M e s s g e r À t e  &  S i n u s g e n e r a t o r e n
T e c h n i s c h - P h y s i k a l i s c h e
W e r k s t À t t e n  T h a l h e i m
Die Technisch-Physikalischen WerkstÀtten waren ein Betriebsteil des VEB MessgerÀtewerk Zwönitz und haben sich hauptsÀchlich auf Trenn- und Stelltrafos spezialisiert. Das Werk produziert noch heute als Thalheimer Transformatorwerke GmbH.
Der 1-Kanal-Oszillograf EO 1/73 wurde ab 1967 im VEB Technisch-Physikalische WerkstĂ€tten Thalheim/Erzgebirge produziert und ist noch komplett mit Röhren bestĂŒckt. In der Zeitschrift radio und fernsehen 16/1967 heiĂt es zu dem GerĂ€t: âNoch in diesem Jahr wird vom VEB Technisch-Physikalische WerkstĂ€tten Thalheim ein neuer Service-Oszillograf EO 1/73 in Serienfertigung hergestellt. Der EO 1/73 ist in seinen technischen Daten so bemessen, dass er auf fast allen Gebieten der Elektrotechnik und Elektronik als PrĂŒf- und KontrollgerĂ€t eingesetzt werden kann. Als kleiner Laboroszillograf wird er in der Industrie, in Instituten und ServicewerkstĂ€tten sowie an technischen Lehranstalten zum Einsatz kommen und seinen VorgĂ€nger, den bekannten Oszillografen EO 1/71a ablösen. Kennzeichnende Eigenschaften: 7,6cm-Planschirm; kalibrierte Vertikalablenkung mit den Bereichen 0Hz â 5,5 MHz 400mV/cm, 2Hz â 3MHz 20mV/cm, 5Hz â 750kHz 5mV/cm; kalibrierte, triggerbare Zeitbasis 1s/cm - 1ÎŒs/cm 5fach dehnbar bis 0,2ÎŒs/cm; Horizontalablenkung durch Fremdspannung im Bereich 2Hz â 1MHz 1,5V/cm; Netzanschluss umschaltbar 110/125/220/240V 50 â 60Hz; Masse etwas 6kgâ. In dem GerĂ€t kamen neben der Bildröhre B7S2 zwei Röhren des Typs ECF803, fĂŒnf ECF82, eine StR100/60 und eine StR125/60 zum Einsatz.
EO 1/76T & EO 1/76Ta â 1-Kanal-Röhren-Oszilloskop, Bildröhre: B7S1DN
Sioskop EO 1/77U â 1-Kanal-Röhren-Oszilloskop, 0 â 5 MHz, Bildröhre: B7S3DN
Uniskop EO 1/130 â 1-Kanal-Röhren-Oszilloskop, Bildröhre: B13S5
Duoskop EO 2/130 â 2-Kanal-Röhren-Oszilloskop, Bildröhre: B13S25
Duoskop EO 2/131 â 2-Kanal-Röhren-Oszilloskop 0 â 10 MHz / 0 â 120/cm, Bildröhre: B13S25
Selektograf SO 11 â Röhren-Wobbelgenerator mit Sichtteil, 3 Bereiche von 110 Hz â 1,7 MHz
Selektograf SO 80 â Röhren-Wobbelgenerator mit Sichtteil, 7 Bereiche von 100 kHz â 16 MHz, Bildröhre: B6S1
Selektograf SO 81 â Röhren-Oszillograf, Frequenzmarkengenerator & Wobbelgenerator, 6 Bereiche von 100 kHz â 16 MHz & 85 â 102 MHz, Bildröhre: B7S1
TV-Selektograf SO 86F â Wobbelgenerator mit Oszillograf, 12 Bereiche von 5 â 230 MHz, Bildröhre: B7S1
TV-Selektograf SO 86F1 â Wobbelgenerator mit Oszillograf, 5 â 810 MHz, Bildröhre: B7S1
WIP 6 â WechselspannungsisolationsprĂŒfgerĂ€t transistorisiert, 500 â 6000 V
WIP 61 â WechselspannungsisolationsprĂŒfgerĂ€t transistorisiert
S E R U T E   /   R a d i o   &   F e r n s e h e n   K a r l â M a r x â S t a d t
Der VEB Radio und Fernsehen Karl-Marx-Stadt hat sich hauptsĂ€chlich auf die Produktion von MessgerĂ€ten und Sinusgeneratoren spezialisiert. Hier wurden z.B. fast alle transistorisierten DDR-Oszilloskope und auĂerdem die bei PRĂCITRONIC in Dresden entwickelten Sinusgeneratoren gebaut. UrsprĂŒnglich produzierte der Betrieb bis zur endgĂŒltigen Verstaatlichung als PGH SERUTE Karl-Marx-Stadt. Der Markenname SERUTE tauchte daher auch teilweise noch bei spĂ€teren GerĂ€ten auf, bevor er endgĂŒltig dem ĂŒblichen RFT-Logo weichen musste.
EO 174 A
Das ab 1970 produzierte 10-MHz-Oszilloskop EO 174 A war meines Wissens das erste komplett transistorisierte Oszilloskop der DDR und offensichtlich auch das Meistgebaute. Es verfĂŒgt ĂŒber einen Eingangskanal mit einem Messbereich von 0 bis 10 MHz. Die Spannungsversorgung kann wahlweise ĂŒber das 110- oder 230V-Wechselspannungsnetz erfolgen, ĂŒber zehn interne NiCd-Akkus oder extern ĂŒber 11 bis 15V Gleichspannung. Der Netz- oder Gleichspannungsbetrieb wird ĂŒber die beiden frontseitigen beleuchteten Schalter gewĂ€hlt und durch diese auch entsprechend signalisiert. Der Wechsel zwischen 110 und 230 V bzw. Akkubetrieb oder extern Gleichspannung erfolgt ĂŒber zwei Kippschalter an der GehĂ€userĂŒckseite. Bei gleichzeitigem DrĂŒcken der frontseitigen Schalter werden die internen Akkus aus dem Stromnetz geladen. Die verbaute Bildröhre des Typs B7S401 mit dimmbarer Zusatzbeleuchtung wurde frontseitig mit einem runden Rahmen versehen, fĂŒr den es noch einen zusĂ€tzlichen Blendschutz gab (fehlt auf dem Bild). Der Anzeigebereich ist bei dieser Röhre im Gegensatz zu spĂ€teren Modellen noch recht eingeschrĂ€nkt. Der Anschluss des Tastkopfes erfolgt aber bereits ĂŒber eine international ĂŒbliche BNC-Buchse. Das bei diesem GerĂ€t verwendete StahlblechgehĂ€use mit Aluminiumrahmen, AufstellfĂŒĂen und Griff kam spĂ€ter auch in unterschiedlichen GröĂen bei vielen anderen DDR-MessgerĂ€ten zum Einsatz (z.B. PrĂ€citronic-Sinusgeneratoren). Als Hersteller des EO 174 A wurde auf der Front noch SERUTE angegeben, obwohl diese PGH bereits Anfang der 1970-er Jahre verstaatlicht und in VEB Radio & Fernsehen umbenannt wurde.
EO 174 B
Beim EO 174 B handelt es sich um die technisch nur leicht modifizierte MilitĂ€rausfĂŒhrung des EO 174 A. Das GerĂ€t besitzt ein völlig ĂŒberarbeitetes, abgerundetes GehĂ€use mit groĂem Aufstell- und TragebĂŒgel. AuĂerdem wurde der Messbereich auf bis zu 20 MHz erweitert.
EO 201
Das bereits seit Ende der 1970er produzierte EO 201 entspricht weitestgehend dem nachfolgend beschriebenen, deutlich hĂ€ufigeren EO 211. Die einzigen â von auĂen ersichtlichen â  Unterschiede sind ⊠und die Umschaltmöglichkeit der Spannungsversorgung zwischen 110V und 230V, die dem EO 211 fehlt. DafĂŒr fehlen dem EO 201 ⊠Bildröhre B7S2
EO 211
Das 10-MHz-Einstrahl-Oszilloskop EO 211 wurde ab Mitte der 1980er Jahre im VEB Radio und Fernsehen Karl-Marx-Stadt produziert. Es war neben dem EO 174 A wohl das zweithĂ€ufigste Oszilloskop aus DDR-Produktion. Der grobe Leistungsumfang entspricht auch dem EO 174 A, allerdings ist das Oszilloskop kompakter und leichter geworden. Auch technisch und optisch wurde das nun 4,5 kg schwere GerĂ€t ĂŒberarbeitet. In dem 258 x 130 x 280 mm groĂen GehĂ€use wurde die Oszillografenröhre B7S2 mit einem Schirm-Arbeitsbereich von 36 x 60 mm verbaut, die ĂŒber die gesamte SchirmflĂ€che in 6 x 10 Rasterteile aufgeteilt wurde. Die Vertikalablenkung kann in zehn Stufen zwischen 10 mV/T und 10 V/T gewĂ€hlt werden. Der Kalibrierungszyklus kann zwischen 10 mV/T, 20 mV/T, 50 mV/T, 100 mV/T, 200 mV/T, 500 mV/T, 1 V/T, 2 V/T, 5 V/T und 10 V/T gewechselt werden. Das EO 211 besitzt zur Anzeigestabilisierung eine interne und externe Triggerung mit und ohne automatischen Freilauf, eine TV-, eine umschaltbare TriggerpolaritĂ€t und einen kontinuierlich einstellbaren Triggerpegel. Die Spannungsversorgung erfolgt â im Gegensatz zum EO 174 â ausschlieĂlich ĂŒber das 230V-Netz.
Voltcraft 1010 (EO 211)
Das 10-MHz-Einstrahl-Oszilloskop EO 211 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben und trug dort die Typenbezeichnung VOLTCRAFT 1010. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller VEB Radio & Fernsehen Karl-Marx-Stadt fehlt hierbei komplett. Auf die Auslieferung der zugehörigen DDR-Tastköpfe wurde verzichtet, was aber zugegebenermaĂen im qualitativen Vergleich zu Kabeln anderer Hersteller auch nicht verwunderlich ist. In der Artikelbeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1990 heiĂt es zum âVoltcraft 1010 â 10 MHz-Einstrahl-Oszilloskopâ, das mit der Bestell-Nr. 126373 fĂŒr 298,- DM angeboten wurde:
âAufgrund seiner technischen Daten kann dieses Oszilloskop auf vielen Gebieten der Elektrotechnik und Elektronik als PrĂŒf- und KontrollgerĂ€t eingesetzt werden. Durch seinen robusten Aufbau eignet sich das GerĂ€t besonders fĂŒr Schulen und LehrwerkstĂ€tten, ebenso fĂŒr den Service an Tonband-, Rundfunk- und FernsehgerĂ€ten. Eine spezielle TV-Taste ermöglicht die stabile Abbildung von BAS-Signalen. Technische Daten: Oszillografenröhre B7S2; Arbeitsbereich des Schirms 36 x 60mm = 6 x 10T (Rasterteile). Vertikalablenkkanal: Wertebereich des Ablenkkoeffizienten 10 mV/T â 10 V/T in 10 Stufen; Kalibrierungszyklus 10 mV/T, 20 mV/T, 50 mV/T, 100 mV/T, 200 mV/T, 500 mV/T, 1 V/T, 2 V/T, 5 V/T & 10 V/T; Bandbreite 0 â 10 MHz; Anstiegszeit â€35 ns; Ăberschwingen â€2,5 %; Eingangsimpedanz 1 MΩ / 32 pF; Zeitablenkung: Wertebereich des Zeitablenkkoeffizienten 0,5 V/T unkalibriert; Bandbreite 2 Hz â 0,5 MHz; Eingangsimpedanz 1 MΩ / 32 pF; Anzeigestabilisierung: Triggerung intern/extern mit und ohne automatischen Freilauf; TV-Triggerung zuschaltbares Integrationsglied zum Triggern auf Freilauf; TV-Triggerung zuschaltbares Integrationsglied zum Triggern auf Bildimpulse; TriggerpolaritĂ€t umschaltbar; Triggerpegel kontinuierlich einstellbar. Allgemeine Daten: Netzspannung 220V ±10%; Netzfrequenz 48 â 64 Hz; Leistungsaufnahme 25 VA; Abmessungen (B x H x T) 258 x 130 x 280 mm; Gewicht 4,5 kg; Lieferung: GerĂ€t mit Service-Anleitung, jedoch ohne Messkabelâ.
EO 203
Das bereits seit Ende der 1970er produzierte EO 203 entspricht weitestgehend dem nachfolgend beschriebenen, deutlich hĂ€ufigeren EO 213. Die einzigen â von auĂen ersichtlichen â Unterschiede sind die Umschaltmöglichkeit der Spannungsversorgung zwischen 110V und 220V, die dem EO 213 fehlt, des Weiteren der noch vom EO 174 A bekannte beleuchtete Netzschalter und die verbauten Reglerknöpfe. Die letzten EO 203 wurden auch bereits mit den Frontblenden und Netzschaltern des EO 213 versehen, sodass auf dem GehĂ€use zwei verschiedene Typenbezeichnungen auftauchen. AuĂerdem gab es GerĂ€te mit EO 201-Front, EO 213-Netzschalter und TelefonlĂ€mpchen als Netzanzeige.
EO 213
âMit dem Zweikanal-Service-Oszilloskop EO 213 steht ein GerĂ€t zur VerfĂŒgung, das aufgrund seiner technischen Kennwerte auf vielen Gebieten der Elektrotechnik und Elektronik eingesetzt werden kann. Mit dem GerĂ€t können elektrische SpannungsverlĂ€ufe im Frequenzbereich von 0âŠ15 MHz abgebildet und deren charakteristische GröĂen gemessen werden. Besonders geeignet ist das GerĂ€t fĂŒr den Service an Stereotonband-, Stereorundfunk- und FarbfernsehgerĂ€ten. Beim Fernsehservice ermöglicht ein zuschaltbares Integrationsglied eine stabile Abbildung von BAS-Signalen. Im X-Y-Betrieb können Frequenzvergleiche durchgefĂŒhrt werden. âŠâ (Einleitung der Serviceanleitung). Neben den zwei EingangskanĂ€len verfĂŒgt das ab 1980 als Nachfolger des sehr Ă€hnlichen EO 203 produzierte EO 213 ĂŒber einen hochohmigen Rechteckwellen-Generator (1 V / 1 kHz) zur Kalibrierung. Trotz der zwei EingĂ€nge handelt es sich bei diesem GerĂ€t lediglich um ein Einstrahl-Oszilloskop, bei dem der verfĂŒgbare Strahl sehr schnell zwischen beiden KanĂ€len wechselt, wodurch die Spannungskurven trotzdem zeitgleich dargestellt werden. Was sofort positiv auffĂ€llt, ist der modulare Aufbau des GerĂ€tes aus Netzteil, Transverter, den fĂŒr beide KanĂ€le getrennten AbschwĂ€chern, der X-Kassette, Y-Kassette und X-Y-Endstufe. Dieses erleichtert dank Steckverbindungen etwas die Reparatur des ansonsten recht komplexen GerĂ€tes. Typisch fĂŒr das EO 213 sind allerdings auch die diversen Kontaktfehler durch die vielen, relativ offen liegenden Stufenschalter und Potentiometer. AuĂerdem löst sich gerne die Bildröhren-Blende durch abgebrochene Befestigungshaken und der GrĂŒnfilter verfĂ€rbt sich mit der Zeit. Beides macht die Röhre blendanfĂ€lliger, hat aber auf die tatsĂ€chliche Funktion keinen Einfluss. Die Piacryl-Frontplatte des Stahlblech-Platten-GehĂ€uses mit Aluminiumrahmen, AufstellbĂŒgel und Tragegriff wurde gröĂtenteils in englischer Sprache, fĂŒr den Export aber teilweise auch in Russisch beschriftet. GegenĂŒber dem Einkanal-Oszilloskop EO 211 ist es mit 300 x 210 x 410 mm und 11 kg deutlich schwerer sowie gröĂer und entspricht somit eher dem Zweistrahl-Oszillographen C1-55 aus sowjetischer Produktion. Dieses verfĂŒgt wiederum ĂŒber eine zweistrahlige und somit prĂ€zisere, dafĂŒr aber auch deutlich kleinere Oszillographenröhre als das EO 213.
Voltcraft 2020 (EO 213)
Das EO 213 wurde ab 1987 ĂŒber CONRAD electronic als VOLTCRAFT 2020 (Bestellnr. 126403) auch in Westdeutschland auch vertrieben. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller VEB Radio & Fernsehen Karl-Marx-Stadt und die DDR-Herkunft fehlt hierbei komplett. Selbst in der an sich identischen Serviceanleitung (CONRAD Service-Manuel) wird lediglich auf die bis dahin vorhandenen CONRAD-Filialen in Hamburg, West-Berlin, Essen, NĂŒrnberg und MĂŒnchen sowie auf die Hauptverwaltung in Hirschau verwiesen. Die zugegebenermaĂen etwas primitiven DDR-Tastköpfe wurden wiederum nicht importiert, nachdem in der Bundesrepublik auch bessere Tastköpfe z.B. von HAMEG oder Philips zur VerfĂŒgung standen.
EO 411
Einstrahl-Oszilloskop
P r À c i t r o n i c  D r e s d e n
PrÀcitronic GF 21
Der RC-Generator GF 21 wurde im VE Kombinat PrĂ€citronic Dresden entwickelt und anfangs wohl hier auch hergestellt. SpĂ€ter erfolgte die Produktion ausschlieĂlich im VEB Radio und Fernsehen Karl-Marx-Stadt (SERUTE). Das GerĂ€t stellt eine Sinusspannung bis 3V im Frequenzbereich von 1 Hz bis 3 MHz bereit. Hierbei kann zwischen 1 â 10 Hz, 10 â 100 Hz, 100 Hz â 1 kHz, 1 kHz â 100 kHz, 100 kHz â 1 MHz sowie 1 â 3 MHz gewĂ€hlt werden. Die Bandauswahl erfolgt ĂŒber den entsprechenden Drehschalter und wird in einer Walzenskala daneben angezeigt. Dieses Bedien- und Anzeigekonzept wurde konsequent im ganzen GerĂ€t umgesetzt. Zur eigentlichen Abstimmung besitzt der Sinusgenerator einen groĂen Drehregler mit Skala und Feinabstimmregler, hinter dem sich ein konventioneller Drehkondensator befindet. Die Spannung kann ĂŒber einen Grob- und Feinregler sowie einen zusĂ€tzlichen Drehschalter mit dazwischenliegender dreiteiliger Drehskala von 0 bis 3V gewĂ€hlt werden. Die Ausgangsleistung betrĂ€gt maximal 30 mW. Das GehĂ€use entspricht dem ebenfalls in Chemnitz produzierten Oszilloskop EO 174 A, weist aber eine geringere Tiefe auf. Was an dem GerĂ€t sofort positiv auffĂ€llt, ist der sehr reparaturfreundliche Aufbau. Die senkrecht angeordneten Platinen der einzelnen Baugruppen sind ĂŒber einfache Kontaktleisten auf die waagerecht angeordnete Hauptplatine gesteckt und können so sehr einfach entnommen werden. Auch der teilweise festsitzende Dreko des Typs 5004 (mit 2x 500 pF) lĂ€sst sich dadurch recht einfach freilegen. In dem GerĂ€t findet sich ein Glaskolben, der sehr stark an eine Röhre erinnert. Hierbei handelt es sich aber um einen Kaltleiter. Des Weiteren fallen die direkt auf den Leiterplatten liegenden Kontaktbahnen der Stufenschalter auf. Was im ersten Moment recht einfach gelöst und unter UmstĂ€nden etwas anfĂ€llig wirkt, hat sich bereits bei vielen DDR-Multimetern als erstaunlich zuverlĂ€ssig herausgestellt.
PrÀcitronic GF 22
Der RC-Generator PrĂ€citronic GF 22 entspricht prinzipiell dem zuvor beschriebenen GF 21. Die Ausgangsspannung kann hier bis auf 10V statt 3V geregelt werden, deckt jedoch lediglich das im HiFi-Bereich ĂŒbliche erweiterten Sprachfrequenzband von 2 Hz bis 20 kHz ab. Der grobe Aufbau des GerĂ€tes, die Anordnung der Bedienelemente sowie die aufwendige Mechanik der Anzeigen wurden komplett ĂŒbernommen. Als Drehkondensator kam der Typ 5002 mit 2x 500 pF zum Einsatz. Das GehĂ€use ist ebenfalls identisch mit dem GF 21, weist aber nochmals eine geringere Tiefe auf und die vorderen FĂŒĂe sind nicht aufstellbar.
PrĂ€citronic GF 61 â Pegelgenerator (200 Hz â 2,1 MHz / -61 dB â +11 dB)
PrĂ€citronic GF 73 â NF-Pegelsender (11x Rundfunk 30 Hz â 15 kHz & 14x Telefon 300 Hz â 3,4 kHz)
PrĂ€citronic GW 61 â Wobbelgenerator (200 Hz â 2,1 MHz)
PrĂ€citronic MM 5 â Verzerrungsmessplatz (GebergerĂ€t + Röhren-Voltmeter + VerzerrungsmessgerĂ€t)
PrĂ€citronic MT 10 â analoges Kurzzeit-MessgerĂ€t (11 Messbereiche, 10 ”s â 10 s / 100 mV â 5 V)
PrĂ€citronic MV 21 â analoges AC-Millivoltmeter (12 Messbereiche 1 mV â 500 V / 5 Hz â 10 MHz)
PrÀcitronic MV 40
Das DC-Milli-Pico-Meter PrĂ€citronic MV 40 wurde im VE Kombinat PrĂ€citronic Dresden entwickelt und um 1981 im VEB Radio und Fernsehen Karl-Marx-Stadt (SERUTE) produziert. Es ermöglicht die Gleichspannungsmessung von 10 ”V â 300 V, die Gleichstrommessung von 1 pA â 300 ”A, die Widerstandsmessung von 50 MΩ â 500 TΩ sowie die IsolationsprĂŒfung mit 50V Gleichspannung. Die Messart- und grobe Messbereichsauswahl erfolgt ĂŒber einen entsprechenden Drehschalter und wird in einer Walzenskala angezeigt. Zur genaueren Auswahl des Messbereiches besitzt das GerĂ€t einen zusĂ€tzlichen Drehschalter unter dieser Walzenskala. Die Anzeige erfolgt ĂŒber ein Drehspulmessinstrument aus dem VEB MeĂtechnik Mellenbach. Das GehĂ€use entspricht dem ebenfalls in Chemnitz produzierten Oszilloskop EO 174 A, weist aber eine geringere Tiefe auf. Was an dem GerĂ€t sofort positiv auffĂ€llt, ist â neben dem ĂŒbersichtlichen Bedienkonzept â der sehr reparaturfreundliche Aufbau. Die senkrecht und waagerecht angeordneten Platinen der einzelnen Baugruppen sind ĂŒber einfache Kontaktleisten miteinander verbunden und können so sehr einfach entnommen werden.
PrĂ€citronic MV 61 â analoges PegelmessgerĂ€t (aperiodisch 200 Hz â 2,1 MHz & selektiv 1 kHz â 2,1 MHz)
PrĂ€citronic MV 62 â digitales PegelmessgerĂ€t (200 Hz â 2,1 MHz / -110 dBu â + 20 dBu)
PrĂ€citronic MV 71 â digitales Psophometer (15 Hz â 25 kHz)
PrĂ€citronic MV 73 â analoges NF-PegelmessgerĂ€t (30 Hz â 20 kHz)
PrÀcitronic Optischer Testsender OTS 10
Der Optische Testsender PrĂ€citronic OTS 10 ermöglichte in Kombination mit dem Optischen TestempfĂ€nger OTE 10/11 die DĂ€mpfungsmessung von Glasfaserkabeln. Auch wenn man dieses bei der zumeist hoffnungslos veralteten DDR-Fernmelde-Vermittlungstechnik kaum vermuten sollte: Bereits seit 1970 forschte das Ost-Berliner Institut fĂŒr Nachrichtentechnik (INT) auf dem Gebiet der digitalen NachrichtenĂŒbertragung mittels Lichtwellenleiter. In Kooperation des INT mit dem Institut fĂŒr Post- und Fernmeldewesen und dem Kabelwerk Oberspree (KWO) konnte 1981 ein 16 km langes und 13 mm starkes Glasfaserkabel zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Oberschönweide fĂŒr bis zu 120 TelefongesprĂ€che in Betrieb genommen werden. In den 1980ern erweiterte die Deutsche Post das Netz dann auf ca. 300 km âLichtwellenleiter fĂŒr die Puls-Modulations-Technikâ zwischen einzelnen Vermittlungsstellen und sogar zum Telefonanschluss. Noch 1990 folgten dann noch aus DDR-Planungen weitere 5.000 km âPlastlichtleiterâ. Des Weiteren gab es ab 1987 den DDR-LAN-Standard ROLANET (Robotron Local Area Network) zur Verbindung von Rechnern per Koax- oder Glasfaserkabel. Um die trotzdem kaum eingesetzten Lichtwellenleiter zu prĂŒfen, ergab sich die Notwendigkeit entsprechender Messtechnik. Das 160 mm x 115 mm x 40 mm groĂe OTS 10 besitzt einen internen Tongenerator mit Lichtwellenausgang, der sich zwischen -30 und -20 dBm umschalten lĂ€sst, des Weiteren eine Betriebsanzeige und eine Batteriestandskontrolle. Die Spannungsversorgung des OTS 10 erfolgt ĂŒber sechs R6-Mignonbatterien. Zum Lieferumfang gehörte eine schwarze Kunstledertasche. Alternativ zur Kombination aus OTS 10 und OTE 10/11 kann die Messung bei rĂ€umlicher NĂ€he der beiden Leitungsenden auch ĂŒber den Optischen Pegel- und DĂ€mpfungsmessplatz OPM 10 erfolgen, der den Sender und EmpfĂ€nger in einem GerĂ€t kombiniert.
PrÀcitronic Optischer TestempfÀnger OTE 10/11
Der Optische TestempfĂ€nger PrĂ€citronic OTE 10/11 ermöglicht in Kombination mit dem zuvor beschriebenen Testsender OTS 10 die DĂ€mpfungsmessung von Glasfaserkabeln. Das GerĂ€t besitzt an der RĂŒckseite einen optischen Eingang und frontseitig je eine zweistellige LED-Batteriestandsanzeige, einen AN-Schalter sowie eine Betriebs-LED. Der Messbereich kann zwischen -60 bis -30 dBm und -70 bis +10 dBm umgeschaltet werden und das Messergebnis wird an der Oberseite ĂŒber ein analoges Drehspulmessinstrument angezeigt. Das 160 mm x 115 mm x 40 mm groĂe MetallgehĂ€use des EmpfĂ€ngers entspricht komplett dem des Senders. Die Spannungsversorgung des OTE 10/11 erfolgt â wie beim OTS 10 â ĂŒber sechs R6-Mignonbatterien. Zum Lieferumfang des EmpfĂ€ngers gehört eine schwarze Kunstledertasche. Alternativ zur Kombination aus OTS 10 und OTE 10/11 kann die Messung bei rĂ€umlicher NĂ€he der beiden Leitungsenden auch ĂŒber den Optischen Pegel- und DĂ€mpfungsmessplatz OPM 10 erfolgen, der den Sender und EmpfĂ€nger in einem GerĂ€t kombiniert.
PrÀcitronic Optischer Pegel- und DÀmpfungsmessplatz OPM 10
Der Optischer Pegel- und DĂ€mpfungsmessplatz PrĂ€citronic OPM 10 ermöglicht die DĂ€mpfungsmessung von Glasfaserkabeln und verbindet hierbei den Sender und EmpfĂ€nger in einem GerĂ€t. Voraussetzung hierfĂŒr ist eine direkte rĂ€umliche NĂ€he der beiden Leitungsenden wie beim ROLANET-LAN-Netzwerk. Das 90 x 260 x 350 mm groĂe GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen internen Signalgenerator (-20 dBm) mit optischem Ausgang und ĂŒber einen optischen Signaleingang mit analogem Drehspulmessinstrument plus vierstelliger 7-Segment-LED-Anzeige. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber drei R20-Batterien. Bei rĂ€umlicher Trennung der Messpunkte kann die KabelprĂŒfung alternativ auch ĂŒber eine Kombination aus Optischem Testsender OTS 10 und TestempfĂ€nger OTE 10/11 erfolgen.
PrĂ€citronic SV 60D â TF-NF-PegelbildempfĂ€nger (30 Hz â 2 MHz)
PrĂ€citronic SV 61T â TF-NF-PegelbildempfĂ€nger (30 Hz â 2,1 MHz)
M e t r a  M e s s -  u n d  F r e q u e n z t e c h n i k  R a d e b e u l  ( M M F )
Die Metra Mess- und Frequenztechnik (MMF) produzierte seit 1944 in Radebeul Schwingungssensoren, AnzeigegerĂ€te, Sauerstoff- und NF-Messtechnik, Tonfilmtechnik sowie Abhör-, Mess- und LeistungsverstĂ€rker. 1981 wurde die MMF Radebeul Teilbetrieb des Messtechnikherstellers PRĂCITRONIC aus dem nahegelegenen Dresden. Nach der politischen Wende 1990 erfolgte die Reprivatisierung und METRA produziert bis heute (2015) Schwingungsmesstechnik.
MMF M60 â Röhren-MessverstĂ€rker 2 Hz â 100 kHz
MMF M60T â Transistor-MessverstĂ€rker 1 Hz â 100 kHz
MMF Schallpegelkalibrator â 94 db / 1kHz-Transistor-Referenz-Schallquelle
MMF VF 3 â Transistor-Niederfrequenzfilter
MMF VM 2S â Röhren-Vibrationsmesser
MMF VM 5 â Transistor-Spitzenwert-MessgerĂ€t
MMF VM 70 â Transistor-AC-Voltmeter 1 mV â 100 V / 1 Hz â 300 kHz
M i k r o e l e k t r o n i k  â K a r l  M a r x â  E r f u r t
G-1002.500
Das Digitalmultimeter G-1002.500 wurde Mitte der 1980er Jahre parallel zum tragbaren Multimeter G1004.500 produziert und verfĂŒgt ĂŒber fast die gleichen Messbereiche. Mit dem GerĂ€t ist Gleich- und Wechselspannungsmessung in den Bereichen bis 200 mV, 2, 20, 200 sowie 2000 V möglich; des Weiteren die Gleich- und Wechselstrommessung bis 200 mA, 2, 20, 200 mA sowie 2 A und zu guter Letzt noch die Widerstandsmessung. Die Anzeige erfolgt ĂŒber ein LED-Display, die Spannungsversorgung ĂŒber das 230V-Netz.
G-1004.500
Das tragbare Digitalmultimeter G-1004.500 wurde Mitte der 1980er Jahre parallel zum Tisch-Multimeter G-1002.500 produziert und verfĂŒgt ĂŒber fast die gleichen Messbereiche. Mit dem 210 x 95 x 40 mm groĂen und knapp 500g schweren GerĂ€t ist Gleich- und Wechselspannungsmessung in den Bereichen bis 200 mV, 2, 20, 200 sowie 1000 V möglich; des Weiteren die Gleich- und Wechselstrommessung bis 200 ”A, 2, 20, 200 mA, 1 sowie 10 A und zu guter Letzt noch die Widerstandsmessung bis 200 Ω, 2, 20, 200 kΩ, 2 sowie 20 MΩ. AuĂerdem verfĂŒgt es ĂŒber einen DurchgangsprĂŒfer mit akustischer Signalisierung. Die Messbereichsauswahl erfolgt ĂŒber zehn seitliche Drucktastenschalter plus Einschalter (6x Messbereich + V, A, Ω & AC/DC). Hieran ist noch gut die Verwandtschaft zum G-1002.500 zu erkennen. Die Einhandbedienung wird durch die Tasten etwas erleichtert, jedoch ist der gewĂ€hlte Messbereich meiner Meinung nach etwas schlechter zu erkennen als beim ĂŒblichen Drehregler. Die Anzeige erfolgt ĂŒber ein 3œ-stelliges 7-Segment-LCD-Display mit Komma-, PolaritĂ€ts- und Ăberlaufanzeige; die Spannungsversorgung ĂŒber sechs R6-Mignonbatterien (mit Batteriewechselanzeige). In dem GerĂ€t wurden die beiden Schaltkreise V4030D und B062D verbaut. Das PlastikgehĂ€use mit AufstellbĂŒgel ist stoĂ- und spritzwassergeschĂŒtzt ausgefĂŒhrt (IP20). Es gab hierbei GerĂ€te mit olivgrĂŒnem GehĂ€use und silbergrauem Bedienfeld (Bild), mit grauem GehĂ€use und silbergrauem Bedienfeld sowie GerĂ€te mit grauem GehĂ€use und schwarzem Bedienfeld (wie beim G-1004.501).
G-1004.501
Das tragbare Digital-Multimeter G-1004.501 entspricht in der Ausstattung, Bedienung und Optik komplett dem zuvor beschriebenen VorgĂ€nger G-1004.500 in Grau mit schwarzem Bedienfeld. Das 501 wurde lediglich schaltungstechnisch etwas ĂŒberarbeitet.
E r f u r t  e l e c t r o n i c  â F r i e d r i c h  E n g e l s â
PrĂŒfstift LDV
Der PrĂŒfstift LDV (Logiktester Digitalvoltmeter) wurde um 1989 im VEB Erfurt electronic âFriedrich Engelsâ (VEB Kombinat Umformtechnik âHerbert Warnkeâ) produziert. Er verbindet einen TTL- und CMOS-Logiktester mit einem Digitalvoltmeter in einer handlichen Stiftform. In der beiliegenden Produktbeschreibung heiĂt es hierzu: âDer LOGIKTESTER ist fĂŒr die Schaltkreisfamilien TTL, TT-LS, HCT und CMOS bei UDD von 5V (Versorgungsspannung) einsetzbar. Anzeigen statisch âLâ und âHâ / dynamisch âHâ bis 10MHz / Das TastverhĂ€ltnis ist am Helligkeitsunterschied der Segmente erkennbar. Eine Einzelimpulsfalle kann zugeschaltet werden. Der abweichende High-Pegel fĂŒr CMOS wird durch eine zusĂ€tzliche LED gekennzeichnet. DIGITALVOLTMETER Anzeige: 3-stellig mit automatischer Minusdarstellung / Messbereiche: -0,99 V bis +9,99V, -9,9V bis +40,0V, -19,9V bis -9,9V (ohne Adapter) / Eingangswiderstand: 2MΩ in allen Bereichen / Beiliegender Adapter enthĂ€lt einen Verpolungsschutz fĂŒr die Betriebsspannung und erhöht von 5V auf 6V Gleichspannungâ. Ăber lediglich drei Schiebschalter erfolgt die Umschaltung vom Logiktester auf das Digital-Voltmeter (LT & DVM) und fĂŒr den Logiktester von TTL- auf CMOS-PrĂŒfung. Ein dritter Schiebeschalter aktiviert die âEinzelimpulsfalleâ. Die Umschaltung der drei Gleichspannungsmessbereiche zwischen -20 bis +40 V erfolgt automatisch. Der zugehörige Adapter besteht aus einer Diodenkupplung (DIN) mit integriertem Spannungswandler (Schaltkreis-ĂŒbliche 5V in LED-taugliche 6V) und drei Bananenstecker. Das GerĂ€t wurde offensichtlich in nur sehr geringer StĂŒckzahl fĂŒr 327,- DDR-Mark vertrieben.
Farbbildmustergenerator SPG-314
Der Farbbildmustergenerator SPG-314 wurde im VEB RFT Industrievertrieb Rundfunk und Fernsehen Erfurt Abt. Rationalisierungsbau produziert und liefert Testbilder nach PAL- oder SECAM-Standard. Das HF-Signal umfasst die KanĂ€le von 5-12 und UHF von 21-39, erzeugt von einem elektronisch abgestimmten Modulator. AuĂerdem stehen ein Videosignal und ein Triggersignal zur VerfĂŒgung. Erzeugt werden ein Konvergenzgitter; ein Schachbrettmuster; FarbflĂ€chen R, G, oder B in PAL und SECAM; Farbtreppe und Kreis sowie ein Kombinationstestbild fĂŒr PAL. Der inoffizielle Vertriebspreis lag bei 3,240,- M.
G e r Ă€ t e w e r k   C h e m n i t z   ( a b  1 9 5 3 :   K a r l â M a r x â S t a d t )
MultiprĂŒfer (1)
Beim MultiprĂŒfer GW der ersten Generation handelt es sich um ein einfaches und sehr kompaktes Multimeter zur Messung von Gleich- und Wechselspannung, Gleich- und Wechselstrom sowie Widerstand. Der Messbereich wird ĂŒber die fĂŒnf Anschlussbuchsen an der Oberseite gewĂ€hlt. Auf einen zusĂ€tzlichen Auswahlregler wurde noch verzichtet. Das GerĂ€t misst Gleich- und Wechselspannung bis 12 und 400 V, Gleich- und Wechselstrom bis 2 mA und Widerstand bis 10 kΩ. Zur Widerstandsmessung benötigt das GerĂ€t ein 1,5V-Stabelement des Typs R10, das sich in ein Fach an der GehĂ€useunterseite einsetzen lĂ€sst (ersatzweise eine 2R10, die sich in der Regel gut teilen lĂ€sst). Die Produktion des MultiprĂŒfer (1) erfolgt noch ausschlieĂlich im GerĂ€tewerk Karl-Marx-Stadt. Erst das Nachfolgemodell wurde spĂ€ter von SIMETO Klingenthal ĂŒbernommen.
Vielfachmesser 1 (Multizet 1)
Der Vielfachmesser 1 wurde bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg bei Siemens & Halske in Chemnitz als Multizet 1 produziert. Nach Kriegsende gehörte der Betrieb zur sowjetischen Aktiengesellschaft ĐąĐŸŃĐŒĐ°Ń (Toschmasch). Mit GrĂŒndung der DDR im Jahr 1949 wurde der Betrieb zum VEB GerĂ€tewerk Chemnitz bzw. spĂ€ter zum VEB GerĂ€tewerk Karl-Marx-Stadt verstaatlicht. Zum selben Zeitpunkt hat sich Siemens den Namen Multizet gesichert und das GerĂ€t wurde offiziell in Vielfachmesser 1 umbenannt. Es war somit wohl das erste RFT-Multimeter. Das Multizet ermöglicht die Messung von Gleich- und Wechselspannung sowie Gleich- und Wechselstrom mit insgesamt 25 Messbereichen zwischen 1,5 bis 600 V sowie 3 mA bis 6 A. Die Widerstands- und KapazitĂ€tsmessung ist noch nicht möglich. Auf eine interne Batterie zur Stromversorgung konnte somit aber auch verzichtet werden.
Vielfachmesser 2
Der Vielfachmesser 2 entspricht technisch weitestgehend dem VorgĂ€nger, wurde aber mit einem neuen GehĂ€use versehen. Das GerĂ€t ging auch ĂŒber CONRAD electronic als WERCO (Werner Conrad) Vielfachmesser in den Westexport.
Vielfachmesser III
Der Vielfachmesser III wurde ab Anfang der 1960er bis mindestens 1981 im VEB GerĂ€tewerk Karl-Marx-Stadt als einfache Variante des UNI 10 produziert. SpĂ€ter erfolgte die Herstellung im VEB Messtechnik Mellenbach (MTM). Die ersten GerĂ€te wurden noch ĂŒber eine R10-Batterie versorgt, bei der spĂ€teren Version konnte eine R6-Mignonbatterie verwendet werden. Das GerĂ€t misst in 24 Bereichen Gleichspannung, Wechselspannung, Gleichstrom, Wechselstrom, Widerstand und KapazitĂ€t. Auf den 800Hz-Sinusgenerator des UNI 10 wurde bei diesem GerĂ€t jedoch verzichtet. Neben dem Vielfachmesser 3 mit schwarzem GehĂ€use gab es auch GerĂ€te in WeiĂ. Der Vertrieb erfolgte in der DDR offizielle fĂŒr 283,- M, wobei die GerĂ€te wohl hauptsĂ€chlich an âöffentliche BedarfstrĂ€gerâ gingen. Neben der Produktion fĂŒr die DDR wurden die GerĂ€te auch ĂŒber NORIS electronic in Westdeutschland vertrieben (CONRAD-Versand). Hierbei blieben die GerĂ€te und die Verpackung völlig unverĂ€ndert. Lediglich im hinteren Teil der Bedienungsanleitung fehlt das DDR-Werkstattverzeichnis. Stattdessen findet sich dort die NORIS-Adresse Leonhardstr. 3 in NĂŒrnberg.
In einer CONRAD-Anzeige der Zeitschrift Funkschau 24/1980 heiĂt es zum Vielfachmesser III, der mit der Bestellnummer 130656 fĂŒr 79,90 DM angeboten wurde: âDeutsche QualitĂ€t: VielfachmessgerĂ€t VM 3 â 20.000 Ω/V mit 28 Bereichen; Bereichsschalter; ĂŒbersichtliche Skala (Genauigkeit: V/A = ±1,5%, V/A~ ±2,5%); Messbereich: V= 100mV - 2,5 - 10 - 50 - 100 - 250 - 1000V; V~ 2,5 - 10 - 50 - 250 - 500 - 1000V; A= 50 â 250ÎŒA, 2,5 - 25 - 250 mA, 1 â 2,5A; A~ 2,5 â 25mA, 2,5A; Ω: 0 â 10kΩ, 0 â 1MΩ; C: 0 â 20nF, 0 - 2ÎŒF; dB: -10 â +62dB in 6 Bereichen; 210 x 115 x 70mm; passende Tasche: Bestellnummer 130184 â 18,50 DMâ.
A E G  & E l e k t ro - A p p a r a t e - W e r k e  B e r l i n - T r e p t o w
AEG- bzw. EAW-IsolationsmessgerÀt
Das IsolationsmessgerĂ€t (ohne erkennbare Typenbezeichnung) wurde ab Ende der 1940er zur LeitungsprĂŒfung im AEG-Werk Berlin-Treptow produziert (Bild oben: GerĂ€t von 1949). Es verfĂŒgt ĂŒber einen Kurbelinduktor mit seitlicher, einklappbarer Kurbel. Zum GerĂ€t gehört ein stabiler Metallkoffer mit Lederschlaufe (Bild links). Die GerĂ€te wurden nur geringfĂŒgig modifiziert von den zwischenzeitig umbenannten Elektro-Apparate-Werken (EAW) weiterproduziert (Bild unten: GerĂ€t von 1967). Als Anschlussklemmen kamen jetzt die Standard-DDR-MessgerĂ€tebuchsen zum Einsatz und auf der RĂŒckseite wurde ein Blechschild mit folgender Kurzbeschreibung in deutscher, russischer, englischer und französischer Sprache angebracht: âDer zu prĂŒfende Leiter ist vom ĂŒbrigen Netzteil elektrisch zu trennen. Nennspannung des Induktors bei 2,5âŠ3 Kurbelumdrehungen je Sekunde. Zeiger steht in Ruhelage nicht auf Null. Mindestisolationswiderstand (VDE): 1000 Ω je Volt Betriebsspannung des zu prĂŒfenden Leiters.â.
EAW Universalmesser (1), Universalmesser II & III
Gleichspannungs-Ampere-/Voltmeter, Basis fĂŒr den nachfolgend beschriebenen Universalmesser IV mit identischem GehĂ€use
EAW Universalmesser IV
Der Universalmesser IV wurde Ende der 1950er Jahre als Weiterentwicklung des Universalmesser (1) im VEB Elektro-Apparate-Werke (EAW) in Berlin-Treptow produziert. Das 106 x 200 x 80 mm groĂe und 1 kg schwere GerĂ€t ermöglicht die Gleich- und Wechselspannungsmessung in jeweils sieben Bereichen von 1,5 V bis 600 V sowie die Gleich- und Wechselstrommessung in ebenfalls 2x 7 Bereichen von 1,5 mA bis 6 A. Widerstandsmessung ist mit dem GerĂ€t noch nicht möglich, wodurch auch keine Batterien zur Spannungsversorgung benötigt werden.
EAW UNI 7 (Vielfachmesser)
Das Multimeter UNI 7 wurde ab Anfang der 1970er Jahre bei EAW in Berlin-Treptow produziert. Es misst Gleichspannung von 100 mV â 1000 V, Wechselspannung von 2,5 â 1000 V, Gleichstrom von 50 ”A â 5 A, Wechselstrom von 250 ”A â 5 A, Widerstand bis 10 MΩ und Innenwiderstand bis 20 kΩ/V. Im GerĂ€t wurde ein spannbandgelagertes Kernmagnet-Drehspulmesswerk mit Spiegelskala verbaut. Die Spannungsversorgung fĂŒr die Widerstandsmessung erfolgt ĂŒber zwei spezielle R10-Batterien.
M e s s t e c h n i k  M e l l e n b a c h
Der VEB MeĂtechnik Mellenbach entstand Mitte der 1950er Jahre aus der Firma Bornkessel. Das Werk liegt ausgesprochen idylisch mitten im ThĂŒringer Wald direkt an der Schwarzatalbahn und in unmittelbarer NĂ€he zur bekannten OberweiĂbacher Bergbahn. Hier wurden zu DDR-Zeiten hauptsĂ€chlich Multimeter und andere MessgerĂ€te produziert. Auch heute liefert die MTM Messtechnik Mellenbach GmbH Mess- und Stromversorgungstechnik, wohl gröĂtenteil fĂŒr die Deutsche Bahn.
MTM UNI 7 (Vielfachmesser)
Das zuvor beschriebene Multimeter UNI 7 aus dem Elektro-Apparate-Werk Berlin-Treptow wurde spÀter im VEB Messtechnik Mellenbach (MTM) weiterproduziert.
MTM UNI 9
Das reine Gleichstrom-Multimeter UNI 9 entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen UNI 7, dessen GehĂ€use auch komplett ĂŒbernommen wurde. Als Hersteller des MessgerĂ€tes ist auf dem GehĂ€use der VEB Messtechnik Mellenbach (MTM) angegeben, wobei das Garantiesiegel des abgebildeten GerĂ€tes mit EAW gestempelt wurde, wodurch ich auch eine Produktion in Berlin-Treptow nicht ausschlieĂen will. Die Messbereiche weichen etwas vom UNI 7 ab. Das UNI 9 misst in 30 Messbereichen Gleichspannung von 30 mV â 600 V, Gleichstrom von 15 ”A â 6 A und Widerstand bis 10 MΩ. Auf die Wechselspannungs- und Wechselstrommessung wurde verzichtet. In dem GerĂ€t ist ein spannbandgelagertes Kernmagnet-Drehspulmesswerk mit Spiegelskala verbaut. Die Spannungsversorgung fĂŒr die Widerstandsmessung erfolgt ĂŒber eine spezielle 3V-Batterie.
MTM UNI 10
Das Multimeter UNI 10 wurde ab Anfang der 1970er Jahre im VEB Messtechnik Mellenbach (MTM) parallel zum einfacheren Vielfachmesser 3 produziert. Technisch basiert es auf dem UNI 7, dessen GehĂ€use auch fast unverĂ€ndert ĂŒbernommen wurde. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber zwei R6-Mignonbatterien. Das GerĂ€t misst in neun Bereichen Gleichspannung von 100 mV â 1000 V, 6x Wechselspannung von 2,5 â 1000 V, 8x Gleichstrom von 10 ”A bis 5 A, 5x Wechselstrom von 250 ”A â 2,5A, 2x Widerstand bis 10MΩ, 2x KapazitĂ€t bis 2”F und 6x DĂ€mpfung von -10 bis +62 dB. Zum Schutz gegen Ăberlastung durch Fehlbedienung bei Strom- und Spannungsmessung wurde ein elektronischer Transistorschutzschalter eingebaut. Der Schutz wirkt bei gleicher und verkehrter Polung sowie verkehrter Stromart. Ein von den Strom- und Spannungsbereichen galvanisch getrennter 800Hz-Sinusgenerator mit Normalpegelausgang von 0dB ermöglich die Messungen an NF-VerstĂ€rkern ohne zusĂ€tzliche Generatoren. Die Spannungsversorgung hierfĂŒr erfolgt ĂŒber das 230V-Netz mittels separater Anschlussbuchse an der rechten GehĂ€useseite. In dem GerĂ€t wurde ein spannbandgelagertes Kernmagnet-Drehspulmesswerk mit Spiegelskala verbaut.
MTM UNI 11e & HMS 30e
Mit dem UNI 11e startete im VEB Messtechnik Mellenbach (MTM) erstmals eine neue GehĂ€useserie. Das nun 210 x 105 x 60 mm groĂe und 500 g schwere GerĂ€t misst in 22 Messbereichen Gleichspannung (0,1 V â 1 kV), Wechselspannung (2,5 V â 1 kV), Gleichstrom (50 mA â 5 A), Wechselstrom (0,25 mA â 2,5 A) und Widerstand (0 â 10 MΩ). Neben dem Wahlschalter fĂŒr den Messbereich befinden sich wie Kalibrierungsregler. Die Spannungsversorgung des UNI 11e erfolgt ĂŒber eine R6-Mignonbatterie fĂŒr die Widerstands- und zwei 9V-Blöcke fĂŒr die Strommessung. Das GerĂ€t konnte noch um die ebenfalls in Mellenbach produzierte Hochspannungsmessspitze HMS 30e erweitert werden, die Gleichspannungsmessungen bis 30 kV ermöglicht.
MTM UNI 12e
Das UNI 12e misst in 50 Messbereichen Gleichspannung (30 mV â 1 kV), Wechselspannung (2,5 V â 1 kV), Gleichstrom (3 ”A â 1 A), Wechselstrom (0,25 mA â 1 A) und Widerstand (0 â 10 MΩ). Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber eine R6-Mignonbatterie fĂŒr die Widerstands- und eine R14-Zelle fĂŒr die Strommessung.
MTM UNI 21
Das UNI 21 entspricht technisch und optisch dem zuvor produzierten UNI 11e, kann jedoch mit nur einer R6-Mignonbatterie betrieben werden (nur fĂŒr Widerstandsmessung notwendig). Es misst in 29 Messbereichen Gleichspannung (0,1 V â 1 kV), Wechselspannung (2,5 V â 1 kV), Gleichstrom (50 mA â 5 A), Wechselstrom (0,25 mA â 2,5 A) und Widerstand (0 â 10 MΩ). Neben dem Wahlschalter fĂŒr den Messbereich befindet sich eine Widerstands-Kurzschlusstaste, mit der der Batteriestand ohne vorheriges KurzschlieĂen getestet werden kann.Â
Neben der Variante mit grauer Front und schwarzer GehĂ€useschale gibt es das 210 x 105 x 60 mm groĂe und 500 g schwere GerĂ€t auch mit orangefarbener Front und dem werkseitigen Aufdruck eines Panzersymbols sowie âNr. 523â. Was es hiermit genau auf sich hat, ist mir auch nicht bekannt. Zu den GerĂ€ten gibt es noch eine passende Kunstledertasche. Parallel zur Auslieferung innerhalb der DDR und in RGW-LĂ€nder gingen die GerĂ€te auch nach Westdeutschland.
Das abgebildete graue GerĂ€t wurde laut Kassenbon fĂŒr 39,50 DM im Conrad Electronic Center in der Leonhardstr. 3, NĂŒrnberg gekauft. Die Typenbezeichnung und Beschriftung des GerĂ€tes bleiben hierbei â genauso sowie die Bedienungsanleitung â komplett unverĂ€ndert. Das UNI 21 findet sich auch im CONRAD-Katalog 1986, in dem es mit der Bestellnummer 126349 fĂŒr 54,50 DM angeboten wurde. In der Beschreibung heiĂt es hierzu: âSehr interessant fĂŒr Schulen und Werkunterricht! Universal-Vielfach-MessgerĂ€t UNI-21 â Klasse 1,5 bei = â Klasse 2,5 bei ~/Ω â zur Spannungs- und Strommessung im Gleich- und Wechselbereich, zur Widerstands- und Pegelmessung, fĂŒr den universellen Einsatz in der Elektronik, der Radio- und Fernsehtechnik, der Digitaltechnik sowie fĂŒr Heimwerker und Amateure. Das GehĂ€use des UNI 21 ist aus bruchsicherem Thermoplast gefertigt. Die einzelnen Funktionsgruppen sind ĂŒbersichtlich und zweckmĂ€Ăig angeordnet. Die Konstruktion gestattet die Bedienung in waagerechter und â durch Herausklappen einer StĂŒtze am Boden des MessgerĂ€tes â in 30°-SchrĂ€glage. Eine ausfĂŒhrliche Bedienungsanleitung liegt jedem GerĂ€t bei.â.
MTM Vielfachmesser 4 â R/C-Voltmeter mit Signalgenerator 600Hz
MTM WiderstandsmeĂbrĂŒcke nach Wheatstone
MTM KleinmeĂbrĂŒcke nach Wheatstone
Die WiderstandsmeĂbrĂŒcke nach Wheatstone wurde in den 1980er Jahren als KleinmeĂbrĂŒcke nach Wheatstone vertrieben. Das GerĂ€t blieb technisch unverĂ€ndert, erfuhr lediglich ein paar optische Modifikationen und die Stromversorgung erfolgt jetzt ĂŒber drei R6-Mignonbatterien.
MTM WiderstandsmeĂbrĂŒcke nach Thomson
Beschreibung folgt
MTM KleinmeĂbrĂŒcke nach Thomson
Die WiderstandsmeĂbrĂŒcke nach Thomson wurde in den 1980er Jahren als KleinmeĂbrĂŒcke nach Thomson vertrieben. Das GerĂ€t blieb technisch unverĂ€ndert, erfuhr lediglich ein paar optische Modifikationen und die Spannungsversorgung erfolgt jetzt ĂŒber drei R6-Mignonbatterien.
MTM ISO 51
Das IsolationsmessgerĂ€t ISO 51 wurde bereits seit den frĂŒhen 1970-er Jahren im VEB Messtechnik Mellenbach produziert. Es dient zur Isolationsmessung im Bereich von 0 â 10 MΩ, 0 â 50 MΩ, 0 â 100 MΩ oder 0 â 500 MΩ. Hierbei erzeugt das GerĂ€t zum PrĂŒfen eine Gleichspannung von 250 bzw. 500 V, die bei Kurzschluss sofort zusammenbricht. AuĂerdem wird die Stromleistung durch das GerĂ€t bei einem sehr niedrigen Wert begrenzt. Das Messinstrument ist (von der Skala natĂŒrlich abgesehen) komplett baugleich mit den ebenfalls in Mellenbach produzierten Multimetern UNI 7, UNI 9 und UNI 10, deren GehĂ€use ja auch ĂŒbernommen wurde. Die Spannungsversorgung kann ĂŒber das 230V-Netz, einem 6V/450mAh-Rundakku plus 2x2V-RULAG-Akkus oder ĂŒber externe 6V Gleichspannung erfolgen. Zum GerĂ€t gehört neben den Messkabeln noch eine Tragetasche mit UmhĂ€ngegurt. Parallel zum ISO 51 gab es noch das ISO 6 und ISO 61 im selben GehĂ€use sowie das ISO 1000 im typischen UNI 21-GehĂ€use.
MTM ISO 61
Das IsolationsmessgerĂ€t ISO 61 wurde bereits seit den frĂŒhen 1970er Jahren im VEB Messtechnik Mellenbach und (lt. Garantiesiegel des abgebildeten GerĂ€tes) offensichtlich auch bei EAW produziert. Es dient zur Isolationsmessung im Bereich von 0 â 20 MΩ, 0 â 100 MΩ, 0 â 200 MΩ oder 0 â 1000 MΩ. Hierbei erzeugt das GerĂ€t zum PrĂŒfen eine Gleichspannung von 500 bzw. 1000 V, die bei Kurzschluss sofort zusammenbricht. AuĂerdem wird die Stromleistung durch das GerĂ€t bei einem sehr niedrigen Wert begrenzt. Das verbaute Messinstrument ist (von der Skala natĂŒrlich abgesehen) komplett baugleich mit den ebenfalls in Mellenbach produzierten UNI 7, UNI 9 und UNI 10, deren GehĂ€use ja auch ĂŒbernommen wurde. Die Spannungsversorgung kann ĂŒber das 230V-Netz, einen 6V/450mAh-Rundakku plus 2x2V-RULAG-Akkus oder ĂŒber externe 6V Gleichspannung erfolgen. Zum GerĂ€t gehört neben den Messkabeln noch eine Tragetasche mit UmhĂ€ngegurt. Parallel zum ISO 61 gab es noch das ISO 6 und ISO 51 im selben GehĂ€use sowie das ISO 1000 im typischen UNI 21-GehĂ€use.
MTM ISO 1000 â IsolationsmessgerĂ€t
MTM AUTOTEST electric
Das im VEB Messtechnik Mellenbach (MTM) produzierte Kfz-MessgerĂ€t AUTOTEST electric ermöglicht die Ermittlung des Unterbrecherabstandes und ZĂŒndzeitpunktes an 2-Takt- und 4-Takt-Otto-Motoren. Die Anzeige erfolgt ĂŒber LEDs, die Stromversorgung direkt aus dem 6- oder 12V-Bordnetz des Fahrzeuges. Neben dem regulĂ€ren Vertrieb (bzw. der âbedarfsorientiertenâ Verteilung) in der DDR wurde der AUTOTEST electric auch im GENEX-Katalog angeboten.
Ăber die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses fĂŒr den DDR-AuĂenhandel wohl sehr eintrĂ€gliche GeschĂ€ft wurde ĂŒber die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dĂ€nischer Landesvorwahl betreute. Hier war das GerĂ€t fĂŒr 76,- DM erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heiĂt es hierzu: âAutotestelektrik â PrĂŒfgerĂ€t fĂŒr Kfz-Elektrik von 12V oder 6V bei PKW mit 2- oder 4-Takt-Otto-Motoren, Leuchtdioden-Messwertanzeige des Unterbrecherabstandes und ZĂŒndzeitpunktesâ.
MTM EG 01 â elektronisches Galvanometer
MTM HK 11 â HF-Tastkopf zum UNI 11e (50 kHz â 800 MHz)
MTM HMS 30e â Hochspannungsmessspitze zum UNI 11e (30 V > 30 kV)
MTM NW 11 â Nebenwiderstand zur Erweiterung des Strommessbereiches am UNI 11e & UNI 12e
R F TÂ Â I n d u s t r i e v e r t r i e b
R u n d f u n k  F e r n s e h e n  H a l l e
Der UKW-Spektrumanalyzer USM-1 wurde im VEB RFT Industrievertrieb Rundfunk Fernsehen Halle produziert. Er wandelt das analysierte Spektrum im Bereich von 88 bis 100 MHz in ein Videosignal um und moduliert dieses dann. Als SichtgerĂ€t dient ein normaler FernsehempfĂ€nger im Band I Kanal 3. Messwertkorrekturkurven sind auf dem GehĂ€use angebracht und mĂŒssen beim Ablesen beachtet werden.
F e i n m e à z e u g f a b r i k   S u h l   ( F M S )
FMS ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€t
Das ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€t Nr. 3574 wurde mindestens von 1978 bis 1989 im VEB FeinmeĂzeugfabrik Suhl (FMS, Rimbachstr. 53) produziert. Die mechanische Messuhr ermöglicht die optimale Einstellung des ZĂŒndpunktes bei den DDR-Fahrzeugen Wartburg 311/1000, 312/1 und 353; Trabant 500, 600 sowie 601; SIMSON Schwalbe, Spatz, Star, Sperber, SR 1, SR 2 und KR 50. In der zugehörigen Bedienungsanleitung heiĂt es zu dem GerĂ€t: âDas ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€t aus dem VEB FeinmeĂtechnik Suhl schlieĂt eine LĂŒcke im Angebot der ServicegerĂ€te fĂŒr den Kraftfahrzeugbesitzer und fĂŒr die Reparaturwerkstatt. Mit dem GerĂ€t kann die Einstellung des ZĂŒndpunktes ĂŒberprĂŒft bzw. der ZĂŒndpunkt mit der erforderlichen Genauigkeit eingestellt werden. Nur eine richtige ZĂŒndpunkteinstellung schont den Motor und fĂŒhrt zu einer optimalen Ausnutzung der Motorleistung. Das GerĂ€t ist verwendbar fĂŒr alle Otto-Motoren mit zentrisch oder in Zylinderachse angeordneten ZĂŒndkerzenbohrungen. FĂŒr Motoren mit schrĂ€g angeordneter ZĂŒndkerze ist das ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€t nicht geeignet. Die Weiterentwicklung des ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€tes ermöglicht jetzt auch die Bestimmung der Reifenprofilhöhe. Damit wird die Möglichkeit gegeben, die fĂŒr die Fahrsicherheit des Fahrzeuges notwendige Reifenprofilhöhe schnell und exakt zu bestimmen.â. Die Bedienung des ZĂŒndpunkteinstellgerĂ€tes gestaltet sich â kurz gefasst â wie folgt: Nach Lösen der ZĂŒndkerze wird ersatzweise der mitgelieferte Gewindeeinsatz eingeschraubt. AnschlieĂend muss der Kolben durch Rechtsdrehung des Polrades in die oberste Stellung bewegt werden. Danach die Messuhr mit aufgeschraubtem Messeinsatz in die Bohrung des Gewindeeinsatzes so weit einfĂŒhren, bis die Messuhr sicher von der Klemmeinrichtung des Gewindeeinsatzes erfasst wird. Durch Rechtsdrehen des Polrades den Kolben exakt in die obere Totpunktlage (OT) bringen. Der OT ist erreicht, wenn der Zeiger der Messuhr die Bewegungsrichtung Ă€ndert. AnschlieĂend wird die Messuhr geringfĂŒgig im Gewindeeinsatz verschoben, bis der groĂe Zeiger annĂ€hrend mit dem Nullstrich der Hauptskala ĂŒbereinstimmt. Polrad dem vorgeschriebenen ZĂŒndpunkt (SIMSON S 50, Schwalbe, Star & Sperber z.B. 1,5 ± 0,2 mm vor dem OT) entsprechend nach links drehen, den Einstellwert dabei geringfĂŒgig ĂŒberschreiten und durch anschlieĂendes Rechtsdrehen (Spielausgleich) den ZĂŒndpunkt prĂ€zise einregulieren. Hierbei aber unbedingt mit der ausfĂŒhrlichen Bedienungsanleitung arbeiten, da viele Feinheiten zu beachten sind. Die Anzeige der Messuhr erfolgt sehr exakt mit einem kleinen âStundenzeigerâ und zentraler Skale fĂŒr die vollen Millimeter und mit einem groĂen âMinutenzeigerâ und AuĂenskala fĂŒr die Anzeige in 0,01mm. Zum Lieferumfang gehörte neben der Messuhr ein fahrzeugspezifischem Gewindeeinsatz M14 x 1,25 (Simson/Wartburg/Trabant) oder M18 x 1,5 (Wartburg/Trabant vor 1971/72), drei MesseinsĂ€tze in den LĂ€ngen 13, 20 sowie 25 mm und eine EinsatzverlĂ€ngerung 10 mm.
M e s s a p p a r a t e w e r k  S c h l o t h e i m
ErdungsmeĂgerĂ€t Type A 317
Das ErdungsmessgerĂ€t Type A 317 wurde mindestens zwischen 1968 bis 1976 im VEB MeĂapparatewerk Schlotheim produziert und dient zur direkten Messung von ErdungswiderstĂ€nden in Schwachstrom-, Starkstrom- und Blitzschutzanlagen einschlieĂlich geophysikalischer Messungen zur Bestimmung des spezifischen Erdungswiderstandes (lt. Bedienungsanleitung). Alternativ kann es auch als klassisches Ohmmeter mit drei Messbereichen von 0 â 5 Ω, 50 Ω und 500 Ω verwendet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber zwei 3R12-Flachbatterien. Das GehĂ€use entspricht dem Vielfachmesser 3 und den MessbrĂŒcken aus Mellenbach, wurde aber um ein zusĂ€tzliches BatteriegehĂ€use an der Unterseite erweitert. Zum Lieferumfang gehörte eine Leder-Tragetasche, vier Erdsonden, vier Messkabel und drei MetallbrĂŒcken fĂŒr die Anschlussbuchsen.
S i m e t o  K l i n g e n t h a l
SIMETO steht hierbei fĂŒr Signal-, Mess- und TongerĂ€te. Die PGH Simeto wurde 1972 von den Klingenthaler Harmonikawerken ĂŒbernommen, weswegen spĂ€tere GerĂ€te auch mit ME-Logo versehen sind. Die Firma arbeitet heute noch als Simeto Klingenthal GmbH.
Simeto MultiprĂŒfer 2
VielfachmessgerÀt
Simeto MultiprĂŒfer 3 â modifizierter MultiprĂŒfer 2 fĂŒr Baukasten Transpoly
Simeto MultiprĂŒfer 5
VielfachmessgerÀt
Simeto Polyzet 4
Das Polyzet IV wurde mindestens von 1966 bis 1975 im PGH SIMETO Klingenthal produziert und ermöglich die Messung von Gleich- und Wechselspannug zwischen 0 â 50 V, Gleich- und Wechselstrom von 0 â 2,5 A sowie Widerstand von 0 â 1 kΩ in zehn Messbereichen, die noch etwas umstĂ€ndlich ĂŒber einen Steckverbinder ausgewĂ€hlt werden. Das 80 x 35 x 110 mm groĂe GerĂ€t wurde mit einem spitzengelagertem Drehspulmessinstrument bestĂŒckt, die Spannungsversorgung fĂŒr die Widerstandsmessung erfolgt ĂŒber ein 1,5V-Stabelement.
Simeto Polytest 1
Das fĂŒr den Schulbetrieb konzipierte Polytest 1 wurde um 1978 im VEB Musikelektronik Klingenthal, Betriebsteil SIMETO produziert. Es ermöglicht die Messung von Gleich- und Wechselspannung (0 â 60 V), Gleich- und Wechselstrom (0,3 â 1 A) sowie WiderstĂ€nden (0 â 100 kΩ) in 16 Bereichen. Die Spannungsversorgung des 140 x 95 x 45 mm groĂen und 400 g schweren GerĂ€tes erfolgt ĂŒber zwei R6-Mignonbatterien.
Simeto Polytest 2
Das fĂŒr den Schulbetrieb konzipierte Polytest 2 wurde Anfang der 1980er Jahre im VEB Musikelektronik Klingenthal, Betriebsteil SIMETO produziert. Es ermöglicht die Messung von Gleich- und Wechselspannung (0 â 300 V), Gleich- und Wechselstrom (0 â 3 A) sowie WiderstĂ€nden (0 â 10 kΩ, mit externer Stromquelle: 0 â 1 MΩ). Die Spannungsversorgung des 140 x 95 x 45 mm groĂen und 400 g schweren GerĂ€tes erfolgt ĂŒber zwei R6-Mignonbatterien. Das Polytest 2 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 126330 fĂŒr 39,50 DM angeboten wurde: âVielfachmessgerĂ€t POLYTEST 2 fĂŒr Messungen von Gleich- und Wechselstrom, Gleich- und Wechselspannung sowie WiderstĂ€nden bei direkter Anzeige des Messwertes. DarĂŒber hinaus können in allen Gleichstrom- und Gleichspannungsbereichen durch elektrische Nullpunktverschiebung sowohl differenzielle GröĂen gemessen als auch Messungen mit mittigen Zeigerruhelage durchgefĂŒhrt werden. ..."
"... Dieses elektrische VielfachmessgerĂ€t eignet sich besonders fĂŒr Bastler, Amateure sowie Monteure und Servicetechniker in den verschiedensten Bereichen der Elektrotechnik. AusfĂŒhrliche Bedienungsanleitung liegt bei. Technische Daten: V= 0-1-3-30-100-300 V Klasse 2,5; V~ 0-3-10-30-100-300 V Klasse 5; A= 0-0,3-1-3-10-100-300-1000 mA Klasse 2,5; A~ 0-1-3-10-30-100-300-1000-3000mA Klasse 5; Ω 0â1 kΩ & 0â10 kΩ Klasse 5; 0â100 kΩ & 0â1 MΩ mit externer Spannungsquelle; Frequenzbereich 30-50-1500 Hz; Einschaltdauer bei Strömen ĂŒber 1.000 mA max. 5 min; elektrische StoĂĂŒberlastbarkeiten im Messwerkzweig ca. 1.000-fach; Feinsicherung fĂŒr Ăberstrom 4 A trĂ€ge; PrĂŒfspannung 2 kV; Nenntemperatur und Einflussbereich 23°C ± 10 gerundet; Spannungsquelle fĂŒr Widerstandsmessung zwei 1,5V-Mignon-Zellen; Messwerk spitzengelagertes Drehspulwerk mit Kernmagnet, ca. 150 ÎŒA; Gebrauchslage waagerecht; Abmessungen ca. 140 x 95 x 45 mm; Gewicht 400 gâ.
Simeto Unitest 1
Das Analog-Multimeter Unitest 1 wurde um 1984 im VEB Musikelektronik Klingenthal, Betriebsteil SIMETO produziert. Es ermöglicht die Messung von Gleich- und Wechselspannung (0 â 500 V), Gleich- und Wechselstrom (0 â 1 A) sowie Widerstand (0 â 10 kΩ). AuĂerdem verfĂŒgt das Unitest ĂŒber einen integrierten TransistorprĂŒfer.
Simeto LeitungsprĂŒfer LP 1
Der LeitungsprĂŒfer LP 1 ermöglich die Messung in den umschaltbaren Messbereichen bis 1 kΩ, 10 kΩ und 100kΩ. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber eine heute nicht mehr gĂ€ngige, aber teilweise noch erhĂ€ltliche 2R10-Batterie mit 1,5V.
Zum GerÀt gehört noch eine Ledertasche mit UmhÀngegurt, wodurch beim Messen alle HÀnde frei sind und sich der Messwert optimal ablesen lÀsst.
Der Simeto LP 1 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zum LeitungsprĂŒfer LP 1, der mit der Bestellnummer 126357 fĂŒr 29,50 DM angeboten wurde: âEin Ohmmeter, das speziell zum PrĂŒfen von Leitungen auf Durchgang konzipiert wurde. Ăberall dort einzusetzen, wo Widerstandsmessungen mit einer Genauigkeit der Klasse 1,5 ausreichend sind. Als Taschenohmmeter ist der LeitungsprĂŒfer besonders fĂŒr Monteure im Anlagenbau geeignet. Eine ausfĂŒhrliche Bedienungsanleitung liegt dem GerĂ€t bei. Technische Daten: Messbereiche 0 â 1, 0 â 10 & 0 â 100 kΩ; Genauigkeitsklasse 1,5 nach TGL 19472; spitzengelagertes Drehspulmesswerk (Eigenverbrauch 200 ÎŒA); PrĂŒfspannung 500 V; Abmessungen 96 x 96 x 45 mm; Gewicht ca. 500 g; Schutzgrad IP4 x p; P = Anschlussklemmen IP 1 x; mechanische Belastung Gl-Eb 6-15-8000 nach TGL 2000057; AusfĂŒhrungsklasse N III; Zubehör: 2 Messleitungen, Bereitschaftstasche und Batterieâ.
Neben CONRAD hat auch die POLLIN Electronic GmbH aus Pförring (nahe Ingolstadt) Restposten des Simeto LP 1 angeboten. Das GerÀt kostete laut einer Anzeige in der Zeitschrift Funkschau 20/1991 nur noch lÀcherliche 9,60 DM.
Simeto ZĂŒndkreisprĂŒfer ZKP 1-168 (Sch)s (Ex)s G5
Auf Basis des LeitungsprĂŒfers LP 1 gibt es speziell zur PrĂŒfung von Sprengkreisen den ZĂŒndkreisprĂŒfer ZKP 1-168 (Sch)s Ex)s G5. Das Analog-Ohmmeter besitzt lediglich einen Messbereich. GehĂ€use und Tragetasche sind wiederum identisch.
Simeto ZĂŒndkreisprĂŒfer ZKP 1-250
Auf Basis des LeitungsprĂŒfers LP 1 gibt es speziell zur PrĂŒfung von Sprengkreisen den ZĂŒndkreisprĂŒfer ZKP 1-250. Das Analog-Ohmmeter besitzt lediglich einen Messbereich. GehĂ€use und Tragetasche sind wiederum identisch.
Simeto Streustrom-MessgerÀt SM 1
âDer verstĂ€rkte Einsatz der Strengtechnik in allen Industriezweigen der Volkswirtschaft, insbesondere des Bergbaus, erfordert den Einsatz sprengkrĂ€ftiger elektrischer ZĂŒndmittel. Die Verwendung der genannten ZĂŒndmittel verlangt jedoch ein Maximum an Sicherheit fĂŒr die mit diesen ZĂŒndmitteln arbeitenden Sprengberechtigten. Besonders in den Braunkohletagebauen mit ihren weit verzweigten Schienen und Fahrleitungen sowie im untertĂ€gigen Bergbau treten unter ungĂŒnstigen UmstĂ€nden hohe ErdschluĂströme auf. Mit dem Streustrom-MeĂgerĂ€t SM 1 wurde dem Sprengpersonal ein GerĂ€t in die Hand gegeben, das die bisherigen UnzulĂ€nglichkeiten bei der Messung von Streuströmen beseitigt. Auch ohne groĂe Kenntnis der Elektrotechnik können jetzt die erforderlichen Messungen durchgefĂŒhrt werden. âŠâ Zitat Bedienungsanleitung / Das ab 1968 gefertigte SM 1 ermöglich die Gleich- und 50Hz-Wechselstrommessung im Bereich von 0 bis 100 mA bei einer PrĂŒfspannung bis 500 V. Der Wechsel der zu messenden Stromart erfolgt ĂŒber einen Schiebschalter an der Unterseite. Die Messpunkte (Verbraucher und Einspeisung) werden mit den Buchsen an der Oberseite verbunden. Hierzu lagen dem GerĂ€t lediglich zwei Bananenstecker bei, die z.B. mit ca. 50 cm langen, selbst gefertigten Messsonden verbunden wurden. Die Messung kann zwischen zwei metallischen Anlagenteilen, dem Gebirge und einem Anlagenteil, unterschiedlichen Stellen im Gebirge oder Bohrlöchern von Sprenganlagen erfolgen. Der gemessene Wert sollte 60 mA nicht ĂŒberschreiten (grĂŒner Bereich der Skala, bei Ăberlagerungsmessungen mit Gleich- und Wechselspannungsanteil: 80 mA in Summe). Da es sich um ein reines StrommessgerĂ€t handelt, entfĂ€llt die Notwendigkeit einer internen Stromversorgung. Das Batteriefach existiert (inklusive entsprechender Beschriftung âStabelement 1,5Vâ) aber trotzdem, da fĂŒr das SM 1 einfach das GehĂ€use des MultiprĂŒfer 2 verwendet wurde. Zum Lieferumfang gehörte neben den angesprochenen Bananensteckern noch eine Kunstledertasche mit Ausschnitt fĂŒr den rĂŒckseitigen Schiebeschalter und langem Trageriemen (leicht abweichend vom MultiprĂŒfer 2). Die Zusatzbezeichnung Pr.-Nr. Sp 204 steht hierbei nur fĂŒr die PrĂŒfbescheinigung des Instituts fĂŒr Grubensicherheit Zweigstelle Versuchsstrecke Freiberg, zugelassen durch die Oberste Bergbehörde beim Ministerrat der DDR vom 31.01.1968â.
Simeto Transitest 1 â Transistor-PrĂŒfgerĂ€t
H e r s t e l l e r ?
SpannungsprĂŒfer 3V / 30V nach TGL 19472
Der abgebildete SpannungsprĂŒfer wurde 1982 produziert. Eine Typenbezeichnung und der genaue Hersteller lassen sich auf dem GerĂ€t leider nicht erkennen. In der Skala findet sich lediglich die TGL-Nummer 19742 (DDR-GegenstĂŒck zur heutigen DIN-Norm), der Herkunftsverweis âLeipzigâ und das Logo des VEB Messtechnik Mellenbach. Das GerĂ€t ermöglicht die Gleichspannungsmessung in den Bereichen 0 â 3V und 0 â 30V mittels eingebautem Drehspulmessinstrument.
SpannungsprĂŒfer 60V / 500V nach TGL 19472
Nebem der 30V-GleichspannungsausfĂŒhrung gab es das GerĂ€t noch zur Gleich- und Wechselspannnungsmessung in den Bereichen 0 â 60V und 0 â 500V mit isolierter zweiter Messspitze.
F u n k w e r k  K ö l l e d a
Metalldetektor MD 1
Beschreibung folgt
Metalldetektor MD 2
Der Metalldetektor MD 2 wurde von 1981 bis 1989 im VEB Funkwerk Kölleda produziert und ermöglicht das Auffinden von Unterputzleitungen. Das sehr einfach GerĂ€t besitzt lediglich einen Empfindlichkeitsregler mit integriertem Ausschalter sowie eine Anzeige-LED. Vor der PrĂŒfung muss nur der Ansprechpunkt an einem Referenzkabel festgelegt werden und das GerĂ€t anschlieĂend an die abzusuchende Stelle gehalten werden. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber vier R6-Mignonbatterien. Das GerĂ€t wurde in der DDR fĂŒr 62,- M vertrieben.
F r e i b e r g e r   P r À z i s i o n s m e c h a n i k
Marschkompass F 73
In der Bedienungsanleitung heiĂt es zu dem vermutlich fĂŒr die Nationale Volksarmee entwickelten, aber auch zu Unterrichtszwecken in Schulen eingesetzten Marschkompass: âDer F 73 mit Fluidkapsel dient zur Orientierung im GelĂ€nde. Er ist vielseitig einsetzbar und leicht zu handhaben. Durch gute Kippbarkeit des Magnetsystems in der Fluidkapsel wird seine Funktionsbereitschaft beim freihĂ€ndigen Gebrauch im GelĂ€nde gesteigert. Der F 73 ist praktisch unabhĂ€ngig von Inklinationsunterschieden in beliebigen Einsatzgebieten der Erde. Seine im Bereich von ± 40Âș einstellbare Deklination ermöglicht die Entnahme korrigierter Richtungsangaben und erspart lĂ€stige Nebenarbeiten. Mit dem F 73 sind alle Grundaufgaben der Orientierung im GelĂ€nde leicht und sicher zu lösen. Er wird in den rechtslĂ€ufigen Teilungen 60-00, 360Âș und 6400ÂŻ angeboten. Technische Daten: Teilkreisdurchmesser 45 mm, Skalenwert der Kreisstellung 5Âș / 1-00 / 100ÂŻ, Einschwingdauer der Magnetnadel †7sec, TeilungslĂ€nge der Anlegekante 64 mm, Skalenwert der Anlegekante 1 mm, FunktionsfĂ€higkeit im Temperaturbereich - 30 ÂșC bis + 50 ÂșC, Abmessungen 70 x 58 x 23 mm, Masse 70 g, Kippbereich der Kapsel ± 12Âșâ.
Kurvimeter 78
Das im VEB Freiberger PrĂ€zisionsmechanik produzierte Kurvimeter 78 mit Nullstellungs-Drucktaste ermöglicht die Messung von Strecken mit hĂ€ufigem Richtungswechseln auf Landkarten in den MaĂstĂ€ben 1 : 30.000, 1 : 50.000, 1 : 100.000, 1 : 120.000, 1 : 200.000 und 1 : 600.000. Im Begleitzettel des GerĂ€tes heiĂt es: âMit dem Kurvimeter 78 werden rasch und sicher Entfernungen auf Karten und PlĂ€nen gemessen. Handhaben: Durch kurzen Druck auf den Knopf am oberen Griffende wird der Zeiger auf Null gestellt und dann das LaufrĂ€dchen entlang der zu messenden Linie von beliebiger KrĂŒmmung gefĂŒhrt. An der doppelseitigen Teilung kann mit Hilfe eines Zeigers die gesuchte Entfernung entsprechend dem MaĂstab abgelesen werden.â. Zum Lieferumfang des Kurvimeter 78 gehört eine kleine Kunststofftasche und es war unter anderem Bestandteil der Kommandeurbestecktasche Artillerie der NVA (Bild & Beschreibung unter sonstige DDR-GerĂ€te). In der DDR wurde das GerĂ€t ansonsten fĂŒr 11,60 M vertrieben.
E n e r g i e v e r s o r g u n g   P o t s d a m
SchutzprĂŒfer NES I/62
Der SchutzprĂŒfer fĂŒr Nullung, Erdung und Schutzschaltung NES I/62 wurde ab 1963 im VEB Energieversorgung Potsdam ZĂ€hlerreparaturwerk Oranienburg produziert. Das 290 x 210 x 175 mm groĂe GerĂ€t ermöglicht die Messung des Schleifenwiderstandes zum Nachweis der Nullungsbedingungen im 230V-Wechselspannungsnetz.
F E U T R O NÂ Â Â G r e i z
Feutron Klein-Feuchtemesser II Type 2122
Der Klein-Feuchtemesser II Type 2122 wurde um 1961 im VEB Feutron Greiz produziert. Dieser Betrieb, der aus der Karl Weiss KG Greiz hervorging, hat sich hauptsĂ€chlich auf die Produktion von Feuchtemesstechnik und GerĂ€te zur Klimasimulation spezialisiert. Mit dem GerĂ€t kann der Feuchtegrad von geschlagenem Holz ermittelt werden. Besondere MĂŒhe hat sich der Hersteller hierbei mit dem dunkel lackierten HolzgehĂ€use gegeben, dass bis ins Batteriefach mit sehr viel Detailliebe gefertigt wurde. Zum Lieferumfang des GerĂ€tes gehören neben dem Leder-Schutzkoffer und den verschiedenen Elektroden noch insgesamt vier wasserfeste A6-Plastikkarten mit Ablesetabellen fĂŒr die Baumarten Eiche, Rotbuche, Kiefer und Fichte. Auf der RĂŒckseite findet sich jeweils die Bedienungsanleitung mit folgenden Angaben: â1. a) Stempel-Elektrode ĂŒber die Messkabel am gerĂ€t anschlieĂen. Dabei die mit roten Ringen versehenen Buchsen und Stecker verbinden. Elektrode an das zu messende Material anpressen. â b) Spann-Elektrode ĂŒber die Messkabel am GerĂ€t anschlieĂen und die mit roten Ringen versehenen Stecker und Buchsen verbinden. Das zu messende Material zwischen den beiden Gummipolen fest einspannen. â c) Tiefen-Elektroden: Zwei Löcher 15 mm Ă im Abstand von 4 cm bohern. Elektroden einfĂŒhren und durch Rechtsdrehen des gerĂ€ndelten Griffes fest verschrauben. Messkabel ohne Beachtung der roten Ringe anschlieĂen. â 2. Einstelltaste E (rote Taste) und dabei mit Drehknopf den Zeigerausschlag auf die Stelle der roten Skala einstellen, die der Temperatur des Materials entspricht. â 3. Messtaste M (schwarze Taste) drĂŒcken und den dabei angezeigten Wert auf der schwarzen 100-teiligen Skala ablesen (1 Teilstrich = 2 Skalenteile). â 4. Die Ablesetabelle gibt fĂŒr das entsprechende Messgut die Feuchteprozentwerte fĂŒr sĂ€mtliche Skalenteilwerte an.â. Die Spannungsversorgung des Feuchtemessers erfolgt noch ĂŒber zwei 3R12-Flachbatterien.
R o b o t r o n - M e s s e l e k t r o n i k D r e s d e n
robotron Z 9101
Der Signalgenerator robotron Z 9101 wurde um 1987 im VEB Robotron-MeĂelektronik âOtto Schönâ Dresden produziert. Bei dem GerĂ€t im typischen NARVA-Taschenlampen-GehĂ€use handelt es sich um einen einfachen Signalgenerator mit Frequenz- und LautstĂ€rkeregler sowie integriertem Lautsprecher. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber eine R20-Batterie.
W e r k  f ĂŒ r  F e r n m e l d e w e s e n  B e r l i n
Rechteckwellengenerator 2
M e s s g e r À t e w e r k   B e i e r f e l d
Tachometer Ă 100 mm
Fahrrad-Tachometer
Der abgebildete Fahrrad-Tachometer meines Diamant Modell 35105 wurde ab Mitte der 1960er Jahre bis mindestens 1989 im VEB MeĂgerĂ€tewerk Beierfeld produziert. Er entspricht technisch und optisch weitestgehend den an verschiedenen simson-KraftrĂ€dern verbauten GerĂ€ten. Die komplett mechanische Einheit mit verzinktem StahlblechgehĂ€use ermöglicht die Geschwindigkeitsmessung bis 60 km/h und verfĂŒgt ĂŒber ein fĂŒnfstelliges Kilometer-ZĂ€hlwerk. Neben diesem Tacho gab es ab Mitte der 1980er Jahre noch die etwas gröĂere AusfĂŒhrung pit 80 mit schwarzem KunststoffgehĂ€use.
weitere MessgerÀte unter Polen, Tschechien, Ungarn & Slowenien sowie Russland, Ukraine & Belarus
Richard von WeizsÀcker





































.jpg/picture-200?_=197ef3a41b0)




































