werden. Anzeige der BĂ€nke und Parameterwerte problemlos ĂŒber LED-Anzeige. Technische Daten: Eingangsempfindlichkeit 2mV / 500Ω regelbar; maximaler Ausgangspegel 0dB / 500Ω; Störabstand >70dB; 64 Programme; 8 programmierbare Parameter (Delay Time, Factor, Feedback, Effect Volume, Modulation Speed, Modulation Width, Low Pass, MIDI-Channel); Verzögerungszeit 5 â 2.000msec; Frequenzbereich Direkt 20 â 20.000Hz / Delay 20 â 9.000Hz; Anschlussbuchsen: Input, Delay, Mix, Invert-Mix, Hold (FuĂtaster), Effect (FuĂtaster), MIDI In/Out/Thru; Abmessungen (B x H x T) 483 x 44 x 280 mm; Netzanschlussâ.
Vermona PDD 501-R
Das zuvor beschriebene Delay PDD 501 gab es auch als Programable Digital Delay 501 Rack. Diese Variante unterscheidet sich vermutlich nur in der breiteren Front mit 19-Zoll-Verschraubung fĂŒr entsprechende Racks.
Vermona Drumbox ER 9
In der Bedienungsanleitung heiĂt es zu diesem GerĂ€t: âDie vollautomatische Rhythmusbox VERMONA ER 9 ist auf dem linken Seitenbacken des oberen Manuals der VERMONA ET6-2 angeordnet. Bei separater AusfĂŒhrung der Rhythmubox ist ein Netzkabel und ein Verbindungskabel zum VerstĂ€rker notwendig. Die VERMONA ER 9 verfĂŒgt ĂŒber 16 vorprogrammierte Rhythmen wie: March, Fox, Shuffle, Bossa Nova, Rumba, Beguine, Samba, Cha Cha, Tango. Rock, Beat I, Beat II. Slow Beat, Slow Rock. Waltz, Slow Waltz, welche untereinander mischbar sind. Neun verschiedene Schlaginstrumente wurden dabei einbezogen: Bass Drum (groĂe Trommel), Tom Tom, Bongo, Claves (Klanghölzer), Snare Drum (kleine Trommel), Cymbal (Becken), High Hat (Charlestonmaschine), Cow Bell (Kuhglocke) und Maracas (Rumbakugeln).â Bei der Drumbox sind alle neun Schlaginstrumente in der LautstĂ€rke individuell regelbar (bei der nachfolgend beschriebenen Einbauvariante fĂŒr E-Orgeln lediglich fĂŒnf Instrumente).
Vermona RhytmusgerÀt ER 9 (Einbauvariante)
Neben der Vermona Drumbox ER 9 gibt es das ER 9 auch als Einbauvariante fĂŒr die Elektroorgeln ET 6-2, Formation 2 und Formation 3. Die Bedienelemente und Funktionen blieben hierbei fast unverĂ€ndert. Lediglich die Spannungsversorgung erfolgt direkt ĂŒber das Instrument und es sind nur fĂŒnf statt neun Schalginstrumente in der LautstĂ€rke individuell regelbar (Bass Drum, Claves, Snare Drum, Cymbal und Cow Bell).
Vermona DRM
analoger Drumcomputer
Vermona Foot Touch
Der FuĂtaster Foot Touch dient als ErgĂ€nzung zu den VERMONA-InstrumentalverstĂ€rkern und -EffektgerĂ€ten, die sehr hĂ€ufig ĂŒber einen entsprechenden Klinkenanschluss verfĂŒgten. Bei den GitarrenverstĂ€rkern lĂ€sst sich hierdurch zumeist der Federhall unterbrechen. Das GerĂ€t besteht eigentlich auch nur aus einem Taster in einem PlastikgehĂ€use mit Kabel und Klinkenstecker.
K.M.E. sound DJMixer 1
Das 5-Kanal-Stereo-Mischpult DJMixer 1 wurde um das Jahr 1997/98 bei der K.M.E. Klingenthaler Musikelektronik GmbH produziert. Es besitzt je zwei umschaltbare Mikrofon/Line-, zwei Phono/CD- und ein Line/Tape-Eingang. Jeder dieser Stereo-EingĂ€nge verfĂŒgt ĂŒber einen 100mm-Linefader plus Höhen, Mitten-, Bass-, Balance/Panorama- und Gain-Regler. Diesen ist wiederum ein gemeinsamer Stereo-Master-Regler nachgeschaltet. AuĂerdem verfĂŒgt der 480 x 350 x 90 mm groĂe und 7,6 kg schwere DJ Mixer 1 ĂŒber einen wahlweise ĂŒberblendbaren Crossfader; ein automatisch schaltbares Talkover mit regelbarer Absenkung, Wiedereinklingzeit und Ansprechschwelle; Pre-Fader-Listening (PFL) zum Abhören einzelner KanĂ€le vor dem Fader; drei 12-stellige LED-Ketten zur Pegelanzeige von Master links/rechts und PFL; einen regel- und splittbaren Stereo-KopfhörerverstĂ€rker mit Klinkenbuchse (umschaltbar zwischen Master und PFL); einen galvanisch getrennten Klinken-Lampenanschluss mit Helligkeitsregler; einen Stereo-Insert-Klinkenanschluss als Einschleifweg fĂŒr externe Signalprozessoren; einen externen Effektweg fĂŒr Mic/Line; einen Subsonic-Filter; Subbass Out und einen separat regelbaren Monitor Out per Stereo-Klinke.
Der Anschluss der Mikrofone erfolgt per speakON, von Phono/CD per Cinch und des VerstĂ€rkers per XLR. Ich hoffe, in der AufzĂ€hlung keine der vielen Funktionen unterschlagen zu haben, die mir als Laie ohnehin teilweise nur RĂ€tsel aufgeben. Was bei dem seinerzeit fĂŒr um die 1.300,- DM vertriebenen GerĂ€t trotz des spĂ€ten Baujahrs aber sofort auffĂ€llt, ist die HĂ€ufung der verwendeten DDR-Bauteilen, die sich stĂŒckzahlreicheren KME-GerĂ€ten aus der gleichen Zeit meist nicht mehr finden. Trotz sozialistischer Mangelwirtschaft wurde in den 1980er Jahren noch eifrig auf Lager produziert und diese an sich sehr guten Bauteile bis weit in die 1990er Jahre in Klingenthal weiter verbaut.
So findet sich bei dem abgebildeten GerĂ€t vom 18. MĂ€rz 1998 neben einem originalen DDR-Netzkabel und den typischen Platinenverbindern noch vier OperationsverstĂ€rker des Typs B081D, neun B082D und zwei B084D. Auch die LED-Ketten erinnern stark an DDR-GerĂ€te, werden aber bereits ĂŒber je einen UAA180A statt A277D angesteuert. Neben der Variante mit schwarzem GehĂ€use gab es den DJMixer 1 auch in Violett. Schwachstellen an dem an sich sehr robust wirkendem GerĂ€t waren der Siebdruck der Front und die immer stark beanspruchten Linefader, die sich aber wiederum sehr gut wechseln lassen. Dem DJMixer 1 folgte spĂ€ter der DJMixer 2 mit identischem 19 Zoll (8HE) GehĂ€use aber erweitertem Leistungsumfang.
K.M.E. sound DJMixer 2, K.M.E. Discovery & K.M.E. CMX
Beschreibungen folgen
C r o s s o v e r  ( a k t i v e   F r e q u e n z w e i c h e n )
mek SXO 3 & K.M.E. power SXO 3
Beim SXO 3 handelt es sich um eine aktive 3-Wege-Stereo-Frequenzweiche im 19-Zoll-EinschubgehĂ€use, woraus sich wohl auch die Typenbezeichnung ergibt (Stereo-Crossover 3-Wege). Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber jeweils einen Low- und High-Pegel-Regler fĂŒr beide Stereo-KanĂ€le zum Einstellen der Trennfrequenz. Durch die umfangreichen Einstellbereiche zwischen 30 â 1000 bzw. 900 â 10000 Hz kann die Weiche auch im 2-Wege-Betrieb genutzt werden. An der RĂŒckseite findet sich jeweils ein Eingang und vier AusgĂ€nge mit Klinkenbuchsen (In, High-, High/Middle-, Middle-, Low-Out). Die beiden EingĂ€nge wurden zusĂ€tzlich mit XLR-Buchsen versehen (kombiniert auch als Slave Out fĂŒr weiteren VerstĂ€rker zu nutzen).
K.M.E. power SXO 24
Beschreibung folgt
đč E l e k t r o o r g e l n  &  - P i a n o s
Weltmeister TO 200
Beschreibung folgt
Weltmeister TO 200-53
Vermona ET 3
Beschreibung folgt
Vermona ET 6-1
Vermona ET 6-2
Vermona ET 10
Beschreibung folgt
Vermona Formation 1
Vermona Formation 2
Beschreibung folgt
Vermona Formation 3 mit RhytmusgerÀt Vermona ER 9
Die Elektroorgel Formation 3 wurde als Nachfolger bzw. Erweiterung der Formation 2 im VEB Klingenthaler Harmonikawerke produziert. In der Bedienungsanleitung heiĂt es zu dem GerĂ€t: âMit der Formation 3 prĂ€sentiert VERMONA das Solistenmodell der neuen Orgelgeneration. Es war das Anliegen der Konstrukteure, die saubere und brillante Klangschönheit der alten zentnerschweren elektromagnetischen Orgel auf einem elektronischen Portable zu reproduzieren. Gerade der ausgewogene Sinus, verbunden mit dem unverwechselbaren Phasenvibrato ergibt den prĂ€zisen satten Sound, den man sonst nur von der âGroĂenâ kennt. Da das Instrument ausschlieĂlich mit Schiebereglern ausgestattet wurde, ergeben sich diverse Klangkombinationen, die jeder Musikant fĂŒr sich entdecken sollte. Die Orgel kann natĂŒrlich nur gut klingen, wenn eine VerstĂ€rkeranlage verwendet wird, die den benötigten Frequenzbereich auch abstrahlen kann. Man sollte bei der Einstellung den Mitten- und Tiefenbereich bevorzugen. Dazu ist z.B. eine hinten offene Box kaum in der Lage. Sogenannte Kompaktsysteme, wie sie die Unterhaltungselektronik verwendet, sind durch ihren niedrigen Wirkungsfaktor höchstens in WohnrĂ€umen bedingt verwendbar. Das Maximum an ĂbertragungsgĂŒte bietet ein VerstĂ€rker mit einem eingebauten (oder vorgeschalteten) Equalizer, wie z.B. der Regent 620 oder 1020 in Verbindung mit dem Boxentyp L 9063.â Weiter heiĂt es unter Besonderheiten: âBeide Manuale sind gleichwertig disponiert und verfĂŒgen in allen Spielbereichen ĂŒber eine ausgeglichene Lautstarke. â Der eingebaute Phaser erĂŒbrigt ein mechanisches Rotor-Kabinett. â Die Repeat-Percussion ist mit dem RhythmusgerĂ€t synchronisiert und passt sich dadurch genau dem Tempo des gespielten Titels an. â Glide-Effekt, mit vorwĂ€hlbarem Intervall â Bass-Pat, der Plektrum-Klang der Bassgitarre â Stummschaltung, der Ausgang öffnet erst beim DrĂŒcken einer Manualtaste. Daher keine GrundgerĂ€usche in den Spielpausen. Bei Nachhall wird die Stummschaltung um etwa 3 sec. verzögert.â Links neben dem Untermanual befindet sich das Bedienteil des integrierten Vermona ER 9. Zu diesem heiĂt es weiter: âDas eingebaute RhythmusgerĂ€t verwendet 9 Schlaginstrumente. Davon sind die fĂŒnf wichtigsten Schlaginstrumente in der LautstĂ€rke variabel. 16 Grundrhythmen sind vorprogrammiert. Durch DrĂŒcken mehrerer Programmtasten können weitere interessante Mischungen erzielt werden.â Das ER 9 gab es neben der Einbauvariante im ET 6-2, Formation 2 und Formation 3 auch als separates GerĂ€t zum Nachschalten. Zum Lieferumfang des Formation 3 gehörte neben dem 1040 x 585 x 230 mm groĂen und 38 kg schweren Instrument mit Schutzdeckel ein 950 x 500 x 230 mm groĂer Zubehörkoffer (mit FuĂregler, Stativ, Notenauflage sowie Haltewinkeln zum Aufsetzen eines VERMONA-Pianos), der Pedal-Bass im 722 x 420 x 110 mm groĂen Koffer und eine KunstlederschutzhĂŒlle fĂŒr das Instrument. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz (bei geĂ€nderter Beschaltung des Trafos auch aus dem 110V- oder 127V-Netz).
Vermona E-Piano
Beschreibung folgt
Vermona SK 86
E l e k t r o â a k u s t i s c h e  W e r k s t Ă€ t t e n
M a r k t n e u k i r c h e n
In den Elektro-akustischen WerkstÀtten Marktneukirchen wurden bereits Mitte der 1960er Jahre bis Anfang der 1970er LeistungsverstÀrker hergestellt. Parallel produzierte die Böhm KG entsprechende GerÀte im benachbarten Klingenthal. Im Gegensatz zu Böhm haben die Elektro-akustischen WerkstÀtten Marktneukirchen die Entwicklung und Produktion jedoch wieder eingestellt und wurden somit auch nicht mehr verstaatlicht.
I n s t r u m e n t a l v e r s t À r k e r
Elektro-Artist W6
Der Elektro-Artist W6 war der kleinste Röhren-InstrumentalverstĂ€rker aus den Elektro-akustischen WerkstĂ€tten Marktneukirchen. Das GehĂ€use und Chassis erinnert noch sehr stark an ein klassisches Röhrenradio. BestĂŒckt ist der VerstĂ€rker mit je einer Röhre der Typen ECC83, EF86, EL84 und EZ80 sowie mit einem 6VA-Lautsprecher. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber drei regelbare EingĂ€nge mit gemeinsamem Summenregler. Die Stromversorgung kann ĂŒber das 110V- oder 230V-Wechselspannungsnetz erfolgen.
Elektro-Artist W8
Der Elektro-Artist W8 entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen Elektro-Artist W6. Die EL84 wurde jedoch durch eine EL12N ersetzte in der 6VA- durch einen 8VA-Lautsprecher. SpĂ€tere W8 wurden dann mit der VerstĂ€rkerröhre EL34 statt EL12N und Gleichrichterröhre EZ81 statt EZ80 bestĂŒckt.
Elektro-Artist W12
Der Elektro-Artist W12 auf Basis des W6 besitzt zwei VerstÀrkerröhren des Typs EL12N und zwei 6VA-Lautsprecher. Teilweise wurden auch hier die EL12N durch EL84 ersetzt.
L e i s t u n g s v e r s t À r k e r
Elektro-Artist W20
Der Elektro-Artist W20 besitzt im Gegensatz zum W6, W8 und W12 eine separate TonsĂ€ule, bestĂŒckt mit vier 6VA-Breitbandlautsprechern. Der Röhren-MonoverstĂ€rker mit drei VerstĂ€rkerröhren des Typs ECC83, einer EF86, zwei EL12N und der Gleichrichterröhre AZ12 verfĂŒgt ĂŒber vier separat und in Summe regelbare EingĂ€nge sowie eine Aussteuerungsanzeige und erzielt eine Leistung von 20VA.
Elektro-Artist W24
Der Elektro-Artist W24 war der gröĂte LeistungsverstĂ€rker aus den Elektro-akustischen WerkstĂ€tten Marktneukirchen. Er ist mit drei ECC83, einer EF86, zwei Endstufen des Typs EL34 sowie zwei Gleichrichtern EZ81 bestĂŒckt und erzielt eine Leistung von 24 VA, die ĂŒber zwei 12Ω-AusgĂ€nge bereitgestellt wird. Vermutlich war fĂŒr den VerstĂ€rker die nachfolgend aufgefĂŒhrte TonsĂ€ulen mit der Bezeichnung Elektro-Artist vorgesehen.
L a u t s p r e c h e r b o x e n
Elektro-Artist (Lautsprecherbox)
Die 1-Wege-TonsĂ€ule Elektro-Artist wurde bereits in den 1960er Jahren in den Elektro-akustische WerkstĂ€tten Marktneukirchen produziert, die spĂ€ter in den VEB Harmonikawerke Klingenthal ĂŒberfĂŒhrt wurden. In dem 830 mm hohen GehĂ€use kamen drei Breitbandlautsprecher des Typs L 2155 PB mit einer Leistung von 8 VA und einer Impedanz von 4Ω zum Einsatz, was fĂŒr eine Gesamtbelastbarkeit von 24 VA sorgt.
M u s i k i n s t r u m e n t e n b a u  M a r k t n e u k i r c h e n ( M U S I M A )
Musima de Luxe 25 K & Musima de Luxe 25 B
Die E-Gitarre Musima de Luxe 25 K und die Bassgitarre Musima de Luxe 25 B wurden ab Mitte der 1970er Jahre im VEB Musikinstrumentenbau Marktneukirchen (kurz Musima) produziert. Der Vertrieb der Gitarren erfolgte neben der DDR und der Bundesrepublik noch in 36 weitere LĂ€nder der ganzen Welt. Im westdeutschen CONRAD-Katalog 1986 heiĂt es zu den Gitarren, die fĂŒr jeweils 198,- DM angeboten wurden: âIn der heutigen Unterhaltungsmusik und in den modernen Musikgruppen ist die Elektrogitarre nicht mehr wegzudenken. Die perfekte Technik dieser Modelle ermöglicht eine FĂŒlle von Klangvariationen und treffen deshalb genau die WĂŒnsche der Interpreten. â Musima de Luxe 25 K â Asymetrisches Modell; 6-saitig; 620 mm Mensur; OberflĂ€che furniert; Korpus schattiert; Ahornhals mit nachspannbarem Metallstab; gewölbtes Palisandergriffbrett mit Einlagen; weiĂer Decken-, Boden-, Griffbrett- und Halsrand; Einzelmechanik; ferromagnetischer Saitenbezug; zwei neuentwickelte leistungsfĂ€hige, in der Höhe verstellbare Tonabnehmer mit Einzelmagneten, die ĂŒber einen Dreistellungen-Kippschalter wahlweise einzeln oder zusammen eingeschaltet werden können; Trickschalter fĂŒr Rhythmus-, Melodie- und Banjoeffekt; Volumenregler und Tonblende; höhenverstellbarer Steg mit separater Feineinstellung der Mensur. â Musima de Luxe 25 B â Asymmetrische Bassgitarre, 4-saitig, 800 mm Mensur, ferromagnetischer Saitenbezug, ein Tonabnehmer (Hals) mit vier Magneten und ein Tonabnehmer (Steg) mit acht Magneten, ein Dreistellungen-Kippschalter, zwei Tonabblendregler, ein Volumenregler, sonstige AusfĂŒhrung wie Modell Musima de Luxe 25 K.â.
M u s i k e l c t r o n i c G e i t h a i n  ( M E G  )
Musikelectronic Geithain (MEG) war neben der Klingenthaler Musikelektronik (KME) der zweite ostdeutsche Hersteller fĂŒr PA-Technik. Hier wurden zu DDR-Zeiten z.B. LeistungsverstĂ€rker wie der V 941 (Bild), MikrofonverstĂ€rker, Regielautsprecher oder die kleinen Autolautsprecher RFT UNI 10 produziert. Des Weiteren entwickelte MEG z.B. die bei statron in FĂŒrstenwalde produzierten BR 25 und hat diese nach der Wende in Eigenproduktion wieder neu aufgelegt.
Bis heute werden hier erfolgreich Beschallungssysteme und Studiotechnik produziert. Regielautsprecher aus Geithain sind aktuell z.B. auch bei allen ARD-Landesrundfunkanstalten, beim ZDF, dem Deutschlandfunk, D-Radio Kultur, der britischen BBC, japanischen NHK, mehreren privaten Hörfunk- und Fernsehsendern sowie nahezu allen deutschen Film- und Musikhochschulen im Einsatz.
RL 903K (oben) & RL 906 (unten); Beide Bilder stammen aus Ăbertragungswagen des Bayerischen Rundfunks in NĂŒrnberg, in denen sie aktuell im Einsatz sind.
M.E.G. HIFI-MikrofonverstÀrker TMV 1
Der Transistor-MikrofonverstĂ€rker TMV 1 wurde von 1966 bis 1969 als erste Eigenentwicklung der seinerzeit noch privatisierten PGH Musikelectronic Geithain produziert. Das nur 100 x 70 x 230 mm groĂe GerĂ€t dient zur VerstĂ€rkung eines symmetrischen Mikrofonsignals fĂŒr einen Leistungs- oder HiFi-VerstĂ€rker (Eingang â„1kΩ / max. 30mV, Ausgang: â„600Ω / max. 3,1V). Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz.
An der Front befindet sich ĂŒber den beiden Dioden-Anschlussbuchsen (DIN) eine Ăffnung fĂŒr den Pegeltrimmer und an der RĂŒckseite der Netzschalter, eine Netzanzeige sowie die Hauptsicherung. Von den GerĂ€ten gab es offensichtlich zwei QualitĂ€tsstufen: Neben den GerĂ€ten mit dem DDR-typischen GĂŒtezeichen 1 (Ziffer 1 im gleichseitigen Dreieck mit waagerechter Unterseite) trugen einige GerĂ€te auch nur das GĂŒtezeichen 2 (2 im umgedrehten Dreieck). So findet sich auch auf dem abgebildeten GerĂ€t an der GehĂ€useunterseite neben der besagten â2â der handschriftliche Vermerk âTransistoren nicht rauscharmâ, dank der guten QualitĂ€t wasserfester DDR-Stifte praktisch auch kaum abzubekommen. Selbiges gilt auch fĂŒr den aufgemalten Grob-Schaltplan auf der Oberseite.
M.E.G. HIFI-MikrofonverstÀrker TMV 2
Der Transistor-MikrofonverstĂ€rker TMV 2 löste 1969 den zuvor beschriebenen TMV 1 ab. An dem ĂŒberarbeiteten GehĂ€use befindet sich die Netzanzeige nun an der gegenĂŒberliegenden Anschluss-Seite. Die Leistungsparameter haben sich vermutlich nicht wesentlich geĂ€ndert.
M.E.G. EO 1001, EO 1002, SPR 6, LV 70 & Semiprofessionelle Regieeinrichtung
Beschreibungen folgen
M.E.G. LeistungsverstÀrker V 910
Der Universal-Misch-LeistungsverstĂ€rker V 910 wurde 1972 auf Basis des LV 70 im VEB Musikelectronic Geithain entwickelt und mindestens bis 1976 auch dort produziert. Das 17 kg schwere GerĂ€t besticht weniger durch seine Optik als vielmehr durch seine guten Leistungswerte und den reparaturfreundlichen Aufbau. An dem von der HELI-sensit-Serie ĂŒbernommenen GehĂ€use wurde das ursprĂŒnglich von Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph konzipierte und an sich sehr durchdachte Bedienkonzept etwas ad absurdum gefĂŒhrt. So erhielten die Blechteile eine graue und blaue Lackierung kombiniert mit schwarzen Seitenschalen und den zu dieser Zeit gerade verfĂŒgbaren MessgerĂ€teknöpfen. Das Demontieren und wieder Zusammenbauen des GehĂ€uses gestaltet sich durch die verschraubte Front und RĂŒckwand mit separaten Abdeckblechen und die ebenfalls verschraubten statt verlöteten Massekabel dafĂŒr deutlich einfacher als bei den optisch deutliche gelungeren sensit-SteuergerĂ€ten. Im Inneren findet sich sehr ĂŒbersichtlich in einem Profilrahmen rechts der Netz- und 100V-Lautsprecher-Trafo, ĂŒber dem Netztrafo die Gleichrichterplatine, mittig vier groĂe 2000ÎŒF-Siebelkos, frontseitig hinter den sieben groĂzĂŒgig dimensionierten Potis die mit praktischen Steckverbindern versehenen fĂŒnf VorverstĂ€rkerplatinen und links das ebenfalls gesteckte VerstĂ€rkermodul mit je zwei KU605 und 2N3773 als Vor- und Endstufe.
Der 50VA-Mono-VerstĂ€rker V 910 verfĂŒgt ĂŒber zwei MikrofonanschlĂŒsse (UᎠâ€50mV / RᎠâ„1kΩ symmetrisch), einen Tuneranschluss (UᎠâ€100mV / RᎠâ„10kΩ), einen Phono/Tonband-Anschluss (UᎠâ€0,7V / RᎠâ„100kΩ) und einen unsymmetrischen Anschluss (UᎠâ€2V / RᎠâ„10kΩ, z.B. fĂŒr CD-Player). Die drei letztgenannten EingĂ€nge wurden mittels Diodenbuchse (DIN) realisiert. Alle EingĂ€nge lassen sich separat ĂŒber die frontseitigen Potentiometer mischen (Mikrofone mit zusĂ€tzlichen Pegel-Vorreglern, Tuner & Phono/Tonband mit gemeinsamem Regler). AuĂerdem können die Höhen und Tiefen eingestellt werden und es existiert ein Summen-Pegelregler. Die Besonderheit des VerstĂ€rkers liegt in der angewandten 100V-ELA-Technik. Hierbei befindet sich hinter der Mono-Endstufe des VerstĂ€rkers ein Transformator, der das Ausgangssignal auf bis zu 100V bei voller Aussteuerung herauftransformiert. Die angeschlossenen Lautsprecher benötigen ebenfalls einen Trafo (Ăbertrager), der das Signal wieder auf den ursprĂŒnglichen Spannungswert heruntertransformiert. Diese Ăbertragungstechnik hat aufgrund der hohen Spannung bei niedrigem Strom den Vorteil, dass relativ lange und dĂŒnne Ăbertragungsleitungen verwendet werden können, ohne hierdurch hohe Leitungsverluste in Kauf nehmen zu mĂŒssen. AuĂerdem können mehrere Lautsprecher parallel an einer Endstufe betrieben werden, ohne die Impedanz des einzelnen Lautsprechers zu beachten. Lediglich die Ausgangsleistung von 50VA teilt sich auf die einzelnen Lautsprecher auf. So existieren am VerstĂ€rker auch zwei spezielle LautsprecheranschlĂŒsse zum Betrieb von zwei 400Ω-Boxen oder alternativ einer 200Ω-Box. An dem abgebildeten GerĂ€t von 1976 sind mir zwei Schwachstellen aufgefallen. So kamen â wie so hĂ€ufig bei DDR-GerĂ€ten aus dieser Zeit â insgesamt 20 weiĂe FROLYT-Elkos (âSchneemĂ€nnerâ) zum Einsatz, die hĂ€ufig zu Fehlern fĂŒhren. Auch die beiden aus dem GehĂ€use ragenden MessgerĂ€te-Sicherungshalter (1A Netz & 3,15A Lautsprecherausgang) wurden etwas unglĂŒcklich direkt vor dem Netztrafo positioniert. Das Ergebnis war jeweils eine ausgebrochene Halterung mit Kurzschlussgefahr am dahinterliegenden, offenen Trafo. Nach Wechsel dieser Teile lĂ€sst sich das GerĂ€t wieder in Betrieb nehmen, ein endgĂŒltiger Funktionstest war mir in Ermangelung passender 100V-Lautsprecher jedoch noch nicht möglich.
M.E.G. LeistungsverstÀrker V 911
Parallel zum V 910 wurde 1972 im VEB Musikelectronic Geithain der V 911 entwickelt. Leider konnte ich zu diesem GerĂ€t keine nĂ€heren Infos finden. Vermutlich handelt es sich um eine erweiterte AusfĂŒhrung des V 910. So findet sich in dem abgebildeten V 910 eine beschaltete, aber nicht bestĂŒckte sechste VorverstĂ€rker-Steckleiste, des Weiteren eine vierte Diodenbuchsen-Aussparung im Chassis und zwei weitere Aussparungen, in die die DDR-typischen Strich-Punkt-Buchsen passen. Denkbar wĂ€re also ein sechster Tonquellenanschluss und/oder zwei klassische 4Ω-LautsprecheranschlĂŒsse.
M.E.G. LeistungsverstÀrker V 941
M.E.G. LeistungsverstÀrker V 733, V 734, V 735, V 736, V 920, V 921, V 940 & V 942
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M.E.G. RL 900, RL 900A & RL 904
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M.E.G. InnentonsÀule ITS 50/1
Gruppenstrahler
M.E.G. InnentonsÀule ITS 100
Die im VEB Musikelectronic Geithain produzierte InnentonsĂ€ule ITS 100 wurde mit zwei Tieftönern sowie einem Kalotten-Hochtöner bestĂŒckt und ist durch einen integrierten Ăbertrager fĂŒr 100V-ELA-Anlagen vorgesehen (Impedanz ungebrĂŒckt: 100Ω).
P G H   E l e k t r o n i k  G ö r l i t z
EV 400-8/EV 200-8 (V 400)
Der 1987 vorgestellte Zweikanal-Stereo-LeistungsverstÀrker V 400 war mit einer Nennleistung von 2x 200 VA (8Ω) wohl die leistungsstÀrkste Endstufe aus DDR-Produktion. In dem offiziell mit EV 400-8/EV 200-8 beschrifteten GerÀt kamen insgesamt 16 Leistungstransistoren des Typs TESLA KD503 und ebenso viele Siebelkos zum Einsatz. Es besteht aus zwei technisch getrennten VerstÀrkern mit jeweils eigenem Netzschalter und eigener Stromversorgung in einem gemeinsamen 19-Zoll-EinschubgehÀuse. An der Front finden sich neben den zwei Netzschaltern noch zwei Netz-LEDs, 2x3 V-förmig angeordnete LEDs (vermutlich zur Leistungsanzeige), jeweils eine Eingangsdiodenbuchse (Input) sowie je eine weitere Diodenbuchse (DIN) zum Nachschalten eines zusÀtzlichen VerstÀrkers (Slave). Auf LautstÀrkeregler wurde verzichtet.
Sound City Power Amplifier 260/400
Der Doppel-Mono-LeistungsverstĂ€rker sound city Power Amplifier 260/400 wurde 1984 fĂŒr den britischen Markt entwickelt und produziert. Parallel zu diesem GerĂ€t lieferte die DDR bereits die VERMONA-Gitarren- und -Basscombos regent 10G, 10-B, 30-G1, 30-G, 30-R, 30-B, R 221, 50-G1, 50-G, 50-B1, 50-B und 100-G1 nach GroĂbritanien (sound city & Kay Sound Fashion). Ob es bei dem abgebildeten GerĂ€t jedoch tatsĂ€chlich zu einem Vertrieb kam oder es sich lediglich um ein Muster in Kleinserie handelt, ist mir nicht bekannt. Genauso wenig lĂ€sst sich der Hersteller eindeutig erkennen, da auf dem GehĂ€use sĂ€mtliche Verweise hierzu fehlen. Die Bauform deutet etwas auf einen frĂŒhen VorlĂ€ufer des EV 400-8/EV 200-8 (V 400) aus Görlitzer Produktion hin. Aber auch eine Herstellung bei MEG in Geithain ist hier denkbar. Was jedoch sofort auffĂ€llt, ist die konsequente Verwendung der typischen DDR-Bauteile wie Schalter, Sicherungshalter, Elkos, Transistoren und Platinen.
Der sound city Power Amplifier 260/400 verfĂŒgt ĂŒber zwei technisch offensichtlich komplett getrennte Mono-VerstĂ€rker mit einem gemeinsamen Netzschalter, zwei getrennten Trafos, zwei Vor- und Endstufen und insgesamt 16 groĂen 4700ÎŒF-Siebelkos. Neben der 0dB-Klinken-Eingangsbuchse findet sich frontseitig jeweils eine Slave-Out-Buchse und ein 4Ω-Klinken-Ausgang, des Weiteren offensichtlich je eine Netz- und Lautsprecher-Ausgangs-Sicherung mit Betriebsanzeige, zwei getrennte LautstĂ€rkeregler und DDR-typisch zwei 12-stellige LED-Pegelanzeigen. Der ganze Aufbau wirkt noch sehr handgefertigt, fernab jeder GroĂserie. So wurde die Beschriftung des pulverbeschichteten StahlgehĂ€uses offensichtlich noch mit Schablonen statt im kompletten Siebdruck ausgefĂŒhrt und auch die runden statt eckigen LEDs sprechen fĂŒr einzeln per Hand gesetzte Bohrungen in der Front.
SM 5.1 5 Channel Stereo Mixer
Der 5-Kanal-Stereo-Mixer SM 5.1 wurde im PGH Elektronik Görlitz produziert. Das GerĂ€t besitzt je drei Tape-EingĂ€nge sowie zwei Mikrofon-EingĂ€nge, ausgefĂŒhrt mit Diodenbuchsen (DIN). FĂŒr jeden Eingang existiert je ein Gain-, Balance, Höhen- und Tiefenregler mittels 270°-Poti, ergĂ€nzt um je einen LautstĂ€rke-Schieberegler. FĂŒr den zweiten Mikrofon-Eingang steht noch ein zusĂ€tzlicher Limit- und Time-Regler zur VerfĂŒgung. Des Weiteren gibt es einen Master-Regler, eine 2x24-LED-Pegelanzeige plus zwei Betriebs-LEDs und einen beleuchteten Netzschalter. Die integrierte Kopfhörer-Buchse lĂ€sst sich auĂerdem zwischen allen drei Tape-EingĂ€ngen umschalten.
F u n k w e r k  K ö l l e d a
L e i s t u n g s v e r s t À r k e r
RK 49/20, RK 49/60 & RKV 49/20
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VG 58
VerstÀrkerzentrale
25W-KraftverstÀrker 8321.5 & 25W-LeistungsverstÀrker 8321.7
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60W-KraftverstÀrker 8321.906 & 75W-KraftverstÀrker 8321.907
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10W-LeistungsverstÀrker V110 8323.3 & LeistungsverstÀrker V150
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NormverstÀrker 25W NV 4147 & NormverstÀrker 25W NV 4147.2
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PV 880-25 & LeistungsverstÀrker PV 890-50 (8324.890)
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PA 892-50 & LeistungsverstÀrker PA 893-75 (8324.893-1)
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E m p f Ă€ n g e r e i n s c h ĂŒ b e
Einschubsuper 6404
Beschreibung folgt
RK5E
Der EmpfĂ€ngereinschub RK5E wurde auf Basis des SteuergerĂ€tes rk 5 sensit im VEB GerĂ€tebau Limbach-Oberfrohna entwickelt und vermutlich im VEB Funkwerk Kölleda produziert. Auf den vom rk 5 sensit gewohnten VollverstĂ€rker (und vermutlich auch auf das komplette 220V-Netzteil) konnte der Hersteller hierbei verzichten, da der Einbaurahmen je nach Bedarf mit einem oder mehreren separaten Modulen bestĂŒckt wurde. Das GerĂ€t empfĂ€ngt den UKW-Bereich â wie zu dieser Zeit ĂŒblich â von 87,5 bis 100 MHz, auĂerdem ein Lang-, ein Mittel- und zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Frequenzen fĂŒr den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung ist das Radio mit einem Empfangspegel-Drehspulmessinstrument russischer Bauart ausgestattet, ergĂ€nzt durch ein UKW-Stereo-LĂ€mpchen in der entsprechenden Skala. Die spannungsgesteuerte UKW-Frequenzabstimmung in diesem GerĂ€t ermöglichte auĂerdem vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze mit jeweils einem separaten Poti zur Abstimmung. Des Weiteren verfĂŒgt der Einschub ĂŒber einen einfachen UKW-Sendersuchlauf, der mit der entsprechenden Suchlauf-Taste gestartet wird und bei stĂ€rkerem Empfangspegel oder Stereosignal automatisch stoppt. Der UKW-EmpfĂ€nger kann bei schwachem Signal auf Mono umgeschaltet werden und es lĂ€sst sich eine Automatische Scharfabstimmung (AFC) aktivieren. Optisch ist der Einschub mit dem pulverbeschichteten Frontblech und den typischen DDR-MessgerĂ€teknöpfen absolut funktionell gehalten.
RE 822
Der EmpfĂ€ngereinschub RE 822 wurde auf Basis des SteuergerĂ€tes rk 88 sensit IC im VEB GerĂ€tebau Limbach-Oberfrohna entwickelt und vermutlich im VEB Funkwerk Kölleda produziert. Auf den vom rk 88 IC gewohnten VollverstĂ€rker (und vermutlich auch auf das komplette 220V-Netzteil) konnte der Hersteller hierbei verzichten, da der Einbaurahmen je nach Bedarf mit einem oder mehreren separaten Modulen bestĂŒckt wurde. Das GerĂ€t empfĂ€ngt den UKW-Bereich von 87,5 bis 104 MHz, auĂerdem ein Lang-, ein Mittel- und zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Frequenzen fĂŒr den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung ist der Tuner mit einer Empfangspegelanzeige aus sieben LEDs, einer UKW-Stereo-LED und einer dreistelligen UKW-Exakt-Tuning-LED-Anzeige ausgestattet. Als Stereodecoder kam der Schaltkreis des Typs A290 zum Einsatz. Der UKW-EmpfĂ€nger kann bei schwachem Signal auf Mono geschaltet werden und es lĂ€sst sich eine automatische Scharfabstimmung (AFC) aktivieren, deren Taste durch die nicht erforderliche VerstĂ€rker-Quellenauswahl in den Tastensatz integriert wurde. Dank der spannungsgesteuerte Frequenzabstimmung fĂŒr den UKW-Bereich konnten auch wieder vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze mit jeweils einem separaten Poti zur Abstimmung realisiert werden. FĂŒr den AM-Bereich verfĂŒgt der Tuner ĂŒber einen 5kHz-Sperrfilter. Optisch ist der Einschub mit dem pulverbeschichteten grauen Frontblech und den typischen DDR-MessgerĂ€teknöpfen absolut funktionell gehalten.
H E L I   L i m b a c h - O b e r f r o h n a  ( E l e k t r o m e c h a n i k  M i t t w e i d a )
HELI Spezial-Musik-VerstÀrker KX 30
Der HELI Spezial-Musik-VerstĂ€rker KX 30 war der kleinste VerstĂ€rker einer ganzen Serie von KofferverstĂ€rkern, die noch 1990 in geringer StĂŒckzahl bei der GerĂ€tebau HEMPEL GmbH gebaut (oder vielleicht auch nur entwickelt) wurden. Der KX 30 besitzt zwei EingangskanĂ€le mit je einem Instrumental- und Mikrofon-Eingang per Klinkenbuchse. Beide KanĂ€le verfĂŒgen ĂŒber je einen Eingangspegel- (Gain), Höhen- und Tiefen-Regler sowie einen gemeinsamen Masterregler. Neben dem internen Lautsprecher lĂ€sst sich ĂŒber eine weitere Klinkenbuchse noch ein externer 30VA/8Ω-Lautsprecher anschlieĂen.
HELI Spezial-Musik-VerstÀrker KX 60
Der HELI Spezial-Musik-VerstĂ€rker KX 60 entspricht optisch und in der Ausstattung komplett dem zuvor beschriebenen KX 30. Er verfĂŒgt jedoch ĂŒber einen 60VA/8Ω-Lautsprecher-Ausgang. Der interne Lautsprecher wurde wahrscheinlich auch entsprechend dimensioniert.
HELI Spezial-Musik-VerstÀrker KX 100
Der HELI Spezial-Musik-VerstĂ€rker KX 100 erhielt als gröĂtes GerĂ€t dieser Serie einen 100VA/8Ω-MONACOR-Lautsprecher, entspricht aber in der Optik und Ausstattung wieder den zuvor beschriebenen KX 30 und KX 60.
R e i à m a n n  E l e k t r o a k u s t i k  D r e s d e n
Instrumental-RöhrenverstÀrker
L e i s t u n g s v e r s t À r k e r
ReiĂmann TSR 62
TransistorverstÀrker
L a u t s p r e c h e r b o x e n
ReiĂmann TR 70, TR 71, TR 72, TR 73, TR 75, TR 76, TR 78 & TR 79
Beschreibungen folgen
K o n d e n s a t o r m i k r o f o n e
ReiĂmann MR 50 & MR 51
Beschreibungen folgen
S c h u l f u n k a n l a g e n
ReiĂmann SR 51
Beschreibung folgt
V e r s t À r k e r t e c h n i k  D r e s d e n
TMR 63
Der TMR 63 ist ein Mono-Transistor-VerstĂ€rker aus dem VEB VerstĂ€rkertechnik Dresden (VEB Elektromechanik Dresden, vormals ReiĂmann Elektroakustik) mit einer Ausgangsleistung von 50 VA. An der Front des 240 mm hohen, 120 mm breiten und 360 mm tiefen Stahlblech-GehĂ€uses findet sich neben dem LautstĂ€rkeregler jeweils eine Höhen- und Basseinstellung. AuĂerdem erfolgt hier der Anschluss der Tonquelle mittels Diodenbuchse (DIN). Als ErgĂ€nzung zum VerstĂ€rker gab es vom selben Hersteller noch das MischgerĂ€t MPR 80.
M i s c h g e r À t e
MPR 80
Das MPR 80 ist ein Mono-Transistor-MischgerĂ€t aus dem VEB VerstĂ€rkertechnik Dresden (VEB Elektromechanik Dresden, vormals ReiĂmann Elektroakustik) mit vier EingĂ€ngen, versehen mit einem lackierten StahlblechgehĂ€use. Der Anschluss erfolgt ankommend ĂŒber vier Diodenbuchsen und abgehend ĂŒber ein fest installiertes Diodenkabel (DIN). Zur Spannungsversorgung wird ein 9V-Block benötigt. Passend hierzu gab es noch vom selben Hersteller die VerstĂ€rker TSR 62 und TMR 63.
Die bereits bei Reissmann Elektroakustik und spĂ€ter im VEB VerstĂ€rkertechnik Dresden produzierte 2-Wege-Bassreflex-TonsĂ€ule wurde mit zwei Tieftöner des Typs L 3401 oder L 2659 PBO bestĂŒckt, ergĂ€nzt um zwei Hochtöner.
U l t r a s c h a l l t e c h n i k  H a l l e
TELA 74
Die Transportable Elektroakustische Anlage TELA 74 diente als mobile Feldbeschallungsanlage bei der Nationalen Volksarmee. Sie besteht aus einem 19-Zoll-GehĂ€use mit der Netzteilkassette NK 1-24, dem Rundfunkeinschub RK-5a, zwei ELA-VerstĂ€rkerkassetten des Typs LV-50, dem dynamischen Mikrofon DM 622, einen integrierten 1kHz-Tongenerator und einen Kontrolllautsprecher. Die Produktion der einzelnen Komponenten erfolgte hauptsĂ€chlich im VEB Ultraschalltechnik Halle, einem Betriebsteil des VEB Transformatoren- und Röntgentechnik Dresden. An der TELA 74 lassen sich nur Lautsprecher mit vorgeschalteten Ăbertragern verwenden (100V-ELA-Technik).
NK 1-24 (TELA 74)
Die Netz-Kassette NK 1-24 dient in der TELA 74 als Spannungsversorgung. Sie stellt aus der Netzspannung von 230V eine stabilisierte Gleichspannung von 24V zur VerfĂŒgung. Die Verbindung zu den anderen EinschĂŒben erfolgt ĂŒber eine 26-polige Anschluss-BUS-Leiste an der RĂŒckseite. Parallel kann die Ausgangsspannung auch frontseitig ĂŒber die entsprechende Anschlussbuchse abgegriffen werden. Des Weiteren befinden sich hier auch der Netzschalter und der PrimĂ€rsicherungseinsatz.
LV-50 A (TELA 74)
Der 2x in der TELA 74 verbaute LeistungsverstĂ€rker LV-50 arbeitet auf 100V-ELA-Basis. Hierbei befindet sich hinter der Mono-Endstufe ein Transformator, der das Ausgangssignal auf bis zu 100V bei voller Aussteuerung herauftransformiert. Die angeschlossenen Lautsprecher verfĂŒgen ebenfalls ĂŒber einen Trafo (Ăbertrager), der das Signal wieder auf den ursprĂŒnglichen Spannungswert absenkt. Diese Ăbertragungstechnik hat aufgrund der hohen Spannung bei niedrigem Strom den Vorteil, dass relativ lange und dĂŒnne Ăbertragungsleitungen verwendet werden können, ohne hierdurch hohe Leitungsverluste in Kauf nehmen zu mĂŒssen. AuĂerdem können mehrere Lautsprecher parallel an einer Endstufe betrieben werden, ohne die Impedanz des einzelnen Lautsprechers zu berĂŒcksichtigen. Lediglich die Leistung teilt sich auf die einzelnen Lautsprecher auf. Die Mono-Endstufe des LV-50 mit zwei Leistungstransistoren des Typs TESLA KD503 liefert bei 24V Eingangsspannung eine Sinusleistung von 50VA, im 12V-Betrieb (z.B. Fahrzeug-Bordnetz) halbiert sich diese. Der VollverstĂ€rker-Einschub verfĂŒgt neben der LautstĂ€rkeeinstellung noch ĂŒber einen Höhen- sowie Tiefenregeler, eine analoge Aussteuerungsanzeige und ein BetriebslĂ€mpchen.
LV-50 M (TELA 74)
Der VerstĂ€rker LV-50 M entspricht prinzipiell dem zuvor beschriebenen LV-50 A, verfĂŒgt aber zusĂ€tzlich ĂŒber einen MikrofonverstĂ€rker mit entsprechender Anschlussbuchse an Stelle der Betriebsanzeige.
M E T R A   M e à -   &   F r e q u e n z t e c h n i k  R a d e b e u l  ( M M F )
Die Metra Mess- und Frequenztechnik (MMF) produzierte seit 1944 in Radebeul Schwingungssensoren, AnzeigegerÀte, Sauerstoff- und NF-Messtechnik, Tonfilmtechnik sowie Abhör-, Mess- und LeistungsverstÀrker. 1981 wurde die MMF Radebeul Teilbetrieb des Messtechnikherstellers PrÀcitronic aus dem nahegelegenen Dresden. Nach der Wende im Jahr 1990 erfolgte die Reprivatisierung und Metra produziert bis heute (2015) Schwingungsmesstechnik.
A b h ö r -  &  L e i s t u n g s v e r s t À r k e r
MMF AV 81, LV 101, LV 102 & LV 103
Beschreibungen folgen
A u t o m a t i s i e r u n g s a n l a g e n  C o t t b u s
Tiracon 6V
Beschreibung folgt
F e r n m e l d e m e à g e r À t e b a u  B e r l i n
RK-5 & RK-5a (TELA 74)
Die Rundfunk-Kassette RK 5a empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz in Mono sowie je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband und war Bestandteil des zuvor beschriebenen TELA 74. Ein UKW-Stereo-Empfang ist bei ELA-GerĂ€ten grundsĂ€tzlich nicht vorgesehen. Ăber einen Drehschalter an der Front kann zwischen Rundfunkempfang mit und ohne Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) sowie zwei externe Tonquellen und einen Mikrofoneingang gewĂ€hlt werden. Als Basis fĂŒr dieses GerĂ€t vermute ich das DDR-Autoradio Stern Transit (RFT A130), dessen Empfangsbereiche, Skala und Tastensatz eine auffĂ€llige Ăhnlichkeit erkennen lassen.
F e r n m e l d e w e r k  L e i p z i g
DM 622 (TELA 74)
Beim DM 622 handelt es sich um ein klassisches dynamisches Mikrofon, das speziell fĂŒr die zuvor beschriebene TELA 74 konzipiert wurde und hier auch in einem abschlieĂbaren Fach untergebracht war.
W E R S I  W e r l a u  b e i  S t .  G o a r
WERSI Rack Fox KF 1
Der abgebildete Drumcomputer WERSI Rack Fox KF 1 ist eher durch Zufall in meine Sammlung gekommen und hĂ€ngengeblieben, auch wenn er nicht bei VERMONA oder MEG produziert wurde. Das abgebildete GerĂ€t von 1991 war fest in einem rollbaren Gestell verbaut, das ich eigentlich wegen der ebenfalls montierten Monitorbox Vermona regent 310 auf dem Flohmarkt mitgenommen habe. Der Sound-Expander Rack Fox KF 1 wurde ab Ende der 1980er Jahre bei WERSI in Werlau am Mittelrhein produziert. Mit dem KF1 kann der Klang einer E-Orgel oder eines Keyboards um zahlreiche Rhytmen und verschiedene Instrumente ergĂ€nzt werden. Zur Auswahl stehen unter anderem ein Schlagzeug und Bass, die sich unterschiedlich kombinieren lassen und deren Geschwindigkeit und LautstĂ€rke angepasst werden kann. AuĂerdem steht ein stufenlos regelbarer Digitalhall zur VerfĂŒgung. Der Anschluss an ein Instrument erfolgt ĂŒber drei Diodenbuchsen per digitalem MIDI-Anschluss (MIDI In, Out, Thru), an den VerstĂ€rker ĂŒber zwei 6,3mm-Klinkenbuchsen (Mono oder Stereo). Zum Lieferumfang gehörte offensichtlich eine Memory-Card, die wiederum verschiedene Sounds enthĂ€lt. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das 230V-Netz.
Es wÀre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.
Deine Schuld â Farin Urlaub / Die Ărzte (2004)
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