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▶ M o n o k a s s e t t e n r e c o r d e r

KT 100

Das Kassetten-TonbandgerĂ€t KT 100 wurde Anfang der 1970er Jahre als erster Kassettenrecorder der DDR im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Es verfĂŒgt ĂŒber ein einfaches, einmotoriges Laufwerk, das ĂŒber einen Hebelarm an der Unterseite bedient wird. Dieser schaltet den Antriebsmotor und Tonkopf zu und bewegt die Abspieleinheit mechanisch in die Kassette. Des Weiteren verfĂŒgt das KT 100 ĂŒber einen integrierten Lautsprecher, eine Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Pegelaussteuerung und Batteriekontrolle ĂŒber Analoginstrument. Teilweise wurde das GerĂ€t auch mit Kunstledertasche und Trageriemen ausgeliefert.

Stern-Recorder R 160

Der STERN-RECORDER R 160 wurde von 1972 bis 1980 als erster Radiorecorder der DDR im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Das komplett mit Transistoren bestĂŒckte GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen UKW-Tuner mit dem zu dieser Zeit in der DDR ĂŒblichen Frequenzband von 87,5 bis 100 MHz. Außerdem empfĂ€ngt es je einen Kurz- und Mittelwellenbereich. Das verbaute Kassettenlaufwerk des Typs KGB4 aus dem VEB ElektrogerĂ€te Dresden (EGD) verfĂŒgt weder ĂŒber eine Pausentaste, noch lassen sich die Vor- und RĂŒckspultasten einrasten. Das Radio wird bei BetĂ€tigung der Wiedergabetaste automatisch abgeschaltet (hĂ€ufige Fehlerquelle, da diese aus zwei untereinander liegenden Schaltern besteht). 

Des Weiteren verfĂŒgt der R 160 ĂŒber eine AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, eine Automatischen Scharfabstimmung (UKW AFC), eine Walzenskala zur Abstimmanzeige, einen externer Mikrofonanschluss, TB/TA-Anschluss fĂŒr eine zusĂ€tzliche Tonquelle, Autoantennenanschluss, einen eingebauter 8Ω/2VA-Lautsprecher RFT LP 553, getrennte Höhen- und Tiefenregelung, einen elektronischen Umschalter Netz- und Batteriebetrieb und ein Kassettenlaufwerk mit automatischer Aussteuerung. Den Stern-Recorder gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen. Die erste – mindestens von 1972 bis 1974 produzierte – Serie verfĂŒgt ĂŒber ein lackiertes SperrholzgehĂ€use mit waagerechten LautsprecherauslĂ€ssen. 

Die grundsĂ€tzlich schwarze Skala und Laufwerkblende wurden in Silbergrau beschriftet, wobei diese Beschriftung wie gestanzt wirkt. SpĂ€ter folgten GerĂ€te mit runden LautsprecherauslĂ€ssen und lackiertem SperrholzgehĂ€use. Die dritte Serie erhielt statt des Echtholzfurniers ein Furnier aus Kunststoff. Dieses gab es teilweise mit hellem Holzimitat. Teilweise wurden die GerĂ€te aber auch in dunklem „Kirschbaum“ furniert und sehr selten auch in Weiß. Die Skala und Laufwerkblende ist zumeist schwarz mit weißem Siebdruck ausgefĂŒhrt und die analoge Abstimmanzeige war etwas grĂ¶ĂŸer.

Neben den GerĂ€ten mit schwarzer Skala und Laufwerkblende gab es auch Typen mit weißen GehĂ€useteilen. Der Griff und die seitlichen Zierblenden blieben hierbei unverĂ€ndert. Bei einigen der ab 1978 produzierten R 160 wurde die Walzenskala zur Abstimmanzeige durch eine Batteriestands-LED ersetzt. Eventuell kam es hier zu LieferengpĂ€ssen beim russischen Hersteller. Leider sind gerade bei den Stern-Recordern sehr oft die Furnier-Umleimer beschĂ€digt. Diese lassen sich mit einem BĂŒgeleisen auf mittlerer Stufe, einem Cuttermesser sowie viel Geduld ganz gut ablösen und unter Zuhilfenahme eines SchlachtgerĂ€tes mit gleichem Furnier ersetzen (evtl. auch von RFT-SteuergerĂ€t oder -Lautsprecherbox). Das abgebildete GerĂ€t von 1977 trĂ€gt z.B. Umleimer einer defekten B 7114. Neben FurnierschĂ€den war es – wie so hĂ€ufig – mit diversen Aufklebern ĂŒbersĂ€t. An der linken Seite findet sich heute noch ein Aufkleber mit dem Fernsehturm und „Berlin - Du bist ÂŽne Wolke – Hauptstadt der DDR“. Dieser hat nach unzĂ€hligen mĂŒhsam abgekratzten BRAVO-, Schlumpf- & Co.-Aufklebern an dutzenden GerĂ€ten ĂŒberleben dĂŒrfen, da er auch schon wieder ein Original ist.

Stern-Recorder R 1612

Parallel zum R 160 gab es bereits ab 1978 den optisch ĂŒberarbeiteten Stern-Recorder R 1612 mit verĂ€nderter Skala ohne Ausschnitt fĂŒr die Walzenskala und Batteriestands-LED an der Front. Auch die Lautsprecherfront wurde ĂŒberarbeitet und die Reglerknöpfe und Griff-Zierknöpfe waren nun nicht mehr verchromt.



Passend zum Stern-Recorder R 160 und R 1612 gab es noch eine Kunstledertasche. Auf einen Trageriemen wurde wohl schon aufgrund der GrĂ¶ĂŸe des GerĂ€tes verzichtet.





Stern-Recorder R 1612 PUR

Im Messeprospekt des Heimelectric Export-Import-Außenhandelsbetrieb der DDR heißt es zu diesem GerĂ€t: „Das GoldmedaillengerĂ€t im PUR-SchaumstoffgehĂ€use – Stern RECORDER 1612 PUR ist der erste RFT-Radiorecorder mit PUR-SchaumstoffgehĂ€use. Seine Abmessungen entsprechen vollkommen dem Goldmedaillentyp, wobei hier natĂŒrlich die glatte dunkle FlĂ€che und die abgerundeten Kanten ins Auge fallen. Stern RECORDER 1612 PUR hat ein 3-Wellenbereichs-Rundfunkteil mit automatischer UKW-Scharfabstimmung und 1W Leistungserhöhung bei Übergang von Batterie- auf Netzbetrieb. Das Kassettenteil besitzt Aussteuerungsautomatik, Löschfrequenzwechsel, 2x30 min. Spielzeit, 100 
 10000 Hz Frequenzgang. Der Recorder spielt in jeder Betriebslage. 
“. Was im Prospekt noch groß beworben wurde, erreichte aber offensichtlich nie die Serienreife. Zumindest ist mir kein GerĂ€t bekannt, das dieses schwarze PUR-GehĂ€use mit weißen PUR-Seitenteilen trĂ€gt.

ARE-Recorder 74 (R 160)

Auf Basis des Stern-Recorder R 160 wurde fĂŒr die Nationale Volksarmee (NVA) der Armee-Rundfunk-EmpfĂ€nger ARE 74 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Im Gegensatz zum ARE 71 (auf Basis des Stern Elite) und ARE 80 (Basis: R 4100) besitzt das GerĂ€t kein spritzwassergeschĂŒtztes GehĂ€use. Optisch (und meines Wissens auch technisch) entspricht das der ARE 71 komplett der ersten Version des R 160.

anett

Der Mono-Kassettenrecorder anett wurde von 1973 bis 1982 parallel zum Berliner Stern-Recorder R 160 im VEB Antennenwerke Bad Blankenburg produziert. Das GehĂ€use des GerĂ€tes ist deutlich kleiner als das des Stern-Recorders ausgefĂŒhrt und besteht aus schwarzem oder – etwas seltener – aus beigefarbenem Kunststoff. Die erste Serie der GerĂ€te wurde noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. Der Recorder empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz ĂŒber die integrierte Teleskopantenne. Außerdem ist das Radio fĂŒr den Kurz- und Mittelwellenempfang mittels Teleskop- und Ferritantenne ausgelegt. 

Hierbei steht ĂŒber die Taste „FU“ eine Frequenzumschaltung der Löschgeneratorfrequenz zur VerfĂŒgung, um Kassetten-Aufnahmestörungen im AM-Bereich zu vermeiden. Im UKW-Bereich diente die gleiche Taste fĂŒr die Automatische Scharfabstimmung (AFC). Das eingebaute Kassettenlaufwerk des Typs KGB4 verfĂŒgt weder ĂŒber ein Pausentaste oder Bandendabschaltung, noch lassen sich die Vor- und RĂŒckspultasten einrasten. Der RundfunkempfĂ€nger wird bei BetĂ€tigung der Wiedergabetaste automatisch abgeschaltet. Das GerĂ€t besitzt des Weiteren eine Betriebsspannungsanzeige, Batteriekontrolle, einen Umschalter Netz-/Batteriebetrieb in der Netzbuchse und eine automatische Aussteuerung fĂŒr das Kassettenlaufwerk, einen eingebauten 2VA/4Ω-Lautsprecher des Typs LP 5534, einen Überspiel- sowie Lautsprecheranschluss und einen Anschluss fĂŒr ein Spezialmikrofon. Das Spezialmikrofon besitzt hierbei einen integrierten Schalter fĂŒr das Starten und Stoppen des Antriebsmotors im Recorder. Zum Lieferumfang der anett gehörte außerdem eine ORWO-K60-Kassette und es war zusĂ€tzliche eine Kunstleder-Tragetasche erhĂ€ltlich.

anett IS

Der Mono-Kassettenrecorder anett IS erschien Ende der 1970-er als Nachfolgemodell des „Ur“ anett. An dem GerĂ€t wurde – wie schon beim parallel produzierten sonett ÂŽ77 – erstmals der IC-VerstĂ€rker A205D verbaut. Hieraus resultiert auch die Zusatzbezeichnung IS fĂŒr "Integrierte Schaltung". Ansonsten entspricht das GerĂ€t technisch noch komplett dem VorgĂ€nger. Optisch wurde eigentlich nur die Lautsprecherabdeckung und Beschriftung verĂ€ndert.



anett IS 2

Beim ansonsten optisch und technisch komplett mit dem anett IS identischen anett IS 2 wurde lediglich das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz auf 87,5 bis 104 MHz erweitert und neben dem IC-VerstÀrker des Typs A205 noch ein A202 als A/W-VerstÀrker verbaut.




Den anett IS 2 gab es mit schwarzer oder weißer Frontschale, die aber aufgrund des Alters mittlerweile wohl ausnahmslos beigegefĂ€rbt ist.





FĂŒr den Kassettenrecorder anett gab es eine passende Kunstledertasche mit Trageriemen.


sonett (1803.00)

Der Mono-Kassettenrecorder sonett (1803.00) wurde ab 1973 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Das GehĂ€use des GerĂ€tes besteht aus schwarzem, rotem oder grauem Kunststoff. Die erste Serie der GerĂ€te wurde noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. Der Recorder besitzt eine Klangregelung, Betriebsspannungs- und Aufnahmeanzeige, einen elektronischen Umschalter fĂŒr den Netz- und Batteriebetrieb, eine Dynamik-Taste sowie einen Mikrofon-, Überspiel- und Lautsprecheranschluss. Das Kassettenlaufwerk auf Basis des KGB4 verfĂŒgt weder ĂŒber eine Pausentaste, noch lassen sich die Vor- und RĂŒckspultasten einrasten. In dieses Laufwerk wurde – im Gegensatz zum Stern-Recorder R 160 – auch gleich der VerstĂ€rker mit zwei Endstufentransistoren des Typs AC176K integriert. Als Lautsprecher kam teilweise der LP 553 und teilweise der LP 5534 mit 2VA und 4Ω zum Einsatz. 

Die erste Serie der GerĂ€te besitzt eine graue Oberschale, eine beigefarbene Unterschale, eine silberne Aluminium-Bedienblende, versenkte Drehregler mit Mittelsteg und glatte, graue Tasten (Aufnahme: rot). Um 1975 folgten GerĂ€te mit roter Oberschale, beigefarbener Unterschale, schwarzer Bedienblende, hervorstehenden Drehreglern und glatten, schwarz/roten Tasten (Bild). Um 1976/77 gab es GerĂ€te mit roter Oberschale, schwarzer Unterschale, silberner oder schwarzer Bedienblende, hervorstehenden Drehreglern und schwarzen Tasten (Aufnahme: grĂŒn) mit rundem Druckpunkt. Passend zu den sonett Recordern gab es noch eine Kunstledertasche mit Trageriemen.

sonett ÂŽ77

Der 1977 entwickelte sonett ÂŽ77 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem "Ur" sonett (1803.00). Allerdings wurde an dem GerĂ€t – wie schon beim anett IS – der IC-VerstĂ€rker A202D verbaut und der stabile Metallgriffes des VorgĂ€ngers durch einen einfachen Plastikgriff ersetzt. Außerdem entfĂ€llt die Dynamik-Taste zugunsten einer Umschaltmöglichkeit zwischen automatischer und manueller Aussteuerung.

SpĂ€ter erhielten die GerĂ€te grĂŒne statt rote Aufnahmetasten. Ob sich auch technisch etwas geĂ€ndert hat, ist mir nicht bekannt.





FĂŒr den sonett ÂŽ77 wurde die Tragetasche etwas modifiziert und mit zwei Klappen versehen.

minett & minett II

In der Zeitschrift Funkamateur heißt es im Jahr 1974 zum minett: „Das KassettenbandgerĂ€t Minett ist eine Neuentwicklung des Kombinats VEB Keramische Werke Hermsdorf, Betrieb Elektronik Gera, und zugleich das bisher kleinste KassettenbandgerĂ€t aus unserer Produktion. Das Neue an diesem GerĂ€t bezieht sich weniger auf mechanische oder elektrische Details als vielmehr auf Form, Maße und Gewicht. FĂŒr die Technik wurde auf das bereits im Sonett bewĂ€hrte Laufwerk einschließlich der Schaltung zurĂŒckgegriffen.“. Das GerĂ€t wurde parallel zum grĂ¶ĂŸeren sonett-Recorder ab 1974 produziert. 

Aufgrund des sehr kompakten GerĂ€tegehĂ€uses ging dieses etwas zu Lasten des Klanges, der Batteriebetriebsdauer und Reparaturfreundlichkeit. Neben dem noch recht großen KGB4-Laufwerk mussten in dem GerĂ€t ein 230V-Netzteil, fĂŒnf R14-Batterien, die gesamte Elektronik und ein somit nur noch sehr kleiner Lautsprecher Platz finden. Der Recorder verfĂŒgt ĂŒber einen Klangregler, eine Betriebsspannungsanzeige, einen elektronischen Umschalter fĂŒr Netz- und Batteriebetrieb, automatische Aussteuerung sowie einen Mikrofon-, Überspiel- und Lautsprecheranschluss.

An den Recorder lĂ€sst sich entweder ein klassisches Mikrofon oder ein Spezial-Mikrofon mit Schnell-Stop-Taste anschließen (z.B. RFT MDO 12). Nach der ersten AusfĂŒhrung mit grauer GehĂ€useoberschale und Lochblech-Lautsprecherabdeckung gab es spĂ€ter auch die seltene, gelbe AusfĂŒhrung mit Plastikabdeckung. Zum GerĂ€t gab es neben der abnehmbaren Trageschlaufe noch eine Kunstleder-Tragetasche. Da bisher alle GerĂ€te, die ich gesehen habe, mit Minett II auf der Unterseite beschriftet waren, kann ich nicht sagen, worin es sich vom Minett I unterscheidet und ob dieses je in Serie produziert wurde.

Stern-Recorder R 4000

Der Mono-Radiorecorder R 4000 wurde 1977 als Nachfolger des R 160 im VEB Stern-Radio Berlin entwickelt. Das GerĂ€t empfĂ€ngt nun ein etwas erweiterte UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz sowie zwei Kurzwellen- und ein Mittelwellenband ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Das komplett ĂŒberarbeitete Kassettenlaufwerk des Typs LW400 verfĂŒgt ĂŒber eine Pausentaste, die Vor- und RĂŒckspultasten lassen sich jedoch immer noch nicht einrasten. Das Radio wird bei BetĂ€tigung der Wiedergabetaste automatisch abgeschaltet. Bis auf den IC-VerstĂ€rker A205E (VorlĂ€ufer des A210D) wurde der R 4000 noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. 

Der Recorder verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Automatischen Scharfabstimmung (UKW AFC), eine analoge Empfangspegelanzeige, einen Mikrofonanschluss, TA/TB-Anschluss, Autoantennenanschluss, 4Ω-Außenlautsprecheranschluss, einen eingebauter 4Ω/4VA-Lautsprecher (Importlautsprecher von UNITRA Polen), eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung, eine Batteriekontrolle (ĂŒber die Empfangsanzeige), ein fest eingebautes Mikrofon, ein BandzĂ€hlwerk und einen Netzanschlusskabel fest am GerĂ€t. Obwohl es sich beim R 4000 um den Nachfolger des R 160 bzw. R 1612 handelte, lief dieser bis 1979 noch parallel vom Band. Die StĂŒckzahl der R 4000 war jedoch sehr gering, so trĂ€gt der abgebildete Recorder vom 15.02.1979 erst die Seriennummer 1008. Zum R 4000 und R 4200 gab es eine ORWO-Infokassette mit Bedienhinweisen auf der A- und Schlagern auf der B-Seite.

Stern-Recorder R 4100

Parallel zum R 4000 wurde ab 1979 der R 4100 produziert, der sich technisch lediglich durch das fehlende BandzĂ€hlwerk unterscheidet. Noch im selben Jahr löste er diesen dann auch komplett ab, da der ungarische Hersteller der ZĂ€hlwerke diese offensichtlich nicht mehr liefern konnte. Die ersten R 4100 verfĂŒgten noch ĂŒber R4000-Chassis (mit entsprechender Beschriftung im Netzkabelfach), Laufwerken mit Befestigungslöchern fĂŒr das (nun fehlende) BandzĂ€hlwerk und hatten teilweise noch glatten GehĂ€useseiten. Zu erkennen sind diese GerĂ€te außerdem an den um 90° versetzten Plattenspieler- & Überspielanschluss aus Metall und Plastik statt der spĂ€teren zwei identischen Plastik-Diodenbuchsen. 

Ab Ende 1979 wurden dann die Laufwerke geringfĂŒgig ĂŒberarbeitet, die Chassis mit „R 4100“ beschriftet und die GehĂ€useseiten waren nun geriffelt. Die GerĂ€te gab es mit schwarzen sowie deutlich selteneren silber- oder anthrazitfarbenen GehĂ€usen. Die spĂ€teren R 4100 verfĂŒgen ĂŒber eine Mini-LED-Kette zur Empfangspegelanzeige statt der zuvor verbauten Walzenskala aus der Ex-UdSSR. Außerdem kamen teilweise statt der RFT-Lautsprecher einfachere UNITRA-Chassis zum Einsatz.


Stern-Recorder R 4100 OIRT

Der R 4100 OIRT gehört zu einen meiner anfangs völlig unbeachteten SammlungszugĂ€ngen, die sich erst spĂ€ter als kleine RaritĂ€t herausstellten. FĂŒr ein paar Euros auf einem Erlanger Flohmarkt mitgenommen, wollte ich den bestimmt schon 40. R 4100 eigentlich nur wieder flott machen und im Internet versteigern, damit er unter die RFT-Sammler kommt. Erst beim ZurĂŒcklegen zuhause sind mir dann die kleinen, aber feinen Unterschiede zur DDR-AusfĂŒhrung aufgefallen. Die Skala des ansonsten komplett in Deutsch beschrifteten GerĂ€tes zeigt ein UKW-Frequenzband von 65,5 bis 73 MHz und trĂ€gt die Bezeichnungen „VKV“, „KV“, „DV“ und SV“, wo sich ansonsten „UKW“, „KW 2“, „KW 1“ und „MW“ finden. Die gleichen Bezeichnungen existieren dann auch vor den Bandauswahltasten. Außerdem sind die rĂŒckseitigen Sicherheitshinweise in tschechischer statt deutscher Sprache ausgefĂŒhrt. Also handelt es sich eindeutig um eine ExportausfĂŒhrung fĂŒr die ehemalige ČSSR. Hierbei wurde neben dem geĂ€nderten UKW-Frequenzband nach osteuropĂ€ischer OIRT-Norm auch eines der beiden KurzwellenbĂ€nder (KW 1) durch ein Langwellenband (DV) ersetzt. Im Inneren des GerĂ€tes findet sich in der RĂŒckwand ein zusĂ€tzliches Abschirmblech, dass ĂŒber ein aufgestecktes Kabel direkt mit dem TunergehĂ€use verbunden ist. Auf dem Typenschild im Netzfach des abgebildeten GerĂ€tes von 1981 steht neben der offiziellen Bezeichnung „R 4100 OIRT“ die Seriennummer 00296. Wie viele OIRT-GerĂ€te insgesamt produziert wurden, ist mir nicht bekannt. Neben der Variante mit Walzenskala, gab es den R 4100 OIRT auch in der spĂ€teren AusfĂŒhrung mit Mini-LEDs.

bruns KR 4100 (1. Serie / R 4100)

Der Stern-Recorder R 4100 wurde auch unter der Typenbezeichnung KR 4100 ĂŒber den Hamburger Importeur BRUNS in Westdeutschland vertrieben. Technisch blieb der Recorder hierbei unverĂ€ndert. Statt des roten Stern-Radio-Logos an der Front verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber ein schwarzes Schild ohne Beschriftung. Auf der RĂŒckseite ist es nur mit einer FTZ-Nr. beschriftet und an der Oberseite mit Marken- und Typenbezeichnung, sodass die ursprĂŒngliche Herkunft nicht mehr erkennbar ist.

riz rama 4100 (R 4100)

Der Stern-Recorder R 4100 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als rama 4100 IBBN 7-14585 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Das Front- und Oberteil ist hierbei komplett in Kroatisch beschriftet. Die RĂŒckwand wurde hingegen komplett von der DDR-Version ĂŒbernommen (inkl. Herstellerbezeichnung) und lediglich um einen Papieraufkleber mit kroatischen Sicherheitshinweisen ergĂ€nzt. Technisch gibt es offensichtlich keine Abweichungen.

PANTEK R 4100 & ORSOW'E RC 820 (R 4100)

Der Stern-Recorder R 4100 wurde unter den Bezeichnungen PANTEK R 4100 und ORSOWŽE RC 820 auch in Frankreich vertrieben. Die komplett in französischer Sprache beschrifteten GerÀte entsprechen technisch offensichtlich komplett der DDR-Version.

Stern-Recorder R 4100 (KR 450)

Einige der letzten R 4100 verfĂŒgen neben der bereits zuvor schon verbauten LED-Empfangsanzeige ĂŒber zwei Mini-LEDs im Abstimmzeiger, eine komplett rĂŒckseitig bedruckte Skalenscheibe, eine Aufnahme-Kontrollleuchte und einen schwarzen statt roten Netzschalter-Knopf. Mit dieser seltenen AusfĂŒhrung endete dann die Produktion des wohl meistgebauten Recorders der DDR im Jahr 1982 und kĂŒndigte schon den komplett baugleichen KR 450 an.



Stern-Recorder R 4200

Der R 4200 wurde parallel zum R 4000 und R 4100 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Das GerÀt ist technisch und optisch weitestgehend identisch. Allerdings fehlt das eingebaute Mikrofon, die automatische Aussteuerung und das im R 4000 verbaute BandzÀhlwerk.




Bei den spĂ€ter produzierten R 4200 wurde die analoge Empfangspegelanzeige mittels russischem Walzeninstrument durch sechs Mini-LEDs ersetzt. Bei dieser Anzeige gilt, dass der Empfang um so besser ist, je weniger LEDs leuchten. Diese etwas irritierende Anzeige resultiert wohl noch aus der von der Hauptplatine bereitgestellten Spannung fĂŒr das ursprĂŒnglich verbaute Messinstrument.




Stern-Recorder R 4300

Der R 4300 entspricht technisch und optisch komplett dem weiter unten beschriebenen KR 450. Vermutlich wurden die ersten GerÀte noch unter der vierstelligen STERN-Typenbezeichnung vertrieben, bevor diese durch die wieder dreistellige Steracord-Typenbezeichnung abgelöst wurde.

KR 450 Steracord

Der KR 450 wurde von 1982 bis 1985 als Nachfolger des R 4100 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Technisch weitestgehend identisch besitzt der KR 450 nun eine einfache Aussteuerungsanzeige mittels sechs LEDs, eine Skala mit zwei Mini-LEDs im Zeiger und eine Aufnahme-Kontrollleuchte. Die ĂŒber einen Schaltkreis des Typs A277D angesteuerte LED-Empfangsanzeige und Aufnahmekontrolle wurde auch bereits bei spĂ€teren R 4100 verbaut.


Neben der silbergrauen Variante gab es auch GerĂ€te mit anthrazitfarbenem GehĂ€use Leider war die Lackierung – im Gegensatz zum Silbergrau – nicht so hochwertig und dadurch oft ungleichmĂ€ĂŸig.





SpÀter GerÀt besitzen schwarze statt verchromte Tasten.








bruns KR 450

Der KR 450 wurde auch ĂŒber BRUNS in Westdeutschland vertrieben. Das rote Stern Radio-Schild an der Front ist hierbei ohne Beschriftung schwarz lackiert. Bei den ersten GerĂ€ten befand sich an der Front unten rechts noch ein Blechschild mit bruns-Schriftzug. Bei spĂ€teren GerĂ€ten wurde dieses Blechschild durch einen geĂ€nderten Schriftzug an der Oberseite ersetzt. Das Stern Radio-Typenschild an der GehĂ€use-RĂŒckseite wurde bei einigen GerĂ€ten durch ein komplett schwarzes Schild ersetzt und daneben mit einem Papieraufkleber fĂŒr die FTZ-Nr. versehen. Bei spĂ€teren GerĂ€ten wurde die Funkentstörnummer der Bundespost direkt auf dem Blechschild vermerkt.

bruns KR 4100 (2. Serie / KR 450)

Der KR 450 wurde ĂŒber BRUNS Hamburg auch unter der Typenbezeichnung KR 4100 in Westdeutschland vertrieben. Technisch blieb der Recorder hierbei unverĂ€ndert. Statt des roten Stern Radio-Logos an der Front verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber ein schwarzes Schild ohne Beschriftung. Auf der RĂŒckseite ist es nur mit einer FTZ-Nr. beschriftet und an der Oberseite mit Marken- und Typenbezeichnung, sodass die eigentliche Herkunft nicht mehr erkennbar ist.



KR 800 Steracord


Beim KR 800 handelt es sich um einen KR 450 fĂŒr den tschechoslowakischen Markt. Hierbei wurde neben dem geĂ€nderten UKW-Frequenzband nach osteuropĂ€ischer OIRT-Norm auch eines der beiden KurzwellenbĂ€nder (KW 1) durch ein Langwellenband (DV) ersetzt. Die Skala des ansonsten komplett in deutscher und englischer Sprache beschrifteten GerĂ€tes zeigt ein UKW-Frequenzband von 65,5 bis 73 MHz und trĂ€gt die Bezeichnungen „VKV“, „KV“, „DV“ und SV“, wo sich ansonsten „UKW“, „KW 2“, „KW 1“ und „MW“ findet. Die gleichen Bezeichnungen existieren dann auch vor den Bandauswahltasten. Außerdem sind die rĂŒckseitigen Sicherheitshinweise in Tschechisch statt Deutsch ausgefĂŒhrt.

ARE 80 (R 410)

Parallel zum R 4100 wurde fĂŒr die Nationale Volksarmee der Armee-Rundfunk-EmpfĂ€nger ARE 80 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Das technisch baugleiche GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein gepolstertes HolzgehĂ€use und ist hierdurch spritzwassergeschĂŒtzt. Die Schalter, Regler und das Kassettenfach sind zusĂ€tzlich abgedichtet und an der RĂŒckseite befindet sich ein Fach fĂŒr das Netzkabel sowie eine Kassette.

Babett (KTR 430)

Der Mono-Kassettenrecorder Babett (KTR 430) wurde vermutlich im VEB Antennenwerken Bad Blankenburg entwickelt und von 1978 bis 1982 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Es handelt sich hierbei um eine vereinfachte AusfĂŒhrung des Stern-Recorder R 4000 mit deutlich kompakterem GehĂ€use. So fehlen an dem GerĂ€t das zweite Kurzwellenband, das eingebaute Mikrofon, das BandzĂ€hlwerk, die automatische Aussteuerung und der feste Netzanschluss am GerĂ€t. Außerdem wurde die Walzenskalenanzeige fĂŒr den Empfangspegel wurde durch eine einzelne LED ersetzt und statt eines Griffes besitzt das GerĂ€t einen abnehmbaren Tragegurt.

bruns Babett (KTR 430)

Der RFT Babett wurde technisch unverĂ€ndert durch die Firma BRUNS auch in Westdeutschland vertrieben. Das Typenschild an der Front ist hierbei lediglich mit einem entsprechend grĂ¶ĂŸerem, eigenem Logo ĂŒberklebt. Entfernt man dieses, taucht dahinter der gewohnte RFT-Schriftzug in der Vertiefung auf. Das hintere Typenschild wurde mit einer Funkentstörnummer der Bundespost statt der Herstellerangabe „Stern-Radio Berlin“ versehen.



Mondivox 112 (KTR 430)

Der Mondivox 112 entspricht technisch der DDR-AusfĂŒhrung des Babett Recorders. Die GerĂ€te wurden durch den Importeur aus Hong Kong in Frankreich vertrieben.

KR 650 Steracord

Der Mono-Radiorecorder KR 650 wurde von 1983 bis 1987 als Nachfolger des KR 450 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Die ersten GerĂ€te besitzen ein silbergraues GehĂ€use mit Lautsprecher-Chromring, wobei die Lackierung bei den GerĂ€ten – wie schon beim SKR 500 und 501 – etwas ungleichmĂ€ĂŸig erfolgte (Bild: Seriennummer 771 von 1984). SpĂ€tere GerĂ€te besitzen meist ein braunes GehĂ€use ohne Chromring oder in seltenen FĂ€llen ein hellsilbernes GehĂ€use wieder mit Chromring. Der 370 x 194 x 82 mm große und 3,5 kg schwere Recorder empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz (bei wenigen GerĂ€ten auch von 87,5 bis 108 MHz), des Weiteren je ein Kurz- und Mittelwellenband ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Das Kassettenlaufwerk des Typs LW600 wurde im VEB Elektronik Gera (GERACORD) produziert, wodurch sich auch die Zusatz-GerĂ€tebezeichnung STERACORD erklĂ€rt. Des Weiteren verfĂŒgt der KR 650 ĂŒber eine Automatischen Scharfabstimmung (UKW AFC); einen TB/TA-, Autoantennen- sowie Lautsprecheranschluss; eine Klangregelung; Batteriekontrolle und Netzanzeige ĂŒber eine LED; ein fest eingebautes Mikrofon; Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige ĂŒber sechs LEDs; Post Fading; BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste; Bandsortenwahl und Zeigerbeleuchtung auf Tastendruck. Als Lautsprecher kam das 125mm-Breitbandchassis L 2411 mit 4VA/4Ω zum Einsatz, als IC-VerstĂ€rker der A210K. Die GerĂ€te wurden hauptsĂ€chlich in der DDR vertrieben. 

Einige KR 650 gingen aber im FrĂŒhjahr 1987 auch in den Export nach Österreich. Als Schwachstelle an dem GerĂ€t erweist sich etwas die Plastik-Abstimmreglerachse, die hĂ€ufig gebrochen ist, nachdem versucht wurde, den festsitzenden Regler trotzdem zu drehen. Die eigentliche Ursache liegt – wie bei vielen DDR-GerĂ€ten – im verhĂ€rteten Schmierharz des Drehkondensators, wobei sich der Fehler gerade bei diesem Modell noch besonders einfach beheben lĂ€sst. In einem RFT-Außenhandelsprospekt von 1987 heißt es zum GerĂ€t: „RFT-Radiorecorder Steracord KR 650 – faszinierend perfekt, faszinierend mobil, 3 oder 4 Wellenbereiche: UKW, KW, MW (auf Wunsch LW); mit dem gespreizten 49m-Band fĂŒr alle Kurzwellenfans – Hat BandlĂ€ngenzĂ€hlwerk, eingebautes Mikro, Bandendabschaltung und die lange Teleskopantenne. Die Pausentaste, Bandsortenumschaltung, die Aussteuerungsautomatik und Cue Review sind bei diesem Modell genauso selbstverstĂ€ndlich wie Post-Fading und die Memory-Funktion. Hat AnschlĂŒsse fĂŒr Lautsprecher und Bandmaschine, fĂŒr Plattenspieler, Mikro, Kopfhörer und eine zusĂ€tzliche Außenantenne. KR 650, der Portable in vielen Farbvarianten, Maße: 37 x 19 x 8 cm (B x H x T)“.

 Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde der KR 650 auch im GENEX-Katalog angeboten. Über die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses fĂŒr den DDR-Außenhandel wohl sehr eintrĂ€gliche GeschĂ€ft wurde ĂŒber die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dĂ€nischer Landesvorwahl betreute. Hier war z.B. der KR 650 fĂŒr 289,- DM statt 1.100,- DDR-Mark erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heißt es hierzu: „Mehr Freude am guten Ton – Radio-Kassetten-Recorder Steracord KR 650 mono – Batterie- und Netzbetrieb; UKW, KW, MW; mit gespreiztem 49m-Band fĂŒr KW, Teleskopantenne, BandlĂ€ngenzĂ€hlwerk, eingebautem Mikrofon und Bandendabschaltung; Pausentaste; Bandsortenumschaltung und Aussteuerungsautomatik; Cue Review, Post-Fading und Memory-Funktion; Bandsorten: Chromdoixid / Eisenoxyd; Anschlussmöglichkeiten fĂŒr Kopfhörer, Lautsprecher, Außenantenne, TA/TB und Mikrofon; Gewicht 3,5 kg; Maße (BHT) 370 x 194 x 82 mm.“.

AGEF KR 650

Der AGEF KR 650 entspricht technisch komplett dem normalen KR 650, verfĂŒgt aber eventuell ĂŒber ein UKW-Band bis 108 MHz und wurde unter Markennamen des Importeurs in Frankreich vertrieben.



bruns KR 650

Der bruns KR 650 wurde ĂŒber die gleichnamigen Hamburger Importeur in Westdeutschland vertrieben. Trotz der identischen Typenbezeichnung weicht das GerĂ€t technisch etwas vom klassischen KR 650 ab. So fehlt hier das BandzĂ€hlwerk und die Post-Fading-Funktion. DafĂŒr blieb – im Gegensatz zum nachfolgend beschriebenen KR 660 – die Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige erhalten.

KR 660

Der KR 660 stellt die vereinfachte AusfĂŒhrung des KR 650 dar und wurde im Elektro-Apparate-Werk Berlin/Treptow (EAW) gefertigt. Bei diesem Radiorecorder fehlt gegenĂŒber dem KR 650 das fest eingebaute Mikrofon, das BandzĂ€hlwerk, die Bandsortenwahl, Post Fading, Zeigerbeleuchtung sowie die Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige. Wie schon beim KR 650 haben die Potis fĂŒr die Klang- und LautstĂ€rkeregelung oft Kontaktprobleme und die Frequenzregler brechen ganz gerne mal ab, da diese im Gegensatz zu anderen RFT-Modellen nur aus Plastik bestehen. Parallel zur DDR-AusfĂŒhrung gingen die GerĂ€te auch mit geĂ€nderten Typenschildern – aber unter Ihrer Originalbezeichnung KR 660 – in die Benelux-LĂ€nder.

Weitere „original“ KR 660 wurden Mitte 1986 kurzzeitig nach Österreich exportiert. Neben den KR 660 mit zumeist anthrazitfarbenem GehĂ€use (Bild) gab es auch GerĂ€te mit silbergrauer Front und schwarzer RĂŒckwand (Bild oben). Im zuvor gezeigten RFT-Außenhandelsprospekt von 1987 heißt es zum KR 660: „RFT-Radio-Recorder KR 660 – Sieger unter Mono-Mobilen, 3 oder 4 Wellenbereiche: UKW, KW, MW (auf Wunsch LW); gespreiztes 49m-Band und AFC – Hat die Pausentaste, Klangregelung und Aussteuerungsautomatik. Mit Bandendabschaltung: KR 660, die tolle Kiste fĂŒr die jĂŒngeren unter den Jugendlichen ...“.

"... Hat zusĂ€tzliche AnschlĂŒsse fĂŒr Lautsprecher und Bandmaschine, fĂŒr ein Mikro und Plattenspieler. Mit der langen Teleskopantenne und dem Anschluss fĂŒr eine Außenantenne.“. Außerdem wurde der KR 660 teilweise auch mit brauner Front und RĂŒckseite produziert. In einer Werbeanzeige, die wohl bewusst fĂŒr den einfacheren KR 660 erfolgte, heißt es unter dem passenden Bild auf einer simson S 51 enduro: “Der Mono-Radiorecorder KR 660 ist ein modernes, handliches und leistungsstarkes GerĂ€t - ideal fĂŒr junge Leute. Er garantiert prĂ€zisen Gleichlauf sowie gute Aufnahme- und WiedergabequalitĂ€t, auch wenn er in einer Reisetasche steckt und unterwegs fĂŒr gute Stimmung sorgt. ..."

"... Die griffgĂŒnstige Anordnung der Bedienelemente und der einklappbare Tragegriff sind weitere VorzĂŒge des GerĂ€tes sowie die Anschlussmöglichkeiten fĂŒr Lautsprecher, TA/TB oder Mikrofon, oder VerstĂ€rker bzw. Autoantenne. Gute Empfangsleistungen und TrennschĂ€rfe sowie eine schaltbare AFC kennzeichnen das Rundfunkteil mit den drei Wellenbereichen UKW, KW und MW. Das Kassettenteil verfĂŒgt ĂŒber Bandendabschaltung in allen Funktionen und Aussteuerungsautomatik. DarĂŒber hinaus besteht die Möglichkeit, ĂŒber den linearen Ausgang einen ZusatzverstĂ€rker anzuschließen. Die Stromversorgung kann entweder durch Batterien (6x 1,5 V, R 14-Babyzellen) oder durch Netzanschluss 220 V erfolgen. Die Ausgangsleistung des KR 660 betrĂ€gt 3,5 W bei Netzanschluss und 1,5 W bei Batteriebetrieb. Bitte lassen Sie sich im Kontaktring-Fachhandel FUNK den KR 660 vorfĂŒhren! Wir beraten Sie gerne.“. Eine Ă€hnliche Werbeanzeige gab es auch fĂŒr den Stereo-Radiorecorder SKR 701. Auch hier wurde wohl wieder bewusst das einfachere GegenstĂŒck zum ohnehin beliebten skr 700 beworben.

bruns KR 660

Der ebenfalls ĂŒber BRUNS in Westdeutschland vertriebene Recorder entspricht trotz der geĂ€nderten Optik technisch komplett der DDR-AusfĂŒhrung des KR 660 mit braunem GehĂ€use.



bruns RR 6100

Der bruns RR 6100 ist eigentlich der direkte VorgĂ€nger des zuvor beschriebenen bruns KR 660 mit grauem GehĂ€use und transparenter (statt der spĂ€ter ĂŒblichen schwarzen) Kassettenfassung hinter der Abdeckung. Technisch ist das GerĂ€t meines Wissens ebenfalls identisch mit der DDR-AusfĂŒhrung.


AGEF KR 6510

Der KR 660 wurde mit silberfarbener GehĂ€usefront und unter der Bezeichnung AGEF KR 6510 nach Frankreich exportiert. Technisch blieb das GerĂ€t dabei fast unverĂ€ndert. Es empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (statt 87,5 bis 104 MHz) sowie je ein Kurz- und Mittelwellenband ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren besitzt der Recorder eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC), Klangregelung, Batteriekontrolle, Netzanzeige ĂŒber eine LED und einen TB/TA-, Autoantennen- sowie Lautsprecheranschluss.

RR 5325

Der ebenfalls mit dem KR 660 identische RFT RR 5325 ging in den Export nach Westdeutschland. Hierbei wurde ungewöhnlicherweise nicht die Marken-, sondern die Typenbezeichnung geĂ€ndert. Außerdem unterscheidet er sich von der DDR-AusfĂŒhrung durch die Funkentstörnummer auf der GehĂ€userĂŒckseite und eine Abdeckung auf der Antennenbuchse, die wohl Voraussetzung fĂŒr die Bundespost-Zulassung war (lĂ€sst sich bei Bedarf einfach entfernen). Die Recorder hatten zumeist anthrazitfarbene GehĂ€use.

Es gab aber auch GerĂ€te mit silberfarbener GehĂ€usefront und schwarzer RĂŒckwand. Bei dem abgebildeten GerĂ€t von 1986 wurde außerdem der Klang- und LautstĂ€rkeregler in Französisch beschriftet. Auch die ansonsten tschechischen Sicherheitshinweise auf der RĂŒckwand sind hier neben Deutsch und Englisch auch in französischer Sprache gehalten, wobei man die geĂ€nderte Pressform an der unterschiedlichen Schrifttiefe sogar noch deutlich erkennen kann.

Mondivox (KR 660)

Der Mondivox (KR 660) ist bis auf das erweiterte UKW-Band bis 108 MHz technisch identisch mit der Binnenmarkt-AusfĂŒhrung des KR 660. Das GerĂ€t wurde – wie die AGEF KR 650 und AGEF KR 6510 – nach Frankreich exportiert. Es ist komplett in französischer Sprache beschriftet und verfĂŒgt ĂŒber die ansonsten vom KR 650 bekannten verchromten Laufwerk-Tasten. Bei MONDIVOX handelt es sich um einen Importeur mit Hauptsitz in Hong Kong, der seine GerĂ€te hauptsĂ€chlich in Westeuropa vertrieben hat.

GC 6000 Geracord

Der GC 6000 wurde als erster Recorder der Geracord-Serie ab Anfang der 1980-er Jahre im VEB Elektronik Gera produziert. Hierbei kam das Laufwerk des zuvor beschriebenen KR 650/660 zum Einsatz. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Die Aufnahmepegel-Aussteuerung erfolgt manuell ĂŒber den rechten Schieberegler. PegelĂŒberschreitungen werden durch eine LED angezeigt. Des Weiteren besitzt der Recorder eine stufenlose Klangregelung, einen Kopfhöreranschluss, eine Batteriekontrolle, Netzanzeige sowie einen 230V-, 12V-, Überspiel- und VerstĂ€rkeranschluss. Vermutlich gab es die GerĂ€te nur mit französischer Beschriftung.

GC 6010 Geracord

Bild und Beschreibung unter Stereorecorder

GC 6020 Geracord

Der Monorecorder GC 6020 Geracord wurde ab 1981 im VEB Elektronik Gera produziert. Das verbaute Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Die Pegelaussteuerung kann automatisch erfolgen oder manuell ĂŒber den rechten Schieberegler. PegelĂŒberschreitungen werden durch eine LED angezeigt. Des Weiteren besitzt der Recorder eine stufenlose Klangregelung, einen Kopfhöreranschluss, ein BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, eine Bandsortenwahl, Batteriekontrolle, Netzanzeige sowie einen 230V-, 12V-, Überspiel- und VerstĂ€rkeranschluss.

GC 6022 Geracord

Der GC 6022 entspricht technisch dem zuvor beschriebenen GC 6020, allerdings fehlt die separate Batteriekontrolle. Als Laufwerk kam wieder die einmotorige VollplastausfĂŒhrung der Geracord-Serie zum Einsatz. Die Pegelaussteuerung kann automatisch erfolgen oder manuell ĂŒber den rechten Schieberegler. PegelĂŒberschreitungen werden durch eine LED angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine Klangregelung, einen Kopfhöreranschluss, ein BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, eine Bandsortenwahl, eine Netzanzeige sowie einen 230V-, 12V- und VerstĂ€rkeranschluss.

Zu den Geracord-GerÀten gab es noch eine passende Kunstleder-Schutztasche mit rotem Samtbezug auf der Innenseite und einen Kunststoff-Tragegurt.








bruns Monocord 6019

Der Geracord 6020 wurde unter der Bezeichnung bruns Monocord 6019 auch in Westdeutschland vertrieben. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein einmotoriges Geracord-Laufwerk mit automatischer und manueller Pegelaussteuerung, eine Anzeige-LED fĂŒr PegelĂŒberschreitungen, Klangregelung, Kopfhöreranschluss, BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, Batteriekontrolle, Netzanzeige sowie einen 230V-, 12V- und VerstĂ€rkeranschluss.





bruns Monocord 6020

Die ExportausfĂŒhrung bruns Monocord 6020 entspricht eigentlich komplett dem zuvor beschriebenen Geracord 6020. Worin der Unterschied zum Monocord 6019 besteht, ist mir nicht bekannt. Auf der GehĂ€useunterseite findet sich kein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller VEB Elektronik Gera (Geracord), jedoch zumindest der Herkunftsverweis „Made in GDR“.



Der bruns Monocord 6020 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Katalog von 1986 heißt es zum GC 6020, der mit der Bestellnummer 357677 fĂŒr 124,- DM angeboten wurde: „Cassetten-Recorder mit hervorragender technischer Ausstattung und Bedienkomfort. Automatische Bandabschaltung bei allen Lauffunktionen, automatische Aufnahmepegelregelung, Handaussteuerung bei Aufnahme, regelbare Mithörmöglichkeit bei Aufnahme ĂŒber Lautsprecher und Kopfhörer, Klangregelung, regelbarer Kopfhöreranschluss, ZĂ€hlwerk mit Memoryeinrichtung, Verwendung verschiedener Bandsorten möglich, Anschluss fĂŒr 12V-Spannungsquelle (Autobatterie), eingebautes Netzteil 220 V, Batteriebetrieb (6 StĂŒck Monozellen), Batteriekontrolle ĂŒber Leuchtdiode, Einrichtung zur manuellen Titelsuche, Abmessungen (B x H x T): 259 x 78 x 304 mm, Gewicht: 3,3 kg“.






bruns Monocord 6021

Der Geracord 6020 wurde etwas abgespeckt auch als bruns Monocord 6021 in Westdeutschland vertrieben. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein einmotoriges Geracord-Laufwerk mit manueller Pegelaussteuerung, Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Batteriekontrolle, Netzanzeige und VerstĂ€rker-Anschluss.




Neben den GerĂ€ten mit weißer GehĂ€use-Ober- und Unterschale gab es auch eine Variante in komplett Rot. Bei den DDR-Binnenmarkt-GerĂ€ten war die Unterschale unabhĂ€ngig von der Oberseite in der Regel immer schwarz.






GCC 6025 Datacord

Der GCC 6025 Datacord wurde speziell fĂŒr die Datenspeicherung an Rechnern wie dem robotron KC 85 oder KC 87 entwickelt. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber das ĂŒbliche Geracord-Laufwerk, einen VorverstĂ€rker mit Diodenausgang, ein 230V-Netzteil, ein BandzĂ€hlwerk mit Memory-Taste, Netzanzeige-LED und Batteriekontrolle. Eine Endstufe und ein Lautsprecher sind hingegen nicht verbaut worden. Der GCC 6025 wurde spĂ€ter durch den nachfolgend beschriebenen LCR-C Data abgelöst.

MIRA (MR 76)

Das DiktiergerĂ€t MIRA wurde ab 1978 im VEB Elektronik Gera (Geracord) produziert. Wie beim großen Stereo-Radiorecorder SKR 500 kam ein Geracord Laufwerk der ersten Serie mit seitlich positioniertem Antriebsmotor zum Einsatz. Es verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Das GerĂ€t besitzt ein integriertes Mikrofon, einen 0,8VA/6Ω-Lautsprecher des Typs RFT L 1601, eine Netzanzeige sowie einen Überspiel- und Kopfhöreranschluss. Die Spannungsversorgung kann ĂŒber das 230V-Netz, einen 6V-Anschluss oder vier R14-Batterien erfolgen. Die erste Serie hatte noch einen Ledertrageriemen, verchromte Tasten und Seitenteile, auf die dann spĂ€ter verzichtet wurde. Der Vertrieb erfolgt in der DDR fĂŒr 600,- M.

MIRA Diktat S

Das MIRA Diktat S entspricht technisch dem normalen MIRA Recorder, allerdings fehlt das integrierte Mikrofon. Die GerĂ€te gab es mit schwarzen und orangefarbenen GehĂ€usen, aber grundsĂ€tzlich nur mit schwarzen Laufwerktasten und gleichfarbigem Kunststoff-LautstĂ€rkeregler. Der Vertrieb erfolgt in der DDR fĂŒr 540,- M.




MIRA Parat

Der MIRA Parat dĂŒrfte technisch und optisch weitestgehend mit dem MIRA Diktat S identisch sein. Worin der genaue Unterschied besteht, ist mir nicht bekannt.






KDG-Ü

Einige MIRA Diktat Recorder wurde auch komplett mit Koffer und umfangreichen Zubehör unter der Bezeichnung Kommandeur-DiktiergerĂ€t Übergangslösung (KDG-Ü) an die Nationale Volksarmee ausgeliefert.

KR 2000

Der Mono-Radiorecorder KR 2000 wurde ab 1985 auf Basis des Stereorecorders skr 700 im VEB Stern-Radio Berlin produziert. Das GerĂ€t zeichnet sich durch seinen ausgesprochen guten UKW-Empfang aus, ist aber durch den kleinen Mono-Lautsprecher klanglich mit den passenden StereogerĂ€ten oder VorgĂ€nger-Monorecordern nicht zu vergleichen. Es empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je ein Kurz- und Mittelwellenband. Als Kassettenlaufwerk kam ein einmotoriges, motorgestĂŒtztes Laufwerk des Typs MU300 zum Einsatz. Das Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören wĂ€hrend des Spulens möglich. Ansonsten besitzt der KR 2000 eine AM-Ferritantenne, eine UKW-KW-Teleskopantenne, zwei getrennte AnschlĂŒsse fĂŒr externe Tonquellen, eine Empfangspegelanzeige mittels zweier Mini-LEDs im Skalenzeiger, eine Netzanzeige und einen externen Lautsprecheranschluss. Der KR 2000 wurde auch ohne Kassettenlaufwerk und in Einzelteilen unter der Bezeichnung Xirico 2010 fĂŒr die gleichnamige Marke in Mozambique produziert. Nachdem diese Zusammenarbeit aber offensichtlich nicht zustande kam, gingen die BausĂ€tze dann DDR-typisch in den Export nach Westdeutschland. RestbestĂ€nde wurden noch bis weit in die 1990er Jahre ĂŒber den Elektronikversand ELV vertrieben (Bild & Beschreibung unter Kofferradios). Außerdem gingen Ende 1987 / Anfang 1988 einige KR 2000 kurzzeitig in den Export nach Österreich.

KR 2000 Designstudie

Neben der in grĂ¶ĂŸerer StĂŒckzahl produzierten StandardausfĂŒhrung in optischer Anlehnung an den SKR 700 war der Recorder wohl ursprĂŒnglich mit etwas hochwertigerem GehĂ€use geplant. Leider kam die Designstudie so nie zur Umsetzung.




KR 4000

Entwicklungsmuster, zu dem mir keine nÀheren Informationen vorliegen

LCR GC 5000 (1. Serie)

Der Monorecorder GC 5000 LCR (vermutlich Lobensteiner Cassetten-Recorder) löste Mitte der 1980-er Jahre die GC 60xx Serie ab und wurde mit verkleinertem GehĂ€use bei GERACORD in Lobenstein produziert (VEB Elektronik Gera im Kombinat elektronische Bauelemente Teltow). Das einmotorige, motorgestĂŒtzte SANKYO-Lizenzlaufwerk des Typs MU300 verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören wĂ€hrend des Spulens möglich. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber ein integriertes Mikrofon, eine Bandsortenwahl, einen Umschalter zwischen Netz- und Batteriebetrieb an der RĂŒckseite sowie ĂŒber einen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Im GC 5000 kam als IC-VerstĂ€rker ein A210E zum Einsatz und als Lautsprecher der RFT L 2160 PO/D mit einer Leistung von 1 VA bei einer Impedanz von 8Ω. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das integrierte 230V-Netzteil oder ĂŒber sechs R14-Batterien. Die GerĂ€te sind inklusive Kassettenfachdeckel orange bedruckt und die Aussparung fĂŒr das BandzĂ€hlwerk wurde noch mit einer Abdeckscheibe versehen.

LCR GC 5001 (2. Serie)

Der LCR GC 5001 verfĂŒgt ĂŒber ein BandzĂ€hlwerk und Mikrofon. Die Front wurde in englischer Sprache beschriftet, die Kassettenklappe hingegen in Französisch und der Boden in Deutsch.






LCR (3. Serie)

Die dritte Serie des LCR wurde inklusive Batteriefachdeckel weiß bedruckt und das Mikrofon fehlt. DafĂŒr ist ein BandzĂ€hlwerk hinzugekommen und der Umschalter fĂŒr Netz/Batterie der ersten Serie ist auch noch vorhanden. Das GerĂ€t trĂ€gt aber nicht mehr die GERACORD Bezeichnung des VorgĂ€ngermodells.





LCR (4. Serie)

Bei der vierten Serie der LCR-Recorder fehlt der zuvor noch verbaute Umschalter zwischen Netz- oder Batteriebetrieb und der Kassettenfachdeckel ist nicht mehr bedruckt. Vermutlich wurden diese GerÀte auch nach Frankreich oder Benelux exportiert, da die Herstellerangabe auf der Unterseite in französischer Sprache erfolgt.






LCR (5. Serie)

Bei den ausschließlich mit roten GehĂ€usen versehenen GerĂ€ten der fĂŒnften Serie fehlt das zuvor verbaute BandzĂ€hlwerk.







LCR-C Data (LCR-402)

Den Datenrecorder LCR-C Data gibt es mit komplett grauem oder weißem GehĂ€use, außerdem mit weißer Oberschale und schwarzer RĂŒckseite. 







Bei den GerĂ€ten mit schwarzer Unterschale handelt es sich vermutlich um die ersten „Data“, da hier noch die Aussparung fĂŒr den Netz/Batterie-Umschalter vorhanden ist und diese lediglich mit einer Abdeckung versehen wurde. Im vorhandenen Batteriefach fehlen die Kontakte, da die GerĂ€te nur fĂŒr den Netzbetrieb vorgesehen sind. Teilweise wurde sogar der Lautsprecher weggelassen.

HDG 200

Das HDG 200 entspricht technisch weitestgehend dem nachfolgend beschriebenem HDG 242.


HDG 241











HDG 242

Das als Nachfolger des Recorders MIRA im VEB Elektronik Gera produzierte Hand-DiktiergerĂ€t HDG 242 ist teilweise baugleich mit dem nachfolgend beschriebenen Stereo-Walkman LCS 1010, nur dass bei diesem GerĂ€t der Lautsprecher und das Mikrofon bereits integriert sind. Es verfĂŒgt ĂŒber ein sehr einfaches, einmotoriges Laufwerk mit drei Tasten fĂŒr Aufnahme/Wiedergabe, Vorlauf und zum Stoppen bzw. Öffnen des Kassettenfaches. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber vier R6-Batterien oder stationĂ€r ĂŒber das kombinierte Lade- und StromversorgungsgerĂ€t NLG 20.

NLG 20

Das Netz-LadegerĂ€t NLG 20 entspricht weitestgehend dem Akku-LadegerĂ€t NLG 10, wurde aber um ein zusĂ€tzliches Stromversorgungskabel mit Hohlstecker fĂŒr das Hand-DiktiergerĂ€t HDG 242 ergĂ€nzt. So kann das DiktiergerĂ€t direkt aus dem Stromnetz versorgt werden und gleichzeitig können die zum mobilen Einsatz benötigten vier R6-Akkus nachgeladen werden. Zur Technik und Bedienung gibtÂŽs nicht viel zu sagen: Netztstecker rein, LED geht an und Spannung liegt an, mindestens eine Batterie einlegen oder das HDG 242 anschließen und die LED geht aus. Im Batteriefach findet sich der deutsche Hinweis „Nur fĂŒr NC-Akkus“, ergĂ€nzt in russischer Sprache mit â€žĐąĐŸĐ»ŃŒĐșĐŸ АĐșĐșŃƒĐŒŃƒĐ»ŃŃ‚ĐŸŃ€Ń‹â€œ. Im Inneren des GerĂ€tes wurde leider erstmal in der DDR ein importierter Printtrafo verbaut, der durch die Lötkontakte schnell zur Fehlerquelle werden kann.

z u   d e n   S t e r e o k a s s e t t e n r e c o r d e r n
Wir sind nicht nur verantwortlich fĂŒr das, was wir tun,
sondern auch fĂŒr das, was wir nicht tun.

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